EU-Kommission will Glyphosat-Zulassung mit neuer Taktik durchboxen

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Wieder einmal beweist die EU-Kommission, dass ihr das Wohlergehen europäischer Bürger egal, das Wohlergehen großer Konzerne aber umso wichtiger ist. Aktuelles Beispiel: Glyphosat. Keine Zulassung für weitere zehn Jahre? Wie wärs dann mit fünf Jahren? Oder mit sieben? 

Die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat läuft im Dezember aus. Die EU wollte eine zehnjährige Verlängerung erreichen, aber Länder wie Frankreich stellten sich quer. Denn laut der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) in Lyon steht das Herbizid des US-Konzerns Monsanto unter Verdacht der Krebserregung.

Die EU antwortete mit einem Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), wonach der Krebsverdacht sich bei Glyphosat als falsch erwiesen habe. Leider stellte sich heraus, dass die wichtigen Passagen daraus via Copy & Paste aus einer Monsanto-Studie übernommen wurden. Unbedenklichkeits-gutachten direkt vom Hersteller… (COMPACT berichtete)

Die Brüsseler Abstimmung am vergangenen Mittwoch über die zehnjährige Verlängerung endete in einer Resolution des EU-Parlaments, die ein endgültiges Aus für Glyphosat bis 2022 fordert. Also in fünf Jahren. Daraufhin schlug Jean Claude Junckers Kommission vor, einer Zulassung für weitere fünf bis sieben Jahre zuzustimmen.

Auch das dürfte sich als schwierig erweisen, da beispielsweise Frankreich den Ausstieg in spätestens drei Jahren gestemmt haben will. Deutschland zeigt sich in dieser Frage übrigens unentschlossen. Mitte Dezember läuft die Zulassung für Glyphosat aus. Danach würde automatisch ein Verbot in Kraft treten. Darum müssen die Mitgliedsstaaten bis zum 9. November eine Einigung erzielen, sonst geht die Entscheidung an die EU-Kommission.

Die würde natürlich zugunsten von Glyphosat entscheiden. Dennoch möchte sie diese Situation möglichst vermeiden. Denn sie weiß, dass die Öffentlichkeit ihr in diesem Falle die Alleinschuld zuschreiben würde. Und das zu Recht.


Hintergrund-Infos zum Monsanto-Konzern lesen Sie in COMPACT 1/2014 – hier downloaden

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18 Kommentare

  1. DerSchnitter_Maxx am

    So kann man klar erkennen und ohne Umschweife feststellen und gewahr sein, dass die(se), nichtsnutzige, nutzlose, heuchlerische, EU-Kommission … das reinste Gift für Europa ist und nur den kapitalistischen Interessenn … des nimmersatten Establishments, wohlgesonnen und gewogen sind. Warum? Weil sie in Gänze davon partizipieren – und es ihnen fortführend (weiter) ihre Postionen sichert … nicht mehr und nicht weniger. Alles andere wird dementsprechend (nur) als nachrangig, nebensächlich und allerhöchstens sekundär (oder gar nicht) in Betracht gezogen und auch so behandelt ! Wie ich in einem anderen Kommentar schon einmal anmerkte … sind es nichts weiter als Polit-Filzläuse, welche sich nur im Filz des Establishments wohlfühlen und auch nur so (weiterhin sehr gutexsistieren können

    • DerSchnitter_Maxx am

      SRY – aus Versehen auf den Kommentarbutton gekommen …
      Die letzte Zeile sollte – … im Filz des Establishments wohlfūhlen
      und auch nur so (weiterhin sehr gut) existieren können. – lauten !

  2. Uns wird ständig gesagt wie wichtig der Umweltschutz ist und dennoch sind es genau jene die den Schutz der Umwelt fordern die die Umwelt zerstören – durch umweltgifte auf den Feldern, durch Frakking, die ausbeutung der Länder und ihrer Rohstoffe. Man raubt dem Armen noch das letzte bißchen was sie haben, ihr eigenes Wasser wird ihnen teuer verkauft und auch die Narung wird minderwertiger und ungesünder – heuchlerbande allesammt. Und nun will die EU doch wieder etwas zulassen das die Insekten, darunter Wertvolle bestanteile unser heimischen Insekten, wie Bienen und andere für die umwelt wichtigen(nützliche) Insekten – vertilgen.
    Ihre Logig schein zu sein,, wenn man etwas Bewahren will und dabei noch abkassieren möchte, dann muß man es vorher Kapputt machen und sich dann als Retter hinstellen.

