Geheimdienste: Falsches Spiel um Anis Amri – BND hält Video zurück

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Die Geheimdienstverstrickungen rund um den Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri werden immer offensichtlicher. Wie verschiedene Medien wie die Süddeutsche Zeitung sowie NDR und WDR berichten, ist der Bundesnachrichtendienst (BND) im Besitz eines bislang unbekannten Videos, in dem Amri bereits einige Wochen vor dem Anschlag mit Gewalt droht.

Der BND soll die Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) zwar im März 2017 über die Existenz der Aufnahme informiert haben, das Video bis heute allerdings zurückhalten.

„Die Schweine enthaupten“

In dem Video sagt Amri den Medienberichten zufolge auf Arabisch: „Oh Allah! Diese Schweine, kommen wir zu ihnen, um sie zu enthaupten!“ Er hält dabei angeblich eine Pistole, bei der es sich nach Einschätzung des BND um jene Waffe handeln soll, mit der der Terrorist später einen polnischen Lkw-Fahrer erschoss, um dessen Fahrzeug zu stehlen, das von dem Tunesier wenige Stunden später als Tatwaffe verwendet wurde.

Besonders bemerkenswert ist, dass Amri den Sicherheitsbehörden zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht mehr als akut gefährlich galt. Zu vermuten ist aber, dass der tunesische Terrorist bewusst an einer langen Leine gehalten wurde, um als Lockvogel Informationen zu liefern – zum unendlichen Schaden der später bei dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt ermordeten und schwer verletzten Menschen.

Bei den Fallkonferenzen des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums (GTAZ) in Berlin war Amri in den Jahren 2015 und 2016 noch Dauerthema, seine Personalie soll dort elfmal erörtert worden sein. Drei Monate vor dem Anschlag stellte die Berliner Polizei die Überwachung Amris dann ganz ein, weil dieser sich „wegen seines Drogenhandels nicht wie ein typischer Islamist“ verhalte.

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Eine mehr als merkwürdige Logik, denn gerade in den Sicherheitsbehörden hätte man wissen müssen, dass sich Terrorismus und gewöhnliche Kriminalität keineswegs gegenseitig ausschließen, was schon zu Zeiten der RAF der Fall gewesen war.

Im August 2016 wiederum hatte sich Amri sogar schon in der JVA Ravensburg in Abschiebehaft befunden, wurde aber nach einer Intervention des nordrhein-westfälischen Innenministeriums wieder auf freien Fuß gesetzt, angeblich deshalb, weil die tunesischen Behörden die für die Ausweisung nötigen Passersatzpapiere nicht schnell genug liefern konnten.

Erst zwei Tage, nachdem Amri dann am 19. Dezember 2016 den Anschlag begangen hatte, wurde er auch vom Generalbundesanwalt zur Fahndung ausgeschrieben; einen Tag zuvor sollen seine vom Kreis Kleve ausgestellten Duldungspapiere im Führerhaus des Tatfahrzeugs gefunden worden sein.

Ein Lockvogel für den CIA?

Am 23. Dezember 2016 wurde er in Sesto San Giovanni bei Mailand von der italienischen Polizei erschossen. Wieder einmal legte sich die Generalbundesanwaltschaft – wie schon fünf Jahre zuvor bei den NSU-Ermittlungen – sehr schnell darauf fest, dass Amri angeblich ein Einzeltäter gewesen sein soll. Diese These wird heute eigentlich von niemandem mehr geteilt, der sich mit dem Fall beschäftigt.

Eine „ordnende Hand“ habe sich schützend auf den Tunesier gelegt – das vermutete der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele schon im Jahr 2017, als er noch Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) war. Ströbele vertritt die Auffassung, dass Amri wegen seiner engen telefonischen Kontakte zu libyschen Islamisten den US-Geheimdiensten wertvolle Standortdaten geliefert habe, die Fülle an ignorierten Warnzeichen spreche auf jeden Fall für ein „absichtsvolles Gewährenlassen“ des Tunesiers.

Wenn Sie die Hintergründe der Amri-Affäre verstehen wollen, dann schauen Sie sich unbedingt dieses Interview von COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer mit dem investigativen Journalisten Stefan Schubert an!

Diese Auffassung vertritt auch Stefan Schubert, ein investigativer Journalist und früherer Polizist, dessen Buch Anis Amri und die Bundesregierung: Was Insider über den Terroranschlag vom Breitscheidplatz wissen in diesem Jahr im Kopp-Verlag erschien. Über frühere Kollegen bekam Schubert Einblicke in zahlreiche Geheimakten zu dem Fall. Er ist sich sicher, dass Amri als Lockvogel in einer internationalen Geheimdienstoperation eingesetzt wurde und über die Daten seines Funktelefons und seine Nordafrikakontakte die Ziele und Koordinaten für US-amerikanische Bomberangriffe liefern sollte.

