Ex-WDR-Journalistin packt aus – über Medien, Meinungsmache und Verschweigen

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Als die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann im Januar 2016 in einem Interview die Berichterstattung deutscher Massenmedien zur Flüchtlingspolitik als zu regierungsfreundlich beschrieb, kam sie in Teufels Küche: Der Sender stritt alles ab, die Mainstream-Presse zog über sie her, Kollegen schneiden sie seitdem. COMPACT hat mit ihr darüber gesprochen.

Es folgen Auszüge aus dem Interview, das Sie in COMPACT 10/2017 vollständig lesen können. COMPACT 10/2017 gibt es jetzt im COMPACT-Shop und am guten Kiosk. Wo genau, erfahren Sie hier. Abonnenten erhalten das Magazin zuerst! Jetzt hier das COMPACT-Abo sichern.

COMPACT: Frau Zimmermann, Sie haben über 20 Jahre für den Westdeutschen Rundfunk gearbeitet. Vorneweg: Wie sind Sie zum Journalismus gekommen, und ist er noch das, was er einmal war?

Zimmermann: Ich bin in den Niederlanden aufgewachsen, habe dort auch Abitur gemacht und wusste schon mit 12, dass ich mal Journalistin werden will. Damals habe ich für die Schülerzeitung meine ersten Texte geschrieben. Mit 16 Jahren konnte ich erste Erfahrungen bei einer Tageszeitung sammeln, später studierte ich Journalismus in München, und nach einem Praktikum in Washington habe ich für verschiedene Zeitschriften gearbeitet, unter anderem für die Illustrierte Gong und für Avenue in den Niederlanden.

COMPACT: Damals gab es noch kein Onlineangebot und eine große Meinungsvielfalt im Printbereich…

Zimmermann: Als ich angefangen habe, war der Anspruch an uns Journalisten sehr hoch. Gleichzeitig gab es aber weniger Druck, viel mehr Zeit wurde in Recherche investiert, da wurde geprüft und nochmal geprüft. Heute wird kaum noch richtig recherchiert. Da werden Pressemitteilungen der Bundesregierung kritiklos übernommen.

Generell ist Kritik an der Regierung viel zu selten geworden, das Bundespresseamt beantwortet auch keine kritischen Fragen mehr, da wird dann aber auch nicht nachgehakt. Abgesehen davon gibt es einen gewissen Druck von oben auf die Journalisten, sich anzupassen, indem ihre Themen von Sendern einfach nicht eingekauft werden. Als WDR-Reporterin, wie ich eine war, ist man da total abhängig…

COMPACT: Beim Thema Asylpolitik haben Sie kritisiert, dass Sie und ihre Kollegen «angehalten» worden seien, «eher positiv» zu berichten.

Zimmermann: Die Willkommenskultur wird doch bis heute abgefeiert. Nach wie vor wird kritiklos über Merkel und ihre Politik berichtet. Ich kenne mich in der arabischen Welt sehr gut aus, war 15 Jahre lang mit einem Marokkaner verheiratet, habe Reportagen gemacht, unter anderem in Dubai, Marokko und im Oman, habe in den 1990ern über die Flüchtlingspolitik in Frankreich und England berichtet, war im Flüchtlingslager Sangatte bei Calais.

Mein jetziger Lebensgefährte ist ein Grieche, der im Irak aufgewachsen ist. Ich kenne die Verhältnisse in diesen Ländern also aus erster Hand und muss sagen: Über viele Dinge wird gar nicht berichtet, teils aus Unkenntnis, teils aus Faulheit oder eben Opportunismus.

COMPACT: Können Sie ein Beispiel nennen?

Zimmermann: Ich habe einen guten Bekannten, der in Monaco lebt. Ein schwerreicher Deutscher. Der erzählte mir, dass im nahegelegenen italienischen Grenzort Ventimiglia, der letzten Stadt vor der französischen Grenze, jeden Tag tausende Flüchtlinge in Richtung Deutschland durchgeschleust werden. Oft reisen auch afrikanische Frauen als Prostituierte mit. Darüber berichtet keiner.

COMPACT: Wahnsinn. Das habe ich noch nie gehört.

Zimmermann: Das ist Tatsache, wird aber nicht berichtet. Übrigens: In jedem Asylbewerberheim in Deutschland gibt es Prostituierte, das ist ganz normal. Es gibt aber noch weitere Beispiele. Kürzlich sprach ich mit einem italienischen Anwalt, der mir sagte: Die Geheimdienste in Deutschland und den Niederlanden wissen seit Monaten, dass deutsche Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer mit Schlepperorganisationen kooperieren.

