Die schützende Hand – Was der „Focus“ heute berichtet, hat COMPACT längst aufgearbeitet

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Das Magazin Focus schreibt heute Ungeheuerliches: Deutsche Sicherheitsbehörden haben einen mutmaßlichen Komplizen des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri abschieben lassen, um dessen Verwicklung in den Anschlag vom Dezember 2016 zu vertuschen. Tatsächlich ein Skandal – nur: COMPACT hat darüber bereits in seiner Februar-Ausgabe berichtet. Und das wesentlich genauer und ausführlicher. Ein Abo lohnt sich also – und wird an diesem Wochennede mit einer Extra-Geheimdienst-Prämie versüßt (siehe unten).

Es liest sich wie ein Thriller von John le Carré: Ein enger Vertrauter von Anis Amri – jenem Islamisten, der am 19. Dezember 2016 mit einem Lkw einen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche verübte – ist offenbar ein Agent des marokkanischen Geheimdienstes, der per Abschiebung vor einer Strafverfolgung in Deutschland geschützt werden sollte. Der Focus beruft sich bei dieser ungeheuerlichen Info auf Geheimdienst-Verschlusssachen, die der Zeitschrift vorliegen.

In einem heute auf der Online-Seite des Magazins veröffentlichten Beitrag heißt es über Bilel Ben Ammar, den Komplizen Amris:

Bilel Ben Ammar hatte sich noch am Abend vor dem Attentat, ausgeführt mit einem schweren Sattelzug, mit Amri getroffen. Eine auf einem Hochhaus am Breitscheidplatz montierte Kamera filmte nach Focus-Informationen, wie Amri nach der Todesfahrt aus dem Lkw ausstieg und das Weite suchte. In diesem Moment zeigt der bislang unter Verschluss gehaltene Film auch, wie eine Person mit dem Aussehen von Ben Ammar einem Mann mit einem Kantholz seitlich an den Kopf schlägt, um dem flüchtenden Amri den Weg freizumachen. Der attackierte Mann liegt bis heute im Koma. Zwei Stunden nach dem Attentat fotografierte Ben Ammar den verwüsteten Weihnachtsmarkt und schickte die Fotos an eine bislang nicht identifizierte Rufnummer.

Doch was der „Focus“ heute erst berichtete, stand schon vor Wochen in COMPACT. In Ausgabe 2/2019 (am Kiosk seit 26.1.) berichteten wir  mit dem Titelthema „Terrorziel Berlin: Anis Amri und die CIA“über die Verstrickungen des Islamisten und – laut Focus – Agenten Bilel Ben Ammar und weitere Details im Zusammenhang mit dem Attentat auf den Berliner Breitscheidplatz. Dabei enthüllten wir auch die Einflussnahme des US-Geheimdienstes CIA auf den Fall und das Terrornetzwerk, das hinter Anis Amri stand. Aufgrund der von COMPACT zusammengetragenen Informationen ist klar: Anis Amri war kein Einzeltäter. Sein Fall hat eine internationale Dimension.

In seinem Aufmacher-Artikel „Der deutsche IS: Die Einzeltäter-Legende vom Breitscheidplatz“ schreibt Chefredakteur Jürgen Elsässer in COMPACT 2/2019:

Wie die IS-Operation auf dem Berliner Weihnachtsmarkt eingefädelt wurde, hat allerdings auch die internationale Presse nicht herausgefunden – dazu brauchte es die Hartnäckigkeit von Buchautor Schubert. Wer immer dachte, Anis Amri habe sein Tatwerkzeug, den Lkw einer polnischen Spedition, mehr oder weniger spontan abgefangen, etwa auf der Strecke zwischen Warschau und Berlin, wird von ihm eines Besseren belehrt. In Anis Amri und die Bundesregierung zeichnet er nach, dass der Lastwagen in der Nähe des norditalienischen Städtchens Sesto San Giovanni losgefahren war – also just dort, wo Amri 77 Stunden nach dem Attentat von Carabinieri gestellt und erschossen werden sollte. Plausible Schlussfolgerung: Dort war eine Helferzelle, bei der der Flüchtige unterkommen wollte – und die ihn zuvor, am 18. Dezember 2016, schon darüber benachrichtigt hatte, dass ein geeignetes Mordfahrzeug auf dem Weg nach Berlin war. Geeignet war der polnische Lkw, weil sein Gewicht durch Stahlträger auf 40 Tonnen verdoppelt worden war – ideal zum Plattwalzen des Weihnachtsmarktes – und weil er nur einen einzigen Fahrer hatte: jenen Lukasz Urban, der Amris erstes Opfer werden sollte.