Die Spitzen der deutschen Sicherheitsbehörden und insbesondere einmal mehr das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) spielten seinen Recherchen nach das schmutzige Spiel mit. Es war ihnen offensichtlich völlig egal, dass sie mit der bewussten Duldung der brandgefährlichen Aktivitäten Amris das Leben und die Gesundheit der deutschen Bürger gefährdeten, die sie eigentlich schützen sollen ‒ und am Ende zwölf Tote und Hunderte von Verletzten zu beklagen waren.

Anis Amri: Was Insider über den Berliner Terroranschlag wissen

Zu klären wäre nun, wann genau der BND in den Besitz des Videos kam und wer es lieferte. Zu befürchten ist, dass es nie Antworten auf diese Fragen geben wird, da der BND sowie alle anderen mit diesem Fall befassten Sicherheitsbehörden gnadenlos mauern. Der Wunsch der Hinterbliebenen der Opfer sowie der teilweise Schwerstverletzten nach Aufklärung scheint in diesen Kreisen nicht die geringste Rolle zu spielen.

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8 Kommentare

  1. Avatar

    was bildet sich der dumm depperte deutshce michel eigentlci ein…
    her ist und hat:
    keinen wert unter den politverbrechern

    darf ungefragt und mit zwang steuern und abzocke zahlen
    hat kein recht auf seine eigene meinung, weil nazi
    muss sich buntes mörderpack gefallen lassen
    wird schickaniert von jedem arsch der nicht bis 3 zählen kann und wenn er ihn platt macht wird er hart bestraft…. gäste verbrecher laufen dafür frei umher.
    wer polizeiautos anzündet erhält beifall
    und wer den ersten polizisten in deutschland erschiesst wir bestimmt in die links grün versüffte politik aufgenommen.

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    HERBERT WEISS am

    Das bestätigt nur meine schon mal geäußerte Meinung: Wenn man solch einen Typen aus ermittlungstaktischen Gründen frei herumlaufen lässt, sollte dieser nicht einmal unbeobachtet auf die Straße spucken dürfen. Diese Rindviecher sind mitschuldig am Tod von 12 Menschen und dem Leiden zahlreicher anderer.

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    Gähn! Und welche Relevanz hat die kleine Episode nun im Großen Spiel um Macht und Herrschaft?

  4. Avatar

    Jetzt habt ihr das Problem, dass ihr den BND verabscheut und die Lügenpresse / Mainstreammedien alle verlogen sind. Das jetzt die Recherchen von "Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR" zum Wissen, um das bisher unbekannte Video, geführt haben, sollte euer Weltbild durchrütteln.

    Haben NDR, WDR auf George Soros Anweisung hin veröffentlicht, was der BND auf George Sorros Anweisung hin verheimlicht hat?
    Sind NDR und WDR keine Vertreter der "Lügenpresse" mehr und von jetzt an wieder glaubwürdig? Oder doch nur selektiv, wenn es euch in den Kram passt?

    Macht das alles noch Sinn?

  5. Avatar

    Also ich bin sehr enttäuscht , ihr bezieht euch auf verschiedene Medien wie SZ NDR und WDR, und könnt deren Falschinfos noch nicht einmal richtig interpretieren. Diese damaligen Infos sind Staatszersetzend und eine Provokation. Wer sich auf SZ , WDR , BDR bezieht sollte sehr gut lesen was diese linksfaschistische Journalistische Vereinigung (Verschwörung) vor hat.

  6. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Jeder kann hier frei rumlaufen … Kriminelle, Terroristen und Geheimdienste etc. … tun das, meistens … im geheimen – denn … sie wollen sicherlich -nur- Gutes tun -für sich natürlich- ! 😉

    • Avatar
      heidi heidegger am

      Hmm, innerhalb ca. 90 Minuten hätte die heidi diese Verstrickungen entwirrt äh ²entstrickt und den Fall evtl. gelöst, denn solange dauert ein OSS117-Film normalerweise nun mal, aber Elsässer (..will im Inland wohl alles selbst machen) schickt mich dauernd druff bzw. halt nach Caire (Kairo-dieses olle Spionagenest) und Rio (die Hauptstadt der Schande für alle dt. ³Richter). achach + *kicher*

      ²Das Phänomen der „passiven Entstrickung“ – oder: Nichtstun …
      ->handelsblatt dot com › steuerboard
      Fraglich ist, ob bei doppelansässigen Kapitalgesellschaften durch Neuabschluss eines DBA eine passive Entstrickung eintreten kann.

      ³@Soki schrieb paar Fäden weiter unten, dass er die Bezahlschranke im Forum meidet (wasn Springreiter soll denn d a s dann sein, häh?) und auf mein "hihi" nahm er auch keine Rücksicht, denn da hab ich Forumstitelschutz druff..*gacker*+Grüßle!

  7. Avatar
    Wolfgang Eggert am

    Ich wär da vorsichtig, an Eurer Stelle. Der gesamte "Tatablauf" wirkt konstruiert, was vor allem(!) auf die Tatbeteiligung des VS-IM Amri zutrifft. Belege für dessen vermeintliche Terror-Planungen helfen demnach den Kreisen, die den Breitscheid-Plot legten. Und das dürften kaum die deutschen(!) Dienste gewesen sein, bei denen der Mann unter Vertrag stand.

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