  3. Rechtsstaat-Radar am

    Die CDU sollte umgehend Merkel mehrfach über jeweils eine halbe Stunde unter einem Dauerregen von Glyphosat duschen. Wenn sie danach Verbrecherin-Merkel noch immer nicht aus ihren Reihen entfernen kann, ist das Zeug wirkungslos und kann die Glyphosat-Zulassung abgenickt werden.

    CDU verrecke!

    Pro gloria et patria!

  4. Andreas Walter am

    Glyphosat? Ach so, Roundup. Das wahrscheinlich berühmteste Unkrautbekämpfungsmittel der Welt. Von der von ********* gegründeten Firma Monsanto, die ihr erstes(?) Geld noch in den Südstaaten zu Zeiten der Sklaverei verdient haben (ist kein Gerücht, ich habe es vollkommen unabhängig von David Duke selbst entdeckt bei meiner Beschäftigung mit der Sklaverei in der Landwirtschaft auf dem amerikanischen Kontinent). Ob das aber heute noch eine Rolle spielt weiß ich nicht, dazu müsste ich die Struktur und Anteile der Aktionäre genauer untersuchen, also die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse. Welche natürlich nicht selten komplex sind, Aktien aber neben Spekulation und Vermögenstransfer/Enteignung genau dazu dienen, nämlich der Verschleierung der wahren Eigentumsverhältnisse.

    Auf jeden Fall aber geht es um sehr viel Geld, und da hört die Freundschaft ja bekanntlich so oder so auf, beziehungsweise, beginnt die Korruption.

    Allerdings ist es tatsächlich ein sehr wirksames Unkrautbekämpfungsmittel das unteranderem dabei hilft, 7,5 Milliarden Sklaven möglichst billig zu ernähren, ohne die all diese phantastischen Reichtümer einiger Wenigen gar nicht möglich wären. Das Prinzip bleibt also immer das Gleiche, egal ob im 18. oder im 21. Jahrhundert.

  5. Wesentlich schlimmer sind die Auswirkungen, die Glyphosat in der Natur auslöst! ich erinnere hier an das Insektensterben, auch bei Bienen und Schmetterlingen, in Folge geht auch die Vogelpopulation zurück!
    Nur weil Menschen zu faul sind, Wildkräuter zu jäten und zu geizig diese Arbeit zu bezahlen, wird die Natur zerstört. Jahrtausendelang hat das funktioniert, sogar als erheblich weniger Menschen auf dem Planeten lebten, dafür gab es auch weniger Schmarotzer!
    Es wurden in den letzten 2 Jahren genug gering qualifizierte Leute ins Land gelassen, die man alle als landwirtschaftliche Hilfskräfte z.B. zum Jäten einsetzen könnte! Die Arbeit könnten sie interlektuell bewältigen, wären sinnvoll beschäftigt und brauchten nicht vor lauter Langeweile auf dumme Gedanken kommen, hätten zu wenig Freizeit, um sich radikalisieren zu lassen.
    Nur die Chemiebosse, die sich schon vor 150 Jahren vorgenommen hatten, sich den Planeten zu unterwerfen, hätten das Nachsehen!
    Top: Gartencenter bieten die Sch… sogar für Laubenpiper an!

