Die Seele meines Volkes oder: Von außen sieht vieles ganz anders aus

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Sieben nächtliche Gedanken nach der Durchquerung des Dartmoors

_ von Helmut Roewer

(1) Wenn man dem Postulat zustimmt, dass ein Volk eine Seele hat, kommt man ins Grübeln über deren Zustand. Dieser ist so komplex, dass Reparaturmaßnahmen von vornherein zum Scheitern verurteilt scheinen.

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Seele (2): Die Frage einer Volksseele stellt sich dem nicht, der die Existenz eines Volkes per se in Abrede stellt. Das Nichtvolk ist ein Menschenhaufen, dessen Einzelteile miteinander, wie man neudeutsch sagt, interagieren. Indessen trägt diese Soziologenerkenntnis zum gedeihlichen Miteinander nichts bei.

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Seele (3): Das um seine Volkszugehörigkeit gebrachte, entfesselte Individuum begibt sich mit der debilen Beschwichtigung, das Recht müsse jeden Tag neu ausgehandelt werden, auf geradem Wege zum Faustrecht. Dieses Individuum wird notwendig an Horden scheitern, die einen gemeinsamen Willen entwickelt haben. Es liegt nahe, dieses Gemeinsame als Seele zu bezeichnen.

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Seele (4): Das Auftauchen von Horden erfordert, zum Volk zurückzufinden. Die Reparatur seiner Seele ist das Gebot der Stunde.

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Seele (5): Die Reparatur der Volksseele findet über die Wiederentdeckung des Gemeinsamen statt. Das Gemeinsame ist das Wiedererkennen von Geschichten, die einem bekannt vorkommen. Diese Geschichten bilden einen Grundsumpf des Verstehens: Es genügt ein fragmentarischer Hinweis und ich lächle, denn ich habe begriffen.

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Seele (6): Machen wir uns auf den Weg und erzählen uns Geschichten. Sie handeln von erstrebenswerten Vorbildern und davon, dass unser Volk eine uneinnehmbare Festung ist, in deren Mauern wir uns frei bewegen können.

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Seele (7): Die Volksseele hat ein Passwort: „Wir Deutschen“. Es öffnet die Tür zu einer bunten Welt, gespeist aus Überzeugung und Gefühl. Wer es nicht verwendet, dem bleibt diese Welt für immer verschlossen.

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11 Kommentare

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    Sowas gab es wohl noch vor 200 Jahren,aber heute möchte Ich ausdrücklich feststellen,daß ich mit der großen,linksverkommenen Mehrheit dieses Volke k e i n e gemeisame Seele habe.

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    Hm,Ich finde es amüsant,wenn Leute,die dem Individuum eine Seele absprechen,dem Volk eine zusprechen wollen. Was es gibt ist ein für jedes Volk typischer Volkscharakter,der bei aller Variationsbreite das häufig azutreffende Mittel beschreibt. Beispiel: nicht all Franzosen essen gern gut und viel,aber die meisten doch.

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    Je verschwurbelter man etwas definiert, umso eher wird es geglaubt. Das gehört zur Psychologie der Massen. Nachzulesen bei Gustave Le Bon.
    Und so liefen in trauter Glückseligkeit 3/4 der Deutschen und 4/5 der Österreichischen Wahlberechtigten in die Wahllokale, obwohl man da garnix zu trinken kriegt.
    Demokratie ist die Diktatur der Dummen.

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    Richtig!
    Ja, das Volk hat eine Seele. Sie wurde schon oft beschworen und es hat oft geholfen.
    Wenn man erkennt, dass diejenigen, welche die Volksseele negieren oder abschaffen wollen eigentlich nur stark sind, weil das Volk als Inhaber der Volkseele schwach ist, dann ist schon viel gewonnen. In den Koepfen keines Volkes der Erde gibt es so viele Tabuzonen wie in den Koepfen der Deutschen. Wenn man erkennt, dass die sogenannten Staerken der Gegner des Volkes gleichzeitig auch ihre groessten Schwaechen sind, kann man sie genau an diesen Stellen angreifen und auch schlagen. Dazu benoetigt man keine Partei. Schon eine kleine, aber zu allem entschlossene Minderheit kann die Ideologen so vorfuehren, dass ihnen niemand mehr glaubt und folgt. Die Gruenen z.B. haben alles verraten was mit Umwelt zu tun hat. Da hilft auch Greta Klimason nicht. Ein Koffertraeger aus der CDU ist BT-Praesi.usw. Dies als Waffe eingesetzt und von jedem einzelnen Patrioten, einem Haeuserkampf gleich, mit Mut und Entschlossenheit hinausgetragen wird Erkenntnis bringen und den Seelenmord am Deutschen Volk verhindern. Habt Mut, sprecht wieder miteinander.

