„Die Menschen wollen keine aalglatten Politiker“ – Interview mit BiW-Landtagsabgeordneten Jan Timke

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Jan Timke ist Mitbegründer und Landtagsabgeordneter der Wählervereinigung Bürger in Wut (BiW) sowie Stadtverordneter in Bremerhaven. In einer Selbstbeschreibung äußerte der ehemalige Polizeibeamte: „Ich bin ein zutiefst konservativer Mensch, ich lebe auch konservative Werte, ob das im Familienleben ist oder auch hier im beruflichen Leben, und ich lehne Extremismus ab, ich lehne Nationalismus ab, ich lehne auch Linksextremismus natürlich ab.“ COMPACT-Online sprach mit ihm über die kommenden Bürgerschaftswahlen in Bremen.

COMPACT: In Bremen finden im Mai Bürgerschaftswahlen statt. Was erwarten Sie für ein Ergebnis?

Timke: Wir streben landesweit sieben Prozent an, um mit einer starken Fraktion in die Bremische Bürgerschaft einzuziehen. Mit unserem pragmatisch-konservativen Programm wollen wir vor allem Nichtwähler und enttäuschte CDU-Anhänger erreichen. Wir sprechen aber auch gemäßigte AfD-Sympathisanten an, die sich von den politischen Flügelkämpfen und den fortgesetzten Personalquerelen im Bremer Landesverband der Partei abgestoßen fühlen.

COMPACT: In der Alternative für Deutschland / Bremen gab es Streit um die Aufstellung der Kandidaten. Der unterlegene Kandidat Hinrich Lührssen ist nun zu BIW gewechselt. Was bedeutet diese Verstärkung für Sie?

Timke: Hinrich Lührssen ist ein über die Grenzen Bremens hinaus bekannter Journalist, der sich in der Bevölkerung großer Popularität erfreut, weil er in seinen Reportagen immer wieder die Probleme der viel zitierten „kleinen Leute“ aufgreift. Im Gegensatz zu den meisten Berufspolitikern kennt er die Sorgen und Nöte von Otto-Normalbürger – und er nimmt sie auch ernst.

Die Menschen wollen keine aalglatten Politiker, die auf jede Frage die scheinbar perfekte Antwort wissen. Hinrich Lührssen ist ein Mann mit Ecken und Kanten, der seine für den Mainstream oftmals unbequemen Ansichten mit Nachdruck und Leidenschaft vertritt. Lührssen hat nicht die übliche Politikerkarriere mit den Stationen Kreissaal, Lehrsaal und Plenarsaal durchlaufen. Das macht ihn authentisch, das zeichnet ihn aus.

Mit unserem Spitzenkandidaten Hinrich Lührssen sprechen wir BIW in Bremen Wählerschichten an, die wir ohne ihn nicht erreichen würden. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir mit Lührssen am 26. Mai endlich auch landesweit die magische Fünfprozenthürde deutlich überspringen werden. Bei früheren Wahlen ist uns das immer nur im Wahlbereich Bremerhaven gelungen.

COMPACT: 2015 erreichte die AfD bei den Bürgerschaftswahlen 5,5 Prozent Stimmenanteil. Bald danach hatte sich die Fraktion zerstritten und löste sich auf. Woran lag das?

Timke: Das Problem der Bremer AfD ist ihre Zerstrittenheit, sowohl inhaltlich als auch personell. In kaum einem anderen Landesverband der Partei sind die Zerwürfnisse so ausgeprägt wie in Bremen. Nach meinen Kenntnisstand laufen derzeit zahlreiche Ausschlussverfahren gegen unliebsame Mitglieder. Die Uneinigkeit hat auch in der AfD-Bürgerschaftsfraktion ihre Spuren hinterlassen. Nach Gründung der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) durch den AfD-Mitbegründer Bernd Lucke im Juli 2015 wechselten drei der vier Bremer AfD-Abgeordneten zu der neuen Partei. Seitdem ist die AfD nur noch mit Alexander Tassis in der Bremischen Bürgerschaft vertreten, der allerdings kaum in Erscheinung tritt.

COMPACT: Werden Sie im Wahlkampf fair behandelt?

