Drohender Krieg: Millionen Nordkoreaner wollen zum Militär – Trump schlägt Chinas Hand aus

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Circa 3,5 Millionen Nordkoreaner sollen sich für die Armee beworben haben, um im Fall der Fälle gegen die USA in den Krieg zu ziehen, melden lokale Medien am Samstag. Chinas Präsident hat Trump in einem Telefonat die Möglichkeit gewährt, die Situation zu entschärfen, ohne „Gesicht zu verlieren“. Stattdessen droht ein Handelskrieg mit Peking.

Studenten, Arbeiter und pensionierte Soldaten sollen zurzeit Schlange stehen, um sich zum Militär einzurücken, berichtet Nordkoreas Yonhap News Agentur einen Tag nachdem China ankündigte, Pjöngjang im Falle eines US-Angriffs zu verteidigen.

Folgendermaßen zitiert Yonhap die Zeitung der nordkoreanischen Arbeiterpartei, Rodong Sinmun:

„All diese Menschen erheben sich im ganzen Land, um tausende Male gegen die USA zurückzuschlagen. In der Provinz Hwanghae-pukto haben allein am 9. August 89.000 junge Männer beantragt, sich zu verpflichten oder wieder zu verpflichten. Im Bezirk Taedong in der Provinz P’yŏngan-namdo reichten mehr als 20.000 Studenten, Parteimitglieder und Arbeiter einen Antrag zur Einberufung oder Wiedereinberufung ein.“

Mehr als 100.000 Bürger sollen sich am Mittwoch in Pjöngjang versammelt haben, um den Vergeltungsschwur der Regierung gegen die USA zu unterstützen. In vielen Städten soll es daraufhin ebenfalls zu kleineren Kundgebungen gekommen sein, behauptete die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Es könnte voreilig sein, reine Propaganda hinter den Zahlen zu vermuten. Seit Ende der 1970er Jahre lenkt die Staatsideologie Juche das Denken Nordkoreas, eine Weltanschauung, die besagt, „dass die Volksmassen Lenker der Revolution sind (…) dass der Mensch Herr über sein Schicksal ist, und dass er die Macht hat, dieses Schicksal selbst zu gestalten“, wie es in dem Buch Die Juche-Idee – Antwort auf 100 Fragen heißt.

Darauf wiegt zusätzlich die traumatische Erinnerung an US-Kriegsverbrechen während des Koreakriegs. „Der Norden kann niemals erlauben, dass sich so ein Szenario in Zukunft wiederholt“, heißt es im Nordkorea-Dossier von COMPACT 06/17. „Was es auch koste, sie müssen darauf vorbereit sein, sich zu verteidigen. Falls das den Einsatz von Atomwaffen bedeutet, dass sei es so. Selbsterhaltung ist die oberste Priorität.“

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Rasmussen zufolge, glauben 63 Prozent der Amerikaner, dass es in naher Zukunft zu einem Krieg kommt. Amerikanische Lokalmedien melden, dass Armee-Geschäfte massiven Zulauf verbuchen. Besonders gefragt seien Jodtabletten, welche die Schilddrüse vor radioaktiver Strahlung schützen sollen.

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China hatte Washington am Freitag in einem Editorial in der Global Times gewarnt, es werde nicht tatenlos zusehen, wie die USA Nordkorea präventiv angreifen. Am Samstag folgte ein Telefonat zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping.

Pekings Nachrichtenagentur Xinua kolportiert das Gespräch so:

In einem Telefont mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump bat Chinas Präsident Xi Jinping am Samstag dringend um Zurückhaltung bezüglich des Atomstreits auf der koranischen Halbinsel. (…)

Die beteiligten Parteien sollten Bemerkungen und Handlungen, welche die Spannungen auf der Halbinsel eskalieren lassen könnten vermeiden, sagte Xi, und fügte hinzu, dass China bereit sei, mit den Vereinigten Staaten auf angemessene Weise an einer Lösung des Problems zu arbeiten. (…)

Xi hob hervor, dass China und die Vereinigten Staaten die gemeinsame Interessen verfolgen, die koreanische Halbinsel zu denuklearisieren und Frieden und Stabilität aufrecht zu erhalten. (…)

Bei Angelegenheiten, die gemeinsame Interessen betreffen, einen engen Kontakt zwischen beiden Anführern zu bewahren, sei „sehr wichtig für die Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen“, fügte Xi hinzu.

