Experte deckt auf: Mit Ökostrom zurück „in Richtung Mittelalter“

18

Politiker verkaufen die erneuerbaren Energien nicht nur als ökologischen, sondern auch als ökonomischen Segen. Beides beruht aber auf Fehlannahmen, wie ein bekannter Wissenschaftler jetzt aufzeigt.

Bei den Sondierungsgesprächen zur missglückten Jamaika-Koalition verkündete Umweltministerin Barbara Hendricks, dass die Abschaltung der Kohlekraftwerke auch ökonomisch von Vorteil sei: Durch die Einführung regenerativer Energien, die inzwischen 30 Prozent des aktuellen Strombedarf abdecken, seien 300.000 Arbeitsplätze entstanden. Die Braunkohlekraftwerke, für 20 Prozent unseres Stromverbrauchs zuständig, hätten nur 22.000 Menschen beschäftigt. Regenerative Energie als Jobwunder?

„Sie hat wohl nicht gemerkt, welche brisante Mitteilung sie hier veröffentlicht hat“, schreibt aktuell Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel, Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins Stromverbraucherschutz NAEB:

Die Ökostromanlagen haben 30 Prozent Anteil an unserer Stromerzeugung von 600 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Das sind 180 Milliarden kWh Ökostrom, für die mehr als 300.000 Arbeitsplätze erforderlich sind. Die Kosten eines Arbeitsplatzes kann man mit 50.000 Euro im Jahr ansetzen. Damit werden 600.000 kWh Ökostrom je Arbeitsplatz im Jahr erzeugt zu Lohnkosten von 7,3 Cent/kWh.

Die Braunkohlekraftwerke haben 20 Prozent Anteil an der deutschen Stromerzeugung. Sie produzieren also 120 Milliarden kWh im Jahr. Damit erzeugt jeder Mitarbeiter neunmal mehr Strom als die Ökostrom-Arbeiter, nämlich rund 5,5 Millionen kWh, zu Lohnkosten von 0,9 Cent/kWh.

Diese günstigen Kohlekraftwerke sollen nun stillgelegt werden, um noch mehr teuren Ökostrom dem Verbraucher aufzuzwingen.

Wenn Politiker die Braunkohlekraftwerke stilllegen wollen, heißt das laut Prof. Appel: preiswerte Stromproduktion gegen teure einzutauschen. Zum Glück aber habe dieser Austausch seine physikalischen Grenzen. Denn Ökostrom ist bekanntlich nicht speicherbar. Deshalb führen allzu günstige Wetterbedingungen (starker Wind und Sonnenschein) zur Überproduktion, die dann für schlappe 100 Millionen Euro entsorgt werden muss. Appels Fazit: „Die Effizienz der Ökostromanlagen ist blamabel. Sie sind ein Rückschritt in Richtung Mittelalter.“

Während die Deindustrialisierung Deutschlands voranschreitet, klingelt die Kasse bei den Profiteuren. In „Fakten gegen Hysterie“, dem COMPACT-Spezial zum Klimawandel, heißt es:

Versprochen ist versprochen und wird schnell gebrochen – das gilt auch für die Zusage Angela Merkels aus dem Jahr 2011, dass die EEG-Umlage nicht über den Wert von 3,53 Cent pro Kilowattstunde steigen werde. Mittlerweile hat sich die Umlage auf 6,88 Cent nahezu verdoppelt. Laut Berechnungen der Pro-Energiewende-Denkfabrik Agora, die von dem früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) geleitet wird, soll die EEG-Umlage 2018 zwar minimal auf 6,74 Cent pro Kilowattstunde (kWh) sinken, dieser Wert ist allerdings mit Prognoseunsicherheiten behaftet, so dass tatsächlich eine Bandbreite zwischen 6,6 und 6,9 Cent möglich wäre (siehe Infografik 1). Schon 2019 sieht Agora die Kosten wieder deutlich ansteigen – und zwar auf mehr als 7,5 Cent je kWh.

