Große Anti-Merkel-Demo in Heidenau

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Protestierer rufen „Volksverräterin“ und „Wir sind das Pack“.

So hatte die Kanzlerin sich ihren ersten Besuch in einem Flüchtlingsheim nicht vorgestellt: Im sächsischen Heidenau sammelten sich heute schätzungsweise 400 Demonstranten, um die Kanzlerin lautstark zu begrüßen. Jubelperser sind zumindest auf den Tagesschau-Mitschnitten keine zu sehen… Und 400 Leute sind tagsüber, wenn viele noch arbeiten müssen, in so einer Gemeinde eine recht stattliche Zahl.

Skandiert wurde „Volksverräterin“ und „Wir sind das Pack“ – in Anlehnung an Sigmar Gabriels Beleidigung von gestern, die Störer seien allesamt „Pack“ und müssten weggesperrt werden. Während die Mainstreammedien durchgängig von „rechten Demonstranten“ sprachen, machen die Bilder von vor Ort deutlich, dass auch viele ganz normale Leute ihrem Unmut Luft machten. Am Ende ruft einer dazwischen: „Für alles ist Geld da, nur für die eigenen Leute nüscht.“ Wer wollte da widersprechen…

Alle Blockparteien und die angeschlossene Einheitspresse hatten sich in den Tagen zuvor auf Heidenau eingeschossen. Tatsächlich war es am Freitag und teilweise auch in den Folgetagen zu unentschuldbaren Übergriffen auf Polizeibeamte seitens etlicher Protestierer gekommen. Dabei wurde in den Medien allerdings gezielt ausgeblendet, dass am vergangenen Freitag zunächst 1.100 Bürger vollkommen friedlich demonstriert hatten. Die Ausschreitungen fanden über drei Stunden später statt. Neben politischer Idiotie sollte man auch das Mitwirken staatlicher Agents provokateurs dabei nicht ausschließen.

Der friedliche Protest wurde auch am vergangenen Montag von der überregionalen Lügenpresse ignoriert, als sich in Dresden mit über 8.000 Menschen die bisher größte Pegida-Demonstration seit Februar zusammenfand. Es geht immer nach dem Motto: Wir zeigen nur die Extremisten und Gewalttäter, aber nicht die ehrlich besorgten Bürger – damit wir alle in einen Sack stecken und mit der Nazi-Keule draufkloppen können.

Natürlich kann sich kein Staat bieten lassen, dass seine Beamten von Politkriminellen oder Besoffenen angegriffen werden. Doch wo bleibt die „ganze Härte des Gesetzes“ (Innenminister Thomas de Maizière) , wenn linke Gewalttäter auf die Polizei losgehen? Ein Beispiel aus Leipzig vom 5. August 2015: Antifanten verwüsteten zuerst Büroräume der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und anschließend eine Polizeistation in der Eisenbahnstraße, ein Polizeiwagen wurde angezündet. Die linksextremen Tatverdächtigen wurden sogar auf frischer Tat ertappt – aber schon bald wieder freigelassen!!

Die Staatsmacht misst mit zweierlei Maß: Auf dem linken Auge ist sie blind – und rechts wird jeder Bürger in die Nazi-Ecke gedrückt, der in der Asylfrage nur auf die Einhaltung der Gesetze pocht. Man muss sich nicht wundern, wenn da die Stimmung eskaliert… Trotzdem ist jetzt Besonnenheit die erste Bürgerpflicht: Protestieren und demondstrieren – unbedingt, es ist höchste Zeit! Aber immer gewaltfrei – und nicht gegen die Flüchtlinge, sondern gegen die Politiker, die diese nach Deutschland gelockt haben!

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Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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