Und weiter:

Am 19. Dezember ist Amri auf dem Weg zum Westhafen in Moabit, um den angekündigten Lkw zu finden. In fußläufiger Entfernung ist die Moschee Fussilet 33 in der Perleberger Straße 14, wo insgesamt elf Verdächtige im Vorfeld immer wieder zusammengekommen sind und die deshalb bei den Ermittlern als «IS-Hauptquartier von Berlin» gilt. Um 18:38 Uhr betritt er die Moschee, um 19:07 verlässt er sie – genau dokumentiert durch die Überwachungskamera, die die Behörden gegenüber dem Eingang installiert haben. Auf dem Lkw-Areal im Westhafen angekommen, wo der Tunesier schon vor Wochen in seine Handycam den programmatischen Satz gesprochen hat: «Wir kommen zu Euch, um Euch zu schlachten!», schreitet er zur Tat. Urban liegt dösend in der Koje seines Fahrzeugs, als Amri die Tür aufreißt oder aufbricht und sofort schießt. Noch aus dem Führerhaus schickt er ein Foto sowie mehrere Sprachnachrichten an IS-Leute in Berlin und dem Ruhrgebiet. Über das Chatprogramm Telegram tritt er auch mit Mahdir D. in Kontakt und schreibt: «Bruder, alles hat Erfolg!» Und weiter: «Ich bin jetzt in der Karre, verstehst Du? Bete für mich, Bruder!» Mahdir D. ist Führungskader in einem großen IS-Militärcamp in Libyen, südlich von Sirte, das von der US-Luftwaffe einen Monat später, am 19. Januar 2017, pulverisiert wird – weil es die Kommandozentrale des Breitscheidplatz-Massakers war (siehe Interview 16 ff.). Amris Nachrichtenfluss an jenem Abend «widerlegt eindeutig die Einzeltäter-These der Bundesregierung, was erklärt, dass dieser Teil der Kommunikation von den Behörden noch immer geheim gehalten wird», resümiert Schubert.

Das Titelthema in der aktuellen Februar-Ausgabe umfasst folgende Beiträge:

Der deutsche IS – Die Einzeltäter-Legende vom Breitscheidplatz
Das Netz der Verschwörer – Terrorzellen auf deutschem Boden
„Anis Amri diente der CIA als Lockvogel“ – Interview mit Stefan Schubert
Die Geheimdokumente – Auszüge aus den Amri-Akten

Mit COMPACT immer bestens informiert: Holen Sie sich jetzt ihr Abo. Als kleinen Anreiz bieten wir eine Extra-Aboprämie im Doppelpack: Wer bis Sonntag, 24. Februar, unser Magazin abonniert, erhält ZUSÄTZLICH zur üblichen Aboprämie (etwa Gerd Schultze-Rhonhofs „Der Krieg, der viele Väter hatte“) auch noch unser Geheimdienst-Doppelpaket GRATIS: COMPACT 2/2019 mit „Anis Amri und die CIA“ und COMPACT-Spezial „Dschihad in Europa: Geheimdienste und Islamisten – Gefahr für Deutschland?“. Diese Zusatz-Prämie müssen Sie auf dem Aboformular nicht eigens anklicken oder vermerken – jeder bekommt sie AUTOMATISCH, der bis Sonntag, 24. Februar, um 24 Uhr sein Abo abschließt.

