„Für Verein und Vaterland“: Rostocker Fans trotzen dem modernen Fußball

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Gänsehautmoment im Ostseestadion! Fans des FC Hansa Rostock haben am Montag beim DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart für Furore gesorgt: Beim Einlauf der Mannschaft kurz vor Spielbeginn entrollten die Ultras des Drittligisten ein riesiges Banner mit Fraktur-Aufschrift „Außer Rand und Band, für Verein und Vaterland“, dazu das Vereinslogo und der Bundesadler auf einem schwarz-rot-goldenen Wappen. Auf einem weiteren Transparent war ein Totenkopf mit den Worten „Multikriminell seit 1999“ zu sehen. Anlass der Aktion war das zwanzigjährige Bestehen der Ultra-Gruppe „Wolgastä“. Während der laut Fans „größten T-Shirt-Choreografie der Vereinsgeschichte“ wurden zahlreiche Pyrofackeln gezündet und das Lied „Auf gute Freunde“ der Deutschrocker Böhse Onkelz abgespielt. Nun streiten nicht nur Rockstocker Fußballfans in den sozialen Netzwerken, ob der deutsche Fußball ein „Naziproblem“ habe.

Während die Geburtstagsaktion im ausverkauften Ostseestadion offenbar für beste Stimmung sorgte, entbrannte noch während des Spiels eine hitzige Debatte auf Twitter. Neben vielen positiven Stimmen störten sich zahlreiche Linke an der patriotischen Geste: allein der Begriff „Vaterland“ gilt vielen offenbar bereits als Zeichen „rechter“ Gesinnung. Auch sagen sie den Böhsen Onkelz wegen Songs aus den späten Achtziger Jahren eine Nähe zum rechten Gedankengut nach, obwohl sich die Kultband selbst seit den 1990er Jahren immer wieder (erfolglos) distanziert hat.

So klagt ein User auf Twitter: „’für Verein und Vaterland‘ in Fraktur. Dazu die Böhsen Onkelz als Einlaufmusik. Und @HansaRostock freut sich über die Stimmung. Ich bin entsetzt. Keine Reaktion im Publikum. Spiel ist für mich gelaufen“.
Ein anderer Fan sieht das anders: „Vaterland = rechtsextrem? Blödsinn! Weiter so #hansa #rostock!“

Wegen der verbotenen Pyrotechnik muss der Verein nun eine Strafe erwarten. In der vergangenen Saison musste Hansa rund 112.000 Euro an den DFB zahlen. Die ansonsten wenig spektakuläre Partie ging übrigens 1:0 an die Schwaben.

In den letzten Jahren war die Ultraszene – nicht nur die des Ostseevereins – nicht zuletzt aufgrund subventionierter Fanprojekte zunehmend nach links gerutscht. Dabei gehen die endgültige Kommerzialisierung und die antifaschistische Säuberung des Volkssports Fußball, der einmal für leidenschaftlichen Lokalpatriotismus stand, heute Hand in Hand. In Ostdeutschland allerdings regt sich immer wieder Widerstand gegen den modernen Fußball. Zuletzt hatte der Chemnitzer FC seinen Kapitän Daniel Frahn gefeuert, weil der es gewagt hatte, sich beim Auswärtsspiel gegen den Halleschen FC als Privatmann neben die falschen Fans im Gästeblock zu stellen – die Kurve solidarisierte sich prompt mit dem beliebten Torjäger.

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Auch die Aktion der Rostocker erinnert an bessere Zeiten des deutschen Fußballs. In unserem COMPACT-Spezialheft „Nationalsport Fußball – Herzschlag einer deutschen Leidenschaft“ haben lassen wir diese Zeiten ohne politische Korrektheit und Kommerz Revue passieren. Dort heißt es passend zum Thema: „In vielerlei Hinsicht spiegeln Spielfeld und Stadion tatsächlich gesellschaftliche Realitäten: Neben der großen Mehrheit von Sportbegeisterten tummeln sich immer auch einige sturztrunkene Halodris und politisch motivierte Überzeugungstäter im Abseits. Doch deshalb zu unterstellen, der deutsche Fußball habe ein Nazi-Problem, ist nur noch mit dem pathologischen Wahn linker Bedenkenträger zu erklären, für die Deutschland generell, ja, jeder Deutsche individuell, ein Nazi-Problem hat. Ein Problem, das wohl nur durch konsequente Selbstabschaffung gelöst werden kann: Statt «Nie wieder Deutschland» also bald «Nie wieder Fußball»?“ Das Heft gibt es hier zu bestellen (Klick auf den Link)!

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23 Kommentare

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    Yamashita Tomoyuki am

    Rechts? Der in den letzten Jahrzehnten am meisten mißbrauchte Begriff! Von dem 99,9999 % der Degeneraten nicht wissen, was er überhaupt bedeutet. Denkweise Patriot = Rechts = Nazi ergibt das Buntesabnormitätenvolk.