  6. Michael Höntschel am

    Offensichtlich will man alle Möglichkeiten der Bevölkerungsregulierung nutzen. Die Karriere einiger EU-Politiker ist möglicherweise an eine weitere Zulassung dieses Mittels, welches manche Menschen als Gift verstehen, gebunden. Bei konsequentem Einsatz der Chemikalie kann ja auch der gewöhnliche Sterbliche der Wirkung nicht entgehen (oder heißt das entkommen). Aber vermutlich wird ja noch an anderen Mitteln geforscht, um unsere Gesundheit, unsere psychische Verfassung, unsere körperliche Leistungsfähigkeit und unser Denken zu beeinflussen. Übrigens beim ersten Einsatz von Giftgas im zweiten Weltkrieg waren auf einen Schlag 5000 Menschen tot. Der „Wissenschaftler“, der diese Chemikalie entwickelte, ließ es sich nicht nehmen, den Erfolg seiner Forschung vor Ort in Echtzeit zu überprüfen. Heißt, wer die Mär von der Ethik der Forschung noch glaubt, ist ein weishaariges Kind.

  7. Die EU Komission, die momentan ihr Unwesen treibt, ist das Gegenteil von Demokratie. Sie konnte entstehen, weil kleine (halbdemokratisch gewählte) Politiker wie die von der Leyen tatsächlich dachten: Prima, allen Unsinn, den ich in meinem provinziellen Wählerkreis nicht nicht durchkriegen würde, das ermöglicht mir jetzt die EU und sie alle ermöglichten eine Regierung ganz weniger Großunternehmen und Banken, einschließlich Gerichtshof und Gelddruckpresse.
    Bayer kauft Monsanto. Herrlich.

  8. Herbert Weiss am

    Jahrtausende kam die Menschheit ohne Pestizide und ähnlichen Giftmüll aus. Wie lange wird sie wohl ohne Bienen zurechtkommen?

    Ich (Jg. 1953) kann mich noch gut an die Verheißungen der Fortschrittsproheten grüherer Jahrzehnte erinnern. Danach müsste die Menschheit längst in paradiesischen Verhältnissen leben. Warum sollten wir jetzt Monsatano und Konsorten glauben?

    Das Elend wird uns vielmehr erhalten bleiben und irgendwann in einer großen Apokalypse enden. Wenn nämlich mehrere Katastrophen zusammenkommen. Die Büchse der Pandora ist prall gefüllt.

    Gute Nacht!

  9. Compact-Freunde unterstützen seit Jahren den Aufbau der AfD. Nun hat die AfD Gelegenheit, öffentlichkeitswirksam deutschfreundlich aufzutreten und das Verbot des Glyphosat zu fordern. Warum hat sie es nicht längst getan, spätestens bei der ersten Gelegenheit, sich im Bundestag zu äußern?

    So hätte die erste Rede eines AfD-MdB beginnen sollen: "Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kanzleramtliche Zugrunderichtlinien ruinieren den Orient und die Ukraine auf maximal ausländerfeindliche Unart. Kanzleramtliche Zugrundrichtlinien vergiften die Deutschen grenzenlos ideologisch, genetisch und nun obendrein chemisch! Dort macht sie sich breit (auf Merkel zeigend), die grenzenlos multikriegerische Gorgone! Vor das Gericht mit ihr! Polizisten, nehmt diese Merkel fest! Und nun beantrage ich die sofortige Abstimmung über ein Glyphosatverbot! Der Giftspritzerei, nun sogar auf Weideflächen, wie soeben aufgedeckt von der betroffenen Bergbauernmolkerei, muss jede Möglichkeit der Wiederholung entzogen werden. Die AfD arbeitet nur mit Fraktionen zusammen, die mehrheitlich jeden weiteren Glyphosateinsatz und sonstige Völkervergifterei ablehnen."

    Von einer Partei, die deutschfreundlich sein und "die Etablierten im Bundestag vor sich hertreiben" will, wie ein leitender AfDler im Wahlkampf gesagt hat, ist zu erwarten, dass sie das hinsichtlich des aktuellen Glyphosatskandals Versäumte schnellstens nachholt.

  10. Konservativer Lösungsvorschlag: Glyphosat verbieten und den Kindern in den Dorfschulen rund um die Felder täglich 2 Stunden eher frei geben und dann raus zum Unkrautrupfen. Wie in England zwischen 1894 und 1901. Das ist gesund!

    Literatur: Ronald Fisher: "Studies in crop variation."

