Heiß, dreckig, dunkel: 20 Meter tief unter der Erde, kaum Licht, wenig Sauerstoff. Was aus der dunklen Hölle nach oben gefördert wird, ist so wertvoll wie Gold: Kobalterz, wichtiger Bestandteil für Lithiumbatterien. Für Elektroautos. Für die Energiewende. Deren Preis ist nicht nur hoch für die, die sie zu bezahlen haben, sondern auch für die, die sie mit ihrer Schwerstarbeit ermöglichen: Kinder und Jugendliche als Arbeitssklaven in der Demokratischen Republik Kongo, die unter Tage abgezockt und ausgebeutet werden für die grünen Spinnereien. Schläge inklusive.

    Mehr als zwei Millionen Arbeiter insgesamt fördern im Kleinbergbau im Kongo unter unmenschlichen und archaischen Bedingungen Kupfer und Kobalt – auch für die weltweite Handyproduktion. Auf dem Areal der Minen wimmelt es von Kindern. Barfuß klettern sie in die schmalen Schächte senkrecht in die Tiefe – ohne Helme, ohne Schutzkleidung. Ohne Leiter, ohne Seil. Bewaffnet sind sie mit Hammer und Meißel, Schaufeln und Pickeln, und wenn nicht, buddeln sie sich wie Maulwürfe mit bloßen Händen durchs unterirdische Höllenreich.

    Die Doppelmoral von Rot-Grün von seiner hässlichsten, seiner verlogensten Seite

    Auch an den Flüssen tummeln sich verhärmt aussehende, vom Leben enttäuschte Kinder. Dort waschen und sieben sie das Kobalterz, dort wird es verladen und transportiert zu den Märkten, wo es an Zwischenhändler verkauft wird. Die Hersteller von Elektroautos haben versprochen, die Lieferketten zu überprüfen, mit Herkunftszeugnissen zu zertifizieren. Fakt aber ist: Keiner fragt danach, wo und wie Kobalt abgebaut wird. Denn der Preis dafür hat sich seit 2016 vervierfacht; da hält man lieber die Schnauze. Hier zeigt sich die Doppelmoral der Rotgrünen, die sich angeblich dem Schutz von Mensch und Umwelt verschrieben haben, gleichfalls ihre Augen verschließen,  von seiner hässlichsten, von seiner verlogensten Seite.

    Kinder-Sklavenarbeit auf einer Kobaltmine im Kongo | Foto: Screenshot Video

    Amnesty International (AI) wirft deutschen Autobauern „deutliche Mängel“ bei der Auswahl ihrer Zulieferer vor. Herkunft und Bedingungen der kongolesischen Kobaltminen würden nicht offengelegt. Sie gingen nicht entschlossen genug gegen Kinderarbeit vor, hüteten sich, Fragen zu stellen vor dem Hintergrund ihres wachsenden Bedarfs, der ihnen von einer kurzsichtigen Politik in die Hand diktiert wird. Und so riskieren Kinder im Alter ab sieben Jahren in den ungesicherten Kobaltbergwerken im Kongo Gesundheit und Leben, wie der US-Sender CNN berichtet. Und die Autobauer scheren sich nicht um Menschenrechtsverletzungen.

    Insgesamt hat die Organisation 29 Konzerne unter die Lupe genommen, darunter auch prominente Elektronikkonzerne wie Apple, Huawei oder Microsoft sowie den E-Auto-Hersteller Tesla. Sie alle bekümmert nicht die Art der Beschaffung des begehrten wie umkämpften Rohstoffs. Zehn Kilo werden für das Batteriepaket eines einzigen E-Pkw benötigt. Ford, Daimler, Volkswagen – die größten Autobauer der Welt – überbieten sich mit Angriffsplänen, um hierin Marktführer zu werden. Bis 2025 will VW 30 E-Modelle auf den Markt bringen. Doch dessen geplante Elektro-Revolution stößt zunehmend an Grenzen. Und scheitert an seiner Arroganz, wie Financial Times schreibt, denn VW strebe bei seinen Ausschreibungen Lieferungen deutlich unter dem derzeitigen Marktpreis an. Nicht nur der Preis für Kobalt explodiert – von 23 Dollar auf knapp 90 Dollar pro Kilogramm binnen zweier Jahre –, sondern auch sein Mangel. Der Markt gibt die enormen Mengen, die VW und andere Autobauer zur Massenproduktion von Batterien brauchen, kaum noch her. Schon heute sind Smartphones und Tablets die größten Fresser des seltenen Metalls. Und die Hersteller brauchen immer mehr, verschließen die Augen vor den Umständen seiner Produktion, waschen ihre Hände in Unschuld. Von daher lege keines der Unternehmen offen, aus welchen Hütten sie Kobalt beziehen, heißt es in dem Bericht von AI. Obwohl viele Firmen Industrie-Initiativen gegen Menschenrechtsverletzungen beim Kobalt-Abbau beigetreten seien, legten sie entsprechende Verstöße in ihren eigenen Lieferketten nicht offen.