Dass die Beziehung der Staaten eindeutig auf der Kippe steht, zeigt sich daran, dass dies der einzige Punkt ist, den die staatliche Nachrichtenagentur als Zitat wiedergibt (gefettet). Vom erweichenden Tonfall sollte sich Trump jedoch nicht zu viel versprechen. Es ist typisch für die Chinesen, dem Kontrahenten die Möglichkeit zu gewähren, Gesicht zu bewahren. Daher erschien die deutlichere Warnung auch über den Kanal Global Times. Persönlich werden dann weitaus gemäßigtere Töne angeschlagen. Die würden es Trump erhalten, zurückzuweichen.

Mehrere US-Medien melden jedoch, dass das Weiße Haus am Montag eine Untersuchung über chinesische Urheberrechtsverletzungen und erzwungene Technologietransfers einleiten wird. Eine Ankündigung aus Trumps Wahlkampf. Beobachter erwarten dann erst einmal einen ausgewachsenen Handelskrieg.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte vor einer Woche einstimmig scharfe Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Dessen Führung kündigte am Mittwoch an, einen Raketenangriff auf die US-Militärbasis Guam in Betracht zu ziehen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump dem Land „Feuer und Zorn“ angedroht, „wie es die Welt noch nie gesehen hat“. Am Samstag legte er nach und twitterte, das US-Militärmonster sei „geladen und entsichert“.

Weiterlesen: „Nordkorea – Feuer und Zorn“ von Pepe Escobar. Japan gießt Öl ins Feuer. Die Alarmglocken schrillen auch aufgrund blindwütiger Spekulationen über „mögliche“ stark verkleinerte Nuklearsprengköpfe Pjöngjangs.

Und: „Nordkorea sitzt auf Bodenschätzen im Wert von 6 bis 10 Billionen US-Dollar – Die Geier kreisen“. Das unterentwickelte Land verfügt über unerschlossene Rohstoffe im Wert von mehreren Billionen US-Dollar. Hauptabnehmer China sind fortan die Hände gefesselt.

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Über den Autor

Tino Perlick, Jahrgang 1982, studierte Kulturwissenschaften und Soziologie in Deutschland, Polen und den USA. Einem zweijährigen Intermezzo in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre folgte 2016 die Anstellung als Korrespondent bei COMPACT.

33 Kommentare

  1. Andreas Walter am

    ""China will es klarstellen, wenn Nordkorea Raketen startet, die amerikanischen Boden bedrohen und die USA dann zurück schlägt, wird China neutral bleiben", steht im Global Times Artikel."

    Sicher nett gemeint, doch auch auf dieses Versprechen würde ich verzichten. Aus drei Gründen:

    Erstens sind die VSA dafür bekannt, dass sie false flag Angriffe auch auf sich selbst inszenieren.

    Zweitens könnte auch jemand anderes mit Kernwaffen so einen Angriff auf die VSA inszenieren.

    und Drittens verringert das die Vorwarnzeit für China, öffnet China damit freiwillig im Konfliktfall einen Korridor für die VSA unmittelbar vor seiner eigenen Grenze. Und schon hat man am A**** die Räuber.

