Globalisten, die neuen Barbaren

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Globalisten halten sich für kosmopolitisch. Nichts könnte falscher sein. Wer oft im Flugzeug sitzt, von Termin zu Termin, von Event zu Event hetzt, ist noch lange nicht „weltmännisch“. In Wahrheit sind sie die neuen Barbaren: Was sie zurücklassen, ist blanke Zerstörung. Zwei Beispiele: Berlin und London.

Die Besetzung der Volksbühnen-Intendanz 2017 mit dem Ex-Chef der Londoner Tate-Gallery war ein kulturpolitisch extrem destruktiver Akt: Im Osten Berlins, wo die Gentrifizierung besonders heftig gewütet hatte, sollte die ausgetauschte Einwohnerschaft mit snobistischer Fine-Art, Intermedialität und Gender-Diskursen „verwöhnt“ werden. Die wollte aber nicht, die Sache platzte. Weswegen manch Vertreter der Mitläufer-Presse über Berlins „Provinzialität“ spottete.

2014 verkaufte Berlin seine legendären Kudamm-Bühnen, gab sie damit zum Abriss frei. Dabei betonen Sachverständige deren architektonische Einzigartigkeit. Rolf Hochhuth interpretierte diese Barbarei im Interview – in COMPACT 5/2018 – als Resultat deutscher Hörigkeit gegenüber Amerika.

„Und der dritte Akt, auch angezettelt auf Geheiß Amerikas: Abriss der zwei 90 Jahre alten, höchst ruhmreichen Kudamm-Bühnen, die von den zwei großen Juden Max Reinhardt und Oskar Kaufmann aus eigener Tasche finanziert worden sind. So wie Fontane es schriftlich gab: «Die Juden finanzieren uns Deutschen die Kultur, und wir Arier finanzieren den Antisemitismus.» Eine Kulturschande, wie Berlin sie bisher allein mit der Bücherverbrennung unter den Nazis erlebt hat, und zweitens mit der Vernichtung des Schlüter-Schlosses durch die SED-Verbrecher.“ (Die neoliberale Berliner Zeitung verkündete übrigens heute, dass der Käufer wahrscheinlich ein russischer Oligarch sei.)

Wer von den postnationalen Gutmenschen protestiert gegen diese Zerstörung deutsch-jüdischer Kulturtradition? Wo sind die Pseudo-Linken, wo bleibt die Antifa, um gegen diese Auslöschung jüdischen Kulturguts zu demonstrieren? Ist solch eine Destruktion nicht auch eine Form von „Hate Speech“? Aber wenn der Globalismus zuschlägt, steht die Pseudo-Linke stramm! Die Opfer sind egal.

Ein zweites Beispiel ist London. Die britische Historikerin Rhian E. Jones stellt fest, dass man die Arbeiterklasse zunehmend aus den städtischen Räumen aussperre. In London haben Kulturschaffende aus diesem Milieu kaum noch Chancen, sich dort zu etablieren. Weil der Wohnraum für sie inzwischen unbezahlbar ist. Stattdessen erobert ein reicher Hipsternachwuchs, auf Privatschulen gezüchtet, die Metropole.

Dessen Themen sind Gender, Veganismus, Rohkost, Yoga- und Motivationsworkshops, Vielfalt, Design, Sprachregelungen und alle möglichen Dekonstruktivismen. Ökonomische Fragen sind überwiegend ausgeklammert. Zugleich aber zelebriert man eine völlig stereotype Verachtung für Arbeiter und sozial Schwache, die im Diversity (Vielfalts)-Paradies nichts zu suchen haben.

„Das liegt daran, dass hier nun die Oberschicht dominiert, die keine Ahnung davon hat, wie die Arbeiterklasse wirklich lebt, was in ihr vorgeht. Dass sie dadurch vereinfachen und eine übertriebene und verzerrte Darstellung hervorbringen.“ erklärt Jones. Die Unterschicht scheint zu viele Feindbilder der neuen Oberschicht zu bedienen. In der Musik gilt beispielsweise das Stereotyp, wonach „Bands aus der Arbeiterklasse aus vier bis fünf weißen Jungs mit Gitarre zu bestehen haben, die sich an den 60er-Jahren orientieren und etwas langweilige Versionen von Rockmusik spielen“.