Leider nein. Das politische Establishment – dazu rechne ich den Senat und Teile der Medien – versuchen, BÜRGER IN WUT im Wahlkampf systematisch auszugrenzen. Das gilt von allem für den Wahlbereich Bremen, wo wir mit unserem prominenten Spitzenkandidaten Hinrich Lührssen antreten und deshalb gute Chancen haben, erstmals die Fünfprozentmarke zu überspringen. So finden an Bremer Schulen im Vorfeld der Wahl Podiumsdiskussionen mit Vertretern aller in der Bürgerschaft vertretenen Parteien statt. Nur BIW-Politiker sind nicht eingeladen worden. Begründung der zuständigen Bildungssenatorin: Im Gegensatz zu den anderen Parteien nehmen BÜRGER IN WUT nicht auch an der Europawahl teil, die ebenfalls am 26. Mai stattfindet. Absurd!

Noch dreister treibt es der Weser-Kurier, die größte Tageszeitung in Bremen. Das SPD-nahe Blatt ließ Anfang des Jahres eine Wahlumfrage durchführen, in der alle Landtagsparteien einzelnen erhoben wurden – mit Ausnahme von BIW. In der veröffentlichten Ergebnisgrafik werden wir deshalb unter „Sonstige“ subsumiert. Beim Leser entsteht so natürlich der Eindruck, dass unsere Vereinigung bei der Wahl chancenlos sei. Ebenfalls erhoben und auf der Internetseite der Zeitung eingestellt ist eine Umfrage zur Zufriedenheit der Bürger mit den Spitzenkandidaten der im Landesparlament vertretenen Parteien. Obwohl BIW-Spitzenkandidat Timke bei dieser Umfrage bessere Werte erzielt hat als beispielsweise Herr Magnitz von der AfD, wird sein Ergebnis nicht ausgewiesen.

Außerdem richtet der Weser-Kurier verschiedene Diskussionsrunden mit Politikern der Bürgerschaftsparteien aus, die im Vorfeld der Wahl sowohl vor Ort als auch im Internet stattfinden. BIW sind zu keiner einzigen dieser Veranstaltungen eingeladen worden. Mit diesen und weiteren Benachteiligungen soll offenbar verhindert werden, dass BÜRGER IN WUT landesweit über fünf Prozent kommen und im Landtag eine Fraktion bilden. Gelänge dies, hätten wir sehr viel mehr politischen Einfluss und könnten unsere Positionen über die Bürgerschaft noch effektiver in die Öffentlichkeit tragen. Dass BIW ein ernstzunehmender Gegner sind, mussten die etablierten Parteien und allen voran die SPD in den letzten Jahren mehr als einmal schmerzlich erfahren. Deshalb soll dieser Gegner so klein wie möglich gehalten werden, selbst wenn man dadurch indirekt die AfD stärkt.

COMPACT: Bremen gilt in finanz – und wirtschaftspolitischer Hinsicht als problematisch. Woran liegt das?

Timke: Bremen wird seit über 70 Jahren von der SPD regiert. Und Sozialdemokraten konnten noch nie vernünftig mit Geld umgehen. Ein Beispiel: Im Süden Bremerhavens soll ein Verladeterminal für Windkraftanlagen auf See entstehen. Die Baukosten werden mit 200 Mio. Euro veranschlagt. Trotz europaweiter Ausschreibung hat sich weder ein bauwilliger Investor noch ein Betreiber gefunden, weil das ganze Projekt schlicht unrentabel ist. Doch anstatt das Vorhaben zu beerdigen, soll nun eine landeseigene Gesellschaft den Terminal fertigstellen. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass dieser Verladehafen nicht zuletzt wegen der Konkurrenz durch andere Standorte in Norddeutschland schon jetzt zum Scheitern verurteilt ist. Das ist nur ein Beispiel für den verschwenderischen Umgang der Bremer Politik mit den Steuergeldern der Bürger. Kein Wunder, dass Deutschlands kleinstes Bundesland mit insgesamt 22 Mrd. Euro verschuldet ist. Das sind rechnerisch knapp 32.000 Euro pro Kopf, der mit Abstand höchste Schuldenstand in der Bundesrepublik.

COMPACT: Könnte es in Bremen zu einem Regierungswechsel kommen?