    Die VSA sollen sich darum mit ihrem Dreck bis hinter die Datumsgrenze zurückziehen, also bis maximal Midway und Johnston, als Vorposten für Hawaii. Das kann reichen. Die Datumsgrenze liegt zwar nicht genau in der Mitte des Pazifischen Ozeans zwischen Japan und den VSA, das wäre eher bei 170° West, wäre aber eine erstmal akzeptable Zwischenlösung. Auf den Marianen (Guam) aber und auf Wake Island haben die VSA ebenso wenig zu suchen wie unmittelbar vor der Küste Asiens. Doch auch im Südpazifik haben die VSA militärisch nichts zu suchen, auch nicht mit U-Booten. Würden sich alle Länder die über solche Waffen verfügen an so eine Regelung grundsätzlich halten wäre auch Ruhe. Die grossen Ozeane und Meere trennen nämlich Kontinente. Darauf läuft es doch langfristig eh hinaus. Freihandel lässt sich eh aus praktischen Gründen nicht vermeiden, doch Globalisierung und Imperialismus ist eh von den meisten unerwünscht. Sowohl nämlich der Kapitalistische wie auch der Kommunistische/Marxistische/nennt es wie ihr wollt.

    Zeit für neue Verträge, Abmachungen und Friedensangebote ist darum jetzt, denn die Welt hat auch schon so genug Probleme, beziehungsweise, bekommt sie jetzt in den nächsten Jahrzehnten (Energie, Rohstoffe, Ernährung, eventuell auch Klima und Meeresspiegel).

    Oder wollt ihr euch alle gegenseitig umbringen? Dann aber bitte mit biologischen Waffen. Stellt die Uhr dann aber auch nur um etwa 50, 60 Jahre zurück, denn jeden töten schaffen selbst die gefährlichsten Viren und Bakterien der Welt nicht. Ja, Gott ist grausam. LOL. Er zwingt förmlich die Menschheit dazu, immer intelligenter aber auch vernünftiger, stärker und widerstandsfähiger zu werden. Habe ich nichts dagegen.

    "Santana – While My Guitar Gently Weeps", auf YouTube

    • Andreas Walter am

      Hihihi, natürlich die, die auch die Erste gebaut haben, die "Amerikaner", vor fast genau 72 Jahren:

      Wishful Thinking – Hiroshima", auf YouTube ("Version" von HenningsEnkel)

      Am 6. August 1945 um 8:14 morgens (nicht 8:15).

      Ja, fällt mir auch gerade auf, dass dieses Jahr niemand in der Hauptstrompresse daran erinnert hat. Muss wohl von irgendetwas überschattet gewesen sein.

      Habe heute nämlich, eben gerade erst, das Lied wiedergefunden, was ich als etwa 12- oder 13-jähriger bereits mit meinem Kassettenrecorder aufgenommen habe. Warum das damals in den Charts lief, das Lied ist von 1971, weiß ich nicht, oder hatte Volker Rebell auch mal so eine Sendung, in der man die Lieder wieder reinwählen konnte? Damals wohnten wir für kurze Zeit in Deutschland, in der berühmten Hochhaussiedlung in Oberursel, nicht weit von Camp King. Dessen Bedeutung kannte ich aber damals auch noch nicht – oder die der Villa Schuster in Kronberg. Wie ich so vieles damals noch nicht wusste, für mich die vielen Urlaube in den VSA als Kind einfach nur eine tolle und interessante Abwechslung zu Mexiko waren, wohin wir dann kurze Zeit später wieder zurückkehren sollten.

      In den VSA hatte der Song allerdings keinen Erfolg, aus verständlichen Gründen, in Deutschland jedoch schaffte er es bis auf Platz 8 und hielt sich ganze 44 Wochen lang in den Charts. Trotzdem war es der einzige Hit, den Wishful Thinking jemals hatte.

      "August 6, 1997: The United States imposes new sanctions on two additional North Korean entities for unspecified missile-proliferation activities.*" [das war unter William ("Bill") Jefferson Clinton]

      https://www.armscontrol.org/factsheets/dprkchron

      Hihihi, man achte auf den Namen des Prosecutors, des "Großinquisitors":

      "Bill Clinton Being Asked About "THE CIGAR" By Special Prosecutor", auf YouTube

      Haben sie dich also reingelegt, Billy. Gegrillt haben sie dich, denn sie wussten natürlich alles. Gibt ja nicht nur sowjetische Spione und Agenten im Weissen Haus. LOL

      "Beth Hart – Jazz Man (Official Lyric Video)"

  2. Bernd Nowack am

    Trump hat schon wieder ein neues Opfer des us-amerikanischen Imperialismus auserkoren: Venezuela!