Hier lässt sich durchaus von einer neuen Aristokratie sprechen: Von ökonomischer Existenzangst befreit, Verächter der Unterschichten und Träger einer leeren Game-Kultur, ähnlich den Schäferspielchen des Ancien Regimes. Ihr neues Rom ist New York, das via Gentrifizierung seinen kukturellen Reichtum verloren und sich in eine blitzblanke Kommerzhölle verwandelt hat.

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18 Kommentare

  1. Christian Schwochert
    Christian Schwochert am

    Ekelhaft. Ich habe für diese Pseudoelite nur Verachtung übrig!

  2. Nicht alles hat etwas mit dem Globalismus zu tun, es ist die unendliche Gier der Menschen.

    Als Kaufmann hatte ich schnell gelernt, das einer mit seiner Hände Arbeit nicht reich werden kann, er muss andere für sich arbeiten lassen!

    Jede Schicht von uns Menschen hat diese Gier in sich, schneller höher weiter reicher, da gibt es kein Ende nicht.

    Wir müssen alle umdenken und zufriedener sein. Den Machtbesessenen einen Finger zeigen und auch den sogenannten Arbeitswütigen, die sich nur noch über ihre Tätigkeit zum Geldverdienen definieren.

    Dieses Geldverdienen hat nämlich nichts zu tun mit Menschlichkeit, mit Humanität oder mit Liebe. Es ist wie ich oben schrieb nur eine Gier und die ist schlimmer als bei jedem Tier!

  3. Aristoteles am

    Auch der Asylflut-Befürworter Hochhuth kommt natürlich nicht ohne seine Nazis aus.
    In jedem System gibt es unliebsame Literatur. Der BRDDR-Index ist besonders gut gefüllt.

    Auf die meisten Bühnen oder kulturellen Zentren, wie es im BRD-Sprech so schön heißt,
    können Deutsche wohl verzichten. Sie dienen der Hirnverwirrung, Verbuntung und Volksvernichtung.

    An die Stelle der Industrie sind in den Großstädten tatsächlich "Yoga- und Motivationsworkshops" getreten, Projekte zu Vielfalt, Buntheit und Welt(bes)offenheit.
    Besser kann man das wirklich nicht beschreiben.
    Was die Vorfahren früher geschuftet und erfunden haben, wird nun verscherbelt,
    und – Spott hoch drei – sogar bespuckt, weil die Vorfahren Deutsche waren.
    Dabei gäb es die Möglichkeit zur Kunst gar nicht ohne die Vorarbeit der Vorfahren.

    Der typisch globalistische BRD-Bunte findet Diesel uncool
    und fliegt am nächsten Tag mit Ryan Air nach Barcelona.

  4. Michael Theren am

    es ist erstaunlich wie aktuell Lenin, Bakunin und Luksemburgski heute immer noch und wieder sind;
    "Der Finanzkapitalismus benötigt und bedingt den Imperialismus, da er ohne stetige Expansion nicht existieren kann"

    (Das Nationalstaaten gar nicht expandieren können, weil sie dann ihr prägendes Attribut verlören wird gerade von den Neolinken ignoriert (Außer es geht um Kuba, Venezuela, Kurdistan, Nicaragua usw.)

    erstaunlich ist auch wie die "offizielle" Linke von jungle world, taz bis zur Partei, zu jesuitisch-geprägten Vollstreckern eines Finanzimperialusmus untrer dem Deckmantel eines Millionen Opfer verschlingenden Menschenrechtsimperialismus geworden sind; Krieg heißt Frieden, Unterdrückung heißt Freiheit…

    Noch erstaunlicher finde ich die permanente Erwähnung, daß irgend jemand, irgendwann einmal Vorfahren von jüdischer Religionsangehörigkeit gehabt hat…..Reinhardt und Kaufmann waren Deutsche, nur Nazis und Gutmenschen machen aus ihnen immer noch und stetig wieder "Juden" (was auch immer das ist, ich verweise auf Shlomo Sand – demnächst sind Moslems dann auch ein Volk oder gar eine Rasse)

    Gelungene Integration, die den Herren Kubitschek, Sarrazin, Bystron usw. kommentarlos zugestanden wird, wird hier patriotischen und verdienten Menschen posthum aberkannt.

