Harvard: Political Correctness-Studenten bringen Jura-Dekan zu Fall

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Ronald S. Sullivan Jr. war der erste farbige Dekan der juristischen Fakultät von Harvard. Da er zum Verteidigungsteam des Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein gehört, forderten die Political-Correctness-Faschisten unter den Studenten seine Absetzung. Die Uni gab schließlich nach…

Rekaptulieren wir kurz den Fall des Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein: Er wurde von mehreren Schauspielerinnen der sexuellen Übergriffigkeit beschuldigt. Der Beklagte widersprach. Bis heute hat noch kein Prozess stattgefunden, konnte noch kein Gericht die Belastbarkeit der Beweise von Anklage und Verteidigung abwägen. Alles, was derzeit als „Wahrheit“ darüber verkauft wird, ist also ein „Vor-Urteil“.

Grundsätzlich gilt in einem Rechtsstaat: Jeder Mensch hat das Recht auf Verteidigung. Urteilsfindungen ohne kompetente Verteidigung wären Fehlurteile. Zum Verteidungsteam von Weinstein gehört seit Januar auch der Juraprofessor Ronald S. Sullivan Jr. Deshalb verlor er laut Bericht der New York Times seinen Dekansposten an der Harvard Universität.

Die politisch korrekten Studenten hatten sich über Sullivan beschwert: Als Anwalt eines mutmaßlichen Sexualstraftäters sei er als Mentor nicht mehr tragbar. Der Rudelführer der Aufgehetzten schrieb im Bericht, dass er Sullivans Anwaltschaft für Weinstein als „nicht nur beunruhigend, sondern auch tief traumatisierend“ empfinde. Es zeige, dass Sullivan die Sicherheit der Studenten, mit denen er in den Fakultätshäusern zusammenlebe und die er persönlich betreue, nicht schätze. Offenbar ist Sullivan nach Meinung der Protestler durch seinen Kontakt zu Weinstein bereits moralisch „infektiös“.

Hierzu muss man anmerken, dass die reichen Hipster-Kindlein in US-„Elite“-Universitäten in Watte gepackt werden. Selbst Shakespeare-Werke in Uni-Bibliotheken enthalten beispielsweise „Trigger-Warnungen“ vor Inhalten, die dem neuesten Stand der Political Correctness und dem Gender-Faschismus nicht entsprechen. Wenn ein Student zufällig einen Hauch grausamer Realität abbekommt, kann er sich in Kuschelräume flüchten. Wie auf dieser Grundlage ein realitäts- und lebensfähiger Charakter gebildet werden soll, sei dahingestellt.

Sullivans Kollegen, 52 Juraprofessoren, haben sich für ihn eingesetzt und die Vereinbarkeit seiner Tätigkeiten als Weinstein-Verteidiger und Mentor betont. Vergeblich. Die Universität beugte sich dem Irrationalismus der Studenten, um schlechte Stimmung abzubauen, und entließ Sullivan nach Semesterende aus seiner Stelle als Dekan. Unterrichten darf Professor Sullivan allerdings noch. Aus purer Konfliktscheu hat die Universität nicht nur ein Grundprinzip des Rechtsstaates zerstört, sondern auch den ersten afroamerikanischen Dekan von Harvards juristischer Fakultät dem Druck weißer Upper-Class-„Gutmenschen“ geopfert.

Aber nicht nur Prinzipien des Rechtsstaats, auch demokratische Diskurse scheinen das pseudolinke Establishment zu überfordern. Das zeigt sich verstärkt im Vorfeld zur EU-Wahl: Establishment und Propaganda-Medien versuchen jegliche Opposition unter dem Deckmantel „Krieg gegen Rechts“ zu bekämpfen. Lesen Sie dazu Berichte und Analysen in der aktuellen COMPACT 5/2019 – am Kiosk kaufen oder hier bestellen

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10 Kommentare

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    Es kann in den USA durchaus sinnvoll sein, unters einen Anwälten einen Neger zu haben,da ja auch ein Teil derGeschworenen Neger sein können. Der Weinstein ist sicher schlau und es steht für ihn viel auf dem Spiel.

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    Ist es in Kuba oder Jamaika sinnvoll zu fragen,warum ein Neger Uni-Professor werden konnte? Wohl kaum,die Bevölkerungsstruktur ist dort halt so. Nun,die USA hatten ja schon einen Mulatten als Präsidenten, da passt der schwarze Prof eben dazu.Somit sind die USA auf dem Niveau von Jamaika angelangt.