    US-Präsident Donald Trump droht Venezuela mit militärischer Option, wenn Venezuela nicht nach der Pfeife der USA tanzt. Es paßte den USA schon lange nicht, daß dort die Ölindustrie verstaatlicht wurde und Venezuela einen nationalen Kurs fuhr. Es folgte wie in vielen vergleichbaren Fällen, ein massiver Boykott seitens der USA und seiner lateinamerikanischen Vasallen und die Unterstützung bourgeoiser Kreise in Venezuela, denen die soziale Umverteilung der Regierungen Chavez/Maduro ein Dorn im Auge von Anfang an waren.

    Anfängliche normale Demos gingen in offenen Terrorismus über. Erst vor ein paar Tagen starben viele Polizisten in einer Sprengfalle der Terroristen. Da die Mehrheit des venezolanischen Volkes hinter Maduro steht und ein Umsturz nur die Unterstützung der ausbeuterischen Bourgeoisie hätte, erwägt nun Trump militärisch von Außen einzugreifen.

    Ein Gesprächsangebot von Maduro lehnte Trump ab!

    Das sagt doch alles! Weltgendarm USA!

  3. Also ich habe den USA noch nie getraut aber ich trau den Chinesen genau so wenig.Ein so menschenverachtendes Regime wuensch ich mir auch nicht als zukuenftige Weltmacht.Die wuerden dann ihre sogenannten Werte den anderen Voelkern aufzwingen!Eine Welt ohne Supermacht waer mal was schoenes!

    • Es müsste jedoch klar sein, dass die Chinesen keine Demokratie gewähren können, da sich dann so Typen wie Soros und Konsorten mit ihren Jüngern breit machen würden…….. In Westeuropa hat die NWO-Gehirnwäsche über Jahrzehnte schon zur faktischen Selbstauflösung beigetragen !

      Und zu China noch folgender Rat: Was wir über China wissen, ist das, was wir über China wissen sollen. Für die nötigen Kenntnisse und Einstellungen sorgen schon so Denkfabriken wie das CFR…

  4. Volker Spielmann am

    Leichtfertig verachten sollte man das VS-amerikanische Söldnerheer nicht

    Wohl kann man von den heutigen VS-amerikanischen Kriegsknechten sagen, was der Herzog von Wellington über die englischen Soldaten seiner Zeit gesagt hat, sind diese doch nicht minder der „Abschaum der Erde“, sprich aus den niederen Schichten ausgehobene Truppen unter die sich bisweilen auch Kleinkriminelle mischen. Ein Grund zur Verachtung ist dies nur sehr bedingt, weil dieser Nachteil durch eine entsprechende Schleifung während der Ausbildung weitgehend beseitigt werden kann. Zudem können diese Söldner wesentlich besser motiviert sein, als es ihre wehrpflichtigen Vorläufer waren: Ihr Militärdienst versorgt nämlich ihre Familien mit Einkommen und eröffnet ihnen selbst den Weg zu einer Berufsausbildung. Die zeitliche Begrenzung der staatlichen Armenhilfe sorgt hier dafür, daß die Armen nur schwer zum Militär nein sagen können. Mit solchen Soldaten hielt der Wellington übrigens bei Belle-Alliance dem Napoleon lange genug stand, bis unsere Preußen ihm zur Hilfe kommen konnten…

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  5. Aha,China verfolgt also das gleiche Ziel wie die USA, nämlich Nordkorea zu denuklariseren! Da ist die (tatsächlich) papierene Schutzandeutung der Global (?) Times,allerdings das Papier nicht wert,auf welches sie gedruckt ist.

    • China will Nordkorea in das eigene "Vasallenverhältnis" drängen. Kim Jong Bumm gehorcht nicht so gut wie der verstorbene Papi.

