Der Traum einiger Mitglieder von der AfD als einer kleinen „sozialrevolutionären Partei“ sei unrealistisch, erklärte Alexander Gauland in seiner Eröffnungsrede auf dem sechsten Bundesparteitag der AfD. Die Deutschen seien als Revolutionäre nicht allzu gut gewesen. Die AfD habe in ihrem Kampf gegen die Auflösung des Nationalstaats das Land verändert und die „erfreuliche Aussicht, erwachsen zu werden“.

    Diese Erwachsenwerdung sei jedoch nicht mit Konformismus gleichzusetzen. Es meine, „dass wir unseren Weg weitergehen, ohne Anpassung oder gar Anpasserei“. Die AfD müsse eine patriotische, demokratische sowie bürgerliche Volkspartei bleiben, die vernünftige nationale Politik betreibe. Die CDU könne bald nicht mehr Nein zu einer Koalition sagen: „Wenn Grüne, Rote und Dunkelrote zusammengehen, wird der Tag kommen, an dem die geschwächte CDU nur noch eine Option hat: uns.“

    Auch vom Rechtsradikalismus will Gauland die Partei abgrenzen: Meinungsfreiheit bedeute nicht Meinungstoleranz. Zwar sei es erlaubt, den Hitler-Attentäter Stauffenberg als „Verräter“ zu bezeichnen, aber in der AfD dürfe eine solche Position keinen Platz finden.

    Gauland definierte Erwachsensein auch in eigener Sache: „Erwachsen heißt, dass wir einen teilweisen Generationswechsel solidarisch vollziehen“ und kündigte seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden an. Dieser Rücktritt jedoch, so fügte er ironisch hinzu, sei kein Austritt aus der Partei, weil ihm die nicht mehr zusage. Nein, sie sei gut, wie sie sei.

    Derweil ließ Thüringens Landes- und Fraktionschef Björn Höcke wissen, dass er nicht für den Bundesvorstand kandidieren wolle: Es gebe in Thüringen viel zu tun. Er wünsche sich jedoch eine angemessene Vertretung Ostdeutschlands im Bundesvorstand. Als Kandidaten unterstütze er den Gauland-Favoriten Tino Chrupalla. Auch Alice Weidel schloss sich dem an.

    Neben Chrupalla kandidieren noch dessen Fraktionskollege Gottfried Curio sowie die Landeschefin von Niedersachsen, Dana Guth. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst tritt zudem gegen Jörg Meuthen an.

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