Wer vom Reibach profitiert, erfahren Sie in COMPACT-Spezial: „Klimawandel – Fakten gegen Hysterie“. Erhältlich im COMPACT-Shop.

Klima spezial

Über den Autor

Avatar

18 Kommentare

  1. Avatar
    Hans Hamberger am

    Ökostrom ist grundsätzlich nicht schlecht, nur haben wir intelligenzbefreite Vollknallpfosten im Paralament, die sogar die dringend notwendige Energiewende an die Wand fahren. Energie wird größtenteils importiert, ist endlich und die Verbrennung schafft hier im Lande schwere Schäden. Kohle wird überwiegend hier gewonnen, ansonsten sind die Nachteile noch stärker (wer schon etwas älter ist und die Zeit der Kohleheizungen erlebte, weiß was ich meine, dazu der Kohleabbau mit gravierenden Auswirkungen unter- und übertage.
    Da aber unsere Parlamentarier korrupte Lobbysäckel sind, zahlt der "Kleine Mann" die Zeche für eine hinten und vorn falsche Energiepolitik. Auch die GrünInnen kümmern sich zuerst um Kindersex, Deutschlandhasser, Schwuchtel, Drogen, und zuallerletzt um unser Land. >Vom Planlosen Energiechaos der "Regierung" ganz zu schweigen.

  2. Avatar
    Ketzerlehrling am

    Diese Überlegungen stellt der Verbraucher nicht an. Einmal kann er nicht, weil dazu das Wissen zu rudimentär ist, zum anderen, weil der Michel sein Vollkaskodenken, damit Vollversorgung ohne eigene Beteiligung, gwährleistet haben und seine Komfortzone nicht verlassen will. Neutrale "Experten" und damit weniger Lügen und mehr echte Infos gibt es hierzulande nicht mehr, Hinzu kommt die unsägliche Inkompetenz und Überforderung der einheimischen Möchtegernexperten, der Politik und der Wirtschaf/Industrie. Erneuerbare Energien, ja, aber man hätte dies von Anfang an, als man das EEG "strickte" und einführte, ganz anders aufziehen müssen. Aber wie immer geht es in DE nur um die Abzocke der Bürger und die Wirtschaft bzw. deren Gewinne und damit die vollen Taschen der Politiker. Die Umwelt oder gar die Menschen spielen gar keine Rolle, einzig noch Selbstdarstellerei.

  3. Avatar

    Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 und Luftschadstoffen ließe sich erheblich senken, wenn alle Ökofaschisten an mittelalterlichen Ausatmungszeremonien teilnehmen müssten.

    Tatsächlich gibt es nur ein Problem – zu viele Menschen – da wo ungehemmte Vermehrung stattfindet – aber nicht stattfinden darf.

    Darauf lassen sich alle Probleme reduzieren.

  4. Avatar
    Direkter Demokrat am

    Warum wurde die sogenannte Energiewende gemacht? Erstens, um die Deutschen abzuzocken. Zweitens, um die Hochtechnologieindustrie zu vertreiben (nach China). Drittens, um das Land durch die vielen unsäglichen und sinnfreien Windkrafträder und Sonnenkollektoren zu verunstalten. Also Fazit: Kein Geld, keine Industrie, kein Ackerland – die BRD ist abgebrannt! Danke Merkel!

  5. Avatar

    Nun könnte ein Medium, das selbst nicht zut Lückenpresse gehören möchte, natürlich auch erwähnen, dass Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel keineswegs ein Experte und angesehener Wissenschaftler ist, sondern hoch umstritten und allenfalls Anerkennung findet in Alternativkreisen.

    An welcher Univesität ist er eigentlich Professor? Ich konnte da nichts finden.