  6. EinSteuerzahler am

    Manchmal kommt es mir vor, als ob die Medien einen Krieg anzetteln wollen, um wieder richtig zu tun zu haben. In Punkto Kriegshetze und Menschen einschüchtern sind sie ja klasse. Besonders in Deutschland.

  7. Mir kommt da gerade ein Gedanke.
    Soldaten arbeiten nicht, sie fehlen in der Landwirtschaft und in der Produktion, sie kosten also nur. Auf diese Art lässt sich auch ein Land destablisieren. Könnte das Trumps Hintergedanke sein?
    Verbalattacken, um im nächsten Winter eine Hungersnot auszulösen.

    • Michael Höntschel am

      Michael, dieses böse Spiel soll ja schon einige Jahre laufen. Man wird also scheinheilig mit der hungernden Bevölkerung fühlen. Ziel von Terror ist es, die Unzufriedenheit der Bevölkerung so zu steigern, bis sie das Regime stürzt.

    • Hunger gibt es derzeit in Nordkorea seit einigen Jahren nicht mehr, aber es gibt nachweislich zwischen Peking und Pjöngjang unterschiedliche Auffassungen, wie das Verhältnis zwischen beiden Staaten auszusehen hat.

  8. Andreas Walter am

    Viele Soldaten nützen in dem Fall aber nur den Nordkoreanern, wegen dem grossen Gewässer zwischen den beiden Kontrahenten. Auf den kleinen Inseln im Pazifik war das etwas anderes, auf dem Festland jedoch wären die VSA sofort in der Unterzahl. Aus dem Grund wollten sie auch schon 1945 das japanische Festland nicht erobern, haben stattdessen Atombomben geworfen. So ein Krieg kann darum nur technisch beziehungsweise ökonomisch gewonnen werden. Auch die Südkoreaner werden darum einen Teufel tun, sich für die Amis dort abschlachten zu lassen. Am D-Day hatten die Alliierten auch nur Glück im Unglück, weil die Deutschen bereits schon so geschwächt waren, hatten aber trotzdem noch sehr hohe Verluste an den Stränden der Normandie. Aus dem gleichen Grund hat auch Hitler die Operation Seelöwe nie durchgeführt, wieder verworfen.

    Ich denke deshalb auch, es geht mehr um Bange machen und um die Militärs und Rüstungsfirmen der VSA zu unterstützen, die VSA auf Abwehr und Schutzschirme, mehr Abgrenzung einzustimmen.

    Solange die Chinesen also die Nordkoreaner unterstützen und nicht angreifen hat Nord Korea darum nichts zu befürchten. Anstelle der Atomsprengköpfe würde ich an Kims Stelle daher lediglich buntes Konfetti auf Guam und Hawaii, auf San Francisco und Los Angeles regnen lassen. Dann würde sich nämlich fast die ganze Welt über die Amerikaner totlachen und so könnte er dann auch sofort die "Weltherrschaft" übernehmen.

    Ja, leid können einem darum jetzt womöglich die Iberoamerikaner tun, weil die VSA sie ab jetzt und in Zukunft noch mehr brauchen (und missbrauchen) werden als je zuvor. Wobei auch hier militärisch gilt: Bei Panama ist im Grunde Schluss, sogar schon vorher, weil Mittelamerika ein Nadelöhr ist. Militärisch betrachtet sind daher Nord- und Südamerika zwei Kontinente, wird Mexiko in Zukunft sehr davon Profitieren wenn sich die VSA und China zerstreiten. Die Asiaten denke ich werden sich wiederum mit der Zeit "buddhistisch" arrangieren und auch Russen und Chinesen können koexistieren, einander brauchen. Ist doch auch besser als sterben.

    • Karl Blomquist am

      @Andreas Walter
      Die Lateinamerikaner sind dazu ausersehen, das ganze zu bezahlen. In Europa werden die USA nach ihrem WK III ja nichts mehr holen können.

