Doppelter Kieferbruch: Brutaler Überfall auf AfD-Landtagsabgeordneten

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Der saarländische AfD-Landtagsabgeordnete Lutz Hecker wurde in Homburg überfallen und schwer verletzt. Der oder die Täter raubten ihn aus und ließen ihn bewusstlos liegen. Albrecht Glaser, stellvertretender Bundessprecher der AfD, nahm die brutale Attacke zum Anlass auf seiner Facebookseite über das Thema zu schreiben:

Ich bin mit Lutz Hecker wenige Stunden vorher im ICE gesessen und daher in besonderer Weise erschüttert und zornig. Ich kenne meinen liebenswerten Freund Hecker recht gut. Es ist Abgeordneter im Saarländischen Landtag. Er ist studierter Naturwissenschaftler und war bis zum Einzug in den Landtag in einem Unternehmen in entsprechender Funktion beschäftigt. Er ist verheiratet und hat mehrere Kinder.

Er ist ein ausgesprochen zurückhaltender und nachdenklicher Mensch, der auch genauso seine politischen Aufgaben wahrnimmt. Er ist ein scharfsinniger Kopf und ein akkurater Arbeiter. Lutz Hecker ist die Inkarnation des anständigen Bürgertums in diesem Lande, das seit Jahren vom terroristischen außerparlamentarischen Arm der politischen Linken in Deutschland auf vielfältige Weise bedroht, eingeschüchtert und eben auch im öffentlichen Raum körperlich attackiert wird.

COMPACT-Autor Christian Schwochert interviewte den Geschädigten:

Schwochert: Herr Hecker, Sie wurden in der Nacht zum 05. August in der Innenstadt von Homburg angegriffen und ausgeraubt wurde. Wie geht es Ihnen im Moment?

Hecker: Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Der Unterkiefer ist an zwei Stellen mehrfach gebrochen. Diese Bereiche wurden mit Titanplatten stabilisiert. Die weiteren Maßnahmen dienen ebenfalls der Fixierung des Unterkiefers und erlauben nur die Aufnahme von entsprechend weicher Nahrung für die nächsten 6-8 Wochen. Weiterhin hatte ich eine Platzwunde am Hinterkopf.

Schwochert: Können Sie den Tathergang in der Eisenbahnstraße schildern?

Hecker: Den Tathergang kann ich nicht beschreiben. Ich war mindestens eine Stunde bewusstlos und habe daher keinerlei Erinnerung.

Schwochert: Was ist anschließend passiert?

Der AfD-Abgeordnete Lutz Hecker. By Harald Krichel from Wikimedia Commons.

Hecker: Ich habe den Vorgang unmittelbar, nachdem ich zu mir gekommen war, auf der benachbarten Polizeiinspektion zur Anzeige gebracht. Die Schwere der Verletzungen war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Trotz starker Schmerzen bin ich entgegen dem Rat der Polizisten zunächst nach Hause gefahren (ich bin abgeholt worden). Am nächsten Vormittag wurde dann jedoch recht schnell klar, dass im Kieferbereich ernsthaft etwas kaputt sein muss und ich habe mich in das Uniklinikum nach Homburg fahren lassen, wo dann die Verletzungen diagnostiziert wurden. Wegen einem Schädel-Hirn-Trauma war ich zunächst zur Beobachtung in der Neurologie und wurde dann am Dienstag morgen am Kiefer operiert.

Schwochert: Wissen Sie bereits, ob es sich um eine politisch motiviterte Tat handelt?

Hecker: Eine politische Motivation kann ich nicht ausschließen, jedoch habe ich derzeit auch keinerlei Anhaltspunkte dafür.

Schwochert: Gab es im Vorfeld Drohungen gegen Ihre Person?

Hecker: Drohungen von politischen Gegnern gab es im Vorfeld gegen meine Person nicht.

Schwochert: Wie beurteilen Sie die Berichterstattung der etablierten Medien über den Fall? Wurde über diese Tat ebenso berichtet, wie wenn ein Politiker von CDU/SPD/Grüne/Linke/FDP angegriffen worden wäre?

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Hecker: Die Berichterstattung der saarländischen Medien, soweit ich diese wahrgenommen habe, war sehr sachlich.

Schwochert: Haben die etablierten Parteien Solidarität mit Ihnen bekundet und das Verbrechen verurteilt, so wie sie es beispielsweise bei dem Angriff auf Frau Reker taten?

Hecker: Ich habe vielerlei Genesungswünsche bekommen, darunter auch von hochrangigen Vertretern des Landtages, des Saarpfalz-Kreises und auch aus den Landtagsfraktionen.

Schwochert: Vielen Dank. Das COMPACT-Team wünscht Ihnen gute Besserung.

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