Der Katholikentag am Sonntag in Münster unter dem Motto „Suche Frieden“ beschäftigte sich mit der angespannten Weltlage – und war daher entsprechend politisch. Im Vorfeld jedoch sorgte seine Eminenz Kardinal Marx für Befremden.

    _ von Felix Baumann

    Es wäre zu erwarten gewesen, dass die Kirchen und entsprechende Institutionen den Beschluss Bayerns begrüßt hätten, in allen Behörden Kreuze aufhängen zu lassen. Schließlich stehen christliche Symbole, Gebäude, Einrichtungen zunehmend unter dem zeitgeistigen Druck der Förderung immerwährender Einwanderung. Wäre nicht ein wenig Widerstand zur Rückgewinnung kultureller Souveränität ein Beitrag im Kulturkampf?

    Weit gefehlt! Der Erzbischof von München und Freising Reinhard Marx kritisierte den bayerischen Erlass scharf und wenig feinsinnig: Er führe zu „Spaltung und Unruhe“. Was meinte er? Spaltung der hiesigen Bevölkerung in einheimische Abendländler auf der einen Seite und in Morgenländler andererseits samt der Intoleranz der orientalischen Religionen, verstärkt durch ein paar Bahnhofsjubler?

    Oder wollte der Kirchenfürst den Eindruck erwecken, unsere Religion fordere von uns, Millionen von Kulturfremden, die nicht zu Mitteleuropa passen, in unser Land aufzunehmen und zu verköstigen, so lange es ihnen gefällt? Das ist falsch! Wäre es so, dann würden sich die streng gläubigen Völker Polens und Ungarns ja „unchristlich“ verhalten. Diese verstehen bloß besser, was das Christentum tatsächlich von seinen Anhängern verlangt – und leiden von daher eben nicht unter einer Globalismus-hörigen Regierung von Merkel und Genossen.

    COMPACT befasst sich immer wieder mit der Christenverfolgung.

    Das Christentum fordert, jedes Menschenwesen anzuerkennen und anzunehmen. Es fordert jedoch in noch höherem Maße von uns, das Volk als Träger der Kultur zu bewahren, zu erhalten und zu entwickeln. Dies erfüllt zugleich die Vorgaben unseres Grundgesetzes, dessen übergeordnete Norm die Bewahrung der Menschenwürde, also der Geistigkeit und Kulturfähigkeit des Menschen darstellt. Die Auflösung der Völker, die Unterordnung unter die eigensüchtigen ökonomischen Interessen der Finanzoligarchie (Globalismus) wäre eine schwere Sünde – eine Sünde wider den Geist.

    In entschiedener Abkehr von manchen Forderungen des Alten Testamentes ist es dem Christen vor allem durch seine Religion verboten, fremde Völker zu bekriegen, zu erobern, zu unterjochen und zu vernichten – anders als das, was derzeit in Syrien, Libyen, Irak oder Afghanistan geschieht. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Marx jedoch verkündigte am Sonntag Vormittag in seiner Abschlusspredigt am Kirchentag in Münster vor fast 30.000 Gläubigen, „manchmal“ seien die Maßnahmen der Politik „notwendig“, und er wolle sich keinesfalls gegen die Politik stellen.

    Christentum bedeutet nicht, Millionen lebenslang zu unterhalten

    Die Menschlichkeit und Milde des Christentums bedeuten jedoch nicht, dass beliebige Menschen in Millionenzahl in unser Heim, in unsere Heimat kommen und wir sie mit unserer Hände Arbeit, unseren Steuergeldern lebenslang unterhalten sollen! Das ist mit dem Christentum nicht zu vereinbaren. Unsere Aufgabe als Christen ist unter anderem die Erhaltung unseres Volkes!

    Für Kriegsflüchtlinge sorgt die Weltgemeinschaft UNO – im jeweiligen Nachbarland! Die Bundesrepublik aber ist kein Nachbarland von Kriegführenden. Wer willkürlich über sieben Staaten weiterzieht, um in die BRD zu gelangen, ist kein „Flüchtling“ mehr, sondern ein Versorgungsreisender, ein illegal Einreisender noch dazu! „Politisch verfolgt“? Das muss er erst einmal nachweisen; behaupten kann er viel. Über 70 Prozent der Asylanten haben ihren Ausweis weggeschmissen. Sie können nicht einmal ihr Herkunftsland dokumentieren, geschweige denn ihre Identität. Wie also könnten sie etwas derart Komplexes wie politische Verfolgung belegen?