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    heidi heidegger am

    Seele (5) und (6): Filmgeschichten auch? dafür ist die heidi immer zu haben:

    Eva Mattes (* 14. Dezember 1954 in Tegernsee) ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin und ihre Mutter schauspielerte unter Goebbels, quasi. -> Der Postmeister ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1940. Der Film entstand sehr frei nach der Erzählung Der Postmeister (Originaltitel: Станционный смотритель / Stanzionny smotritel) von Alexander Puschkin. Der Film entstand 1939/1940 in Wien, unter anderem am Bahnhof Klein-Schwechat (heute Kaiserebersdorf). Bei Schwechat ist der Wiener Flughafen (anm. hh).

    Nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion im Sommer 1941 kam der Film nicht mehr zur Aufführung in den Kinos, da er dem goebbelsschen Propagandaministerium ein zu sympathisches Bild der russischen Menschen zeigte, die jetzt als Feinde galten.

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      Das Filmfestspiel von 1940 fand vom 8. August bis zum 1. September statt. Die Jury wählte folgende Filme als Preisträger aus:

      Bester ausländischer Film: „Der Postmeister“ von Gustav Ucicky
      Bester italienischer Film: „L’Assedio dell’Alcazar“ von Augusto Genina

      Und das der Film mit Heinrich George im Krieg mit den Bolschewisten nicht mehr aufgeführt wurde ist nur logisch.

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        heidi heidegger am

        Der Film gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1940 den Mussolini-Pokal als bester ausländischer Film.

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        Im (geschlossenen ) Chemnitz-Faden wollte mir eine Russin mit seltsamerweise deutschem Nachnahmen weismachen,daß die Russen Sachsen usw. "befreit" hätten. So kann man es auch sehen. Wir hätten dann ab Juni 44 versucht,die Russen zu befreien und daß es nicht klappte war wirklich nicht unsere Schuld,wir haben uns alle Mühe gegeben.

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      Na ja,es ist beim töten nicht hilfreich,wenn man sich die Zielscheiben als nette,freundliche Menschen wie Du und Ich vorstellt.

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    Lila Luxemburg am

    "Die Reparatur seiner Seele ist das Gebot der Stunde."

    Hier möchte ich Widerspruch anmelden. Die ‚Seele‘ eines Volkes bedarf nie der Reparatur, insofern man unter ‚Seele‘ den ‚Aspekt des Unbewußten‘ (oder auch ‚Aspekt des Totalen‘, wobei das ‚Totale‘ die Gesamtheit aller möglichen Inhalte VOR Zeit und Raum meint) versteht, der das Erfahrungsgesamt enthält, das immer nur in einzelnen Sequenzen von denjenigen lebendigen Menschen eben als Erfahrung empfunden wird, die dazu in Resonanz sind.

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      Lila Luxemburg am

      Teil 2

      Und diese lebendigen Menschen empfinden jeweils als Generation sozusagen jeweils eine Sequenz dieser kollektiven Erfahrung … und haben dann die Aufgabe das Empfundene als gemeinsames Werk in Zeit und Raum zum Ausdruck zu bringen. Und da wo dies gelingt … sind sie dann sozusagen ‚behaust‘. Wenn etwas der ‚Reparatur‘ bedarf, dann ist es das Verhältnis, die Beziehung der einzelnen Menschen zu IHRER kollektiven Erfahrung!

      Wobei auch dabei noch ein sozusagen zweiter Einspruch gegen den Begriff der ‚Reparatur‘ eigelegt werden muß, denn … es handelt sich nicht um einen irgendwie gearteten ‚mechanischen‘ Akt. Es geht darum abgespaltene Erfahrung, die, weil sie abgespalten wurde, nicht empfunden wurde, nacharbeitend empfinden zu können. Was nach meiner Erfahrung üblicherweise nur mit Homöopathie oder ähnlichen Methoden energetischer Medizin geleistet werden kann.

      Inwieweit es über Methoden der journalistischen ‚Neu‘-Vermittlung alter Inhalte geht … oder über das vom Autor empfohlene ’sich-erzählen-von-Geschichten‘ möglich ist … weiß ich nicht.

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