Grüne Wahlplakate oder: Hass macht Spass

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In der rhetorischen Selbstdarstellung der Grünen hat der Kampf gegen Hass und Hetze seinen festen Platz. Die Partei inszeniert sich gern als Vertretung des Guten, Wahren und moralisch Richtigen. Doch wer im zu Ende gegangenen EU-Wahlkampf genau hingesehen hat, dürfte gemerkt haben: Die Partei hat selbst ein Hass-Problem.

_ von Phil Mehrens

»Wir lieben lieber statt zu hassen«. So versprachen es die Grünen in ihrem Fernsehwerbespot zur Europawahl. Selten ließ sich eine Wahlkampfparole so leicht als Lüge entlarven wie diese. Wir treten hiermit den Beweis an: »Wir lieben lieber statt zu hassen« Teil 1: Katrin Göring-Eckardt beschimpfte Menschen mit ihrer Ansicht nach inakzeptabler politischer Gesinnung in ihrer Bundestagsrede am 12. September 2018 als »Arschlöcher, die auf die Straße gehen und hetzen«.

Foto: P. Mehrens

»Wir lieben lieber statt zu hassen« Teil 2: Im Vorfeld der G20-Ausschreitungen 2017 in Hamburg setzten sich die Grünen für Camps als Rückzugsräume für militante Krawallgruppen ein. Damit ist zwar nichts gesagt über ihr persönliches Verhältnis zur Gewalt. Aber seit Chemnitz 2018 wissen wir: Es genügt schon, an einer Demonstration teilzunehmen, bei der auch politisch zweifelhafte Subjekte mit dabei sind, um selbst als ein solches betrachtet werden zu dürfen.

Man stelle sich die Reaktion der Grünen vor, wenn AfD-Leute sich für Unterbringungen von Chemnitzer Krawalldemonstranten eingesetzt hätten. Von den gewaltverherrlichenden Texten der im September 2018 auf einem Konzert gegen Hass in Chemnitz aufgetretenen Band K.I.Z. (»Messerklinge in die Fresse«) ist seitens der Partei, die lieber »liebt statt zu hassen«, ebenfalls nichts zu lesen und zu hören gewesen.

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»Wir lieben lieber statt zu hassen« Teil 3: Im Europa-Wahlkampf war an vielen Orten das hier abgebildete Plakat der Grünen zu sehen. Oben rechts darauf die Nachbildung des Antifa-Aufklebers mit der Aufschrift »FCKNZS«. Anonyme E-Mail-Anfrage an die Grünen-Geschäftsführerin des Kreises, in dem der Autor dieser Zeilen des merkwürdigen Plakats ansichtig wurde:

»Liebe Frau XXX, wieder geht es darum, sein Kreuz zu machen. Ich habe eine Frage zu Ihrem Plakat. Was bedeutet diese Buchstabenfolge in dem Bild mit FCKNZS? Angeblich ist das auch als Emblem bei den Ausschreitungen beim G20-Gipfel von gewaltbereiten Menschen getragen worden. Stimmt das? Ist das eine Aufforderung zu Gewalt oder Hass, wie einige meinen? Ehrlich gesagt finde ich das Plakat nicht gelungen!«

Antwort von Frau XXX: »Danke für Ihr feedback, das ich gern an unsere Bundesgeschäftsstelle, die für Kampagnen zuständig ist, weitergebe. Die einzelnen Fragen kann ich leider nicht allgemeingültig beantworten, da ich die Kampagne nicht entwickelt habe und die Hintergründe für die Wahl eines bestimmten Motivs/Slogans nicht kenne. Generell glaube ich aber, dass es selten so ist, dass alle Menschen von allen Plakaten gleich angezogen oder eben abgestoßen werden. Jeder schaut hier durch seine eigene Brille und bringt persönliche Erfahrungen in die Interpretation ein. Ich hoffe daher, dass Ihnen zumindest eines unserer Motive aus dem Herzen spricht.«

Rückfrage an Frau XXX: »Ich entnehme Ihren Worten, dass Sie die Chiffre FCKNZS auch nicht übersetzen können. Vielleicht finde ich ja noch was im Netz zu dem Thema.« Antwort von Frau XXX: »Danke für Ihre Antwort und den Vorschlag.« Die Recherche im Netz ergab: »FCKNZS“ ist die Abkürzung für »Fuck Nazis« und kann mit »Scheiß auf Nazis« übersetzt werden. In BRD-Neusprech nennt man so was: Hassbotschaft.
Zugegeben, Frau XXX kann für die Motivauswahl tatsächlich nicht verantwortlich gemacht werden und mit etwas gutem Willen ist in ihrer reservierten Reaktion auf das Plakatmotiv auch eine Distanzierung zu erkennen.

Dass Basis und Parteiführung zuweilen auf unterschiedlichen Frequenzen funken, ist Normalität. Worum es hier aber eigentlich geht, ist die phänomenale Verlogenheit oder – drücken wir es diplomatisch aus – die doppelte Moral einer Partei, die sich als tolerant und nur zur Liebe fähig inszeniert und gleichzeitig auf offiziellen Wahlkampfplakaten offen zu Intoleranz und Hass aufruft. Natürlich muss man Nazis nicht lieben, es sei denn, man macht als Christ Jesu Aufforderung zur Feindesliebe zur Grundlage seines – auch politischen – Handelns.

