Greta Thunberg dürfte derzeit Schwedens erfolgreichster Exportartikel sein. Nach Deutschland, dem Vatikan erreichte der weibliche Klima-Heiland jetzt London.

    Greta hat alles, was der Globalist der 21. Jahrhunderts hochhält: Sie ist weiblich, sie ist jung, sie ist grün und einfach nur „gut“(menschlich). Keine Brüche, keine privaten Begierden, nur das Allgemeine. Da verzeiht man ihr doch glatt, dass sie weiß ist. Und da sie keine Verteilungsgerechtigkeit oder ähnlich lästiges Zeug verlangt, können auch die Machthaber und Profiteure der Öko-Lobby gut mit ihr.

    In London will die 16jährige Klima-Aktivistin die Vorsitzende der Grünen Caroline Lucas und Labour-Chef Jeremy Corbyn treffen. Bei ihrer Ankünft demonstrierten Hunderte nahe dem Londoner Hyde Park und kreischten „Wir lieben dich!“ Eine Großdemo war das nicht, aber Mainstream-Medien bliesen sie entsprechen auf.

    Und wieder verkündete Greta dort Brandneues, nie Gehörtes: „Viel zu lange standen die Politiker und die Leute an der Macht im Weg, ohne irgendetwas zu tun, um gegen die Klimakrise und die ökologische Krise zu kämpfen“. Und dann die berühmte Droh-Rhetorik: „Aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht länger damit davonkommen.“ Da werden die Mächtigen aber Angst kriegen.

    Tatsächlich sind die britischen Klimaaktivisten, die Extinction Rebellion, etwas radikaler als hierzulande. Nachdem sie kürzlich Teile des Londoner Verkehrsnetzes außer Kraft gesetzt hatten, wurden laut The Guardian immerhin 963 Personen verhaftet. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte diese Protestaktionen als kontraproduktiv verurteilt.

    Ihnen aber dürfte Greats Worte gegolten haben: „Wir haben uns heute versammelt, weil wir gewählt haben, welchen Weg wir nehmen wollen. Und jetzt warten wir darauf, dass die anderen unserem Beispiel folgen.“ Schlappmachen gilt nicht: „Wir werden niemals aufhören, für diesen Planeten und für uns selbst, unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu kämpfen“.

    Die englische Zeitung The Guardian jubelte: Es gebe nun eine Generation von Hoffnungsvollen, die von ihren Regierungen „nicht nur das fordern, was politisch möglich erscheint, sondern auch, was wissenschaftlich notwendig ist, um eine totale Klimakatastrophe zu verhindern. (…) Wenn Greta heute auf die Bühne tritt, wird sie vor Hunderten von Menschen ihres Alters sehen, die keine Angst haben, Stellung zu beziehen, und sie wird auf den Schultern der vielen Umweltverteidiger stehen, die ihr vorausgegangen sind.“

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    Statt Greta wäre ein Aufstand von Vernunft und Wissenschaft gegen Ideologie und Politische Korrektheit nötig. Wo sind die mutigen Ingenieure und Erfinder, die innovativen Wirtschaftsführer und fleißigen Arbeiter, die sich der ökologisch kostümierten Deindustrialisierung widersetzen? Wollen die Gewerkschaften wirklich zulassen, dass nach dem Bergbau auch die Automobilproduktion vernichtet wird? Sollen nach dem Transrapid auch andere Patente Made in Germany nur noch in China gebaut werden? Deutschland war, ist und muss bleiben: ein Hochtechnologiestandort. Sonnenenergie mag eine Option für die Karibik sein – aber hier ist nicht Jamaika!

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