Fetisch & Verstümmelungen: So verstörend sind „Kindervideos“ auf YouTube (Video)

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Ein bizarres YouTube-Phänomen macht die Runde: Elsagate. Nach Disney’s Eiskönigin benannt, beschreibt es eine Flut scheinbar kinderfreundlicher Videos mit bekannten Figuren wie Spiderman oder den Minions, hinter denen sich gewalttätige, sexuelle und insgesamt zutiefst verstörende Inhalte verbergen.

Es soll Eltern geben, die ihre Kinder stundenlang vor dem PC oder Tablet abstellen, damit sie sich mit Kindervideos selbst beschäftigen. Was sich den unschuldigen jungen Menschen dabei ins Hirn fräst, ist schier unglaublich – siehe obiges Video.

Ein amerikanischer Blogger wies Anfang November erstmals auf die verstörenden Videos hin, die auf YouTube und dem Ableger YouTube Kids die Runde machen. Er beschrieb, wie computergenerierte Charakter sowie manchmal echte Kinderdarsteller! in den Filmchen mit Fäkalien spielen, Injektionen erhalten, Selbstmord begehen, lebendig begraben werden, Kannibalismus ausüben oder vergewaltigt werden. „Irgendetwas oder irgendjemand oder eine Kombination aus beidem benutzt YouTube“, schreibt er, „um Kinder systematisch Angst zu machen, zu traumatisieren und zu missbrauchen, automatisiert und in einem Maßstab, der mich zwingt, meine eigenen Ansichten über das Internet auf jeder Ebene zu überdenken.“

YouTube Kids

Der Joker pinkelt der Eiskönigin in die Badewanne… Screenshot YouTube via steemit.com

Manche der Videos wurde millionenfach angeschaut. Dahinter stecken in vielen Fällen Algorithmen, welche die billige Animation automatisch generieren.

The American Conservative kommentiert: „Es ist keine Überraschung, dass die Grotesken ihren Herstellern zig Millionen Klicks und Werbegelder generieren. Eltern, die sich darauf verlassen, dass der YouTube-Filter ihre Kinder vor unangemessenen Inhalten bewahrt, werden einen YouTube-Kanal aufrufen und ihn auf Autoplay stellen. Dann folgt ein Video auf das nächste. Sie fangen vielleicht ganz unschuldig an, doch wenn die Schleife loslegt, sickern dunklere Videos durch, wenn Mom und Dad nicht mehr im Raum sind.“

Seitdem die Öffentlichkeit langsam über die Videos informiert ist, nahm YouTube viele aus dem System und versprach, seine Prüfkriterien zu verschärfen. Angesichts des schieren Ausmaßes der geschaffenen Möglichkeiten, scheint das jedoch so gut wie unmöglich zu sein.

Für alle, die es nicht ohnehin bereits tun: Passen Sie auf, was Ihre Kinder im Internet tun – heute mehr denn je.

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Über den Autor

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Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

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