Gelbwesten-Protest in Paris: Hohe Spenden für Notre-Dame, aber kein Geld für Arme

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Am liebsten würde Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Gelbwesten-Demos verbieten, die aber demonstrieren unbeirrt weiter: nach offiziellen Angaben protestierten gestern landesweit ca. 27.000 Bürger (in der vergangenen Woche waren es 31.000), darunter 9000 in Paris. Die Angaben der Gelbwesten sind jedoch deutlich höher.

Die Sicherheitskräfte waren bereits im Vorfeld nervös: bis zu 25.000 Präventivkontrollen wurden durchgeführt. Vor Notre Dame herrschte Demonstrarionsverbot. Nach anfänglich friedlichem Protest kam es nahe dem Platz der Republik zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Laut Le Figaro wurden auch Journalisten verhaftet. Die Demonstranten hingegen sollen Autos, Motorroller und Mülleimer angezündet sowie Flaschen und andere Gegenstände geworfen haben.

Diesmal stellte die Kathedrale Notre Dame das Thema. Genauer gesagt: Die hohen Spenden, die reiche Bürger für deren Wiederaufbau zugesagt haben. Das Provokationspotenzial: für Bauwerke fließe Geld, nicht aber für die darbende Bevölkerung. Ein Rentner sagte laut ntv: „Das Geld für Notre-Dame ist eine gute Sache. Aber wenn man sieht, was man innerhalb weniger Stunden an Geld locker machen kann…“ Das bezieht sich auf die Behauptung der Machthaber, wonach für größere Umverteilung nicht ausreichend Geld vorhanden sei.

Die Gelbwesten-Revolution im Januar-Heft von COMPACT-Magazin. Mit Dossier „Krieg gegen das Auto. Die Profiteure von Diesel-Lügen und Fahrverboten“.

Besagte Spendenhöhe hatte bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen in Frankreich gesorgt. Hinzu kamen die von rechtskonservativer Seite vorgetragene Kritik gegen die Modernisierungsvorhaben im Rahmen des Wiederaufbaus.

In einem Video, das von Frankreichs Innenminister Christophe Castaner auf Twitter gepostet wurde, rufen die Protestierenden „Schande über diejenigen, die sich (daran) beteiligt haben“ oder – in Anspielung auf die zahlreichen Suizide unter Polizisten in der vergangenen Wochen: „Bringen Sie sich um!“.

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19 Kommentare

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    brokendriver am

    Macron und seine Oma:…

    Raus aus dem Élysée-Palast …

    Frankreich und die Franzosen brauchen Männer…

    keine Hampelmänner des Kapitals und der Aktienmanager…

    Macron ist kein Mann der Gelb-Westen…und hat mit dem Volk niXXX zu tun…

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    HERBERT WEISS am

    Jeder kann mit seinem Geld machen, was er will und was er für richtig hält. Zu einer wahren Frömmigkeit gehört aber auch, dass man mit seinen Mitmenschen anständig umgeht. Wer also meint, er könne seine Mitarbeiter ausbeuten sowie seine Geschäftspartner und Kunden bescheißen und sich dennoch durch seine Spenden einen Fensterplatz im Himmel sichern, ist schief gewickelt!

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    Svea Lindström am

    Vielleicht sollten sich die Gelbwesten auch umbenennen: in "Jünger Stalins". Wäre wohl nicht ganz unpassend.

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    Mit Neid erfüllt freut es mich für Frankreich das die Energie vom 5. Mai 1789 offenkund immer noch anwesend ist!

    In mir ist der innige Wunsch das diese Energie auf ganz Europa abstrahlt.

    Alle Versuche sich von dem Joch der Unterdückung zu befreinen wurden bis dato blut niedergemetzelt.

    Trotz dessen ist der Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht verstummt.

    Über Politik zu sprechen bedeutet heute sich über Vollidioten und deren Schandtaten zu unterhalten.

    Das Widerstandsrecht ist allgemein ein naturrechtlich bzw. durch ein positives Gesetz statuiertes Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern.

    Ich denke es ist an der Zeit die Rest unserer Rechte in Anspruch zu nehmen.

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    Svea Lindström am

    Arme sollen endlich mal lernen, sich selbst zu helfen. Widerlich, dieses Anspruchsdenken!

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        Hans Hamberger am

        Ist wahrscheinlich die Schwester von Gretchen Thunfisk

        Ferkel muss weg

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        Svea Lindström am

        Ich könnte mich nicht erinnern, Ihnen das DU angeboten zu haben. Nein, ich bin nicht jeden Tag besoffen. Das sind doch eher die sogenannten "Bedürftigen", die dieser Tage immer lauter "Enteignung" schreien und das Geld umverteilen wollen, das sich andere erarbeitet haben.

        Wir gönnen uns heute einen Château Margaux. Diesen säuft man nicht, diesen genießt man.