Timke: Glaubt man den aktuellen Wahlumfragen, dann dürfte es für die Wiederauflage der amtierenden rot-grünen Regierungskoalition nicht reichen, was vor allem der ausgeprägten Schwäche der SPD geschuldet ist. Wahrscheinlich wird nach dem Urnengang am 26. Mai eine linke Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei gebildet. Die CDU liegt in den Umfragen gleichauf mit der SPD, könnte aber noch besser dastehen, wenn sie einen bekannteren Spitzenkandidaten aufgeboten hätte. Eine Landesregierung unter Führung der Union wäre nur in einem Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP möglich, das ich aber für unrealistisch halte.

COMPACT: Wie ist Ihr Verhältnis zu den bürgerlichen Parteien CDU und FDP?

Unser Verhältnis zu CDU und FDP ist durch einen respektvollen Umgang in den Parlamenten gekennzeichnet. Mit der Union arbeiten wir auf Sachebene punktuell zusammen und haben auch schon gemeinsam einen Untersuchungsausschuss beantragt. Da sowohl CDU als auch FDP eher dem linken Flügel ihrer Parteien zuzurechnen sind, stehen wir politisch in kritischer Distanz zu diesen Wettbewerbern. Der Bedarf an einer pragmatisch-konservativen Kraft wie BIW als einer echten Alternative zu den etablierten Parteien ist in Bremen nach wie vor gegeben!

(Das Interview führte Gert Meyer-Schulze)

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23 Kommentare

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    Doris Mahlberg am

    @ Petermann, 11. Mai 2019, 21:08

    Ich verbitte mir Ihre Unterstellungen ! Ich habe hier keinen Unsinn verbreitet, sondern meine Meinung zum Ausdruck gebracht und bei dieser Meinung bleibe ich. Das ist mein gutes Recht wie auch das Recht aller anderen Kommentatoren hier. Wenn Ihnen unsere Meinungen nicht passen, ist das Ihr Problem.

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    Klaro,die Wähler wollen Politiker im Nadelstreifen-Anzug,die keine Antworten, keine Weltanschauung,keine Ideologie, keine Prinzipien haben, also so wie sie selbst sind. Und folglich nichts bewirken.

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    Nachtrag zu meinem Kommentar.
    Der Titel des Artikels heisst : „Die Menschen wollen keine aalglatten Politiker“ Es geht nicht um aalglatte Politiker. Es geht um mutige oder feige Politiker. Und derzeit sehe ich bei den “Oppositionsparteien”, wenn man Hoecke davon ausnimmt, auf weiter Flur nur Feiglinge.

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    Wer oder was ist der Feind der BIW? Ich finde, dass die BIW, wie alle anderen Parteien, den bequemen Weg geht und den Waehlern einige “..ismusse” vorsetzt um attraktiv zu wirken. Zwar vermeidet Timke im Interview viele “..ismusse” aber er bringt dann doch Extremismus, Nationalismus und natuerlich Linksextremismus die er im Namen der BIW ablehnt. Verschwommener geht es wohl nicht. Es koennte von Merkel stammen. Wenn der Weser-Kurier als Feind der BIW ausgemacht ist, dann kann man ihn bekaempfen denn dahinter stehen Namen. Scheinbar will man aber weder analysieren noch ausschalten. Moeglicherweise braucht man den Weser-Kurier ja noch. In den 14 Leitlinien der BIW wird klar beschrieben, wofuer und wogegen man ist. Sehr gut. Fuer vieles was da steht bin ich auch und dagegen auch. Der letzte Beitrag im Blog “D-Mark” stammt vom 15.04.2016. Das ist, fast auf den Tag genau, 3 Jahre her. Resultat? Wenn man bei der BIW hofft, mit “gemaessigten, buergerlich-konservativen Argumenten ihren linksverseuchten Bezirk gewinnen oder gar umkrempeln zu koennen, dann kann man auch hoffen, dass ein Zebrakalb den Kampf gegen eine Hyaenenmeute gewinnt. Die Angst als “Rechts” zu gelten geht auch bei der BIW um.

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    Der Patriot am

    Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht ……..

