Frankreich verfolgt Reporter, die Waffenexporte für Jemen-Krieg veröffentlichten

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Man kennt die grauenhaften Kriegsbilder aus Jemen: zerstörte Häuser, zerfetzte Körper, Verwundete und ca. 85.000 (!) verhungerte Kinder. Spender und Hilfsorganisationen versuchen das Schlimmste zu verhindern, das Saudi-Arabien, die Arabischen Emirate dort anrichten. Wer die Aggressoren mit Waffen versorgt? Unter anderem Frankreich und Großbritannien.

Mitte April fanden französische Investigativ-Journalisten heraus, in welchen Mengen Frankreich und Großbritannien militärisches Gerät an Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate verscherbelt haben. Waffen, die im Jemen-Krieg zur Anwendung kamen. Frankreichs Regierung unter dem neoliberalen Präsidenten Macron, der mit zunehmender Unbeliebtheit diktatorische Züge entwickelt, will sich von solchen Leakings anscheinend nicht das Geschäft versauen lassen. Seit der Berichterstattung, an der auch der deutsch-französische Sender Arte beteiligt war, wurde eiligst nach den verantwortlichen Reportern geschnüffelt.

Jetzt hat der Inlandsgeheimdienst DGSI drei Journalisten von Radio France und der Leakingplattform Disclose eine Stunde lang „interviewt“. Dieser Geheimdienst zählt Abwehr von Terror und Spionage zu seinem Aufgabenbereich. Der Grund des Verhörs: Besagte Reporter hatten als Beleg für ihre Behauptung geheime Dokumente des Militärgeheimdienstes publiziert. Für Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly steht samit fest: Disclose habe gegen sämtliche Gesetze des Landes vestoßen. Wer Verschlusssachen publiziere, mache sich strafbar.

Laut The Intercept zeigen diese Dokumente auch, wie arg Frankreichs Bevölkerung von hohen Politikern belogen und wie tief westliche Staaten in die kriegerischen Verbrechen im Jemen verwicklet sind. Die drei Reporter sollen beim Verhör die Aussage verweigert und sich stattdessen auf das Recht zum Quellenschutz berufen haben. Außerdem erklärten sie das Leaking zu einer Angelegenheit des öffentlichen Interesses.

Den Reportern drohen fünf Jahre Haft und 75.000 Euro Strafgebühr. – Leider findet dieser Vorgang in hiesigen Mainstreammedien kaum Erwähnung. Vor der EU-Wahl könnte der Wähler solche Leakings doch informativer finden als die Veröffentlichung eines zwei Jahre alten Suff-Videos aus  Ibiza.

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20 Kommentare

  1. Es wundert mich SEHR, dass der Völkermord im Jemen – auch in den sog. "alternativen Medien" – kaum thematisiert wird.
    Wenn aber ein einziges Kind eines illegalen Asylsuchenden (Alan Kurdi) bei der "Flucht" umkommt, dann füllt es weltweit die Lügengazetten. Ob da eine Agenda hintersteht? Gibt es Tote erster und zweiter Klasse? Wie viele Kinder müssen noch im Jemen sterben, ehe etwas passiert?
    Ich möchte Herrn Elsässer und sein Team aufrufen, das Thema Völkermord im Jemen zum Thema einer Extra-Sendung zu machen.
    Das wäre mir persönlich wichtiger als Wahlsondersendungen zur eher bedeutungslosen EU-Operettenparlamentswahl.

  2. "Die grauenhaften Kriegsbilder aus Jemen" gleichen aufs Haar den grauenhaften Bildern des "befreiten" Mossul. Nur in Mossul bombten Globalisten gegen den Islamischen Staat,da war das in Ordnung und nicht grauenhaft,stimmts ? Es ist link(s), bei Waffenverkäufen dem Verkäufer eine moralische Verantwortung anzulasten dafür,was der Käufer mit diesen Waffen macht.Das System nimmt ja schon private Waffenbesitzer in Haftung,wenn ihnen Waffen rechtswidrig e n t w e n d e d wurden. Mit dem Übergang des Eigentums an Waffen geht auch vollständig die Verantwortung dafür über,was mit diesen Waffen geschieht,basta!