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    Gerade in den calvinistisch geprägten USA ist es die Regel daß jeder, der es sich leisten kann, den teuersten (besten?) Anwalt bekommt! Sogar einen, der ihn aus einer Mordanklage rauspauken kann! (O.J. Simpson) Und der Mord betraf auch eine Frau, nämlich seine!
    Das stellt die Sache ja so dar als ob sexuelle Übergriffe schlimmer sind! Dabei steht noch nicht fest, wie oft die Damen um eines Vorteils willen das stillschweigend geduldet haben. Das ist doch unterschwellige Wut der jungen Herren und Karriereanfänger darauf daß – schon immer – die weibliche Konkurrenz – wenn sie nur gut genug aussah und gewisse Dinge mitzumachen bereit war, einen Vorteil ihnen gegenüber hat, den sie nun mal nicht ausgleichen kann.
    Im Land der maximalen INDIVIDUELLEN Freiheit muß jeder die Freiheit haben sich den Teuersten zu engagieren und jeder die Freiheit sich engagieren zu lassen, wenn der Preis stimmt! Sobald das anders wird, gibt man diese Freiheit auf! Die Herren Studenten streben wohl statt individueller Freiheit die Diktatur an in der sie allen Anderen sagen was sie zu tun und zu lassen haben. Die Leute sind so erzogen worden, das Personal ihrer Eltern hatte ihnen von klein auf zu gehorchen. Jene, die dann bemerken, daß es mit der Karriere bei ihnen nicht so recht klappt, radikalisieren sich dann schnell. Die Entwicklung im zaristischen Rußland hin zur Oktoberrevolution zeigt es. Sich mit solchen Spirenzchen durchsetzen zu können, ist nur der Anfang …

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      Die Manie mit dem teuersten Anwalt ist in der Plutokratie USA mehr eine Prestigefrage, man will zeigen,daß man viel Geld hat und deshalb zu den besseren Menschen zählt (egal wo der Mammon herommt,solange man sich nicht erwischen läßt). Sachlich betrachtet erweist sich der Kult um den "besten/teuersten" Anwalt als nutzlos,auch der kann aus Skathos kein Gold machen.

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    Archangela Gabriele am

    Das wäre jetzt der Zeitpunkt, dass die afroamerikanischen Anteile des VSAnischen Volkes sich zusammenfinden und hier lautstark die massive Diskriminierung und das Mobbing ihres ersten Afro-Dekans in Harvard anprangern. Hunderttausende Menschen, wie zu Martin Luther Kings Zeiten.

    Dann stehen die rückgratlosen Gutmenschen in der moralischen Zwickmühle.

    Wird wohl nicht passieren.

    Aber witzig wäre es.

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      Nachdenker am

      GABRIELE
      jetzt sind die Schwarzen erste einmal durcheinander. Es gab klare Seiten Links Gute / gegen Trump.
      Die Guten und die ANTIFA waren immer auf Seiten der Schwarzen.
      Jetzt müssen sich die Schwarzen neu sortieren. Sie haben keine Verbündeten mehr.
      So ist das, wenn man sich auf die LInken verläßt.

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    Was kommt als nächstes?
    Muss Skull & Bones Geronimos Schädel zurückgeben?
    Oder Hitlers Tafelsilber?
    Hat Donald Trump wieder mal versagt?

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    Jürg Rückert am

    Nach der Forderung auf "Toleranz" kam der Wunsch auf "Respekt" und kurz danach auf "Akzeptanz". Diese mündet nun in den Anspruch auf Gleichstellung, besser als positive "Resonanz" enttarnt: Es genügt nicht mehr, den Geßlerhut der LBGT-XYZ im Vorbeigehen zu grüßen, damit diese sich nicht traumatisiert fühlen müssen, nein, man muss sie auf ihren Offizien mit Gesängen ehren.
    Und wer nicht mitsingen will, wer gegen diese neue Ordnung verstößt? Der kommt in Nebukadnezars Feuerofen.

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    Es ist in der Tat unerträglich, dass es hier reicht, irgendwelche Anschuldigungen in den Raum zu stellen um die Karriere von Menschen zu beenden. Schlussendlich wird hier der Rechtsstaat auf den Kopf gestellt. Der Grundsatz "Unschuldig bis die Schuld bewiesen wurde" gilt hier nicht mehr. Plötzlich gilt "Schuldig bis die Unschuld bewiesen wurde".
    Hinzu kommt…… Bis heute wurden eine Masse von Prominenten einfach nur beschuldigt. Es gab nie ein Verfahren oder es konnte nie etwas konkretes bewiesen werden. Statt dessen erleben wir, dass stetige schrille Gekreische von linksgrüner Seite…. so als müsse man nur laut genug schreien um recht zu haben.

    In diesem Fall noch wahnhafter. Hier wird jemand nur für seine Meinung abgestaft, weil er nicht vorverurteilen will. Aber wird man nicht vom linksgrünen Lager stetig belehrt, dass man nicht pauschalisieren soll etc…..? Hm. Hier sieht man wie Linksgrüne ihre eigenen Regeln immer wieder selbst ignorieren, wenn sie für einen selbst störend im Weg stehen.

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    Martin Landner am

    Joa, da möchte ich natürlich, dass alle Anwälte, die IS Leute, libanesische Clans & Co vertreten, ebenfalls ihren Job verlieren. Denn diese Leute sind sogar illegal im Land, haben also von vornherein bereits ein schweres Verbrechen begangen.

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