    Edgar Julius Jung, Gottfried Benn, Friedrich Hielscher, Wilhelm Pinder rotieren ob der Idiotenzucht aus Nachkommen des Volkes der Dichter, Denker und Tüftler.

    Tag 1 der Erniedrigung. Demokratenstiefel besudeln Göttliches Land, Yankees vergewaltigen Töchter von Amaterasu, 220.000 Lebende Götter begehen Seppuku (Hara Kiri)

    Yasukuni = Heiliger Raum im Geiste der Kami
    Abgelegt Schale mit gereinigtem Wasser und Kirschblüten, Nozomi in Yakuta, Verbeugung vor dem Tiger und Vorfahren
    Menschen-Tum gegen Mensch-Heit

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    Rechtsstaat-Radar am

    Obwohl seit 1990 immer wieder versucht wird, Mecklenburg-(Vor)Pommern zu dem "Norden" der BRD dazu zu halluzinieren, so wird doch auch angesichts dieser Aktion der Mecklenburger in Rostock einmal mehr deutlich und klar, dass die Menschen in Mecklenburg-(Vor)Pommern nie zum "Hamborch", der selbsternannt "schöjjnSTen STaTT der Welt" tendierten, sondern, wie im Fall der Mecklenburger eindeutig hin zu Preußen. Die Pommern in Hinterpommern und Vorpommern waren ja Teil Preußens. Vorpommern zählt mit seiner eigentlichen Provinzhauptstadt, Stettin, im Übrigen zu Kernpreußen. Eine solch tolle Aktion, wie sie die Rostocker mal wieder dargeboten haben, wäre bei den BRD-Norddeutschen, die "Meck-Pomm" nur zu gern nicht nur unter dem aus "Hamborch" dominierten NDR vereinnahmen würden, undenkbar.

    In "Hamborch", der selbsternannt "schöjjnsTen STaTT der Welt", wo man den üblen Dialekt für Hochdeutsch hält und man "RRRundSTüKKe" statt Schrippen isst, sind alle total amerikanisiert, gibt es keine richtigen Deutschen, gibt es keine Patrioten mehr! Aber auch in Hanndoofer, wo man "Chaostage" gewähren ließ und dies für den Ausdruck höchster Tol(lhaus)eranz hielt, oder in "Oldenburch", wo man ganztags "Guten Morgen" (moin) sagt oder in Kiel, wo SPD-Stegner…belegt…

    Mecklenburger stehen Preußen nahe und Vorpommern, das ist Preußen!

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      Danke für Ihre Lektion in Provinzialismus und kleingeistigem Lokalpatriotismus.Sie werden sicher viel Beifall von den zahlreichen Gartenzwergen ernten und auch das System schätzt sowas,weil es Nationalismus vorbeugt.

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        Deutsche Beobachtungsstelle am

        @Sofaklecks:

        Sokrates, der alte Greis,
        Sagte oft in tiefen Sorgen:
        "Ach, wieviel ist doch verborgen,
        Was man immer noch nicht weiß."
        Und so ist es. – Doch indessen
        Darf man eines nicht vergessen:
        Eines weiß man doch hienieden,
        Nämlich, wenn man unzufrieden.

        Wilhelm Busch 1875

        Immer diese Klugscheißerei von Aristoteles!

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      heidi heidegger am

      HAMBUICH !! ..Gabi, komm zurück und gib dem @RR Saures! ..Dank und Grüsse gehen hier schon mal an Soki, hihi.

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      Yamashita Tomoyuki am

      Preussen ist nicht in erster Linie Staat oder Land (Zwinker), Preussentum ist Idee, Geist, Form und Stil.
      Es gibt in Europa nur drei echte Lebensstile.
      Griechentum, Römertum und Preussentum!

      Auch das ist ein Grund für den Hass des ausländischen Plebs gegen die wackeren Preussen.
      Sie erkannten ihre Unterlegenheit und Unvollkommenheit gegenüber den Nachfolgern von Griechen und Römern. So etwas erzeugt Angst, Neid und Hass. Daher der Vernichtungswille gegen Preussen. Insbesondere der GB- und US-Gangster. Namentlich der sich an seinem eigenen Blutrausch ergötzende Anti-Germanist, Säufer und Fettsack mit Melone und Zigarre, Gangsterboss Winston!

      Dasselbe gilt auch für Japan. Die selben Gangster haben auch hier gehaust wie im DR. Alle großen Städte ausgebrannt. Viele Kriegsgefangene ermordet, massenhaft Vergewaltigungen und Demütigungen, Ermordung der Japanischen Reichsregierung.

