Die Grundlagen für eine GroKo-Neuauflage hat der Club der Wendehälse in einem Sondierungspapier festgehalten. Darin heißt es auch, man wolle die Arbeit der Koalition nach 24 Monaten neu “evaluieren”. Deutschlands Chance, diese Regierung vorzeitig loszuwerden? Wenn “Schurkel” krachen geht, sollte die AfD bereit sein!

    Die Sondierungsgespräche zwischen SPD, CDU und CSU sind abgeschlossen, bis zu den eigentlichen Koalitionsverhandlungen suchen Altparteien und -medien nun fieberhaft nach Wegen, dem gutgläubigen Wähler die Vorteile eines so “erfahrenen” Regierungsgespanns vorzuführen. Gerne spricht man bereits von der “Verantwortung” für unser Land, die zur erneuten GroKo zwinge. Bei der SPD hat man sich auf Sprachregelungen geeinigt, die deutlich machen sollen, dass man “widerwillig” und vor allem aus Pflichtgefühl in die Koalition eintreten werde. Man müsse nun mitregieren, da man sich nicht einer “Oppositionsromantik” (Malu Dreyer) hingeben oder einfach als Partei “in Kur” gehen dürfe.

    Als Bestandteil dieser rhetorischen Trickkiste der SPD muss man auch verstehen, was sich an Formulierungen im Sondierungspapier wiederfindet. Dort heißt es, man wolle die Arbeit der Koalition nach zwei Jahren “neu evaluieren”. Schulz erklärte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zu diesem Passus wörtlich:

    “Wir werden den Koalitionsvertrag nach zwei Jahren einer Bestandsaufnahme unterziehen. (…) Wir müssen nach dieser Zeit einen Strich ziehen und uns fragen: Wie weit sind wir eigentlich gekommen? Und was müssen wir verändern?”

    Dieser Termin sei, so der SPD-Parteichef, eine feste Vorbedingung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU. Ob die SPD überhaupt in der Position ist, der allmächtigen Raute irgendwelche Bedingungen zu diktieren, sei mal dahingestellt. In Wahrheit ist das Aufplustern des Obersozen eine fast peinliche Nummer. Seinen vollmundigen Forderungen schiebt er kleinlaut nach:

    “Ich kann keine konkreten Änderungen für bestimmte Punkte versprechen”.  (…) Wir werden noch einmal über alle Themen reden. Wenn wir an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungen erreichen, dann umso besser.”

    Also alles nur Blabla! Die Formulierung zeigt, welches Maß an Verzweiflung bei den Sozen bereits erreich ist. Martin Schulz und die SPD dürfen in keinem Fall als “Junior-Partner” der Merkel-CDU wahrgenommen werden – solche oder ähnliche Phrasen werden die PR-Strategen in der Parteizentrale gedroschen haben. Dabei ist der Drops längst gelutscht. Merkel, die ewige Kanzlerin, wird den alten Gaul SPD zu Tode reiten. Dass sich die SPD überhaupt hat breitschlagen lassen, eine GroKo zu akzeptieren, nehmen ihr viele (ehemalige) Wähler natürlich übel. Der gerade erlebte Absturz in den Umfragen auf unter 20 Prozent und die steigende Angst vor einer Austrittswelle vor dem Parteitag am kommenden Sonntag zeigen dies deutlich. Die SPD zerfällt – und zwar gründlich!

    Freuen dürfen sich darüber alle Patrioten, alle echten Oppositionellen, kurz: alle Gegner des “Weiter-so!”. Das Hintertürchen im Sondierungspapier könnte man dementsprechend als eine Art Silberstreifen am Horizont wahrnehmen. Sollte die Groko nämlich – wie zu erwarten – eine politische Katastrophe werden und in der Gunst der Wähler frühzeitig abschmieren, wäre damit eine reale Chance für Neuwahlen in Sicht. Der große Gewinner wäre dabei die AfD. Alles was die machen muss, ist ihre wachsame Rolle als einzige echte Oppositionspartei weiterhin zu erfüllen, abzuwarten und Tee zu trinken. Der große Crash der Koalition kommt bestimmt. Wird der Wähler dann bereit sein, die richtige Wahl zu treffen? Wird die AfD dann bereit sein, den Karren aus dem Dreck zu ziehen? Eins ist sicher: Es bleibt spannend.

    Dass den Altparteien nicht zu trauen ist, hat COMPACT bereits in der pünktlich zum Wahltermin veröffentlichten COMPACT Spezial Nr. 14 vorausgesagt. Hellseherei? Nein! Nur Mut zur Wahrheit!

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