Ihre Performances sind die Lieblings-Shows der Machthaber.

    Angenommen, Ludwig XVI. hätte als letzte Amtshandlung dem Revolutionär Robespierre noch einen Orden verliehen – für große Verdienste um Frankreich. Oder Zar Nikolaus II. hätte Lenin im Oktober 1917 ähnlich dekoriert. Was hätte die Öffentlichkeit dazu gesagt? Richtig, entweder wären die Machthaber extrem masochistisch oder die Revolution in Wahrheit ein Kaspertheater, das den Mächtigen nutzt. Letzteres passiert gerade bei dem Medien-Phänomen Greta Thunberg.

    Ein absurdes Szenario: Man lässt die 16-jährige Schwedin und ihre Anhänger gegen Klimapolitik protestieren, und die Machthaber outen sich als deren Fans. So geschehen bei Angela Merkel (CDU, COMPACT berichtete) und jetzt auch Frank Walter Steinmeier (SPD). Da wird klar: Gretas Revolution nutzt ihnen in Wahrheit. Ihre mediale Präsentation dient als Legitimation einer künftigen Öko-Diktatur. Sie ist Bestandteil einer großen Medien-Inszenierung (weshalb sich persönliche Angriffe auf ihre Person tatsächlich disqualifizieren. Niemand kennt sie, nur ihre mediale Präsentation als Ikone.)

    Und die Medienkampagne funktioniert. Gestern, anlässlich des Weltfrauentages, wurde Greta Thunberg in Schweden zur „wichtigsten Frau des Jahres“ gewählt. Als Resultat einer Umfrage des Instituts Inizio, deren Auftraggeber die Zeitung Aftonbladet war. Als Konkurrentin ging die Chefin der Christdemokraten, Ebba Busch Thor, ins Rennen und verlor knapp. Gefragt hatte man: „Welche schwedische Frau hat Ihrer Meinung nach während der vergangenen zwölf Monate einen besonders positiven Einfluss gehabt?“

    Auch die Jury der schwedischen Zeitung Expressen kürte Greta Thunberg zur „Frau des Jahres“. Laut Aftonbladet sagte Greta Thunberg, als die Nachricht sie erreichte: „Wow, das ist unglaublich! Das ist sehr überwältigend und schwer zu glauben“. Und: „Das ist Bestätigung dafür, dass das, was ich versuche, einen Unterschied macht. Und dass ich so jung bin, ist auch lustig, ich bin ja weiterhin ein Kind.“ Noch ein Kind, mit 16 Jahren? Nein, aber das Image des angstvollen Kindes lässt sich medial besser verwerten als ein „Pubertätsaufstand“.

    Seit Great Thunbergs Besuch in Besuch in Hamburg finden dort regelmäßig die „Fridays for Future“-Schülerdemos statt. Inzwischen haben sich dem auch zahlreiche Eltern und Lehrer unter den Sammelnamen „Parents for Future“ und „Teacher for Future“ angeschlossen. Die große Versöhnung der Generationen. Da darf der Hartz-IV-Architekt und Bundespräsident Frank Walter Steinmeier freilich nicht fehlen. Der besuchte gestern eine solche Veranstaltung, lobte das Engagement der Protestierenden: „Deshalb ist es so wichtig, dass Ihr Euch zu diesem Thema meldet und immer darauf aufmerksam macht, dass wir was tun. Wir brauchen junge Menschen wie Euch, die sich einmischen.“

    Steinmeier hatte kürzlich erst versprochen, das Gelände seines Amtssitzes, Schloss Bellevue, für Testfahrten von E-Autos zur Verfügung zu stellen (COMPACT berichtete). Eine ausführliche Analyse über Greta Thunberg als Medienphänomen lesen Sie in der aktuellen COMPACT 03/2019

    Kein Volk. Kein Recht. Kein Diesel: COMPACT 3/2019

    Mit dem Ökoterror der Grünen kommt die Deindustriealisierung Deutschlands. Die März-Ausgabe von COMPACT-Magazin wirkt auf Grüne wie Knoblauch auf Vampire: Abschreckung pur. Besonders das Cover wird die ehemalige Umweltpartei nicht ruhen lassen. Sie werden ihre Anwälte nach Verbotsgründen suchen lassen – logisch. Denn verbieten ist ja das Einzige, was Ihnen Spaß macht. Eben den werden wir ihnen vermiesen. Von daher: Verpassen Sie keinesfalls diese wichtige Ausgabe – auch dann nicht, wenn Sie unterwegs sind. Besorgen Sie sich doch einfach Ihren Digitalpass!

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