Eskalation: Österreich schickt heute „Puma“-Elitetruppen in die Steiermark. 200 Asylforderer stürmten kroatische Grenze.

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Dramatische Eskalation an der Grenze zu Kroatien: Das Video zeigt Araber, die sich in Velika Kladusa – eine muslimische Hochburg im Nordwesten Bosniens – sammeln und über die Grenze nach Kroatien wollen. „Machen Sie einfach das Tor auf, Frau Merkel!“ und „No Croatia, Germany“ – mit solchen Sätzen machen sie das Ziel ihres Marsches klar. Die wollen zu uns!

https://www.youtube.com/watch?v=5NX_-xzejHk

Etwas weiter nördlich bereitet sich die österreiche Regierung seit heute auf die Invasion vor. Spielfeld in der Steiermark, am Grenzübergang zu Slowenien: Dort, wo im Herbst 2015 Zehntausende Migranten nach ihrem Weg über die sogenannte Balkanroute angekommen sind, marschieren dieser Woche mehrere Hundert Polizisten der neuen Grenzschutzeinheit Puma auf. Mit ihrer Bewaffnung, den dunklen Uniformen und Helmen sowie der schweren Kevlar-Panzerung an Armen und Beinen geben die bestens ausgebildeten Männer ein martialisches Bild ab. Das Signal ist klar: Bis hierher und nicht weiter!

https://www.youtube.com/watch?v=QPezbh34p5U

Tatsächlich hat Österreich allen Grund, sich gegen eine erneute Asylflut zu wappnen. Zwar wurde die Balkanroute – vor allem auf Drängen des damaligen österreichischen Außenministers und heutigen Kanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) – im März 2016 geschlossen, doch die Schlepperbanden haben inzwischen neue Wege gefunden, um ihre Kundschaft an dem gut geschützten Ungarn vorbei nach Europa zu schleusen. Immer häufiger werden Migranten jetzt mit Minibussen und Lastwagen über Albanien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina nach Kroatien und Slowenien gebracht, direkt an die österreichische Grenze Man spricht von einer „Albanienroute“, da Skipetaren und andere Muslime in allen diesen Kleinstaaten leben, oder auch von einer „Moscheenroute“, so der Leiter des Bundeskriminalamts Franz Lang, weil zahlreiche islamische Gemeinden ihren Glaubensbrüdern bei der Durchreise behilflich sind. Damit ist der Transit sogar noch einfacher als auf der „alten“ Balkanroute 2015, die durch vorwiegend christliche Gebiete in Mazedonien und Serbien führte.

Allein in den ersten vier Monaten 2018 brach eine Flutwelle über Bosnien-Herzegowina herein: Das zuständige Ministerium spricht von 2.200, andere Quellen sogar von 5.000 Personen. Tendenz steigend: Die Grenzpolizei registrierte Anfang Juni „täglich 100 bis 150 Migranten bei der unerlaubten Einreise“, erfuhr die „Zeit“ auf Nachfrage. Diese Zahl habe sich im Vergleich zu 2017 verzwölffacht. Die slowenische Innenministerin sprach im Mai bereits von insgesamt 50.000 Asylsuchenden, die sich auf dem Balkan gesammelt haben und noch Mitteleuropa durchbrechen wollen. (Mehr Informationen zur neuen „Albanienroute“ und Österreichs Kampf gegen die Invasion erhalten Sie in der neuen Juli-Ausgabe von COMPACT-Magazin: am Kiosk ab 30.6.,  COMPACT-Abonnenten haben sie schon!).

Das Beispiel zeigt, dass die Außengrenzen der EU schlecht zu schützen sind, da sich immer wieder Staaten finden, die eine rigide Abschottungspolitik durch Laissez-Faire unterlaufen: Schließen Mazedonien und Ungarn die Balkanroute, weichen die Invasoren über Albanien und Bosnien aus. Lässt Italien keine Schlepperschiffe mehr anlegen, schippern diese eben nach Spanien weiter. Das Ziel der Einwandererströme ist immer dasselbe: Deutschland – da es bei uns am meisten Knete für die „Neubürger“ gibt… Schon deswegen führt an einem strengen Kontrolle unserer eigenen nationalen Grenzen kein Weg vorbei! Aber Merkel verweigert sich jeder Lösung…

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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