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      Werte Syea,
      solche idotische und asoziale Aussage kann nur von einem Minusmensch kommen !
      Anscheinend sind Sie wohl eine Realitätsverweigerin, denn man kann schneller in die Armut wandern als ihnen bewußt ist !
      Aber wer in seinem Wolkenkuckuksheim lebt, blendet gerne solche Tatsachen aus.
      Arm im Geiste nenne ich sowas.

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      HERBERT WEISS am

      LOL! Die Zeiten, in denen man als Einwanderer in den VSA willkommen war und mit dem Planwagen weiter in Richtung Westen ziehen konnte, um sich ein Stück Wildnis zu erobern, sind längst vorbei. In unserem alten Europa gibt es ohnehin längst keinen herrenlosen Quadratzentimeter mehr. Und wer etwas unternehmen will, wird mit 100.000 Vorschriften drangsaliert.

      Wollen Sie meine Lieblingsklugscheißerin werden?

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    Eyyyyy!!! In Sri lanka wurden Kirchen zerstört und ihr postet so einen Schwachsinn!!!

    Alle moslems wollen uns vernichten Hilfe ich hab sogar bei Babys in den Augen gesehen das sie mich wenn sie groß sind vernichten wollen.

    Bitte isst keinen Döner schaut keine Champions League ( wegen türkische Vereine) oder moslem Stürmer wie in Liverpool oder Ribéry oder Paul pogba, Mane Mohammed Sa allah!!

    Ich kann nicjt mehr hab Panik vor jedem
    Moslem
    Wo ich seh was kann ich tun ???

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    Rechtsstaat-Radar am

    Da gibt es doch noch die Katholische Kirche, dieser vor Wohlstand strotzende Päderasten-Club! Notre-Dame steht in Paris und damit quasi im Zentrum der katholischen Kirche, wenn man mal von Rom als dem Hauptsitz der schwulen Seilschaften absieht. Die Katholische Kirche schwimmt im Geld und wird ganz sicher Eigentümerin der Kirche Notre-Dame sein oder etwa nicht? Wenn dem so sein sollte, dann war das Gebäude mit einiger Wahrscheinlichkeit auch gegen Elementarschäden, darunter Feuerschäden, versichert. Oder etwa nicht? Wenn dem so sein sollte, warum sollte dann ein Normalbürger den Sadisten- und Päderasten-Club aus Rom entlasten? Weshalb sollte man die Versicherung entlasten wollen/müssen? Wohin fließt denn das Geld, wenn es Versicherungsdeckung gab, wo doch die Katholische Kirche im Geld schwimmt? Haben eigentlich Muslime auch gespendet?

    Als evangelischer Deutscher, der mit seiner, der deutschen Kirche, die die Evangelische Kirche ist hadert, weil sie heutzutage eine linksgrün-kriminelle Vereinigung ist, darf ich das Gesagte über die Katholische Kirche sagen!

    Frohe Oster!

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      Hans Hamberger am

      Notre Dame gehört, wie alle Kirchen in Frankreich, seit der Säkularisation den Staat. So ist auch der zuerst zuständig. Ich schreibe dies nur, weil viele das nicht wissen. Dennoch sehe ich die katholische Kirche ebenso in der Pflicht, schließlich feiert sie Messen in der genannten Kirche. Und Geld hat dieser Pädophile Club genug.

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        Rechtsstaat-Radar am

        Was Sie schreiben klingt nicht plausibel. Zwar weiß ich nicht, wer Eigentümer der Kirche "Notre Dame" und des zugehörigen Grundstücks in Paris ist. Jedoch kommt allein die katholische Kirche hierfür in Betracht.

        Sie beziehen sich auf die Säkularisierung Frankreichs, die mir natürlich bekannt ist. Wäre jedoch der französische Staat Eigentümer der Liegenschaft mit aufstehender Kirche "Notre Dame", dann würde dies die grundsätzlich sehr stark ausgeprägte Säkularisierung Frankreichs jedenfalls in diesem Punkt doch in Frage stellen. Nach einer bekannten Online-Enzyklopädie ist "Notre Dame" die "Kathedrale des Erzbistums Paris". Da die Kirche also vom Päderasten-Club (Katholische Kirche) genutzt wird, müsste der Päderasten-Club entweder Miete an den französischen Staats bezahlen oder Eigentümer sein. Dass etwa die Republik Frankreich diese Kirche dem Päderasten-Club unentgeltlich zur Verfügung stellte, wäre mit dem Gedanken der Säkularisierung unvereinbar!

        Nach Ihren Ausführungen wäre also die Republik Frankreich Eigentümerin sämtlicher kirchlicher Liegenschaften in Frankreich und müsste folgerichtig in jedem einzelnen Fall laufend Miete vom Päderasten-Club verlangen.

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        Hans Hamberger am

        @ Rechtsstaat-Radar: 1905, Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat.

        Hoffe, eine Bildungslücke geschlossen zu haben 🙂

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