      Die Funktion Preussens als Stil ist aber auch eine Chance!!! Identifikation von Deutschen und sogar Nichtdeutschen mit diesem Stil als Gegenentwurf zur Überwindung des Mißratenseins.

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    Der deutsche Fußball in der Gleismörderstadt Krankfurt am Main hat definitiv ein Soziproblem und zwar ganz oben beim Präsidenten von Niedertracht Krankfurt.

    Ein Naziproblem dürfte wie in der Kriminalistik und den Doktorinnenarbeiten bestimmter Politikerinnen nur eine Fälschung sein und eher inexistent.

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    Gesetzt der deutsche Fußball hätte,dann wäre es kein Problem. Im Übrigen fordere Ich Gladiatoren-Spiele statt langweiligem Fußball.

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      Brutale und blutige Spiele sind nicht so mein Ding. Aber OK – wenn SOKRATES und JEDER HASST DIE ANTIFA in die Manege steigen, schau‘ ich es mir vielleicht an.

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        Aber gerade für Leute wie Sie wären solche Spiele von erzieherischem Nutzen. Zumindestens die Kämpfe der Gladiatoren waren übrigens nicht brutal im eigentlichen Sinn des Wortes,sondern höchste Kampfkunst.(Die von Ihnen angedachte Nummer würde Sie vielleicht enttäuschen, denn den Antif würde Ich in 30 Sekunden mit der Fliegenklatsche erschlagen).

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        Yamashita Tomoyuki am

        Es geht nicht um Brutalität, sondern die Übung in der Tat als Vergegenwärtigung des Wesens in der Vervollkommnung.

        Versuchen sie es mit Ken-Do. Statt Proletenorgien von Vergnügungskonsumenten.
        Sport macht man, man schaut ihn nicht!

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    heidi heidegger am

    "..aufgrund subventionierter Fanprojekte.."

    Echt? Jibbett datt noch, die gute alte *akzeptierende Sozialarbeit*? Nun, Gretas Segeltörn ist auch so ähnlich lesbar, allerdings als Deluxe-Ausgabe quasi und steuernsparend, hihi.

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      heidi heidegger am

      OT-Nachtrag: @Tiffi schrieb im letzten *IRIS-Faden* was über *mee too Weiber* etc.

      ..ich sage dazu und zu den Bildern im Faden: hehe, der Feminismus muss islamistischer werden (n o c h männerhassender, quasi). Nein, diese Art des Betens ist mir ästhetisch zuwider – am Hintern eines anderen Burschen schnüffeln, häh? Nur in Reih&Glied würde ich das fast noch durchgehen lassen..höhö

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    Brave und treue deutsche Landsleute. Weiter so! Heimat ist ein Menschenrecht und gilt auch für Deutsche.

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    Du meine Güte, Verein, Vaterland, Schwarzrotgold und Totenkopf…mehr Nazi geht nicht mehr. Auch da zeigt sich schon die unverkrampftere und patriotischere Wesensart des Ostens. Vor allem gab es im Stadion keine reflexartigen Gegenreaktionen, wie sie in den Genen der West-BRD genetisch verankert zu sein scheinen. Nach meiner Enttäuschung über 96 sollte ich mal über Hansa Rostock als Alternative nachdenken (-;

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    Schulze Schulze am

    "Anlass der Aktion war das zwanzigjährige Bestehen der Ultra-Gruppe „Wolgastä“." Ich habe in Wolgast noch keinen gesehen nun vielleicht outet man sich dort eher nicht öffentlich. Aber was ich immer öfter sehe sind "Bereicherer" mit viel Nachwuchs. Ich hoffe das dieselben den Weg ins westliche Paradies finden werden!

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    Wie viele Schwaben spielten denn bei den "Schwaben"?

    Übrigens auch ein treffender Kommentar auf YouTube: " ‚Deutschland verrecke‘ – geschenkt, nicht der Rede wert. Aber ‚Für Verein und Vaterland‘ – das geht gar nicht, das ist Volksverhetzung!"

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    DerSchnitter_Maxx am

    Das bunte Umvolkungs-Experiment … ist auf ganzer linksversiffter Linie gescheitert – nur wissen es die-se geistesgestörten linken Pissnelken noch nicht ! 😉

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    Schön wäre ein Spiel gegen den FC St. Pauli.
    Es könnte zu einem ParadebeiSPIEL für den Kampf des Ostens gegen den dekadenten Westen werden.
    Problem: Der vom Establishment gepamperte Bonzen- und Antifaverein FC St. Pauli (Rot in braunen Hemden) spielt eine Klasse drüber.

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    Reichsbahner am

    Zitat: "Zuletzt hatte der Chemnitzer FC seinen Jens Frahn gefeuert"

    Der gute Mann heißt DANIEL!!! Soviel Zeit muss sein.

    Jens ist nur der Spahn(iel). 😉

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