  6. Avatar

    Das ist eine Beleidigung für das Mittelalter! Denn damals gab es garkeinen Strom und niemand war per Anschluß- und Benutzerpflicht gezwungen, welchen zu kaufen! Auch der Zwang zur Mobilität entfiel und Mensch konnte Zeit seines Lebens in seinem Heimatdorf bleiben, wurde nicht gezwungen jeden Tag kilometerweit zur Arbeit zu fahren, dabei Energie zu verbraten.
    Auch ein Selbstversorger, der wirklich wie im Mittelalter leben möchte, darf das nicht! Man wird von Staats wegen dazu gewungen die "Segnungen" der Moderne anzunehmen und dafür zu BEZAHLEN! Wenn anderswo – z.B. in der Textilwirtschaft – massenweise Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, müssen die woanders eben wieder angeschafft werden …

  7. Avatar

    Öko Strom, die reinste Abzocke am Verbraucher.
    Windräder im Wattenmeer ohne Anbindung ans Netz.
    Schilda lässt grüßen.
    Interessant ist es , sich einmal die hochdotierten Poestchen zur Eigenversorgung bei den Betreiberunternehmen zu durchforsten.

  8. Avatar
    Herbert Weiss am

    "Damit erzeugt jeder Mitarbeiter neunmal mehr Strom als die Ökostrom-Arbeiter, nämlich rund 5,5 Millionen kWh, zu Lohnkosten von 0,9 Cent/kWh.! – Schööön! – Man kann es aber auch andersherum sehen: Öko-Strom schafft nach dieser Milchbuben-Rechnung neunmal soviel Arbeitsplätze. Warum versteift sich dieser kluge Professor so sehr auf die Lohnkosten und lässt dabei die anderen Faktoren außer acht?

    Wenn man 500 m nördlich von meinem Zuhause einige Windräder aufstellen würde, wäre ich davon zwar nicht gerade begeistert. Wenn man mir jedoch einen Umzug zumuten würde, weil man unter meinem Heimatort ein Braunkohlevorkommen entdeckt hat, wäre für mich endgültig Schluss mit lustig. Oder wenn man auf die Idee käme, hier, am südwestlichen Rand Berlins ein Atomkraftwerk zu errichten. Den Difluid-Reaktor halte ich zwar durchaus für ein diskussionswürdiges Projekt, nicht jedoch die altertümlichen Meiler, bei denen man im Falle eines Falles beten muss, dass die Notkühlsysteme nicht versagen.

  9. Avatar
    Volker Spielmann am

    Ein Wort zum Strom aus Wind und Sonne

    An sich wäre der Gedanke, unseren deutschen Strombedarf mit Strom aus Wind und Sonne zu denken, recht reizvoll. Beide Sachen sind im deutschen Rumpfstaat verfügbar und müssen nicht von Außen eingeführt werden, mit ihnen könnte also die volkswirtschaftliche Selbstgenügsamkeit unseres deutschen Vaterlandes beträchtlich gesteigert werden. Daher gibt es einem durchaus zu denken, daß die hiesigen Parteiengecken unsere deutsche Stromversorgung auf Wind und Sonne umstellen wollen. Denn diesen willfährigen Handpuppen des VS-amerikanischen Landfeindes ist die Selbstgenügsamkeit ganz und gar fremd und stets strampeln sie sich ab, um die deutsche Volkswirtschaft vom Welthandel immer stärker abhängig zu machen. Wie diese überhaupt noch nie etwas zum Nutzen unseres deutschen Volkes getan haben. Es muß hier wohl irgendwo ein Pferdefuß versteckt sein und daher sind wohl einige Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien nach deren Sturz geboten, um sich hier Klarheit verschaffen zu können.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  10. Avatar
    Heidrun Bauer am

    Und was ist mit der Mehrwertsteuer-"Umlage"? Die ist genauso hoch wie die Umlage-Förderung von Windenergie und wie die reinen Betriebskosten von Windenergie ab Anlage: alle drei Posten jeweils rund 6 bis 7 Cent pro Kilowattstunde, also insgesamt rund 20 Cent. Weitere rund 12 Cent entfallen auf Fernleitungskosten (die hohe Strom-Verluste mit sich bringen) und Werbung. Kraftwerke, auch Windkraftwerke, gehören dorthin, wo der Strom gebraucht wird, aber nicht weit hinaus aufs Meer.