  9. Karl Blomquist am

    Man staune: FAZ gibt Kommentarfunktion frei:
    „Wenn Trump in den Krieg ziehen will“/ „Pflicht zum Beistand“

    Leserbriefe, Beispiele:
    „An der Darstellung ist fast alles richtig. Nur der Satz: “Nordkorea unterstellt USA feindseligePolitik“ ist zu beanstanden. NK unterstellt das nicht: Es IST so. Und seit Bushs Krieg im Irak wusste Nordkorea, was ihm blühen konnte.“

    „Was bezweckt man mit dieser Eskalation? Kim wird sicher nicht auf seine Atomwaffen verzichten, sind sie doch seine Lebensversicherung gegen einen US-Angriff . Dass er selber angreift, ist höchst unwahrscheinlich. … Ein Angriff auf Nordkorea würde unweigerlich zu einem Konflikt mit China führen. Ob Trump das wirklich riskieren will? Unwahrscheinlich, aber bei ihm sollte man nichts ausschließen.“

    „Ich würde lieber Nordkorea beistehen,
    wer nicht vor den Amerikanern kuscht, hat fast jeden Beistand verdient. Wer ist denn seit Jahren das Hauptproblem auf unserer Welt. Wer hat denn mit Abstand die höchsten Rüstungsausgaben, wer ist für den Schlamassel im Nahen Osten verantwortlich, wer ist der größte Energieverschwender und Umweltverschmutzer. Wer ist für die Bankenkrise verantwortlich, woher kommen die Hedgefonds, wer hat die größten Dopingsünder, wer überschwemmt die Welt mit unausgereiften Genpflanzen und Produkten …??? Wer vernachlässigt große Teile seiner Bevölkerung, läßt sie ohne KV steckt Millionen Leute in den Knast, läßt die Polizei abknallen wen sie will …??? Unter der Weltherrschaft der Amerikaner hat sich die Welt in den letzten Jahren nicht wirklich zum Besseren entwickelt könnte man wohl sagen.“

    Man staune! So etwas realistisches liest man sonst bei Compact, aber doch nicht in der FAZ, in den Artikeln sowieso nicht, und auch in den zensierten Kommentarspalten seit vielen Jahren nicht. Was steckt dahinter?
    Ist der Druck seitens der Leser so groß, dass man nicht umhin kann, ein Ventil zu öffnen?
    Oder ist es so: Bei der Plünderung der deutschen Ersparnisse durch den ESM oder der Destabilisierung Deutschlands per mohammedanische Masseninvasion sind hochbezahlte Mainstream-Journalisten nicht unbedingt selbst betroffen. Bei dem von den USA geplanten großen Krieg sieht das schon anders aus: da könnte auch ihr eigenes schönes Zeitungshaus plattgemacht werden und mit dem Luxusgehalt ist es dann Essig?
    Aber noch nicht einmal jetzt bringen die Mainstream-Journalisten den Mut auf, Ross und Reiter zu nennen: man schimpft ein bisschen auf den „unfähigen“ Trump, um ja nicht am Heiligenschein der USA zu kratzen. Denn sonst wäre der Job noch am selben Tag weg.
    Hans-Dietrich Sander hat wohl recht:
    „Der Weg dahin wird über Ruinen führen. Das westliche Hegemonialsystem wird sich nicht ohne Katastrophenentladungen auflösen.“

  10. Karl Blomquist am

    Destabilisierungspolitik und Kriegsvorbereitungen der USA

    Selbst wenn der Zusammenhang zwischen der Destabilisierungspolitik und den Kriegsvorbereitungen der USA (siehe auch Willy Wimmer zu NATO-Übung Wintex/Cimex 1989) auf den ersten Blick nicht so einfach zu erkennen ist, so kommt man doch an zwei Tatsachen nicht vorbei:
    1. Es ist beides mal derselbe Verursacher: die USA (und England)
    2. Destabilisierungen und Kriegsvorbereitungen finden zeitgleich statt.

  11. Karl Blomquist am

    Wollen die USA ihren geplanten Krieg gegen China zeitlich vorverlegen?

