Schüler tötet Mitschüler an Gesamtschule in Lünen – Täter soll Kasache sein – Moslem?

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Ein Schüler tötete am frühen Dienstagmorgen einen Mitschüler an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen (Kreis Unna). Täter soll Kasache sein. Davon sind die meisten Sunniten.

Tatort Schulgebäude. Um 8 Uhr morgens sticht der 15-jährige Täter auf den Mitschüler Leon H, (14) ein. Laut Informationen der BILD-Zeitung sticht er das Messer direkt in Leons Hals. Zeugen zufolge habe der Angriff eigentlich der Lehrerin gegolten. Leon habe sich zum Schutz vor sie gestellt, als der Angreifer das Messer zückte.

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft und die Polizei Dortmund teilen um 11:54 Uhr mit: „Bei dem Opfer und dem Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige. Der Tatverdächtige, der in Deutschland geboren ist, verfügt zusätzlich auch noch über die kasachische Staatsbürgerschaft. “

70 Prozent der Kasachen sind sunnitische Muslime. In Europa lebt die größte kasachische Minderheit in Deutschland. Bei uns lebende Kasachen stammen, laut Wikipedia, ursprünglich aus der Türkei, aus Marokko, Albanien, Mazedonien, Kosovo, Afghanistan, Syrien, Irak, Tunesien, Bosnien und Herzegowina, Libanon, Ägypten, Palästina und Pakistan.

Es ist anzunehmen, dass sich mit der Feststellung der Herkunft des Tatverdächtigen, der in Gewahrsam genommen wurde, die weitere Frage nach dessen Religion für Medien und Staatsanwaltschaft erledigt hat.

Eine Pressekonferenz wird erwartet.

Meldung von Dienstagfrüh:

Ein Schüler tötet am frühen Dienstagmorgen einen Mitschüler an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen (NRW). Noch keine näheren Angaben zu Täter und Opfer. Polizei Dortmund zu COMPACT: „Werden zu gegebenem Zeitpunkt mehr Informationen preisgeben.“

Laut laut BILD-Zeitung hat der Täter das Opfer erstochen.

Die Gesamtschule trägt das „Gütesiegel des Landes NRW“ und ist eine „Schule ohne Rassismus“.

Hier gibt es einen Fair-Trade-Weltladen, inklusiven Unterricht und zu den Qualitätskriterien heißt es auf der Onlinepräsenz: „Wir haben eine Schule, in der jedes Kind (…) Werte wie Toleranz, Aufrichtigkeit, Respekt, Solidarität und Nachhaltigkeit erlebt und bereit ist, Verantwortung für sich und die Welt zu übernehmen“. 

Aus der ersten Pressemitteilung der Polizei:

Ein minderjähriger Tatverdächtiger wurde kurz nach der Tat im Rahmen der Fahndung festgenommen.

Bei dem Opfer handelt es sich ebenso wie bei dem Tatverdächtigen um Schüler der Schule.

Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen.

Eine mobile Pressestelle der Polizei befindet sich am Einsatzort.

Seelsorger betreuen derzeit Angehörige sowie Schüler und Lehrer der Schule.

Aus der zweiten Pressemitteilung der Polizei (10:53 Uhr):

Zu der Art der Verletzungen des Opfers können wir derzeit noch keine Angaben machen. Die Spurensuche und die Ermittlungen vor Ort dauern an.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 14-jährigen Lüner, bei dem Tatverdächtigen um einen 15-jährigen Mitschüler aus Lünen.

Update 12:10 Uhr:

Laut aktuellen Informationen, die der Bild-Zeitung vorliegen sollen, handelt es sich beim Täter und beim Opfer um Jugendliche deutsch-russischer Abstammung. Zum Verlauf will man bei Bild in Erfahrung gebracht haben, dass der Täter nach der Tat zunächst flüchtete, dann aber um 8:48 Uhr „an einem nahegelegenen Kanal“ gefasst und „widerstandslos“ festgenommen werden konnte. Das Opfer muss von der Attacke wohl so schwer verletzt worden sein, dass es „noch auf dem Schulgelände“ verstarb.

Das ZDF Landesstudio bittet mit Verweis auf die Polizei darum, nicht über die Herkunft der Täter oder das Tatmotiv zu spekulieren. Gerüchte sind im Umlauf. Beide, Täter und Opfer, seien deutsche Bürger gewesen. Einer habe zumindest einen kasachischen Pass gehabt:

Die Gerüchteküche brodelt. Polizei und Massenmedien machen sich bereits Sorgen über die Spekulationen der Deutschen. Foto: Screenshot Twitter

 Update 12:28 Uhr:

Laut noch unbestätigten Informationen von Mitschülern, soll der Täter nicht mehr auf der Schule gewesen sein. Er wurde (warum?) wohl angeblich von der Schule verwiesen, hatte am Tag ein Gespräch mit der Schulleitung zur Wiederaufnahme.

Foto: Screenshot Twitter

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