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    Irgendwehr am

    Berlin, Hamburg, Bremen, hoffnungslos nach links abgedriftet. Opposition so weit vorhanden, zerstritten. Hohles Parteiengeplänkel, wo keines angebracht ist. Immer fein dem Letzteren Systemmuster folgend von: Gemeinsam sind wir stark, gespalten fallen wir.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Gerade Bremen eines der schlimmsten Rot Grünen Rattenlöcher Deutschlands wer dort eine andere Meinung als die der Linksfaschisten hat muss ständig um sein Leben fürchten die Antifa Mörderbanden haben schon viele Mordversuche gegen AfD Politiker versucht.

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    Philhippos am

    Brav Herr Timpke !
    Schließlich ist Nationalismus das Unterdrückungsmittel der in der römischen Tradition entstandenen westlichen Zentralstaaten die über den ausgeschriebenen Nationalismus ihre Minderheiten unter das Joch des zentralistischen Staates gebracht haben. So hat der französische Staat auf seinem Territorium alle nicht französischen Sprachen fast ausgerottet: italienisch, provenzal, katalanisch, baskisch, bretonisch, flämisch und deutsch, ähnlich in Spanien und in Großbritanien. Die Schweiz ist einen anderen Weg gegangen, wenn auch mit letztlich napoleonischem Anstoß, nämlich den der "Willensnation", dh. verschieden sprachige Nationen vereinigen sich gleichberechtigt zum helvetischen Bund – absolut demokratisch: der einzelne waffentragende Eidgenosse ist der Souverain, die Gemeinde ist höchste politische Instanz.
    Und, waren sie erfolglos, die Schweizer, so ganz ohne Bodenschätze, nur Berge und zu wenig Ackerland ?
    Mit dem vereinigten Nationalstaat unter Kaisers begann Deutschlands Unglück in der Verkennung seiner Feinde.
    Ja, die BiW in Bremen sind mutig effektiv in der Bekämpfung von Wahlbetrug und vielem anderen,
    während die AfD ständig mit sich hadert bloß nicht zu patriotisch auszusehen.
    Eine Vereinigung mit den BiW haben sie abgelehnt, also Zersplitterung der einzigen echten Opposition in Bremen.

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      Fusselvölkerei=kleingeistig,langweilig. Die Schweiz ist ein Anachronismus und gehört aufgelöst.

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        Fischer's Fritz am

        @SOFAKLECKS
        "… Schweiz ist ein Anachronismus und gehört aufgelöst." ?

        Nö, finde ich ganz und gar nicht, im gegenteil:
        Eine vorbildliche, direkte Demokratie, neutral, blockfrei, friedliebend, seit langen Zeiten in keine Kriege verwickelt.

        Soweit ich Elsässer richtig gelesen bzw. verstanden habe, ist er übrigens ziemlich der gleichen Meinung. Auch ein Esel?

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      @ Philhippos

      Der eigentliche Niedergang wurde eingeleitet durch die Ausbreitung des Christentums; erst der ihm innewohnende Zentralismus erschuf und etablierte das Königtum/Kaisertum.

      Wollte man die Schweizer nun auch hier beispielhaft vortragen, so sei gesagt, daß die Schweizer vom Glück getragen wurden, weil Sie nie sehr wichtig waren im Konzert der Völker, nur deren Territorium.

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    1. "gemäßigte AfD-Sympathisanten" – enttarnende Phrase!
    2. Stimmt das, daß Alexander Tassis nicht in Erscheinung tritt?
    3. Beklagt sich über Unfairneß, ist aber zum Anschluß an CDU und FDP bemüht
    Fazit: Klingt genauso nach gesteuerter Opposition wie die sogenannten "Freien Wähler". Sind die alle so oder müssen die mal ihren Vorsitzenden austauschen? Für Flügel-Anhänger nicht wählbar. Schade, die AfD hätte im Westen mal jemanden gebraucht, der ihr von rechts Beine macht!

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      Doris Mahlberg am

      @ Eckard

      Ich bin ganz Ihrer Meinung. Man wählt die BiW und landet am Ende doch wieder bei der CDU, FDP oder wo auch immer. Der Mann ist gegen Extremismus, gegen Linksextremismus, gegen Nationalismus ………….. . Was soll man damit anfangen ?