Über den Autor

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Daniell Pföhringer, Jahrgang 1973, stammt aus Bayern, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften. Seit einigen Jahren lebt er als Unternehmer und freier Publizist in Dresden. Seit Juni 2017 arbeitet er für COMPACT.

10 Kommentare

  1. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Trau keinem Geheimdienst … sie sind die Verknüpfung und Verschmelzung von Protagonisten und Atagonisten … in einem extrem-üblen und absolut morallosen Schauspiel ! 😉

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    Ich habe auch " Informationen aus Geheimdienstkreisen",es war alles ganz anders,ätsch. Nur noch eine Frage der Zeit,bis auch andere System-Medien entdecken,daß Schauergeschichten vom "tiefen Staat" sich gut verkaufen. Die Realitätist ja sooo langweilig.

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    Der Vorgang wirft auf die Personalie Maaßen natürlich ein völlig neues Licht. Der war ja wohl zu dem Zeitpunkt des Anschlages Chef der V-Behörde. Wenn sich die Vorwürfe als wahr herausstellen, und Maaßen hat den Deckel draufgehalten, bietet er das ideale Bauernopfer. De Meziere jedenfalls wird sich nicht schützend vor ihn stellen.

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    Edmund der schon länger hier lebt am

    Apropos Drehbuchautor … Claas Relotius scheint jetzt für den Mossad zu arbeiten. Es ist ja auch effizienter, spannender und unterhaltsamer, die Tathergänge erst Jahre nach den Taten auszuarbeiten. Der künstlerischen Freiheit sind keinen Grenzen gesetzt. Die Akteure meist tot. Um von der simplen Tatsache, dass es schlicht ein Hoax war, abzulenken, nimmt die Regierung jede Beschuldigung gerne auf sich. Ich schlage eine Daily Soap bei RTL vor: "Unser aller Breitscheidplatz … die Mär von den bösen Islamisten". COMPACT … ihr macht euch lächerlich.
    Apropos ISIS … Trump hat gerade den letzten 800 seiner Söldner "freies Geleit" nach Idlib gegeben. Er hat sie an Erdogan zurückgegeben. In Zukunft taugen sie als Terror-Popanz nicht mehr … mal sehn, was jetzt kommt? Hisbollah, GelbWesten, Reichsbürger … lasst Euch überraschen!

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      Michael Höntschel am

      Ich neige nun auch zu dieser Variante. Wer so viele Pannen einräumt hat etwas Schlimmeres zu verbergen. Analogien zu Stuttgart 21 und dem Berliner Flughafen bieten sich an. Wir sollten lernen anders zu fokussieren. Die Alarmglocken sollten läuten, wenn zu viel Asche aufs eigene Haupt gestreut wird. Denn diese Selbstkritik ist den Akteuren sonst fremd.

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    Rumpelstilzchen am

    Unsere Frauen,unsere Bürger schützen,das haben Merkel und Medien wohl nicht auf dem Schirm,sie sind in verräterischer Weise nur bedacht,unter allen Umständen,die Täter zu schützen.Und das nur,weil das alles ,auch die Täter,Merkels persönliche Gäste sind.

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    Ohrfeige für den Verfassungsschutz: AfD-Beobachtung rechtswidrig?

    Von Marcel Dettmer am 20. Februar 2019 Aktuell, Highlights, Innenpolitik

    Die öffentliche Einstufung der AfD zum „Prüffall“ könnte rechtswidrig sein, weil die Chancengleichheit der Partei darunter leidet. Das geht auf einer Antwort der Bundestags-Experten des Wissenschaftlichen Dienstes auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

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      1. Was hat das mit dem Artikel zu tun?
      2. Warum wiederholen Sie ein Thema, welches bei Compact bereits am 20.2. behandelt wurde?
      Lesen Sie Compact tatsächlich, oder bieten Sie hier ein reines Readers Digest?

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