    Weil heimische Kohle mit einem hier genannten Anteil von 20% den Gesamtbedarf nicht deckt, ist es patriotische Pflicht, weitere Energiequellen bereitzustellen. Die Dreck-"Spiegel"-Schmierfinken mit ihrer "Verspargelungs"-Hetze leisten keinerlei Beitrag zur Energiebereitstellung. Eine radioaktive Verseuchung unserer in den Kriegen feindlich stark beschnittenen Heimat durch Atomhavarien können wir uns nicht zumuten, zumal die auf Jahrhunderttausende abzuzielende Strahlenmüll-Abfallfrage nicht geklärt ist.

  11. Avatar

    Mit dem Ökostrom in Richtung Mittelalter passt doch gut zusammen mit der Islamisierung Deutschlands, denn auch hier geht es zurück ins Mittelalter. Man denke nur an die Scharia, denn die ist, gemessen an den Errungenschaften unserer bislang fortgeschritten geglaubten Zivilisation inklusive Demokratie, ein Riesenschritt zurück ins Mittelalter.

    Da kommt doch glatt der Verdacht auf, dass das auch der Sinn Islamisierung Deutschlands ist. Fahrverbot für Autos? Elektroautos nur für die Superreichen?Ja, und was dann? Für das Volk wieder zurück zum Pferdefuhrwerk und zu Schusters Rappen? Das Ganze nur mal so auf die Schnelle in den logisch kompatiblen Zusammenhang gestellt.

    So etwa wird es aussehen, wenn wir Deutschen die Islamisierer in Deutschland weiter an der Abschaffung unserer Demokratie wursteln lassen.

    Wer Islamisierung sagt, meint Scharia und wer Scharia meint und sagt, ist ein Anti-Demokrat. Dieser Widerspruch ist so offensichtlich, dass er keiner weiteren Kommentierung mehr bedarf.

  12. Avatar

    Passt doch zusammen Pferdekutschen – Mittelalter – Grüne und Steinzeit Religion des Friedens!!!

  13. Avatar

    Zuletzt werden dann die Plumpsklo’s verboten. Zu energieaufwändige
    Entsorgung von Fäkalien.

    Grüne Kinderschänder konsequent entsorgen, empfehle Rädern oder
    ökologisch wertvolles Einmauern.

    Die Energiewende wird kommen, ohne Grüne, ohne Dumme, ohne
    Nichtskönner, einfach durch gute Ingenieure.

    Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

  14. Avatar
    Harald Kaufmann am

    Na ja, Ökostrom von Windmühlen, es sollen 30% sein, wie man liest. Ich rechne mal auf 100% hoch. Wetten dass man vor lauter Ökoschreddermühlen und Vogelvernichter keinen Wald mehr sieht? Ein dreifach Hoch, für die Ökopharisäer und Vollidioten.

    • Avatar

      So kann es auch gesagt werden, man fahre nach Fehmarn !
      Die Natur der Insel ist versaut, habe im Wald in dreißig Jahren
      nur einmal eine Horde Ökos gesehen. Die haben für die Natur
      keine echte Begeisterung.

      Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

  15. Avatar
    Heiko Stadler am

    Ich schlage vor, jedem Grünen einen Heimtrainer mit Stromeinspeisung ins Wohnzimmer zu stellen. Diese Art der regenerativen Energieerzeugung hätte einen doppelten Nutzen: Die Grünen sind mit Strampeln beschäftigt und können so keinen Unsinn machen und ganz nebenbei bekommen wir billigen Strom.

  16. Avatar

    Es war immer von Vorteil, rechnen zu können. Dies gehört nicht zu dem Grundkenntnissen grüner Haschischkonsumenten. Nothing, nada.

  17. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Wir müssen uns doch den Schwellen- und Dritte-Welt-Ländern anpassen … denn nur so geht’s zurück in die Zukunft – oder ?

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel