In seinem neuen Buch Serotonin kontrastiert Michel Houellebecq psychische und wirtschaftliche Depression. Während man die individuelle mit Psychopharmaka bekämpft, enthält die ökonomische eine Chance zum kollektiven Wutausbruch: zur Revolution. Wo das endet, ist typisch für den Spätachtundsechziger. _ von Jonas Glaser Spätestens seit Unterwerfung (2015) wird Michel Houellebecq primär als politischer Gegenwartsanalytiker rezensiert. Reden über ein erhofftes Katholizismus-Revival sowie ein Pro-Trump-Essay haben diese Tendenz noch verschärft. Sein Hauptthema geriet dadurch fast in den Hintergrund: die
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