Das ist eine superspannende Geschichte, denn schließlich geht es bei der Asylindustrie um Milliarden, doch keiner recherchiert das. Oder Syrien: Es gibt dort Gegenden, in denen noch kein Tag Krieg war. Wohlhabende Syrer denken gar nicht daran, nach Europa zu kommen. (…)

Ende der Leseprobe. Das Interview können Sie in COMPACT 10/2017 vollständig lesen. COMPACT 10/2017 gibt es jetzt im COMPACT-Shop und am guten Kiosk. Wo genau, erfahren Sie hier. Abonnenten erhalten das Magazin zuerst! Jetzt hier das COMPACT-Abo sichern.

Interview: Marc Dassen

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10 Kommentare

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    Volker Spielmann am

    Von der hiesigen Lizenzpresse

    Während die marxistischen Tyrannenknilche in Ostelbien ihre Anmaßung, nach dem Vorbild ihrer russischen Meister, reichlich gewaltsam gestaltet haben und deshalb auch vom Volk gestürzt worden sind, ist es den VS-Amerikanern gelungen für ihre Handpuppen im deutschen Rumpfstaat den Eindruck von Volksherrschaft und Freiheit zu erwecken. Ein wesentlicher Teil dieses Trugbildes ist die angebliche Pressefreiheit. Wir wollen nun einmal nicht das grundsätzliche Faß aufmachen, daß die Strafbarkeit bestimmter Meinungen, als sogenannte Hetze, diese sehr viel wirksamer zu unterdrücken vermag wie jede Zensur. Sondern darauf hinweisen wie die VSA, nach dem Sechsjährigen Krieg, durch die Vergabe von Lizenzen und Geldern sichergestellt haben, daß alle großen Zeitungen und vor allem der sogenannte öffentlich-rechtliche Rundfunk nur in ihrem Sinn berichten. Dies ist dem Volk lange nicht bewußt gewesen, da die Interessen der VSA identisch mit denjenigen Deutschlands dargestellt werden.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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    "Obergrenze für Flüchtlinge? Mehrheit der Deutschen laut YouGov-Umfrage dafür" (veröffentlicht auf GMX)
    Zitat:"In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unterstützten 56 Prozent die Forderung der CSU, eine konkrete Zahl im neuen Koalitionsvertrag zu verankern. Nur 28 Prozent sprachen sich dagegen aus."
    "Die CSU fordert die Aufnahme von höchstens 200.000 Flüchtlingen pro Jahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine solche pauschale Festlegung klar ab – Grüne und FDP auch.
    Laut YouGov-Umfrage sind 55 Prozent der Unions-Wähler für die Obergrenze und 36 Prozent dagegen.
    Die größte Zustimmung für die Begrenzung des Zuzugs gibt es aber bei den AfD-Anhängern mit 96 Prozent und bei den FDP-Wählern mit 69 Prozent.
    Von den SPD-Wählern befürworten immerhin noch 54 Prozent die Obergrenze, und selbst von den Anhängern der Linken ist jeder Zweite dafür.
    Nur im Lager der Grünen lehnt eine Mehrheit von 60 Prozent die Obergrenze ab, während 26 Prozent dafür sind."

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      Die Mehrheit der deutschen ist für eine Obergrenze, die Mehrheit der Parteien (CDU,SPD,FDP,Grüne) dagegen. Ergo: egal wie die neue "Regierung" aussieht, so wird diese doch auf jeden Fall gegen das wählende Volk "regieren".
      Die zuvor aufgeführten Zahlen, Daten, Fakten sollten nun auch den letzten deutschen Michel hinterm Ofen hervorlocken und zum Nachdenken und Handeln bewegen.

      Erstaunlich was jetzt nach den Wahlen, jetzt, da man nichts mehr ändern kann, alles veröffentlicht wird (werden darf).

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    Dolores Winter am

    Ich glaube Frau Zimmermann jedes Wort. Die Bewohner von westdeutschen Großstädten sollten einmal ihre persönlichen Erlebnisse mit Zuwanderern abgleichen mit dem Bild das uns fast alle TV-Sender, Presse und Funk täglich vorgaukeln und aufdrängen. Sogar Personen, die nie die AFD wählen würden, spüren, dass es keinen Journalismus mehr gibt und wir in eine Meinungsdiktatur schlittern.