    Kirchliche Würdenträger verdrehen die Tatsachen

    Was das Christentum von seinen Gläubigen fordert, ist eigentlich einfach herauszufinden; Jesus selbst sagt es im Neuen Testament. Aber es wird viel Unfug damit getrieben. Leider wirken sogar kirchliche Würdenträger an dieser Verdrehung mit. Denn die zentrale Aussage einer Religion ist die Bestimmung, was das eigentlich sein solle, dieser „Gott“, an den man glauben müsse, wenn man sich als Gläubiger zu dieser Religion bekennen will. Man kann ja nur dann „glauben“, wenn man gesagt bekommt, an was man nun glauben soll.

    So hat das Christentum als Gott den „Geist“ gewählt. Der Evangelist Johannes bezeugt es in seiner Offenbarung (Kapitel 4 Vers 24, Kapitel 14 Vers 26, Kapitel 4 Vers 13): „Gott ist Geist“. Das bedeutet nicht, Gott sei ein Gespenst, ein Geist aus der Flasche, sondern ein in der Welt verehrungswürdiges Prinzip der Geistigkeit, an dem auch der Mensch Anteil habe. Damit kann man das Christentum als die einzige Geist-Religion der Welt verstehen: eine revolutionäre, moderne „Transzendenzphilosophie“.

    Die Lehre von der Dreifaltigkeit, das Vaterunser enthält die gleiche Aussage, und viele Kirchenväter haben den neuen Begriff aufgegriffen und interpretiert (2 Timotheus 1:7, Galater 5:25, Galater 5:22, Epheser 3: 16-17, Römer 15:13, Timotheus 1:7, Korinther 3:16, Korinther 12:8). Keine andere Religion der Weltgeschichte hat jemals den Geist in der Welt, das Prinzip der Geistigkeit, das ja das eigentlich Menschliche darstellt, als den höchsten Wert, als Gegenstand der Verehrung angenommen. Darin besteht ein Alleinstellungsmerkmal unserer abendländischen Religion.

    Jesus selbst ist zugleich Mensch als auch Gott, also Geist. Daraus ist zu erkennen, dass die Geistigkeit, die den Menschen eigentlich ausmacht, ein Teil des göttlichen Prinzips des (Heiligen) Geistes ist: „Der (Heilige) Geist ist Gott selbst, Gott ist in uns, denn wir haben die Geistigkeit, und der Geist wohnt in uns“, sagt Paulus in Kapitel 6 Vers 19 im 1. Brief an die Korinther.

    Das christliche Gebot der Achtung und der Liebe zum Nächsten war eine völlig neue Errungenschaft in der Menschheitsgeschichte. Noch im Alten Testament wird an vielen Stellen gefordert, die Nachbarn zu vernichten, fremde Länder zu erobern und deren Völker auszurotten. Jedes Wesen, das Menschenantlitz trägt, besitzt die Eigenschaft der Geistigkeit, besitzt den Geist, demzufolge wir jeden Menschen achten und lieben müssen.

    Jeder Mensch verfügt über die Fähigkeit, zu denken, zu planen, Gedankengebäude zu errichten und weiterzugeben. Deshalb bezieht sich das kategorische Gebot des Christentums, das eigene Volk als Träger von Geistigkeit, Kultur und Menschlichkeit zu bewahren, auf alle Völker dieser Welt. Jedes davon stellt einen Baustein der Geistigkeit der Menschheit dar – mit jeweils anderen, wertvollen Beiträgen zum geistigen Prinzip: „Die Völker sind die Gedanken Gottes.“ Dies entspricht der Formulierung des deutschen Philosophen, Theologen und Aufklärers Johann Gottfried Herder.

    Darüber, dass jeder Fremde nach eigener Willkür zu uns kommen, hier siedeln und sich lebenslang von uns ernähren lassen soll – darüber sagt das Christentum jedoch nichts. Das wäre unchristlich! Das fordern nur jene Globalisten von uns, die unser Volk zerstören wollen, um den Vereinzelten ökonomisch ausbeuten und unterdrücken zu können!

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