Greta-Medien: Klimaschutz ist wichtiger als soziale Gerechtigkeit

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Man muss dem Wochenmagazin Die Zeit dankbar sein: Innerhalb der Blase, die Autoren und Leserschaft sowie linksgrüne Global-Hipster miteinander verbindet, spricht sie ideologischen Klartext, wie ihn intelligentere Establishment-Politiker oder Medien eher vermeiden würden. So benutzte ein Kommentator als Argument gegen direkte Demokratie (Volksentscheide): Mit ihr wären soziale Kürzungen nicht durchzukriegen. (COMPACT-Online berichtete).

Heute titelte die Zeit-Online einen Kommentar mit „Die SPD muss sterben, damit wir leben können“. Im Zeitalter des Billiglohns, der horrenden Mieten, der Rentner-Armut, des Hartz-IV-Elends, der zunehmenden Besucherzahl an Ess-Tafeln sowie drohender Wirtschaftskrise könnte man zunächst vermuten, der Autor vertrete die Ansicht, dass da kein Platz mehr für soziale Klientelbetrüger sei. Aber das Gegenteil ist der Fall: Er fürchtet vielmehr, dass die SPD ihre alte Tradition wiederentdecken und der sozialen Gerechtigkeit gegenüber linkgrüner Klimapolitik den Vorrang einräumen könne.

So habe der aktuelle Parteitag der Sozialdemokraten deutlich gemacht: „Soziale Gerechtigkeit (SPD) wurde zum diskursiven Widerpart von Klimaschutz (Grüne).“ Für den Autor steht fest: „Den Interessensausgleich in einer Wohlstandsgesellschaft kann man ohnehin vergessen, ist der globale Überlebenskampf erst einmal entfesselt.“ Falsch. Das gilt nur, wenn der Klimawandel nach den hysterischen Extinction Rebellion- und Greta Thunberg-Szenarien verläuft. Außerhalb der Klimareligion ist auch langsamere, sozialverträgliche Umstellung möglich – ohne radikale Brüche. Für den Autor aber gibt es keine Realität außerhalb des Hysterie-Szenarios. Da darf selbst die Analgie zum Kriegsnotstand nicht fehlen:

„Für die politische Diskussion der Gegenwart ist es aber fatal, wenn Klima und Soziales als Kategorien auf Augenhöhe verhandelt werden. Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber Klimapolitik hat spätestens jetzt, mit der täglich wachsenden Unerreichbarkeit der Pariser Ziele, die gleiche Bedeutung wie das Rüstungswesen mitten in einem Weltkrieg.“ Um dem Vorwurf einer Öko-Diktatur zu entgehen, schlägt der Verfasser eine Aufteilung der Grünen „in mindestens drei konkurrierende politische Kräfte“ vor: „Die Auswahl zwischen einer klimapolitisch-sozialistischen, einer klimapolitisch-konservativen und – das wäre dann die Rolle der jetzigen Grünen – einer ökologisch-klimapolitisch-sozialliberalen Konsens-Kompromiss-Partei, quasi einer Öko-SPD, könnte einiges bewirken. Beziehungsweise: Sie könnte zunächst einmal Schlimmes der Gegenwart zukünftig verhindern.“

Aber das ist reine Beruhigungsrhetorik für die wenigen Prekarierer, die versehentlich auf der Zeit-Online-Seite landen. In Wahrheit weiß der Thunbergianer sehr genau, wem im Konfliktfall der Vorrang gebührt: „Vielleicht hilft es jedoch, gelegentlich darauf hinzuweisen, dass alles außer ,Klimaschutz first‘ Teil eines Selbstbetrugs von menschheitsgeschichtlicher Dimension ist“. Der Artikel ist bereits von Microsoft-News (MSN) übernommen worden. Es besteht also Interesse im Mainstream, die sozial Unterprivilegierten auf eine weitere Rückstellung ihrer Anliegen vorzubereiten – diesmal zugunsten des Klimas. Pardon, der Klimalobby. Damit sie „leben kann“. Aber keine Angst: Die SPD entdeckt ihre sozialpolitische Tradition ohnehin nicht wieder…