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    Marques del Puerto am

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bitte nehmen Sie Abstand vom Asylwahnsinn ab 2015 . Natürlich den hat es gegeben aber räcken Sie mal selber aus auf wie viele Illegale wir seit dem Schengener Abkommen haben. Nach Deutschland Illegal eingereiste Personen pro Monat beträgt die Dunkelziffer von 800 bis 1200 Personen seit offene Grenzen einladen. Genaue Zahlen gibt es keine und berichten möchte darüber auch lieber niemand.
    Glücksritter aus allen Ländern der Erde sind hier gestrandet und suchen gutes arbeitsloses Einkommen.
    Wenn die Bayern nüscht können dann aber drei Dinge funktionieren , Kühe melken, Weißbier saufen und Schleierfahndung durchführen und das Harrgottsakra mit Recht !
    Liebe Compactären , fragen Sie mal die Ganzjahreskostemierten auf der A 72, A9 und A93 mal was sie so alles hops nehmen.
    Natürlich wird man Ihnen erstemal was von Graspredigern und Christel Fans vertellen und wenn Sie energisch beständig nachfragen auch die Wahrheit über geschmugelte Personen ohne Papiere.
    Machen Sie sich aber keine Hoffnung, die werden nicht gezählt oder aufgeführt direkte Anweisung aus Minga !
    Deutschland in dem wir alle glücklich gut und noch mehr gerne leben…. ick freu mich woha…

    Mit besten Grüssen
    Ihr Marques

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    seit gar nicht langer Zeit gibt es "Kaderschmieden" für Journalisten, ich meine drei in Deutschland, in Hamburg, München und noch eine. Die Renommierteste ist die Henri-Nannen-Journalistenschule. Noch vor 10 Jahren reichte ein Germanistik-Studium, aber die Zeiten sind längst vorbei. Die Berufsanfänger werden mit allen Raffinessen auf Linie gebracht. soll heißen "auf Linie" waren die natürlich schon vorher, aber es wird bis zur Perfektion gelernt wie mit Bleistift und Tastatur umzugehen ist. Das wird mit einem riesigen Aufwand betrieben, man scheut dabei keine Kosten und Mühen.

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    Das ist nichts neues , wie Staat,Kirche und Medien die Menschen verarschen , uns vorschreiben Ihre Luegen glauben zu muessen.

    Goebbels haette wirklich das falsche Jahrhundert erwischt.Er waere bestimmt bemueht der Fuehrerin noch besseres zu liefern.

    Es graut einem,was noch alles kommen wird.

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    Karl Blomquist am

    „Jeden Tag werden tausende Flüchtlinge in Richtung Deutschland durchgeschleust“
    Schätzungsweise ab November geht es richtig los

    Massenüberfälle auf Wohnhäuser, rund um die Uhr Straßenraub sowieso, das Schlachten beginnt im großen Stil wie von der Besatzungsmacht gewollt, die Polizei versucht nur noch ihre Wachen zu verteidigen soweit noch möglich, die Ordnung bricht zusammen, dann die Versorgung, tägliche Raubzüge aus den mohammedanischen Stadtvierteln aufs Land etc. Die verschärfte Destabilisierungsphase beginnt noch vor Ende des Jahres. So ist es jedenfalls geplant.
    Bis zum 24. September hatten Merkels Gäste ja Anweisung, sich einigermaßen zu zügeln. Aber nun sind die Wahlen vorbei. Täuscht der Eindruck oder lässt man Merkels Gäste schon jetzt langsam von der Leine? Die nächste Flutungs-Rakete wird nach den Wahlen in Österreich (15. Okt.) gezündet, aber innerhalb der grenzenlosen BRD brauchen die Betreiber des Großen Austausches schon jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Eine Frage der Zeit bis dies zu allen Goldstücken durchsickert. Seid auf der Hut!

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    Der Druck, der 2015 und 2016 von den Handlangerns der Flüchtlings- oder eigentlich: BESIEDLUNGSpolitik auf die Angestellten und Mitarbeiter der jeweiligen Institutionen und Redaktionen ausgeübt wurde (‚Helfen‘ oder ‚Nazi‘), war so enorm, dass er einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen hat.
    Kaum einer wagte damals aufzumucken, und wenn, dann wurde er stigmatisiert, isoliert und sogar mit Berufsverbot bedroht.

    All die Feiglinge der CSU, die jetzt einen auf hart-konservativ machen, sollen sich abgrundtief schämen.
    Das Vertrauen in diese Falschredner ist längst aufgebraucht.

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