Dortmund: 20 Euro Bußgeld für Obdachlose, die draußen übernachten

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Der von der SPD seit anno dazumal heruntergewirtschaftete Multikulti-Alptraum im Ruhrpott brummt wohnungslosen Menschen Geldstrafen auf, wenn sie nicht in No-Go-Areas ausweichen.

Neben der Kälte kann die Nacht unter freiem Himmel für Obdachlose in Dortmund „zusätzliche Konsequenzen haben“, berichtet das Stadtportal dortmund24. „Denn sie müssen immer öfter ein Knöllchen in Höhe von 20 Euro zahlen, wenn sie an der falschen Stelle übernachten und von Mitarbeitern des Ordnungsamtes erwischt werden“.

Obdachlose haben keine geregelte Arbeit, keine gemeldete Adresse, keine Bankverbindung. Dennoch berichten Sozialarbeiter aus dem abgewrackten Dortmund von Bedürftigen, die vom Ordnungsamt angewiesen wurden, innerhalb von sieben Tagen 20 Euro zu überweisen.

Die Redakteurin des Straßenmagazins Bodo, Alexandra Gerhardt: „Wir befürchten eine Verdrängung von obdachlosen Menschen aus der Innenstadt in abgelegenere Orte.“ Zum Beispiel in von Migranten beherrschte No-Go-Areas? „Ich denke nicht, dass Obdachlose in der Nordstadt ein Bußgeld bezahlen müssen. Das kann ich mir nicht vorstellen”, wird sie zitiert.

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat die SPD-regierte Stadt Dortmund 2017 insgesamt 407 Verstöße gegen „Lagern, Campieren und Übernachten auf öffentlichen Plätzen“ ausgesprochen.

Die Stadt verweist auf diverse Notfallschlafstellen, die jedoch um die sieben Euro pro Nacht kosten. Zudem scheuen viele Obdachlose diese Einrichtungen, da es dort immer wieder Fälle von Gewalt und Diebstahl gibt. Auch die oft einzigen Gefährten der Obdachlosen sind dort nicht gestattet: Hunde.

Hunde dürfen nicht draußen schlafen

Dem obdachlosen Bodo-Verkäufer Egon nahm das Dortmunder Ordnungsamt vor wenigen Tagen seinen Mischling Hanni weg. Die Kritik von Tierschützern laut dortmund24: „Hanni würde nicht artgerecht gehalten.“ Ein Leser kommentiert: „Menschen DÜRFEN in diesem reichen Land auf der Straße leben, für Hunde ist das unzumutbar. Da SORGT sich der Staat um das Tierwohl. Zynischer geht es nicht.“

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat die SPD-regierte Stadt Dortmund 2017 insgesamt 407 Verstöße gegen „Lagern, Campieren und Übernachten auf öffentlichen Plätzen“ ausgesprochen.

Laut Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. lebten in Deutschland im Jahr 2016 circa 52.000 Menschen ohne jede Unterkunft auf der Straße (Tendenz seit Jahren steigend). Rund 420.000 Menschen hätten keine eigene Wohnung gehabt. Durch den Zuzug von Flüchtilanten werde diese Zahl im Jahr 2018 auf 1,2 Millionen steigen.

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Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

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