    • Der Islamischen Staat; hab keine Lust Ihnen nochmal zu erklären wessen Baby das ist.

      • @ Sokrates am 25. Mai 2019 20:41

        Schmarrn. ???

        So, na dann mach Du uns den Erklärbär.
        Freue mich schon jetzt auf deine Mietmaul Staatspropaganda.

  3. Bitte mal thematisieren, auch wenn dieser Kommentar nicht zum Artikel paßt: Die AfD in Düsseldorf scheint kein Interesse an Wahlbeobachtung zu haben. Was ist da los? Ich habe meine Bereitschaft per Mail an Einprozent und AfD Düsseldorf gemeldet. Einprozent hat mir mitgeteilt, daß sie in Düsseldorf keine Wahlbeobachter koordinieren.
    Die AfD hat meine Mail intern weitergeleitet und das war’s. Ich habe noch mal angerufen und mir wurde ein Rückruf zugesagt, der ausblieb.
    In Düsseldorf kann man die AfD vergessen, keinerlei Wahlplakate. Was ist da los???

    • Doris Mahlberg am

      @ Eckard
      Was speziell in Düsseldorf los ist, weiß ich nicht, aber generell kann man die NRW-AfD vergessen. Ich wohne nicht weit von Düsseldorf und hier hat man inzwischen alle AfD-Wahlplakate heruntergerissen und zerstört. Obwohl man die Täter kennt, werden sie nicht belangt. Würde man ein Wahlplakat von der CDU oder SPD zerstören, bekäme man sofort eine Strafanzeige. Das kennt man ja.

      Auch ich habe in der Vergangenheit des öfteren wegen verschiedener Themen per mail die AfD kontaktiert, aber auch nie eine Antwort erhalten.

      • Zersetzen Unterwandert kontrolliert

        Habe gerade noch einen Versuch gegen die Renitenz des MDR gestartet:

        Kriminalität Anschlag auf Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt

        Wahlbetrug & Wahlmanipulation

        Verursacher?
        Der MDR höchstselbst?
        „London brennt! – Wann folgt endlich Berlin?“

        Oder warum werden die internationalen Auswirkungen hier im MDR tabuisiert

        —-
        Mal ohne den "umstritten" André Eminger und dessen 3. Weg Brüderchen Maik Eminger zu benennen.

      • Deswegen wäre es nicht verkehrt, wenn eine entschlossenere patriotische Organisation der AfD gerade im Westen Beine macht. Speziell in NRW müssen die Pretzellianer entmachtet werden wie auch die Vereinsmeier, die von der CDU gekommen sind. Und ich weiß, wovon ich rede, war da 6 Jahre in den 80ern Mitglied.

        Potential wäre schon da, denn wenn Höcke kommt, sind die Säle voll. Von einer AfD Düsseldorf oder Köln hört man nichts. Hier wurden nicht mal Plakate aufgehängt, während man von den Glubschaugen des Zyklopen Barley zermartert wird. An jeder Ecke hängt die (also die Plakate davon)

        Solches Desinteresse der Partei an den überzeugten eigenen Wählern demotiviert. Vielleicht liest das mal einer von denen, die es müßten.

    • Der Rückruf kam denn doch noch. Fazit: Gibt zu wenige Wahlbeobachter, um eine flächendeckende Beobachtung zu gewährleisten. Scheinbar scheint niemand bereit zu sein, nicht mal 3 Stunden im Jahr für die eigene Freiheit und Sicherheit zu investieren. Die Bunzelrepublik geht an der Dekadenz ihrer Bürger zugrunde.

