Elmar Hörig – von den GEZ-Medien gefeuert, jetzt hier in COMPACT!

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Elmar Hörig – den kennen Sie nicht? Dann müssen Sie sehr jung und sehr norddeutsch sein! Im Süden  war er in den 1980er und 1990er Jahren DER Quotenbringer im Radio beim Staatssender SWR. Man nannte ihn „Radiogott“! Wenn „Elmi“ on  air war, hingen alle Teenies von17 bis 70 am Volksempfänger. Doch dann fiel der gute Mann in Ungnade, weil er eben, geborener Spaßvogel, keinen Bock hatte, sich der Political Correctness zu unterwerfen… Wir haben Elmar Hörig in COMPACT-Spezial Nr. 9 „Zensur in der BRD“ – Die schwarze Liste der verbotenen Autoren“ ein Denkmal gesetzt – Auszüge können Sie unten lesen.

Jedenfalls lässt Hörig jetzt jeden Vormittag in seinem Facebook-Exil die Puppen tanzen – über Mutti, Mörder und Migranten. Wir freuen uns, dass wir die Texte übernehmen können, und beginnen mit „Elmis Moinbriefn“ vom heutigen Samstag, 21. April. (je)

Elmis moinbrifn

_ von Elmar Hörig

Samstag Rap! „Wochende, hoch die Hände! Mein Körper definierter als der Gluteus Maximus von Schwoozenegger!“
Frankreich: Algerischer Muslima wurde die Einbürgerung verweigert, weil sie Männern nicht die Hand geben wollte! Chapeau, mes amis. Schlag das mal in Deutschland vor! Nur so als Gag! Da wären 50 Grüne und Linke aus dem Bundestag in der Notfallaufnahme! Justiz Froschauge eingeschlossen!
Bielefeld: Der Integrationsrat fordert die Polizei auf bei Fahndungen den Begriff „südländisch“ zu unterlassen! Rassismus! Jetzt ist natürlich Phantasie gefragt! Wie könnte das rassentechnisch politisch korrekt formuliert werden???
Z.B.Täterbeschreibung: Ein Wikinger wars nicht!
Hauttyp: Sein Schatten war heller!
Religionszugehörigkeit: Dreimal dürft ihr raten, er hasst Schweinebraten.😁😁
Bei deutschen Tätern: Hurra, hurra, es ist ein Hans!
Hamburg: Studie beweist: Europäer überschätzen den Bevölkerungsanteil von Migranten drastisch! Ich verlass mich da lieber auf meine eigenen Studien. Gestern in Bühl im Café. 60% gefühlte Kopftücher und lustige Sprachen! Aber immerhin hat die Bedienung meine Bestellung verstanden! Von der Studie in Hamburg will ich besser erst gar nicht reden.
Feddich
Elmi (Träger des Halal-Siegels in Bronze)

 

Auszug aus COMPACT-Spezial Nr. 9 „Zensur in der BRD“ – Die schwarze Liste der verbotenen Autoren“ (hier bestellen).“

Sesselfurzer gegen Stimmungskanone

_von Martin Müller-Mertens

19 Jahre lang war Elmar Höring der ungekrönte König des politisch unkorrekten Humors im deutschen Südwesten. Heute fristet der Moderator, der einst jeden Tag Millionen zum Lachen brachte, ein Nischendasein im Internet.

Da ist immer wieder dieser Traum: „Ich will eine Platte auflegen, aber ich finde keine. Also muss ich reden, reden, reden.“ Doch Elmar Hörig darf nicht mehr reden. Nicht bei Sat.1, schon gar nicht bei der ARD. Dort, wo sie ihn einst feierten, sich in seinem Ruhme sonnten. Elmie nannte er sich damals, oder einfach „Radiogott“. Im Pantheon der deutschen Unterhaltungsindustrie war sein Platz reserviert. Doch Gott vergibt, die Tugendwächter nicht. Sie sorgten für den Sendeschluss. Ein paar politische Unkorrektheiten hatten gereicht. Aber Hörig macht weiter, auch im Fadenkreuz der Meinungskommissare – schärfer und politischer denn je.

