Grünen-Chef Robert Habeck findet, man dürfe das Land nicht länger der AfD überlassen. Auf welche Erziehungsmittel die grünen Volkspädagogen dabei setzen, zeigten sie jetzt mit der SPD und den Linken im Tübinger Gemeinderat: Oberbürgermeister Palmer soll sich da öffentlich für seinen „Rassismus” entschuldigen.

    Robert Habeck, Parteichef der Grünen und Urheber des legendären Satzes „Es gibt kein Volk und es gibt deswegen auch kein Verrat am Volk” hat jetzt das Land ohne Volk bereist. Dabei stellte er fest: Überall ist die AfD schon gewesen. Nein, da dar man nicht tatenlos bleiben: „Überlasst die Deutungshoheit über dieses Land nicht den Rechten“, ruft er.

    Was damit gemeint sein könnte, zeigten seine Parteikollege in Tübingen: Dort forderten die Grünen gemeinsam mit den Linken und der SPD im Gemeinderat den Kopf von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Okay, vielleicht nicht den Kopf im physischen Sinne, aber das, was drinn ist. Denn die Anklage lautet: Palmers Fremdenfeindlichkeits- Stigmatisierungs- und Diskriminierungsrhetorik schade der „weltoffenen” Universitätsstadt Tübigen und triggere Fremdenfeindlichkeit.

    In dem von der SPD angestoßenen Antrag heißt es, dass Palmer „in keiner Weise für die Stadt Tübingen, wenn er Menschen anderer Hautfarbe unter Generalverdacht stellt oder wenn er aus äußerlichen Merkmalen, dem Sozialverhalten oder dem Kleidungsstil Rückschlüsse auf Herkunft und Status von Menschen zieht.“

    Unser aktuelles COMPACT-Magazin vom Juli 2018 können Sie hier bestellen oder hier abonnieren.

    Mit 19:10 Stimmen distanzierte sich der Rat von Palmer. Urteil der Inquisitoren: Er solle sich entschuldigen. CDU und FDP billigten zwar die Vorwürfe, wollten aber keine Entschuldigung des Beklagten erzwingen. Palmer hingegen verwahrte sich gegen den Vorwurf: „Ich habe Menschen anderer Hautfarbe nicht unter Generalverdacht gestellt und stigmatisiert.“

    Unklar ist bislang, ob Palmer weiterhin Oberbürgermeister und Mitglied der Grünen bleibt.

    Kommentare sind deaktiviert.