Warum linksgrüne Ideologie trotz aller Schönrednerei in einer Öko-Diktatur endet:

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19 Kommentare

  1. Avatar

    Nachhaltigkeit würde eine starke Entwicklung hin zur Autarkie der einzelnen Staaten und weg von der Mobilität bedeuten! Das wäre auch ein Weg von der "Globalisierung" und damit zum Schaden der international agierenden Großkapitalisten und ihrer Konzerne.
    Nachhaltig und damit umweltschonend wäre es, wenn Dinge, die man selber produzieren kann, regional produziert und durch lange Haltbarkeit, reparaturfähigkeit und Nachrüstbarkeit umweltfreundlicher macht. Das gilt nicht für Südfrüchte sondern für Textilien, Möbel, Elektrogeräte u.ä.!
    Statt Massenfertigung in Asien Einzelfertigung in Europa – das bedeutet auch mehr Arbeitsplätze von denen man leben kann! Das ganze Einkommen, das heute irgendwelche Superreiche global abgreifen, verteilt sich dann wieder auf die Menschen, die den Wert schufen. Und alle Pseudoprodukte, wie solche der Geldwirtschaft, hinter denen keine echten, produzierten Sachen stehen, das Ganze aber aufblähen zu Gunsten einige Weniger, können dann ganz entfallen.
    Als Schröder Kanzler wurde, hat er die soziale Idee zu Gunsten des Großkapitals verraten! Das bleibt wohl auch so; denn an die "Global Players" geht die SPD nicht ran!

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      Gesslers Hut am

      Konsum ist weiblich!!!
      Sinnlose Berufe sind weiblich!!!
      Unzufriedenheit ist weiblich!!!

      Wo bleibt mein Korn?

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    Zitat:
    Greta-Medien: Klimaschutz ist wichtiger als soziale Gerechtigkeit

    Ist ja klar, denn diese Minusmenschen haben ja auch den goldenen Löffel immernoch in ihren Ausgang der Absonderungen !
    Wer Furzt wird angeklagt und mit Sanktionen bestraft, scheiss auf Menschlichkeit und Natürlichkeit, es wird eine bösartige Matrix aufgebaut die noch schlimmer ist als die Nazi- und Kommunistenzeiten es waren und noch schlimmer als die Hexenverfolgungen der satanischen katholischen Kirche !!!

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    Es ist Fatal, wenn in einer SOZIALEN Marktwirtschaft, das Soziale durch ein anderes Ziel ersetzt werden soll. Das Grundgesetzt müsste diesen Prozess eigentlich aufhalten, da das aber offenbar nicht geschieht, ist bei tatsächlicher Umsetzung das Volk gezwungen dagegen zu protestieren. Unsere soziale Marktwirtschaft ist das Resultat einer Entwicklung, die in mehreren Jahrhunderten und in vielen Kriegen und Krisen geboren wurde. Dieses wertvolle Ergebnis soziologischer Entwicklung einem Kind zu opfern, das nur unter größter Anstrengung ein Gespräch führen kann, grenzt dabei an Wahnsinn. Wir opfern unser gesamtes ICH einer Ideologie, die mehr als fragwürdige Methoden und Ergebnisse in der Wissenschaft zur Grundlage hat. Es gibt Zweifel, diese Zweifel werden als Leugnung und nicht haltbar bezeichnet. Wer aber seine höchsten Grundsätze einem anderen Ziel opfert, sollte zumindest bereit sein, über diese Zweifel neutral zu kommunizieren. Und der Wissenschaft, die dieser Ideologie nicht folgt, die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, wie es die gläubige Wissenschaft auch bekommt. Dann wird sich zeigen, wessen Argumente tatsächlich tragfähig sind, anschließend muss man Wege finden, die Folgen zu begrenzen. Sich jetzt aber Kopflos in Aktionismus zu stürzen, ist, wie bereits erwähnt, dem Wahnsinn entsprungen. Wir können uns nicht die Lebensgrundlage nehmen und damit meinen, die Welt zu retten.