Der Weg war weit. 1949 kam Elmar Hörig in Baden-Baden zur Welt.(…) Seit 1975 dröhnte im Südwesten mit SWF3 eine Jugendwelle aus den Transistorradios, deren Machern der Chef Peter Stockinger den Rücken frei hielt. Fünf Jahre später bekam Hörig die nach ihm benannte Elmi-Show – eine Ausnahme im damaligen deutschen Hörfunk. Hörig war nun der einsame DJ. So etwas wie ein Cowboy des Äthers. Seine Sendungen plante er penibel. Keiner seiner flapsig-provokativen Sprüche war spontan. Vor dem Mikrophon teilte er aus. Niemand war vor seinen Witzen sicher. Doch in den meisten Fällen blieb Höring dabei weit oberhalb jeder Gürtellinie. „Querflöte hätte ich auch gerne gelernt, aber ich hab‘ mir sagen lassen, dass einem die Unterlippe dabei ausleiert und man hinterher so aussieht wie Harry Belafonte. Ich hab dann Mundharmonika gelernt, dabei sieht man eher aus wie Günther Strack“, sagte er etwa. Oder: „Denke daran: Ein Ja vor dem Altar bedeutet lebenslänglich. Ein Nein gibt nur Dresche von der Schwiegermutter. “

1995 holte Sat.1 Hörig auf den Bildschirm. Mit zeitweise vier Sendereihen sollte er den vom Konkurrenten RTL abgehängten Privatfernsehpionier wieder auf die Überholspur bringen. Doch tatsächlich war es der Anfang vom Ende. Nicht nur, weil dem Radiomann Hörig das Fernsehen schlicht nicht liegt. Vor allem jedoch, weil sich der Mehltau der politischen Korrektheit zuerst auf den Bildschirmen ausbreitete. Und Humor ist den Tugendwächtern fremd. Irgendwann ließ sich Hörig während einer Quizshow lobend über Männer zwischen 40 und 50 aus, die genug Geld, aber „noch Leben in der Hose“ hätten. Eine 17-Jährige skandierte „Zeigen, zeigen!“ und Hörig bot ihr an: „Komm runter, du kleine Ische, ich zeig’s dir.“ Zugegeben: Geschmackvoll ist anders – von beiden Beteiligten. Doch für den Zotenreißer Hörig sind solche Sätze nichts besonderes – genau deshalb liebte ihn sein Publikum, genau deshalb hatte ihn der Sender engagiert. Doch die Zeiten hatten sich geändert: In der Boulevardpresse hyperventilierte die 17-Jährige über angeblich „massive sexuelle Belästigung“. Kurz darauf war Hörigs Karriere bei Sat.1 beendet.

Kalte Wochen beim SWR

Noch hielt sich Höring wegen seines Erfolges für unangreifbar, trat denkbar arrogant auf. „Ich war damals ein Arschloch“, sagt er heute selber. Hörig unterschätzte, wie eng die Korridore der Meinungsfreiheit geworden waren – schon vor 20 Jahren. Radio sei der „letzte Ort, wo man – noch – sagen kann, was man will“, glaubte er. Doch sein Heimatsender stand vor dem Aus. 1998 mussten Südwestfunk und Süddeutscher Rundfunk fusionieren, nicht zuletzt auf politischen Druck. Höring bezeichnete den Zusammenschluss als „Blödsinn“, nannte die Verantwortlichen „Sesselfurzer“. Damit sprach er aus, was viele Mitarbeiter dachten. De facto machte SWF3 als SWR3 zwar einfach weiter. Aber die Jahre unbeschwerten Plauderns waren vorbei – die neuen Chefs hatten Hörig im Visier. Am 5. Januar 1999 spielte Hörig fünf Sekunden einer Hitlerrede, gefolgt von der Pseudoentschuldigung „Ups, das war ja gar nicht Adenauer.“ Der Scherz über den sakrosanten Kanzler der Alliierten brachte Hörig den nächsten Rauswurf ein. In der neuen Großanstalt regierte endgültig das politkorrekte Format. Unter Stockinger hatte Hörig zwar sein Badezimmer mit blauen Briefen tapezieren können, wie er selbst einmal sagte. Doch die waren immer folgenlos geblieben. Der neue SWR3-Wellenchef Gerold Hug setzte ihn dagegen wirklich vor die Tür, da Hörig nicht den „öffentlich-rechtlichen Standards“ entspreche. Vielleicht hatte er nur auf die Gelegenheit gewartet, den Anarchisten abzuschalten.

