Zu Beginn der Travemünder Woche ist es am Nachmittag in einem Linienbus im Lübecker Stadtteil Kücknitz zu einer, wie es in den Medien heißt, „Gewalttat“ gekommen, bei der mehrere Menschen verletzt wurden. Nur durch das geistesgegenwärtige Verhalten des Busfahrers konnten offenbar Todesopfer verhindert werden. Vieles deutet auf einen Terroranschlag hin.

    Wie ein Augenzeuge gegenüber den Lübecker Nachrichten berichtete, war der Bus voll besetzt, als ein orientalisch aussehender Fahrgast plötzlich einen Rucksack fallen ließ, aus dem Rauch aufstieg. Danach ist der Mann mit einem Messer wahllos auf andere Mitfahrer losgegangen und hat dabei Polizeiangaben zufolge acht Menschen verletzt: Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen, eine Frau wurde schwer verletzt.

    Der Fahrer hat den Schilderungen des Augenzeugens zufolge den Bus nach den Attacken sofort gestoppt und die Türen geöffnet, so dass die Fahrgäste nach draußen fliehen konnten. Der Täter konnte letztendlich durch das beherzte Eingreifen anderer Passagiere überwältigt werden und befindet sich nun in Polizeigewahrsam. Er soll Mitte 30 sein und aus dem Iran stammen.

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    Gegenüber den Lübecker Nachrichten erklärte Augenzeuge Lothar H. (87), der in der Nähe des Tatortes wohnt: „Die Passagiere sprangen aus dem Bus und schrien. Es war furchtbar. Dann wurden die Verletzte abtransportiert. Der Täter hatte ein Küchenmesser.“ Eine weitere Augenzeugin aus dem Bus wurde mit den Worten zitiert: „Eines der Opfer hatte gerade seinen Platz einer älteren Frau angeboten, da stach der Täter ihn in die Brust. Es war ein Gemetzel!” Bei der brennenden Flüssigkeit im Rucksack des Täters soll es sich um Brennspiritus gehandelt haben.

    Laut Oberstaatsanwältin Ulla Hingst seien die Hintergründe der Tat zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Der Täter werde heute noch vernommen. Sie sagte aber auch: „Nichts ist auszuschließen, auch kein terroristischer Hintergrund.“ Dem Tathergang zufolge scheint letzteres allerdings die wahrscheinlichste Variante zu sein.

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