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    HERBERT WEISS am

    Vielleicht sollten wir uns wenigstens darauf einigen: Um das Klima kann man sich streiten, ohne die jeweils anders Denkenden als "verblödete Dumpfbirnen … ohne ein Quantum Rest-Gehirnschmalz" zu titulieren. – ? –

    War heute auf unserem alljährlichen örtlichen Adventsmarkt. Wieder einmal nur herbstliches Wetter. Kann mich aber auch an andere Zeiten erinnern. Wie auch immer – auf jeden Fall täte es not, dem weltweiten Raubbau an unserem geplagten Planeten Einhalt zu gebieten. Ist natürlich klar, dass die großen Absahner dabei keine Einbußen erleiden wollen. Deshalb werden die kleinen Leute schon mal vorsorglich auf weitere Einschränkungen eingestimmt.

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      Gesslers Hut am

      Wer CO2 (Baustein des Lebens!!!) als Klimaschädling in Betracht zieht ist eindeutig eine Dumpfbirne.

      Wie waren Eiszeiten und Warmzeiten ohne Menschen möglich?

      Intelligente Lebewesen passen sich an. Dumme Lebewesen meinen, sich das Klima anpassen zu können, vorzugsweise durch Steuererhöhungen.

      Wenn irgendwo auch nur ein kleiner Vulkan hustet wird mehr Dreck in die Atmosphäre geblasen, als es alle Dieselmotoren weltweit könnten. Wahrscheinlich passierte der letzte Tsunami in Japan auch nur, weil Herbert Weiss seinen Erdöl-Jogurtbecher nicht in den Gelben Sack getan hat.

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    Heinrich Wilhelm am

    Warum eigentlich huppt so eine große Zahl angeblich denkender Menschen
    auf die verordneten Klimaparolen, als sei es der letzte Zug nach Irgendwo?

    Warum lässt man diese Klimapropheten nicht einfach links liegen?
    Die leben doch von dem verständnisvollen Echo der gläubigen Masse,
    die ihnen im mittelalterlich anmutenden Delirium bedingungslos
    hinterher torkelt.

    Bleibt das aufgeregte Feedback aus, sind diese falschen Propheten
    nämlich weg vom Fenster und ihr Geschwafel erstirbt augenblicklich.

    Derweil dreht die Erde sich unbeeindruckt weiter.
    Egal, wie laut das Sensationsgekreisch der Medien auch sei und egal,
    womit sich diese Menschheit sonst noch das Leben selbst erschwert…

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    heidi heidegger am

    Soziale Gerechtichheit / Schoppzenntah und datt, da hätte ich was für uns, aber dieser heidi-Kommentar löscht sich in 24 Stunden, hihi. Also ditt Majo räppt zum Thema wie stets seine Textbausteine: *massiver Willensbruch-fabrikmässige Vanichtung-Volksverrat im höchsten Freimaurergrad* usw.:

    [ Mario Heinz Kiesel – Fabrikmäßige Vernichtung ] /watch?v=HAGufpm5Um8

    🙂

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      Jeder hasst die Antifa am

      Kiesel ist das der welcher mit Kieselsteinen nach deinen Ziegen geworfen hat um sie zu vernichten,haha

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        Katzenellenbogen am

        „… die wenigen Prekarier, die versehentlich auf der Zeit-online-Seite landen… "
        Ich glaube eher, gerade Prekarier dürften Fans dieses Blattes sein. Kein Medium ist vom Format her so gut geeignet, sich in einer kalten Nacht auf einer Parkbank zuzudecken…

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        heidi heidegger am

        anzunehm‘, mja! Nun, Schemmtreels abfilmen und Steine nach dem VollMond werfen und dazu rumpoltern: "Licht aus da oben!" – ditt iss ditt Majo aus Spandau, hihi.

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    Hat die neue SPD-Chefin nicht erst neulich ihre hippen Schuhe präsentiert, die sie von ihrem klimafreundlichen Florida-Flug in die BRD brachte?
    Stimmt das?