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        @Doris Mahlberg

        Das nennt man Pragmatismus, der sich gegen Ideologien gleich welcher Art richtet. Das Anhänger solcher Ideologien damit nichts anfangen können, ist nachvolziehbar!

        Sie sollten sich inhaltlich mit der Politik von BIW auseinandersetzen, bevor Sie hier den Unsinn verbreiten, Timke und seine Wählervereinigung seien ein Anhängsel von CDU, FDP oder anderer Altparteien. Nichts könnte falscher sein!

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        Irgendwehr am

        @Petermann- worum es hier geht ist eine unangebrachte Fragmentierung von Widerstand. Für solche Feinheiten wie Bürger in Wut ist momentan kein Platz. Ausserdem schiessen BiW sich ins eigene Bein. Allein diese Halbherzigkeit: Schaut her, wir wollen keine AfD, wir sind auch keine Rechten! Wir sind die Guten! Als würde sowas die Systemparteien interessieren. Timke sagt es doch selbst: BiW läuft unter Sonstige. Als Resultat dürfen die dann ihre Wut schlucken, oder dürfen sich einen halben Stuhl in Strasbourg teilen. Das richtet sich nicht gegen Herrn Timke. Übrigens Petermann, Sie wissen nichts über Doris Mahlberg, halten Sie sich bitte mit Spekulationen über Forenteilnehmer hier zurück. Danke.

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        @Petermann: Ich hatte gehofft, BIW seien eine entschlossenere Alternative im Westen. Da hab ich mich wohl getäuscht, nach dem Interview ist klar, das ist so ein Tarn- und Täuschverein wie die "Freien Wähler" in Bayern, die auch nur ein entbehrlicher Wurmfortsatz der CSU sind.
        Dann dürfte auch in Bremen trotz der Zerstrittenheit kein Weg an der AfD vorbeiführen.
        Einzige Alternative in Mitteldeutschland: AdP/ADPM? Im Westen keine.

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        @Petermännchen ( Ein mit Giftstachel augerüsteter kleiner Fisch am Grund der Nordsee): Sie behaupten nur statt zu belegen. Man wird von der Masse absorbiert,wenn man ihr nicht extrem begegnet.Was soll sonst die Wut Ihrer sog. BiW ?

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      @Eckard

      1. Kein "enttarnende Phrase", sondern Ausfluß der Tatsache, daß es in der AfD neben dem Höcke-Flügel auch Strömungen gibt, die links davon stehen.
      2. Ja, stimmt. Deshalb ist Tassis auch mit seiner erneuten Kandidatur für einen Bürgerschaftssitz auf der Liste der AfD Bremen durchgefallen.
      3. Bitte das Interview genau lesen: Timke sucht keinen Anschluß an CDU und FDP, sondern arbeitet in Sachfragen punktuell mit diesen Parteien zusammen. Genau so sollte es in einer parlamentarischen Demokratie auch laufen.

      Ihre Verschwörungstheorien von wegen "gesteuerte Opposition" können Sie sich sparen. Hätten Sie sich ernsthaft mit der Arbeit von BIW befaßt, dann wüßten Sie, daß Timke den etablierten Parteien in den letzten Jahren wiederholt und schmerzlich auf die Füße getreten ist, nicht nur politisch, sondern auch juristisch.

      Richtig: Für Flügel-Anhänger ist Timke tatsächlich nicht wählbar. Aber ich denke mal, das will er auch gar nicht sein. Und wem die AfD in Bremen mit den Flügel-Anhängern Magnitz und Jürgewitz nicht rechts genug ist, dem bleibt nur noch die NPD!

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    Aha, lehnt Nationalismus ab. Hat er noch einen letzten Wunsch? Nein? Dann……

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      Lassen Sie sich mal den Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus erklären!

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        Zwischen beiden einen Unterschied zu konstruieren,dafür ist hier Karel Meissner zuständig. Patriotismus ohne Nation ist ein Witz,eine Fälschung. Die Amerikaner müssen sich damit behelfen,weil sie nun mal keine Nation ( natus=geboren) sind. Hier in Europa ist Patriotismus ohne Nation der Versuch, ein Abbild der USA zu schaffen,also Volksverrat.

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