Ein Jahr Trump – Der große Faktencheck

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Wie sieht es 365 Tage nach Trumps Amtseinführung aus mit den Vereinigten Staaten? Welche Wahlkampfversprechen konnten umgesetzt werden? COMPACT hat genau hingesehen.

Die Wirtschaft wächst, die US-Börse bricht Rekorde, auch der Arbeitsmarkt erholt sich. Gegen illegale Einwanderung wird hart durchgegriffen, und die Migration von Muslimen geht drastisch zurück. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte in der neuen COMPACT.)


compact0218stasiDen vollständigen Artikel finden Sie
im COMPACT-Magazin 02/2018

Stasi 2.0 – Die große Säuberung >

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Der „größte Job-Präsident, den Gott je erschaffen hat“, werde er sein, posaunte Trump im Wahlkampf. Also, wie hat sich Trump in seinem ersten Amtsjahr geschlagen? Vielleicht das beste Argument für den Republikaner: die Zahl der auf Lebensmittelmarken angewiesen Amerikaner sank auf den niedrigsten Wert seit 2010!

2017 legte die Zahl der Beschäftigten um 2,05 Millionen zu – ein etwas geringerer Zuwachs als 2016. Jedoch hat Trump mehr qualifizierte Arbeitsplätze in der mittleren Lohnklasse geschaffen als sein Vorgänger: Waren unter Barack Obama vor allem Dienstleistungen im Billiglohnsektor entstanden, sind es heute auch Stellen in der Produktion und im Bau. Innerhalb eines Jahres stieg ihre Zahl von 12,3 auf 12,5 Millionen. Unter Obama war sie zuletzt rückläufig gewesen.

„Build the wall!“ – Baut die Mauer!

Aktuell bittet die Administration den Kongress um rund 18 Milliarden Dollar, um bis 2027 mehr als 700 Meilen neuer Befestigungen entlang der südwestlichen Grenze der USA zu errichten. Von dem Geld sollen neben der Mauer und moderner Überwachungstechnik auch 5.000 neue Grenzschützer und 2.500 Kontrolleure bezahlt werden.

Die Umsetzung seiner Immigrationsagenda kann sich sehen lassen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Insgesamt kamen zwischen Januar und November 2017 satte 94 Prozent weniger muslimische Flüchtlinge ins Land! Seit 2007 war die Ziffer im Schnitt kontinuierlich um 16 Prozent jährlich gewachsen. Noch 2016 war 45.000 Muslimen Asyl gewährt worden. 2017 standen dem nur 11.000 gegenüber, von denen die Hälfte auf den Januar und Februar, also Obamas letzte Monate, entfielen. Das Versprechen, christliche Flüchtlinge bevorzugt zu behandeln, scheint jedoch vergessen. Auch ihre Zahl sank.

Frieden mit Russland?

Die außenpolitische Bilanz ist gemischt. Der Islamische Staat ist heute allem Anschein nach am Ende, jedenfalls im Nahen Osten. Andererseits befördert Trump im Jemen saudischen Imperialismus. Die Nationale Sicherheitsstrategie für 2018 ist eine einzige Provokation gegen Russland.

Trotz dessen und der kriegerischen Rhetorik gegen Nordkorea haben viele Beobachter noch immer Hoffnung in den Mann. Wenn der Geschäftsführer von Apple statt iPhones fortan Teppiche herstellen wollte, so lautet eine Lesart, dann ginge das auch nicht von heute auf morgen. Washington stellt keine iPhones her. Washingtons Geschäft ist der Krieg.


Dieses Thema stammt aus dem neuen COMPACT-Magazin – ab dem 27. Januar am Kiosk. Jetzt im COMPACT-Shop.

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