Mit seinem Bestseller Deutschland schafft sich ab schlug Thilo Sarrazin vor acht Jahren eine tiefe Schneise in das Dickicht der Politischen Korrektheit. Seine Vorschläge zur Bevölkerungspolitik und zur Gesundung Deutschlands sind nach wie vor gültig. Es folgen Auszüge aus dem Artikel “Die Sarrazin-Kur” im aktuellen COMPACT-Spezial “Volksaustausch – Geburtenabsturz und Überfremdung” (hier zu bestellen):

    _ von Daniell Pföhringer

    Bis heute ist Deutschland schafft sich ab vor allem als fulminante Streitschrift bekannt, in der der Autor scharfe Kritik an der Asyl- und Zuwanderungspolitik übt. In den Hintergrund tritt dabei, dass der Sozialdemokrat – als Ökonom und früherer Finanzsenator in Berlin ein Mann vom Fach – in dem Buch auch eine Reihe von Lösungsansätzen im Bereich der Familien- und Demografie-Politik präsentiert hat, die nichts an Aktualität eingebüßt haben. Die Rezepte der «Sarrazin-Kur» liegen vor und warten darauf, in praktische Politik gegossen zu werden.

    Aktive Bevölkerungspolitik

    In seinem Buch vertritt Sarrazin folgende Kernthesen: Die Armut in Deutschland sei eher geistiger denn ökonomischer Natur. Eine übermäßige staatliche Alimentierung eines wenig eigenverantwortlichen Lebensstils führe dazu, dass kaum noch Anreiz für sozialen Aufstieg aus eigener Kraft bestehe. Kinderreichtum gebe es fast nur noch in bildungsfernen Schichten, während sich die Intelligenzija weitgehend im Gebärstreik befinde. Da der IQ jedoch zu einem Großteil genetisch bedingt sei, fehle es dem Volk immer mehr an Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Technikern und anderen, für die künftige wirtschaftliche Entwicklung notwendigen Denkern und Praktikern.

    COMPACT-Spezial 18 | Volksaustausch – Geburtenabsturz und Überfremdung: Hier zu bestellen!

    Der demografische Niedergang des deutschen Volkes verlaufe parallel zu einer ungezügelten Zuwanderung vornehmlich türkischer und arabischer Migranten ins Sozialsystem. Deren religiöser – nämlich muslimischer – Hintergrund verschärfe die Situation, da gerade bei Menschen mit derartigem kulturellen Background mehrheitlich weder der Wille noch die Fähigkeit zur Integration bestünden. Die undifferenzierte Zuwanderung sei daher ein «gigantischer Irrtum» gewesen, der zusammen mit dem Geburtenschwund dazu führe, dass sich Deutschland als Land der Deutschen abschaffe – wenn man hier nicht schnell mit geeigneten Maßnahmen gegensteuere.

    Sarrazin denkt in ethnischen Kategorien und bekennt sich in dem Buch mehrfach zum Nationalstaat. Nur auf nationaler Ebene gebe es demokratische Legitimation und «nur dort kann man die Kraft zur gesellschaftlichen Erneuerung finden – oder eben auch nicht». Über allem steht für ihn der – hierzulande weitgehend verfemte – Gedanke einer aktiven Bevölkerungspolitik.

    Klasse statt Masse

    Ehe und Familie: Für Sarrazin steht außer Frage, dass sich der grundgesetzlich garantierte Schutz der Ehe nur auf deren traditionelle Form als Verbindung von Mann und Frau beziehen kann. Denn: «Der einzige Sinn einer Privilegierung der Ehe besteht darin, sie als bevorzugten Ort der Zeugung und Erziehung von Kindern zu schützen. Wo Kinder nicht gezeugt werden können, ist die Privilegierung von Partnerschaften aber generell sinnlos.» Allerdings geht er darüber hinaus und betrachtet auch Mann-Frau-Beziehungen ohne Trauschein als förderungswürdig – sofern daraus Kinder hervorgehen. (…)

    Leistung muss sich wieder lohnen

    Soziales: Auch im Bereich der Sozialpolitik befürwortet Sarrazin das Prinzip der Leistungsgemeinschaft, ohne dabei eine adäquate Grundsicherung infrage zu stellen. Sozialpolitik soll mit der Bevölkerungspolitik (und der Familienpolitik als Teil davon) eine fruchtbare Symbiose eingehen und synergetische Effekte entfalten. Dem einkommensunabhängigen Kindergeld kann er daher nichts abgewinnen und schlägt stattdessen vor: «Besser wäre es, gezielt jene Eltern zu entlasten, die ihren Lebensunterhalt durch Erwerbstätigkeit verdienen. Dazu eignen sich steuerliche Freibeträge, aber auch Freibeträge, Zuschüsse oder anderweitige Entlastungen bei den Beiträgen der Arbeitnehmer zur Sozialversicherung.

    Unterstützen Sie uns mit einem Spezial-Abo! Erhalten Sie 4 Hefte pro Jahr versandfrei plus einer Prämie! (Mit nur einem Klick…)

    Das Ziel aller Maßnahmen muss sein: Wer vom Staat alimentiert wird, soll nicht dazu verführt werden, diese Unterstützung durch Kinder zu erhöhen.» Einer Zweckentfremdung könne entgegengewirkt werden, «indem man die Bedarfssätze für Kinder im System der Grundsicherung senkt und die so eingesparten Gelder in Ganztagsbetreuung und in Mahlzeiten in Schulen und Kindergarten investiert». Die «Einführung von Schuluniformen» könnte zudem «die Kosten für Bekleidung senken». (Ende der Auszüge. Weiterlesen können Sie hier!)

    Kommentare sind deaktiviert.