Drei Jahre lang war ich für das globalistische Unternehmen Amazon tätig. Im Rahmen meiner Arbeit dort habe ich vieles mitbekommen, von dem die Firma gewiss nicht möchte, dass es die Öffentlichkeit erfährt. Angestellt war ich in einer Zweigstelle des Großkonzerns in Deutschland. Dort bekam ich live mit, wie Amazon gegen Regeln und Gesetze verstößt.

    _ Ein Gastbeitrag von Anton Berger (Pseudonym)

    Eines dieser Gesetze ist der Artikel 17 der EU-Datenschutzgesetzverordnung (DSGVO). Er garantiert das Recht auf Löschung, beziehungsweise das Recht auf Vergessenwerden. Dort heißt es unter Punkt 1a:

    1. Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:

    a) Die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.

    Wenn nun ein Kunde bei Amazon sein Konto kündigt, trifft 1a zu und die Daten sind nicht mehr notwendig. Hinzu kommt noch, dass Amazon seinen Kunden versichert, dass die Daten gelöscht werden. Ich selbst habe mehrmals Mitarbeiter am Telefon beobachtet, welche dies den Anrufern versichert haben. Nur löscht Amazon, trotz gegenteiliger Behauptungen, die Kundendaten nicht!

    Sie werden weiterhin aufgehoben, aber die Kundenkonten können natürlich vom Kunden nicht mehr verwendet werden. Und wenn jemand bei Amazon anruft und nach dem Konto fragt, wird keine Auskunft gegeben und behauptet, die Daten wären gelöscht. In Wahrheit jedoch kann jeder Mitarbeiter des Konzerns weiterhin auf die offiziell gelöschten Daten zugreifen und alles sehen. Name, Adresse und alle anderen vom Kunden einst eingegebenen Daten sind weiterhin vorhanden und jederzeit abrufbar!

    Das ist eigentlich ein klarer Verstoß gegen die EU-Datenschutzverordnung, aber man kennt das ja. Regeln und Gesetze, besonders aus Brüssel, gelten nur für den kleinen Mann auf der Straße; die Großkonzerne können weiterhin machen, was sie wollen. Einfache Bürger und Kleinunternehmen hingegen werden mit Regelungen und Verordnungen gegängelt, während der Boss von Amazon zum reichsten Mann der Welt wird.

    Mit den Bestellungen ist es ähnlich. Nur in diesem Fall sieht der Kunde sogar selber in seinem Konto, dass Amazon gegen die Richtlinien verstößt. Den meisten Normalverbrauchern dürfte jedoch nicht klar sein, dass das Unternehmen Rechnungen nach zehn Jahren eigentlich löschen müsste. Zehn Jahre lang ist ein Unternehmen verpflichtet, solche Daten aufzubewahren. Amazon hingegen bewahrt auch diese Daten weiterhin auf. Informationen von vor 2004 sind sogar 2018 noch zu sehen!

    Auf der Webseite datenschutzbeauftragter-info heißt es diesbezüglich: Eine automatisierte Datenverarbeitung benötigt eine automatisierte Datenlöschung. Denn Unternehmen sind verpflichtet personenbezogene Daten zu löschen, wenn diese nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

    Die Daten aufzubewahren ist nach zehn Jahren nicht mehr erforderlich und die gesetzliche Aufbewahrungspflicht ist ebenfalls abgelaufen. Amazon hat eigentlich keinen rechtlichen Grund mehr, diese Informationen aufzuheben. Trotzdem macht es das und Gott allein weiß, was die Firma mit den Daten vorhat. Eventuell verkauft es die Informationen ja weiter; ich kann diesbezüglich nur spekulieren.

    In meiner mehrjährigen Tätigkeit dort habe ich nicht herausgefunden, was Amazon damit anstellt. Möglicherweise helfen sie durch das massive Ansammeln auch dabei mit, den globalistischen Traum vom gläsernen Bürger und totalem Überwachungsstaat weiter auszubauen. Schließlich ist Jeff Bezos, der Besitzer des Konzerns, ein überzeugter Globalist, Trump-Gegner, One-World-Fan und Refugees-Welcome-Befürworter.

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    George Orwells Albtraum vom totalen Überwachungsstaat könnte durch Firmen wie Amazon und ihr Wissen eines Tages Wirklichkeit werden. Dies könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass das EU-Parlament und die BRD-Regierung es zulassen, dass Amazon gegen Gesetze verstößt; schließlich verfolgen sie dieselben Ziele. Denn eigentlich müsste der Konzern für sein Datenschutzverhalten Geldstrafen in Millionenhöhe zahlen. Aber wer so reich und mächtig ist, für den scheinen Regeln und Gesetze nicht zu gelten…

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