Grüne Verbotspartei holt Rute aus dem Sack: Knecht Ruprecht geht´s an den Kragen

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Welch ein Leuchten in den Augen der Kinder an diesem Morgen, da Nikolaus mithilfe von Knecht Ruprecht inmitten der Nacht durch den Schornstein stieg und ihre Stiefel auf der Fensterbank, ihre Socken am Kaminsims mit wundervollen Gaben füllte: Apfelsinen, Nüsse, Lebkuchen, Schokolade, Äpfel – und ein kleines Geschenk. Diese Freude, dieses Jubeln, dieses Geheimnisvolle, Mystische. Doch des heiligen Mannes unentbehrlichem Gehilfen könnte es jetzt an den Kragen gehen, wenn´s nach dem Willen der Grünen geht.

Für Josefine Paul (36), Fraktionsvize der Verbotspartei im Düsseldorfer Landtag, ist der finstere Geselle von Nikolaus laut Rheinischer Post nicht mehr „zeitgemäß“. Klar, hat zu viele Jahrhunderte Tradition auf dem Buckel, der gute Mann. Er stehe für „psychische Gewalt“. Dem Brauch zufolge soll er die Kinder zu Frömmigkeit und Fleiß ermahnen und unartige mittels Rute und Sack, in den sie gesteckt werden, bestrafen. Dies passe nicht mehr in das heutige Bild der Erziehung von Kindern. Sie hätten ein Grundrecht auf gewaltfreie Pädagogik, und man sollte ihnen „grundsätzlich nie drohen“, so die Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik: „Kinder dürfen auch mal frech sein.“

Sie brauchten Nächstenliebe und sollten sich ausprobieren (am besten hautnah von und mit den Grünen). Und da Frau Paul keine eigenen Kinder hat und Männer generell nicht so ihr Ding sind, ist die Delegierte der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen, Queer und Sport sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Lesbenpolitik, Schwulenpolitik und Frauen beste Ansprechpartnerin in Erziehungsfragen – zumal Ruprechts Gewalt ja nun ersetzt ist durch die auch mithilfe der Grünen importierte, die den Kindern Frieden und Sicherheit nimmt, Familien, Kultur, Glauben und Identität zerstört. Eine Gewalt, die zudem mit dem Genderwahn in der Kita beginnt und sich in der Grundschule durch perversen Sexualkundeunterricht fortsetzt.

Nikolaus, der missbrauchte Mann

Befassen wir uns doch – kein Tag ist perfekter als der heutige – einmal näher mit Knecht Ruprecht und Nikolaus, den die Nazis für ihre Propaganda missbrauchten, den Martin Luther bekämpfte und der heute wieder einen auf die Mütze kriegt, obwohl sein Erziehungsmodell, die Guten zu belohnen und die Bösen zu bestrafen, derzeit wichtiger ist denn je – auch wenn´s in der Politik umgekehrt läuft…

Nikolaus von Myra (russische Ikone von Alexa Petrow, 1294, Museum Nowgorod) | Foto: Wikipedia.org

Nikolaus von Myra, am 15. März 270 in Patara geboren, ist einer der bekanntesten Heiligen der Ost- und der lateinischen Kirche. Überlieferungen zufolge wurde er mit 19 Jahren von seinem Onkel Nikolaus zum Priester geweiht und übernahm hernach sein Amt als Bischof von Myra. Er wirkte in Lykien (Kleinasien), das damals zum römischen und später zum byzantinischen Reich gehörte, heute zur Türkei. Während der Christenverfolgung im Jahre 310 wurde er gefangen genommen und gefoltert. Seinen legendären Ruf aber erwarb er sich bereits zu Lebzeiten, da er sein ererbtes Vermögen unter den Bedürftigen verteilte. So auch an einen verarmten Mann, der seine drei Töchter mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten konnte und sie deshalb zu Prostituierten machen wollte. Nikolaus soll in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen geworfen haben.

Auf dieser Legende basiert das nächtliche Befüllen von Stiefeln, Schuhen oder Socken, das an seinem Todestag, dem 6. Dezember 343, stattfindet. Seinen furchteinflößenden Knecht Ruprecht bekam der heilige Nikolaus erst später zur Seite gestellt, der die artigen von den unartigen Kindern schied und entsprechend „belohnte“… Er soll unter anderem auf den Hirtengott der griechischen Mythologie zurückgehen – dargestellt als ein Wesen aus Menschenoberkörper und dem Unterkörper eines Widders oder eines Ziegenbocks mit gekrümmtem Stab und/oder einer siebenrohrigen Flöte (Panflöte). Er ist an sich ein fröhlicher Geselle mit Freude an Musik und Tanz, allerdings wird er ziemlich ungehalten, stört man ihn in seiner geheiligten Mittagsruhe. So wurde er Projektionsfigur für „das Böse schlechthin“.

Deutsche Traditionen sind den Grünen ein Dorn im Auge

Das ist das, was Frau Paul in ihm sieht – auch wenn Ruprecht für die – noch – lebendige und schöne und kulturelle Vielfalt unseres Heimatlandes steht mit seinen wertvollen Traditionen. Die insbesondere den Grünen, die sich immer wieder durch ihren Mut für die wahren Probleme hierzulande auszeichnen, ein Dorn im Auge sind: Also hinfort mit Krawallbruder Ruprecht, dessen Gruselfaktor Halloween allemal in den Schatten stellt. Da ist´s doch unerheblich, dass er bösen Blagen auf effektive Art und Weise die Konsequenz ihres Handelns vor Augen führt und ihnen den Hintern bügelt, anstatt ihn nach dem Gusto der Grünen zu pampern.

Das hatte schon Theodor Storm in seinem Gedicht „Knecht Ruprecht“ richtig erkannt. Es beschreibt, wie der durch den winterlichen Wald stapft und das Christkind zu ihm spricht (in gekürzter Fassung):

„Von drauß’ vom Walde komm ich her. // Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. // Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann, // Da rief’s mich mit heller Stimme an: // „Hast denn die Rute auch bei dir?“ // Ich sprach: „Die Rute, die ist hier. // Doch für die Kinder nur, die schlechten, // Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“

Einen Klaps von Knecht Ruprecht: Generationen von Menschen weltweit dürften ihn ohne psychische Schäden überstanden haben, die Grünen offensichtlich nicht. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens Nikolaus bleiben darf…

Über den Autor

Iris N. Masson

 

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