Hass macht Spaß – Neue Denunziationsbroschüre der Amadeu Antonio-Stiftung

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Amadeu Antonio war ein angolanischer Vertragsarbeiter, der im November 1990 von rechtsextremen Gewalttätern brutal ermordet wurde. Ein widerliches Hassverbrechen. Aber wäre es dem Ermordeten recht gewesen, dass eine Stiftung seit 1998 seinen Name als Aushängeschild und Rechtfertigung eigener Hass- und Hetzkampagnen missbraucht?

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_von Stefan Hofer

Lange war dieser Gegen-Rechts-Verein keine Zeile wert. Erst in der Ära Maas erhält er optimale Entfaltungsmöglichkeiten. Laut ihrer Selbstbeschreibung kämpft die Stiftung „gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“. Bei dieser Formulierung fällt auf: Rassismus und Antisemitismus stehen ausschließlich mit „Rechts“ in Verbindung. Dass die Gründerin und Leiterin der Stiftung, Anetta Kahane, einst informelle Mitarbeiterin der Stasi, sich jetzt, im linksdiktatorischen Mainstream, erneut der Macht anbiedert, ist nachvollziehbar.

Und genau solche Charaktere braucht Justizminister Maas zur Etablierung seiner Online-Inquisition, die das Internet nach Gesinnungen durchschnüffeln soll. Als Vorwand dient die Bekämpfung von „Hass“. Ein Begriff, der freilich nicht näher definiert ist und auch nicht werden soll. Denn eine konsequente Definition würde die Amadeu Antonio-Stiftung zwingen, auf Hass- und Verbrecherseiten wie „indymedia“ loszugehen – und vor allem auch auf sich selbst! Wieviel Schaum muss Anetta Kahane vor dem Mund gehabt haben, als sie für Online-Seite ihrer Stftung folgenden Text schrieb: Der Mensch, er „hasst wirr um sich herum und weiß oft nicht, weshalb und wen er aus welchen Gründen damit treffen will. Dabei zieht er ganze Gruppen von Menschen in den Dreck, diffamiert, beschimpft und bedroht sie. Und weil Hass sich niemals verbraucht, nie aufhört oder von allein verschwindet, macht er immer so weiter, genau wie ein Tier, das zwar keinen Hass kennt, aber seinen Reflexen ausgeliefert ist. Menschen also, in denen ein tiefer Hass brennt, dessen eigentliche Ursache sie aber nicht verstehen wollen, sind am Ende dieser Kette eher animalisch als human.“. Menschen also, die wegen ihres „Hasses“ von Maas, Kahane & Co. verfolgt werden, sind ohnehin keine vollwertigen Angehörige ihrer Spezies, sondern Tiermenschen, Untermenschen. Wären sie konsequent, müssten die Schnüffler diesen, ihren eigenen, Text löschen.

Eine weitere Mitarbeiterin der Amadeu Antonio-Stiftung ist die Ex-Piratenpolitikerin Julia Schramm. Deren Aufgabenfeld umfasst laut Website der Stftung: Fachreferentin für Hate Speech und Redakteurin im Projekt no-nazi.net. Ja, Expertin für Hate Speech ist sie tatsächlich. Ihre eigenen Hass-Tweets trieben nämlich selbst das Bundesministerium des Innern zur Distanzierung. Schramm ist aber auch Co-Autorin der Inquisitions-Broschüre „Hetze gegen Flüchtlinge in den sozialen Medien“. Der Titel scheint erstmal harmlos. Wer könnte was gegen Unterbindung von wirklichem Hass und Hetze haben? Aber dann kommt die Definition, was alles unter „Hass“ und „Hetze“ fällt: „Projektionen von gesamtgesellschaftlichen Problemen wie Sexismus, Kriminalität oder Wohnungsmangel z.B. auf »Flüchtlinge«“. Oder: „Abwertende Bezeichnungen: z. B. »Wirtschaftsflüchtling« suggeriert, dass das Grundrecht auf Asyl hier von Menschen ausgenutzt werde, die nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, nicht, weil sie Schutz vor Verfolgung suchen.“ Oder: „Lügen über Geflüchtete und angebliche Kriminalität, Gewalt, Vergewaltigungen, gefälschte Behördendokumente – oft getarnt als vorgebliches eigenes Erleben.“ (1) Alles klar? Hier sollen nicht Menschen vor Diskriminierung, Unterstellung und Beleidigung geschützt, sondern jede Problematisierung Merkelscher Flüchtlingspolitik und ihrer Begleiterscheinungen kriminalisiert werden. Selbst Kritik an der Konformistenpresse gilt als Hassverbrechen: „Die da oben/die Lügenpresse – erzählen uns eh nicht die Wahrheit“ wird als eine der „Formen rassistischer Hetze gegen Flüchtlinge“ aufgeführt. Da kann man nur sagen: Danke für soviel unfreiwillige Klarheit.

Es folgt eine widerliche Anleitung zum Spitzeln, gewürzt mit besorgten Hinweisen, wie sich der Denunziant selbst schützen kann. Gefördert und gefordert wird keine offene Begegnung, sondern anonyme Denunziation, feigstes Verpetzen von Regimegegnern. Und immer der selbstgerechte Inquisitoren-Tenor: Wir sind die Guten, die anderen abgrundtief böse. Eine wahre Anleitung zur politischen Kriechtierzüchtung. Natürlich fehlt auch nicht die Muster-Vorlage für Nachwuchs-Spitzel. Motto: politisch korrekter Hass macht Spaß. Schwer, sich bei der Lektüre nicht zu übergeben. Wegen all dem sollte die Stiftung sich wirklich nicht länger nach dem Opfer eines Hassverbrechens benennen. Wie wäre es stattdessen mit „Stasi Metastasi 2.0“, „Gestapo Reloaded“, „Lawrenti Beria Gedächtnis-Schnüffler“?

Das Beispiel zeigt, wer und was im Zeitalter der Maas-Diktatur auf die Bürger losgelassen wird. Er, Maas, ist das eigentliche Problem. Nach seiner Absetzung sinkt eine „Amadeu Antonio-Stiftung“ wieder in verdiente Vergessenheit. Ganz von selbst.

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(1) http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/hetze-gegen-fluechtlinge.pdf

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