    • Michael Theren am

      Das eine steuersparende, globalistische Wahlschweizerin mit einem finanzoligarchischem Stallgeruch und einer eindeutig imperialistische Interessen vertretenden Agenda nebenbei noch führend in der parlamentarischen Fake Opposition tätig ist, sei nur am Rande erwähnt

      • Michael Theren am

        bei Frau Weidlich kommt mir gerade ihre Liaison mit Steve Bannen und der US alt right in den Sinn;

        dort wird jetzt Oliver North Chef der NRA, daß dieser Verbrecher, der (mit Komplizen) den Tod hunderttausender Menschen zu verantworten hat, der zudem die USA massiv geschädigt hat, in dem er den Crack Import gestartet und mitorganisiert hat, nun von den US Konservativen wiederum als Galionsfigur auserwählt wurde, zeigt überdeutlich wie der US Bürger gestrickt ist, wie dumm "Demokraten" sind und wie schädlich das Transatlantikertum wir Europa und die Welt letztlich sein wird…

    • Dicke Bertha am

      "Dass Nationalstaaten gar nicht expandieren können"

      Permanente Kriege widerlegen diesen Satz. Staaten sind aber nicht per se imperialistisch.

      "Bakunin lehnt den Staat und allgemein alle Formen institutionalisierter und zentralisierter Autorität ab, weil diese dem Leben der Individuen fremde bzw. äusserliche Gesetze und Befehle auferlegen." (Wikipedia)

      Ohne hinreichende Staatsmacht landen wir in der Steinzeit plus Krieg und Krisen, wie die Krisenherde in Afrika offenbaren. Gesetze und Befehle sind unumgänglich. Den Anliegen der Anarchisten ist mit der Forderung nach korrekter Subsidiarität die größtmögliche Verwirklichung angedacht. Denn was man vor Ort regeln kann, regelt man vor Ort. Nicht alles läßt sich vor Ort regeln. Beispielsweise wenn anderenorts Verrückte Atombomben bauen oder sich ein Riesenozonloch auftut. Deshalb ist Delegation von Befugnissen auf höhere Instanzen bei aller Problematik unumgänglich. Das kann nicht so schwer begreilich sein.

      Ohne intolerante orthodoxe Juden weiß man in Israel nicht, wie die Identität gewahrt werden soll. Merkel verwies kürzlich auf die jüdische und christliche Kultur in D. Hm… Wenn ein orthodoxer Jude aus religiösen Gründen nicht arbeiten will und Stütze beantragt? Kommt er durch? "Faulpelze" bräuchten nur jüdisch orthodox zu werden?

      • Michael Theren am

        man kann sicher über das Wesen eines Nationalstaates philosophieren, wenn ich aber an Skandinavien, Deutschland, den Iran, Thailand, Finnland usw. denke, kann man wohl feststellen, daß ethnisch homogene Staaten, die nicht kapitalistisch-imperialistisch orientiert sind, ev. "Freihandel" fordern (wie Deutschland und Dänemark), aber auf keinen Fall andere Völker dauerhaft unterwerfen wollen…

        Israel lebt (auf tönernen Füßen) vom gezielt und vorsätzlich betriebenen Konflikt mit den "Arabern" (deren Eliten ebenfalls davon profitieren), von Milliarden an Subventionen des Westens und vom ständigen Ausnahmezustand…

        Wenn Israel nicht den Weg zu Frieden und Ausgleich findet und seine Elite zum Sheitan jagd, wird es deutlich schneller zugrunde gehen, wie das Outremer der Christen (die weitgehend in Koexistenz mit den Moslems lebten und dann scheiterten, wo sie dieses aufgrund von Sektierern aufgaben)

    • heidi heidegger am

      kraut&rüben. geht’s hier um die olle polnische frage, also den vermeintl. dissenz zwischen Lenin und Luxi / das *Junius-papier*, häh? egal. ich sage: die Grande Nation ist als nationalstaat sehr wohl expandiert und zwar nicht aus profitmaximierungsgründen, sondern aus ideologie. Napoleon brachte uns schliesslich das BGB. tia!