Angeblich ist Katrin Göring-Eckardt ja eine gläubige Christin. Dann müsste sie wissen, dass Hass nie die Parole sein darf, auch nicht im Umgang mit Nazis und insbesondere nicht auf dem Plakat einer pazifistischen Partei, die nach eigenem Bekunden »liebt statt zu hassen«.

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8 Kommentare

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    Irgendwehr am

    Hass ist für Rechts reserviert. Bei den Linken heisst das "Empörung". So geht Deutsch!

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    Frau MDB Göring – Eckardt ist neben ihrer herausragenden Tätigkeit in der Partei Bündnis90/Grüne ja auch noch in einer anderen liebepredigenden Organisation ein großes Tier, nämlich der Leitung der Evangelischen Kirche. Liebe auf breiter Front, also die Liebe offenbar durch FCKNZS!
    Ich hab fast den Eindruck, daß das mit den NZS gar nicht so schlimm gewesen sein kann, wo jetzt so viele solcher Typen nach Meinung div. "demokratischer" Parteien und fast der gesamten gleichgeschalteten Medienlandschaft frei herumlaufen und friedlich protestieren z.B. in Dresden, in Chemnitz, in Köthen, … Und dann haben sie (die NZS oder die Grünen?) auch noch den ersten Krieg gegen unseren alten großdeutschen Gegner Jugoslawien geführt – oder wie war das liebe Pazifistenpartei, ich hatte glatt vergessen, daß ihr die ersten gewesen seid, die endlich wieder Krieg geführt haben – natürlich in Liebe zu den USA! Ich unterdrücke passende Vokabeln für Eure Liebesbezeugungen – außer "EKELHAFT"!

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    heidi heidegger am

    gut. Ich darf ergänzen: DIE PARTEI (mein einer! Opa war auch drin..) inszeniert sich gern als Vertretung des unGuten, unWahren und unmoralisch Richtigen (aus den falschen Gründen oder so..); aber sehet selber:

    [ Die Partei: Kiffen statt AfD und Polizei verbieten ] /watch?v=fmNyyuYeaps

    Nun, Gabi war etwas arg garstig zum Schtürzi: "Weg da! aus-sitz-platz-kusch!"..tsstss..

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    Jeder hasst die Antifa am

    Auf die Grünen trifft zu Hass macht Häßlich man braucht sich nur mal deren Weibliches und Diverses Personal anzusehen und die Gegenderten Kerle sind nicht viel besser. Geht der Hass verschwinden die Grünen.

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    # Wahlplakat der Grünen 2019 – Die Sprache ist die unmittelbare … | gedankenzurzeit.com 24.05.2019 – 2019

    Herkunft egal Zuhause hier … (Grüne)

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    Sachsendreier am

    Wie es um die Toleranz der ach so Toleranten steht, wissen wir nicht erst seit dem Gipfel in Hamburg. In Sachsen ist die Toleranten-Hochburg in Leipzig, da zeigt die Antifa regelmäßig die hässliche Fratze der Gewalttätigkeit. Erst jetzt wieder, aber da halten sich die Medien mit Empörung ziemlich zurück, wenn man denn überhaupt eine Randnotiz darüber erhält.
    Wie die Kulturgremien bereits unterwandert sind vom links-grünen Bessermenschentum, ist bei der geplatzten Ausstellung in Leipzig deutlich geworden. Ähnlich dem ideologischen Vorbild übler Epochen wurde ein Künstler für nicht würdig befunden aufgrund seiner Sympathie zur AfD und seiner gegen Massenmigration gemachten öffentlichen Äußerungen und sollte ausgeladen werden. Die Verantwortlichen legten ihre Tätigkeit nieder vor lauter Gutmenschlichkeit. (Dass es mehrere Drohanrufe gegeben hatte, die Maßnahmen ankündigten, sollten die Werke des Axel Krause ausgestellt werden, dürfte der ausschlaggebende Grund gewesen sein). Heute wurde bekannt, dass die Ausstellung doch stattfindet, jedoch für eine "geschlossene Gesellschaft". Da pfeift doch das Schwein, oder? Die links-grünen Kritiker des Wiener Opernballs machen jetzt genau das nach. Zwar in Form einer Ausstellung für Auserwählte – aber trotzdem unfassbar! Sie, die Dauerbeschwörer von Toleranz und Weltoffenheit…

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    Nichts Neues in der Gesellschaft der Ideologen / Religionen mit Alleinvertretungsanspruch !
    Die frühen Christen haben auch die Nächsten- und sogar Feindesliebe propagiert, beschränkten das aber so, daß es grundsätzlich nicht für unbekehrbare Anhänger der alten Religionen/Polytheisten galt! Die wurden günstigstenfalls für verrückt erklärt in Praxi aber umgebracht, wo man sie erwischte! Deren Kultstätten wurden rücksichtslos zerstört und dieser Kulturbruch noch für ein gutes werk gehalten! Jene. die sich selber als die GUTEN bezeichnen sind immer die Intoleranten! Da Gut und Böse nicht wirklich Argumente sind, werden sie aber immer da als solche benutzt wo es keine wirklichen gibt! Alles Bauch, nichts Geist!
    Feindesliebe gab es dann am ehesten gegenüber Moslems (Denn die glauben ja zumindestens an Gott), diese wurden ja auch zu Anfang noch für eine christliche Sekte gehalten.

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