Dieses Mal mussten die Tugendwächter im GEZ-Funk noch klein bei geben. Wäschekörbe voller Hörerbriefe brachten Hörig zurück ans Mikrophon. Zwei Monate später feuerte Hörig die nächste Breitseite ab. Über eine PR-Aktion der Deutschen Bahn, mit der Homosexuelle als Kunden gewonnen werden sollte, kalauerte der Moderator: „Warme Woche bei der Bundesbahn, dann braucht man die Züge künftig nicht mehr zu heizen.“ Wieder folgte die Entlassung, dieses Mal endgültig. (…)

Den Artikel vollständig lesen in COMPACT-Spezial Nr. 9 „Zensur in der BRD“ – Die schwarze Liste der verbotenen Autoren“ (hier bestellen).“

 

 

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

14 Kommentare

  1. plötzlich, Paul... am

    [1] Manchmal verschwinden sie für immer, manchmal kehren sie auch wieder. Man denke an die Causa Heino, dessen Lieder ihn dank BLÖD einst in die Nazi-Ecke beförderten. In dieser mußte er jedoch nicht ewig verharren. Den heimlichen Herrschern des Tiefen Staates in Deutschland wieder gefällig zu sein, kann Stigmata offensichtlich komplett rückbilden. Auch sind steile Hollywood-Karrieren wie die des drittklassigen Schauspielers Christoph Waltz, der in den 70ern bestenfalls in lauen Vorabendserien als spackiges Bobbele in der Bäckerei auch mal einen "Amerikaner" zu essen bekam, nur durch entsprechende Protektion der tieferen Strukturen in den USA denkbar.

    Spaßkasper oder Bühnenzutzel scheinen auf den ersten Blick nicht wichtig genug zu sein, um über latente Kontrollstrukturen dirigiert oder konditioniert zu werden. Hollywood ist jedoch Teil einer weltumspannenden Propagandamaschine, die durch ständige Präsenz ihrer Produkte, in allen Bereichen unterhaltender Medien für die gewünschte pro-amerikanische Gehirnwäsche sorgt.

    • plötzlich, Paul... am

      [2] Ein Elmar Hörig bezieht die Aufmerksamkeit seiner Aussagen nicht allein aus dem Gesagten selbst (was hier im Forum jeder genauso tun könnte, außerhalb der Echokammer jedoch keinen juckt), sondern daraus, daß er sie als Prominenter in genau jene gut geölte Propagandamaschine hineinspuckt. Sollte er eines Tages plötzlich wieder vorzeigbar sein und seine Statements wurden Orwellized, hat er den Kniefall vor dem System dann doch noch gemacht…schade wär’s!

  2. Hurra hurra es ist ein Hans…hahaha!

    Der ist absolut ein Supertyp der Elmar. Was er wohl zu den heutigen Nachrichten so sagt.: " Die Kriminalität ist um 10 Prozent gefallen"….laut allen merkelschen Propagandamedien!

    Jetzt ist wohl jedem klar, wo unsere Demokratie ist, vermerkelt worden ist sie in 12 Jahren. Sie haben die Rechte der Menschen und die Demokratie bereits limitiert.

    In unseren Städten ein einzig schwarz-gelb-grün, im wahrsten Sinne des Wortes und in den Tiefgaragen riecht es nach Urin, kurz bevor die Flasche auf dem Hinterkopf landet.

    Unsere Wohnungen und Häuser werden bald umverteilt und unsere Frauen müssen wohl lernen gehorsam zu sein.

    Bargeld wird auch abgeschafft und viele neue Gesetze geschaffen und wir, wir sind dann endgültig die Affen!

    Wir sind geschafft worden, fast schon abgeschafft!

  3. Herbert Weiss am

    Was warten das noch für Zeiten, als wir über die derben, politisch zumeist inkorrekten Späße Rudi Carells schenkelklopfend Tränen lachen konnten! Heutzutage dürfen die Spaßmacher höchstens mal den türkischen Sultan einen Ziegenfxxx nennen. Aber so ganz sicher sollten sie sich ihrer Sache auch nicht sein.

    Gute Nacht, Deutschland!

  4. Zitat:
    „Warme Woche bei der Bundesbahn, dann braucht man die Züge künftig nicht mehr zu heizen.“

    Wegen solch ein harmlosen Spruch wird man Heutzutage gekündigt !
    Dabei sehe ich das als Satire an, also nichts worüber man sich aufregen sollte.
    Aber es ist nunmal so, dass eine kleine Minderheit aufheult und immer wieder Recht bekommen von den warmen Brüdern !!!
    🙂

  5. Neulich, einem Interview lauschend, rutschte dem Künstler aus Versehen die Information heraus, dass es für diese Kreise betreffend, wohl einen "Index" gibt, vor welchem die alle natürlich eine Höllenangst haben. Wer auf den "Index" gesetzt wird, hat somit ausge3issen, da ihm der Lebensunterhalt abhanden kommt. Andersrum, Künstler, oder die es werden wollen, nehmen das Wissen um den Index als Rezept, sich vorauseilend regimetreu in die Öffentlichkeit (=Aufträge) hiefen zu lassen. Das erklärt dann auch den Schwachsinn, mit welchem sich der Bürger auf öffentlichen Plätzen teilweise konfrontiert wird. Für Dinosaurier wie Hörig ist da natürlich zu heutigen Zeiten kein Platz mehr.