    • Warum Kinder arbeiten lassen? Mutti hat doch jede Menge Fachkräfte ins Land geholt, die nur auf dumme Gedanken kommen, weil sie keine Beschäftigung haben.

  11. Werner Wolff am

    Wir haben es erlebt: bei TTIP und bei CETA und wir sehen es nicht zuletzt bei Nordstream 2, dass es einzig und allein um die Durchsetzung der Interessen der USA-Konzerne geht. Dafür machen ihre westeuropäischen Ableger in CFR, Atlantik-Brücke usw. im Interesse der USA mobil und Politik. So läuft das hier.

    Man will uns einreden, der nationale Kapitalismus muss durch einen anderen, das Nationale negierenden humanen Kapitalismus ersetzt werden, damit Frieden und Ordnung in der Welt herrschen. Aha!

    Das Ganze hat nur einen entscheidenden Webfehler, nämlich den, Kapitalismus zu bleiben. Das ist sein Wesen, alles drumherum ist Erscheinung. Der Kapitalismus befand sich noch nie im Einklang mit den Interessen der Mehrheit der Menschen, dafür aber immer im Profitinteresse einer Minderheit.

    Glyphosat befindet sich ebenso im Einklang mit den Profitinteressen der Konzerne wie die Chlor-Hühner bei TTIP. Beides gibt uns schon mal einen Vorgeschmack auf den „neuen“ Kapitalismus oder recte: Katastrophe.

    • 0ptimist und Querdenker am

      Ach ja Herr Wolff und was hatte der Kommunistendreck für Profitinteressen, abgesehen von 150 Millionen Toten?

      Sie Schauspieler, weshalb kommen Sie hier mit der Kapitalismuskeule, obwohl Sie ganz genau wissen, wer die beiden faschistoiden Systeme installierte und ich meine zu wissen, ja es waren die "Krummnasen" und nur die machen Profit!!

  12. Täglich lesen wir Meldungen über das Insektensterben und den dramatischen Populations-Rückgang von Vögeln und Bienen. Über die Auswirkungen von Glysophat für den Menschen hält man sich allerdings bedeckt.
    Das ist aber noch nicht alles, mit dem wir aus Profit-und anderen Interessen beglückt werden. Nitratbelastung der Böden und des Grundwassers, immens steigende Werte von Aluminium in der Luft und im Regenwasser werden verniedlicht oder als Verschwörungstheorie abgetan. Stattdessen werden Kohlendioxid und Feinstaub als heilige Kühe des notwendigen Umweltschutzes heraufbeschworen und götzenhaft angebetet.
    Wir brauchen keine Kriege mehr. Die Menscheit wird sich selbst aus Profitgier eliminieren und alle schauen zu.
    Wo bleibt der Aufschrei der Grünen? Fehlanzeige!

  13. Compact-Redaktion =

    "COMPACT: Sie haben in Ihrer Argumentation leider Zitate ohne Kennzeichnung verwendet. Das ist im Kommentarraum aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet."

    Ich habe keine Zitate genutzt. Schon in den letzten beiden Artikeln nicht. Mein Kommentar war frei geschrieben. Was soll das ????

    COMPACT: Was das soll, fragt der Troll? Das soll heißen, dass wir einige auffallend gut geschriebene Sätze in Ihrem Wort-Müllhaufen mit Copy und Paste bei Google eingegeben und herausgefunden haben, dass Sie plagiiert haben. Wäre uns egal, wenn uns das nicht juristische Probleme bringen könnte. Damit ist Ihre Karriere hier beendet. Versuchen Sie es bitte woanders.

    Im Übrigen ist die Redaktion nicht für den Admin-Bereich zuständig.

  14. Karl Blomquist am

    Den Grünen Umerziehungs-Aufsehern ist die grüne Umwelt völlig wurscht
    So dass sie selbstverständlich auch eine Glyphosat-Zulassung mittragen. Denen geht’s einzig und allein darum den Großen Austusch voranzutreiben und die Migrationswaffe gegen das eigene Volk einzusetzen, um Destabilisierung, wie ihren Strippenziehern in USA.

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