  4. passt schon zur "Wertegemeinschaft" des paneuröpäischen Geistesadels

    # Julian Assange wegen Spionage zusätzlich angeklagt
    alles-schallundrauch.blogspot
    vor 1 Tag

    Wahlmanipulation … ich war zu lahm beim Antworten … drum hier:

    # Rezo rockt – Strache geht – Europa bebt | Mathias Broeckers

    Marina Weisband (die wo faktisch die Piratenpartei erheblich (mit-)-geschliffen hat)
    lächerlich
    # Renzo“ Youtube-Video hat mehr für Demokratie getan als viele staatliche Programme

    So kann man "Die Zerstörung der CDU" nur als Wahlmanipulation bezeichnen.
    # WAHLMANIPULATION: Rezo – Nur eine bezahlte Marionette? von SchrangTV

    Wahlmanipulation im Fall Strache
    # Ex-BND-Chef spricht von gezielter Wahlmanipulation – Freie Welt
    vor 4 Tagen – Man hat sich beim Strache-Video nachrichtendienstlicher Methoden bedient. Ex-BND-Chef spricht von gezielter Wahlmanipulation.

    Danisch.de » Rechtswidrige Rezo-Videos
    Mietmaul Rezo im Angebot

    • Teil1
      Vorsicht ! Das Video von Renzo ist eine Propaganda die als Anti-Propaganda getarnt ist. Goebbels Jupp haette es nicht besser machen koennen. Eine reine Wahlwerbung fuer die Gruenen und Linken. Und das hat nichts mit der AfD zu tun, denn die Gruenen hatten Regierungsbeteiligung und die Gruenen und Linken sitzen in Landesparlamenten. Aber; kein Wort der Kritik. Normalerweise haette Renzo mind. 6 Stunden ausschliesslich ueber die Unfaehigkeit Gruener Minister in den einzelnen Aemtern sprechen koennen. Als Weiterleitung dann noch den Uebergang der Gruenen von unten links nach oben rechts, womit jedem dann klar geworden waere, wie aus einer Umweltpartei ein merkelhoeriger Lobbyistenclub wurde. Die Klickzahl halte ich, genau wie damals bei Merkel, fuer in Rumaenien oder anderswo, gekauft. Wenn Renzo dann noch Michael Grandts Buch “Die Gruenen -Zwischen Kindersex, Kriegshetze und Zwangsbeglueckung” rezidiert haette dann ware die Aufklaerung ueber die Gruenen nahezu perfekt gewesen und kein Mensch wurde diesen gruenen politischen Muellhaufen beachten.

      • Teil 2
        Logisch, dass aus bekannten Gruenden niemand mehr CDU/SPD waehlen sollte. Aber die Gruenen und Linken erst recht nicht. Mit seiner Klimaanalyse ist Renzo voll in die Falle der Gruenen gelaufen. Ich bin der Meinung, dass wer die Antifa finanziert auch sowas wie Renzo finanziert. In jedem Fall haben die Finanziers vergessen, dass wenn man mit Dreck wirft selbst schmutzige Haende bekommt.

      • Hinter diesem Rezo steht die Vermarktungsgesellschaft Ströer, die das Nachrichtenportal t-online gekauft und in eines der übelsten Dreckschleudern umgewandelt haben. Die haben als größter Oligopolist fast die ganze Außenwerbung unter Kontrolle, schon allein deswegen gehört dieser Hetzkonzern zerschlagen. Aber die von linken Lehrern vollverblödeten Klimahansel und Klimagretel sind ja mittlerweile zu dumm, das Impressum zu lesen.

        Die Idee von Strache, den Mediensumpf radikal auszutrocknen, ist mehr als überfällig und beschränkt sich nicht auf die GEZ, sondern alle Kartelle müssen zerschlagen werden.

      • Wenn einer schon blau oder orange gefärbte Haare hat wie dieser Sascha Lobo vom Relotiusmagazin Spiegel ist ja schon äußerlich als Linksgrünversiffter erkennbar. Oder?

  5. Hans Hamberger am

    Vergessen Sie nicht, einen weiteren Verantwortlichen zu nennen: die VSA, welche zusammen mit der Saudischen Marine jeglichen Warenverkehr mit dem Jemen verhindert und somit direkt Mitschuld an der furchtbaren Hungerkatastrophe haben. Wie heißt es so schön? "Kein Krieg ohne den vereinigten Staaten"

    Und:
    Ferkel muss weg!

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