  6. Warum bitteschön, muss dieser Herr unbedingt das Satanszeichen machen? Gehört er evtl. doch zur zu dieser Klicke?

  7. Morjen wird's besser.... am

    Wer ist der Mensch? Als gelernter West-Berliner hab ich von dem nie gehört.

  8. Heiko Stadler, Steuerzahler aus Bayern am

    Liebes Compact-Team, nehmt Elmar Hörig unter Vertrag und die Auflage wird durch die Decke gehen! Der Mann ist Kult!

    Merkel-Fernsehen (gibts das eingeltlich noch?) hat ihn nicht verdient. Da würde man Perlen vor die Säue werfen.

  9. Karl Blomquist am

    Hörig ist Rentner
    Aber auch sonst lohnt es sich nicht mehr, hörig zu sein gegenüber dem untergehenden Merkelstaat. In 3 Jahren gibts den sowieso nicht mehr.

  10. heidi heidegger am

    naaja, Hörig..dieser Bube! äh "bube-dame-hörig" bin ichichich allerhöchstens Babballa Schöneberger(s spitzenmagazin); "Isabelle!! abo-verlängern-nicht-zu vagassen!–was?–geht automatisch??-aha!!"..aber viel mehr sonst zum thema zu kommentieren kann ich momentans nicht. bin wieder mal in meine frühsommerlektüre "Lord Jim" (eine art ämm schelmenroman, wenn mann so will) und "HdF" von Joseph Conrad vatieft. tia!!

    • heidi heidegger am

      OT: kleiner nachtrag zum *parteikungelei-faden*, bittschön:

      [@Arminius am 21. April 2018 08:38 Meine Eltern waren auch Vertriebene, aber mit der CDU hatten sie dem Himmel sei dank nie was zu tun. Ich freue mich auf den Tag wenn die alte Politkrähe aus der Uckermark weg vom Fenster ist. Dann gibt’s Freibier]

      [@Andor am 21. April 2018 11:05 Wo?]

      ämm, maxvonsydow 1975 zu *mimimir*, quasi, so-in-etwa: "ich frage selten nach wo undoder wann. aber sehr nach wieviel!" tia! ichichich auch, hihi.

      zacknweg

      • heidi heidegger am

        ojé, noch ein OT-nachtrag: [ Gabi am 20. April 2018 22:54 Die Geschichten werden nicht nur realistischer, sondern auch immer unblutiger seit 9/11. Das ist ein allgemeiner Trend. Die Welt wird immer besser:
        [ BRIGITTE.de: Die Welt wird immer schlechter? Diese 15 Fakten beweisen das Gegenteil! ] -> wattfürfaktään, häh? "die weiber werden wieder normal und knien?" (Titanic-cover anno dings)

        Das gilt auch für das Wetter. Heute hatten wir gefühlte 30 Grad in Hamburg, so warm wie noch nie an einem 20. April, glaub ich. Das liegt am Klimawandel. Herrlich!
        [ MOPO.de: April-Sommer in Hamburg 29 Grad! ] -> nein, an aaadolf!

        und mein @bautzi darf wissen, dass die Klapperschlange (..ist zwar ne Cobra auf meinem bizeps, aber egal), also der carpenter-film, den "WTC-zwischenfall" zwanzich? jahre zuvor bebilderte. tia!!

    • heidi heidegger am

      nein-halt-doch! ich hab‘ noch einen zum staatsfunk SWR-SDR unn datt:

      >> Matthäus Eisenhofer, der Begründer des Süddeutschen Rundfunks, behauptete in seinen Memoiren Mein Leben im Rundfunk, dass Hitler danach (gemeint ist der *kabelsalat anno 33*, den ddrKurtHager für sich beanspruchte/anm. hh) in Stuttgart nie wieder eine Rede gehalten habe, trotz eines nochmaligen Redeauftritts von Hitler in der Stadthalle Stuttgart im Rahmen eines eintägigen Kurzbesuchs am 1. April 1938..<< /wiki

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