    E-Autos richten mehr Umwelt- und Humanschäden an als Dieselfahrzeuge

    Und so müssen Filmteams mit versteckter Kamera drehen, wenn sie über Kobaltminen berichten, da sie trotz Drehgenehmigung von Entscheidungsträgern im Bergbau sowie von den von ihnen angeheuerten Aufpassern behindert werden. Die Regierung des Kongo behauptet zwar, sie gehe gegen Kinderarbeit vor. Doch auch ihre Interessen sind zu groß, als dass sie ihr Einhalt gebietet. Kongo Dongfang Mining (CDM), ein chinesisches Unternehmen und Hauptlieferant für die globalen Märkte von Kobalt, interessiert es ebenso wenig wie andere, wer ihnen das „Gold“ der Zukunft aus der Grube schürft. Kleine Kinder, natürlich nicht offiziell registriert, sind es, die den schmerzlichen und gefährlichen Preis für ihre Gier zahlen – unter Umständen einen tödlichen. Sie sind die ersten Opfer in einer langen Kette, die für den auf grünem Mist gewachsenen Umweltschutz-Terror zahlen: Für Elektroautos, die kurz- und langfristig – erst recht für ihren Betrieb und bei ihrer Entsorgung wesentlich mehr Umwelt- und Humanschäden anrichten als die unter Beschuss stehenden Dieselfahrzeuge.

    COMPACT-Spezial „Klimawandel – Fakten gegen Hysterie“ gibt es unter compact-shop.de

    Deren Verbot trifft auch hierzulande die Ärmeren der Armen: Ihren alten Stinkern treu zu bleiben, hat nichts mit Nostalgie zu tun, sondern schlicht mit mangelnder Liquidität, ein den EU-Richtlinien entsprechendes neues Auto zu erwerben. Die rigorose Umwelt- und Klimaschutzpolitik nimmt aber auch Stromkunden, Steuerzahler – die gesamte Republik – in Geiselhaft: Der Kohleausstieg wird in den kommenden 20 Jahren vorsichtigen Schätzungen der Unionsfraktion zufolge bis zu 100 Milliarden Euro verschlingen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Auch wenn die Koalition verspreche, Verbraucher, Mittelstand und Industrie zu schonen: Dem Bund gehe die Kohle aus (zugleich im wahrsten Sinne des Wortes) – nicht zuletzt auch durch die Bewirtung der ganzen Welt, die jährlich Zigmilliarden verschlingt.

    Die schweigende Mehrheit kann die Verhältnisse zum Guten wenden, wenn sie ihre Stimme wiederfindet. COMPACT ist ihr Lautsprecher: Weil wir drucken und verbreiten, was andere nicht zu schreiben wagen. Mit einem COMPACT-Abo erfahren Sie Monat für Monat brisante Dinge, die Ihnen die Mainstreampresse gern verschwiegen hätte. Mit nur 59,40 €/Jahr unterstützen Sie unseren Einsatz für Meinungsfreiheit und ehrlichen Journalismus – und sichern sich zugleich exklusive Vorteile. Ihr Abo macht uns stark – und Sie ebenfalls!

    Hinzu kommen werden Entschädigungsforderungen der Stromkonzerne. RWE-Konkurrent Uniper etwa dürfte seine Investitionen in ein neues Steinkohlekraftwerk in Höhe von 1,5 Milliarden Euro dem Bund in Rechnung stellen, da es nun wohl nicht ans Netz gehen wird. Weitere dürften sich anschließen und im Zuge von horrendem Stellenabbau weitere Steuereinnahmen wegbrechen – grünem Umwelt-Terror sei Dank!

    Kommentare sind deaktiviert.