    Warum wollen die USA ihren großen Krieg in kürze führen?
    Den USA geht es wie in WK I und WK II um die VERNICHTUNG des Haupthandelskonkurrenten, diesmal Chinas. Die Angelsachsen gehen damit bereits das dritte Mal nach diesem Muster vor: WK I und WK II planten und starteten sie ebenfalls um den Haupthandelskonkurrenten zu vernichten: seit 1897 verfolgen England und die USA ihr Ziel des Germaniam esse delendam (Deutschland muss vernichtet werden). Einen Unterschied gibt es beim WK III allerdings zu WK I und WK II: die beiden vergangenen Weltkriege WOLLTEN die Angelsachsen führen, um den Konkurrenten zu beseitigen. Aber sie MUSSTEN es nicht. Nun haben sie ihr Imperium dermaßen überdehnt, dass ihr Absturz unvermeidlich bevorsteht, und zwar bald. Da die USA um jeden Preis erste Supermacht bleiben wollen (70 Prozent der US-Politkaste wollen dafür den großen Krieg führen, gemäß Staatssekretär Andreas von Bülow), MÜSSEN sie es nach ihrer Logik diesmal sogar. Sie werden China also ziemlich sicher angreifen. Ob über den Hebel Korea oder über einen anderen Vorwand.

    Eigentlich sah die Planung der USA nun so aus: zunächst Mitteleuropa/Deutschland zu destabilisieren: um zu verhindern, dass Deutschland, dessen Territorium als ein Hauptschlachtfeld vorgesehen ist, das also vernichtet werden soll, sich um der Vernichtung zu entgehen auf die Seite Chinas und Russlands schlägt. Dann Russland zu zerlegen. Und zum Schluss den Haupthandelskonkurrenten China zu vernichten. Aber so wie die US-Regierung herumpoltert, stellt sich die Frage: Wollen die USA eventuell den Angriff auf China vorverlegen?
    Dies wäre ein weitaus schlechteres Szenario als das ohnehin drohende, da der Welt dadurch keine Zeit mehr bleibt sich vorzubereiten.

    • Andreas Walter am

      Sie vergessen Russland, Herr Blomquist.

      Durch das Handelsembargo der EU ist China jetzt wahrscheinlich der wichtigste Handelspartner Russlands geworden. Diesen kann Russland nicht einfach im Stich lassen, ohne damit sein eigenes Todesurteil zu unterzeichnen. Russland in die Arme Chinas zu treiben war darum auch nicht besonders klug.

      Hahaha, damit hat man eigentlich genau das gemacht, was man seit über 100 Jahren zwischen Deutschland und Russland versucht hat zu vermeiden. Nur das die Mongolei nicht die Pale, Polen oder die Ukraine ist. Sogar die Südkoreaner und Japaner beteiligen sich bereits an der Entwicklung der Mongolei, wird eine dritte Zugstrecke der nördlichen Projekte der Neuen Seidenstrasse auch durch dieses Land wahrscheinlich schon bald bis nach Europa führen, auch über Russland.

      Und dann sind da auch noch die vielen Anderen, die mit den VSA auch noch eine Rechnung offen haben. Japan zum Beispiel. Darum irrt sich in dem Fall auch Patrick J. Buchanan wenn er glaubt, die VSA könnten Japan und Südkorea mit Atomwaffen versorgen. Es gäbe dann keine bessere Gelegenheit für Japan, sich für an China begangenes unrecht im Zweiten Weltkrieg dadurch zu entschuldigen, in dem es sich sobald es bewaffnet ist von den VSA lossagt und trotzdem gleichzeitig dadurch seine volle Souveränität zurückerlangt. Japan ist doch ebenso wie Taiwan und Südkorea derzeit nichts weiter als ein amerikanisches Cuba, und auch darum ohne Kernwaffen. Wie wir Deutschen eben auch, Vasallenstaaten der VSA.

      Ich versteh‘ darum das Gejammer gerade von den Amis nicht. Mexiko, Kanada und die VSA ist doch auch eine gewaltige Gemeinschaft, mit der man auch so gut wie alles auf die Beine stellen kann. Die sollen ihr LNG darum selbst verbraten, dann brauchen sie auch Qatar und Iran nicht mehr anzupissen, oder Venezuela. Das Zeug hält eh auch nicht ewig, sind langfristig eh andere Wege gefragt.

