Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und der amerikanische Präsident Donald Trump wollen sich bis Mai treffen.

    Eine Sonderdelegation aus Südkorea, die vor wenigen Tagen in Pjöngjang mit Kim sprach, überbrachte die Einladung aus Nordkorea zum Gespräch. (Video oben) Kim sei “engagiert, sein Land zu denuklearisieren”, richtete Südkoreas Berater für Nationale Sicherheit aus.

    “Er schwor, dass Nordkorea von weiteren Nuklear- und Raketentests absehen wird. Er versteht, dass die gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den Vereinigten Staaten weiter stattfinden müssen. Und er hat sein Bestreben zum Ausdruck gebracht, Präsident Trump so schnell wie möglich treffen zu wollen. Präsident Trump hat die Nachricht zu schätzen gewusst und sagte, dass er Kim Jong-Un bis Mai treffen werde, um eine permanente Denuklearisierung zu erreichen.”

    Trump bestätigte die Aussage per Twitter und fügte hinzu: “Das ist ein großartiger Fortschritt, doch die Sanktionen bleiben, bis ein Abkommen getroffen wurde.”

    trump korea twitter

    Trump hatte am 1. Mai 2017 überraschend erklärt: “Wenn es angebracht wäre, mich mit ihm zu treffen, würde ich das absolut tun, ich würde mich geehrt fühlen, es zu tun.” Ähnlich hatte er sich bereits ein knappes Jahr zuvor, am 17. Mai 2016, geäußert: “Ich hätte kein Problem damit, mit ihm zu sprechen.” Im Dialog würde er versuchen, Nordkoreas Anführer “zur Vernunft zu bringen”.

    Kim hatte ein Treffen noch kürzlich vehement ausgeschlossen. Man werde sich auch in 100 oder 200 Jahren nicht mit Amerikas Präsident Donald Trump oder Pence von Angesicht zu Angesicht treffen, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA im Februar.

    Der Ankündigung des Treffens geht ein Jahr des heftigen Säbelrasselns voraus. Beide Staatsmänner gehen nun ein Risiko ein. Trump mag an Entspannung mit Pjöngjang wirklich gelegen sein. Der Tiefe Staat hingegen kann damit wenig anfangen – nicht wenn das Regime im Sattel bleibt. Beschwichtigend könnte wirken, dass Kim bereits akzeptiert haben soll, dass die massiven Militärübungen an seinen Grenzen weiterhin stattfinden – so bleibt das Militärbudget aufgepumpt. Von der US-Streitkraft weiterhin stets ins Visier genommen, würde er sich im Falle einer Denuklearisierung jedoch Washington defensivlos hingeben. Kaum denkbar, dass Kim das tun würde, zumal es ein Abkommen zwischen beiden Parteien schon seit 24 Jahren gibt!

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    Gibt es eine Möglichkeit, diese sinnlose Pattsituation zwischen Pjöngjang und Washington zu beenden und Vertrauen aufzubauen? Natürlich. Die USA müssen die DPRK nur endlich mit Respekt behandeln und anfangen, ihre eigenen Versprechen einzulösen. Welche Versprechen? Das Versprechen, dem Norden beim Bau von zwei Leichtwasserreaktoren zu helfen, damit das Volk mit Heizwärme und Licht versorgt werden kann. Im Gegenzug würde die Regierung ihr Nuklearprogramm stoppen. Über dieses Abkommen, geschlossen im Jahr 1994, werden Sie in den Medien nichts lesen. Die sind nichts weiter als der Propagandaflügel des Pentagons.

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