Fast die Häfte der Schweden und Dänen: „Nordische Union“ statt EU

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Eine linke Online-Zeitung fragte Bürger in Norwegen, Schweden und Dänemark: EU oder als Alternative eine kleinere Föderation nordeuropäicher Staaten? Das Ergebnis spricht für sich…

Die linke norwegische Onlinezeitung Klassenkampen (Klassenkampf) wollte wissen, ob nordländische Bürger lieber in der EU bleiben oder alternativ mit den Nachbarstaaten eine kleinere „Nordische Union“ bilden wollen. Die Zeiitung beauftragte das Meinungforschungsinstitut Sentino mit einer entsprechenden Umfrage in Norwegen, Schweden und Dänemark. Jeweils 1000 Personen pro Land wurden befragt.

Das Ergebnis wurde am 27. Juli in Klassenkampen publiziert: Fast die Hälfte aller Schweden (45 Prozent) und Dänen (47 Prozent) sagten, dass sie anstelle einer EU-Mitgliedschaft lieber mit ihren Nachbarn Norwegen, Finnland und Island eine „Nordische Union“ bilden würden.

36 Prozent der Dänen und 32 Prozent der schwedischen Befragten würden bevorzugt in der EU bleiben. Der Rest blieb unentschieden. (Übrigens: In Schweden fordert bereits die Partei der Schwedendemokraten eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU.)

In Norwegen hingegen stimmten nur 31 Prozent für eine Föderation der Nordländer, aber für eine Mitgliedschaft in der EU nur zehn Prozent. Hier will man lieber das aktuelle Modell des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) beibehalten.

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Bislang noch nicht befragt wurden Bürger in Finnland und Island.

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