      • Karl Blomquist am

        @Andreas Walter
        Vollkommen richtig, es wäre für die USA äußerst riskant, mit der Hauptmahlzeit (so wie die US-Regierung es sich denkt) China anzufangen, weswegen es sehr unwahrscheinlich ist dass sie so handeln. Aber was wenn die Welt die US-Pläne durchschaut, und ihnen nichts mehr bleibt als den Bankrott zu erklären oder loszuschlagen?

    • EinSteuerzahler am

      Nur werden die USA in diesem Krieg auch ihren nicht unerheblichen Teil abbekommen. Hoffen wir, es wird nicht dazu kommen.

      • Karl Blomquist am

        @EinSteuerzahler
        Theoretisch muss es nicht zum Äußersten kommen. Wenn wir Deutsche in der Mehrheit die Lage kapieren würden, könnten wir zu 51 % AFD wählen, Vorräte anlegen, Haus und Dorf befestigen, sonstige Arbeitsleistung vorübergehend herunterfahren, und so dem System ziemlich viel Energie entziehen.

    • Ich weiß nicht, ob der Krieg gegen China eine reale Option ist. Es gibt Kreise, die den Krieg wollen, aber die Eliten wollen ihn erkennbar nicht. Als vor kurzem einige bekannte US-Politiker davon abrieten, die sonst immer im Fahrwasser der Schattenmächte argumentierten, war mir klar: Ein heißer Krieg gegen China würde vermutlich das Ende der Dollarhegemonie einleiten, da die Chinesen ihre massiven Dollarreserven als finanzpolitische Waffe einsetzen werden, wenn sie in der Existenz bedroht sind. Das würde zwar ihnen selbst schaden, aber mehr den USA. Mit dem bestehenden Geldsystem lässt sich derzeit allerdings noch mehr plündern – warum es also aufs Spiel setzen?

      • Karl Blomquist am

        @Arbeiter
        Vielleicht weil die USA faktisch bereits bankrott sind und China demnächst sowieso friedlich übernehmen wird? Was passiert mit der US-Oligarchie, wenn sie den Bankrott erklären muss? Und einen Gorbatschow haben sie nicht.

  12. Karl Blomquist am

    China wird Korea beistehen

    Genauso wie Deutschland 1914 Österreich-Ungarn beigestanden hat.
    Weil der Feind (USA und England) es sonst auf einem anderen Wege versucht, wobei die eigene (Chinas) Position dann geschwächt wäre. Denn das Ziel der Angelsachsen heißt nicht Korea sondern China, ebenso wie es 1914 nicht Österreich-Ungarn sondern Deutschland hieß.
    Der Zusammenhang zwischen der Destabilisierung Europas und den US-Kriegsplänen gegen China und Russland sollte unbedingt erläutert werden, denn jene wird durchgeführt um diese zu flankieren. Warum? Um zu verhindern, dass Deutschland, dessen Territorium als ein Hauptschlachtfeld vorgesehen ist, das also vernichtet werden soll, sich um der Vernichtung zu entgehen auf die Seite Chinas und Russlands schlägt.

  13. Da droht gar nichts, weil Trump nicht darf:
    [INFOWARS.com: "Merkel Orders Trump ‘Calm Down’ as North Korea Crisis Peaks Over Guam Threat"]

    Trump muß sich einen anderen Deal suchen:
    [DW.com: "US-Präsident Donald Trump droht Venezuela mit militärischer Option"]

    • heidi heidegger am

      etwas selektiv betrachtet m.e. ; bleib‘ doch mal objektiv und stimm‘ mir zu: ostasien/nkorea (hammer-sichel-pimmel äh pinsel) ischd geheimnisvoll-inkommensurabel wie die heidi (sonne-busen hammer/m. kippenberger). gern hätte ich, daß der forumskalender/zeitrechnung mit dem heidi-blogbeitritt beginnt, quasi, hihi.

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