  5. Heidrun Bauer am

    Aus dem Irak, aus der Ukraine, aus Syrien und aus den USA ist die Abfolge bekannt: Multikultur > Multikriminalität > Multifaschismus. Demgegenüber lässt der Staat Israel in der Regel nur geprüfte Stammesgeschwister einwandern, wobei die Behörden in manchen Zweifelsfällen (z.B. bei Adoptierten) einen DNA-Test verlangen, wie die „Times of Israel“ gemeldet hat.

    Nun tanzen die Multikulti-Fanatiker vor Wut über sich selber im Viereck: In München ist am Vatertag um 13 Uhr am Marienplatz eine rotgrün lackierte Kundgebung gegen ein geplantes neues Polizeiaufgabengesetz angemeldet. Hintergrund: Der Welcome-Wahn hat Kriminalität und Angst in die Höhe getrieben, der Ruf nach „mehr Sicherheit“ ertönt vielerorts, die „Bayerische“ Regierung will dem (von ihr selber mittels jahrelanger „Zuwanderungspolitik“ provozierten) Verlangen nach mehr Polizei nachkommen.

    Volkliche Integrität ist besser als umerzieherisch aufgezwungene Integration. Die Rückführung untüchtiger Invasoren hat natürlicherweise und sittlichermaßen Vorrang, um Faschismus zu vermeiden. Umfriedung ermöglicht zumindest inneren Frieden.

  6. Herbert Weiss am

    Müssen wir uns da über solche Zeiterscheinungen wie die G-20-Krawalle und die Zustände in der Rigaer Straße wundern? So richtig und wichtig auch eine ausreichende Polizeipräsenz wäre und eine Justiz, die die Samthandschuhe in der Kommode belässt – allein damit sind diese Probleme nicht zu lösen.

    Die Bürger – und gerade auch die jungen – müssen sich wieder mit ihrem Heimatland und mit ihrem Kiez identifizieren können. Jeder Abgehängte ist einer zuviel. Vor einigen Jahrzehnten, als die Zeit des legendären Wirtschaftswunders zu Ende ging, kam der Spruch auf: "Du hast keine Chance – nutze sie!"

    Nach und nach werden die wohlerzogenen Älteren aussterben. Wenn man dann den weniger Erfolgreichen das Gefühl vermitteln würde: "Ihr seid uns nicht egal – auch ihr werdet gebraucht!", wenn es nicht weiter nach dem Motto geht: "Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht!", dann wäre vorsichtiger Optimismus angesagt. Doch dazu sehe ich keinen Anlass.

    • Raubautz 4 am

      Richtig ! Jeder Mensch wird gebraucht ! Und vor allem eine humanistische
      Erziehung; kein Mensch darf einem Zweck geopfert werden.

      Manieren sind in diesem Land auf dem Rückmarsch, auch Sauberkeit und
      Ordnung. Höflichkeit, Zuvorkommend sein ebenso. Die nächsten Herrscher
      in diesem Land haben viel zu tun, vor allem im Aufbau einer neuen Wirklichkeit.
      Ein neuer Geist der den Menschen erweckt wird gebraucht.

      Wir brauchen neue Schulen und Universitäten die vom Wissensqualm entladen
      frei und offen in der Tiefe der Schöpfung lernen, forschen und den Geist im
      Tau des Kosmos baden. Keine Mauern mehr, keine Grenzen !

      Die Jugend hat an ihrem Schicksal und mißergehen keine Schuld, autoerotische
      Unfälle wie Schröder und Merkel haben die Menschen verraten und verkauft.

      Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

  7. heidi heidegger am

    ein gedankenvoller-nachdenkswerter artikel. danke. zur musik: da geht’s doch kreuz und quer: AtariTeenageRiot (unsere sympathische beat-kapelle aus Berlin aus dem jahr 1992) z.b. -> Sie tourten mit Rage Against the Machine(LOL-die deppen-bänd, die denkt das Che Guevara ein rockstar war..ämm), Beck, Jon Spencer Blues Explosion, Wu-Tang Clan, Ministry und Moby. Im gleichen Jahr kam es auch zu einer Kollaboration mit der Band Slayer für den Song No Remorse, der im Soundtrack des Blockbusters Spawn zu hören war.

  8. Dicke Bertha am

    Kosmopolitische Verächtlichmachung von Provinzialität als des Popels Seelenheil

    "…erobert reicher Hipsternachwuchs, auf Privatschulen gezüchtet, die Metropole…Gender, Veganismus, Rohkost, Yoga- und Motivationsworkshops, Vielfalt, Design, Sprachregelungen…Ökonomische Fragen sind überwiegend ausgeklammert. Zugleich…stereotype Verachtung für Arbeiter und sozial Schwache, die im Diversity (Vielfalts)-Paradies nichts zu suchen haben."

    Richtig! Multikulti avancierte zu einer subtilen "linksliberalen" Ausgrenzungspropaganda, welche den kapitalistischen Globalisierungsimperialismus samt Ausbeutung und Krieg flankiert. Per politisch korrekter Überdimensionierung bestimmter Diskriminierungsformen werden Feindbilder aufgebauscht, um von viel schlimmeren konkreten Diskriminierungen, wie z.B. der verschärften neoliberalen Deklassierung der Arbeiterklasse abzulenken.

    Verdient eine Frau im abstrakten Vergleich womöglich im Monat einen Cent weniger als ein Mann, ist das schlimmer, als die zig Millionen, welche wegen den "linksliberalen" Falschsspielern trotz Arbeit lebenslänglich konkret auf Armut gebucht sind.

    Die sind längst dem verzinsungsgeilen schmarotzenden Kapitalistenlager zuzurechnen, welches die Unterjochung der Arbeiterklasse semifeudal festschreiben will. Dazu noch popelig postmodern klassistisch…

  9. Archangela Gabriele am

    Ich verstehe die Richtung dieser Anklage nicht.

    In Berlin wollten "Globalisten" das sogenannte Volkstheater gendrifizieren und die bodenständige Arbeiterschaft Berlins hat dies erfolgreich boykottiert. Es bestand schlicht kein Bedarf dafür. Trotzdem soll es destruktiv und dekadent sein.

    In London passiert dasselbe nicht und wieder ist es destruktiv und dekadent.

    Wenn Max Reinhardt und Oskar Kaufmann "aus eigener Tasche" Theatergebäude gebaut haben, gehörten sie sicher nicht zur Arbeiterklasse und hatten höchstwahrscheinlich kommerzielle Ziele. Was hat sich also geändert. Zwei fast 100 Jahre alte Gebäude werden verkauft, weil sie sich nicht mehr rentieren. Sollen sie erhalten werden, weil sie dermaleinst Juden bezahlten?

    Vom Steuerzahler gesponsorte "Volkstheater" erreichen ihr Publikum nicht mehr und müssen aufgeben. So what?

    In Berlin lebt eine Künstlerszene, die nicht auf Almosen und Ruinen angewiesen ist.

    In London offensichtlich auch. Auch wenn der Stil einigen nicht passt.

    Ich bin für Meinungs- und Kunstfreiheit und das beinhaltet m.E. auch, dass eine Kunst, die sich nicht mehr verkauft, stirbt. "Kunst" ist in den letzten 70 Jahren totgesponsort worden.

  10. Alexander am

    Kosmopoliten sind noch schlimmer als Gutmenschen und linke Spinner da für sie nur die Kasse klingen muss, wo und wie ist egal!

    • Südsachse am

      Ja, und mich stört an dieser Spezies besonders, dass die sich als die Guten preisen, aber agieren wie kleine Kinder, wohlstandsverwöhnt und total realitätsfremd.

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