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      Heinrich Wilhelm am

      Zitat: "Und, bodenständig wie sie ist, tun es da die in San Francisco gekauften Turnschuhe statt teurer Nobel-Schuhe. "
      Die gab es in Calw wohl nicht.
      Das also treibt die "bodenständige" SPD-Dame an.
      Solche Leute sch… auf ihre eigenen Klimaparolen.
      Die sind nur für die dummgläubigen Medienkonsumenten gedacht.
      Die Wähler wissen’s hoffentlich zu schätzen…

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    Die Rentenpolitik in Deutschland:
    Das Desaster so ein Bericht von Youwatch vom 08.12.2019 -AUSZUG- basierend auf OECD Angaben

    Insgesamt ist die Rentenpolitik ein Desaster, heißt es auch bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), über die wir berichtet hatten.
    Sie sei „völlig unzureichend“. „Demnach hätten auch diejenigen, die „Vollzeit“ arbeiten und dies über das gesamte Berufsleben hindurch, eine Rendite, die deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder liege.
    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wünscht daher deutliche Korrekturen am System in Deutschland. So würden vor allem die sogenannten „atypisch Beschäftigten“ eine Korrektur im System benötigen. Dies sind Selbstständige, Teilzeit-Angestellte sowie Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen. Da die Bevölkerung „schnell altert“, würde sogar die „finanzielle Tragfähigkeit des deutschen Rentensystems“ unter Druck sein, so die „FAZ“ in einem Bericht.
    Zahlen sind alarmierend
    Die Zahlen gelten als alarmierend. Denn die aktuellen Gesetzestexte geben folgendes Bild ab: Die Rentenausgaben der öffentlichen Kassen würden nach EU-Prognosen von derzeit 10 % des BIP (Bruttoinlandsproduktes) auf 12,5 % des BIP im Jahr 2060 steigen. Gleichzeitig würde das Rentenniveau um 10 % sinken, da der Nachhaltigkeitsfaktor in Deutschland die Renten entsprechend zurückführt.

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    Das Geschäftsmodell Klimawandel lässt in
    Deutschland die Medien keine Ruhe geben, auch wenn es zumindest einige Gegenmeinungen gibt.

    Grund dafür sind insbesondere die immerwährenden Diskussionen um CO-2.

    Dabei hat selbst das Umweltbundesamt bereits eingeräumt, dass

    lediglich 1,2 % des CO-2 vom Menschen „gemacht“

    im Sinne von ausgestoßen bzw. verursacht sei. Die Rechnung wird teils auch mit etwas höheren Werten geführt, mehr als 4 % gelten jedoch als unüblich.

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    Billiglohn, horrende Mieten, Rentner-Armut, Hartz-IV-Elends, zunehmende Besucherzahl an Ess-Tafeln sowie drohender Wirtschaftskrise, das ist nicht alles.

    Vergessen die Kinderarmut, die hohe Zahl an Obdachlosen, die Hunderttausende denen jährlich der Strom und das Wasser abgedreht wird usw.

    Wenn die tausenden Entlassungen in der Autobranche und deren Zulieferer kommen die Kredite für die Wohnungen nicht mehr abbezahlt werden, die Jobs verloren gehen, weil die Spritkosten nicht mehr getragen werden können, dann wird sich die Zahl der Betroffenen vervielfachen.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Die Chimäre menschengemachter Klimawandel … gerade gut genug für verblödete Dumpfbirnen … ohne ein Quantum Rest-Gehirnschmalz 😉

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    Andreas Bayer am

    Kennzeichen der Grünen war schon immer ein ausgeprägter Sozialneid-auf "die da oben" u n d "die da unten". Den Grünen passt es gar nicht, dass die von der Sozialdemokratie einst gepäppelten Unterschichten-Zombies auf einem relativ hohen Level dem "aufgeklärten" Besserkonsumenten und seiner ganzheitlich-nachhaltigen Premuimbrut die Ressourcen wegfressen. Da kommt die "Klimakatastrophe" gerade recht als Anlass zur Rationalisierung der eigenen Niedertracht!

  13. Avatar
    Gesslers hut am

    Freitags "streiken" sie in der Kälte, am WE wärmen sie sich im Tropical Island auf.

    Tja liebe Kinder, dass wäre euer Preis gewesen! Aber gut, dafür geht’s in 500 Jahren ab in den Skiurlaub nach Lorette de Nigeria, versprochen!

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