Deutschland in Ketten: Der Vertrag von Versailles und die Folgen

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Ankündigung:  Im November erscheint im Rahmen unserer Reihe COMPACT-Geschichte die Ausgabe „Die Schande von Versailles. Wie die Siegermächte Deutschland versklavten“ – rechtzeitig zum 100. Jahrestag des Vertragsschlusses von 1919. Diese Ausgabe wird unter anderem eine schonungslose Analyse des britischen Ökonomen John Maynard Keynes enthalten – er nahm für die Londoner Regierung an den Versailler Verhandlungen teil.

Als kleinen Vorgeschmack auf COMPACT-Geschichte Nr. 5 lesen Sie hier die Darstellung über Versailles aus COMPACT-Geschichte Nr. 4: „Der Krieg, der viele Väter hatte“ des hochdekorierten Bundeswehrgenerals Gerd Schultze-Rhonhof behandelt  dieses Ereignis natürlich auch, wenn auch nur in einem Artikel (Schultze-Rhonhof analysiert im Schwerpunkt die Jahre 1936 bis 1939). COMPACT-Geschichte Nr. 4 können Sie hier bestellen. Wenn Sie die Reihe COMPACT-Geschichte abonnieren, sparen Sie die Versandkosten – und erhalten die Nr. 5 „Die Schande von Versailles. Wie die Siegermächte Deutschland versklavten“, noch bevor das Heft am Kiosk ist.

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Es folgt der Auszug von Gerd Schultze-Rhonhof aus „Der Krieg, der viele Väter hatte“ (COMPACT-Geschichte Nr.4″).

 

Deutschland in Ketten
_ Der Versailler Vertrag und seine Folge: Bei den Verhandlungen in dem Pariser Vorort wird kein Friede geschaffen – sondern die Grundlage für einen neuen Krieg gelegt.

Das deutsche Drama nach dem Ersten Weltkrieg beginnt damit, dass US-Präsident Wilson der deutschen Seite noch während des Krieges einen Friedensschluss anbietet, den die Sieger später ignorieren. Wilsons Friedensangebot – die sogenannten 14 Punkte – enden mit den Sätzen: «Wir sind nicht eifersüchtig auf die deutsche Größe, und es ist nichts in diesem Angebot, das sie verringert.(…) Wir wünschen nicht, Deutschland zu verletzen oder in irgendeiner Weise seinen berechtigten Einfluss oder seine Macht zu hemmen. (…) Wir wünschen nur, dass Deutschland einen Platz der Gleichberechtigung unter den Völkern einnimmt, statt eines Platzes der Vorherrschaft.»
Dem US-Angebot folgen außerdem fünf Notenwechsel zwischen Deutschland und den USA, in denen beide Seiten die 14 Punkte als verbindlich anerkennen. Sie hatten damit den Charakter eines Vorvertrags. Die einzige Abtrennung deutsch besiedelten Gebietes, die schon dort vereinbart wird, ist die Abtretung Elsass-Lothringens an Frankreich. Mit der Zusicherung «Wir wünschen nur, dass Deutschland einen Platz der Gleichberechtigung unter den Völkern einnimmt» legt Deutschland seine Waffen nieder und beginnt, seine Truppen aufzulösen.

COMPACT-Geschichte Nr. 4: Der Krieg, der viele Väter hatte, Schultze-Rhonhof

Die Konferenz

Es kommt zum Waffenstillstand und der Konferenz von Versailles, die in fataler Weise Geschichte schreiben wird. Die Versammlung leitet der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau, der die 14 Wilson-Punkte nicht anerkennt und die deutsche und die österreichische Konferenzdelegation von den Verhandlungen ausschließt. So verhandeln Briten, Franzosen, Amerikaner, Belgier, Polen und weitere 22 Siegerstaaten geschlossen unter sich. Sie beschließen die Abtrennung deutscher Gebiete und die Geld- und Sachreparationen, die Deutschland an sie abtreten, zahlen oder leisten soll. Sie legen die nach Versailles benannte Nachkriegsordnung für Europa zu alleinigen Lasten der Besiegten fest.
Am 7. Mai 1919 werden die von den 27 Siegerstaaten festgelegten Bedingungen erstmals der deutschen Delegation eröffnet. Clemenceau überreicht sie mit den Worten: «Die Stunde der Abrechnung ist da.» Die Bitte der deutschen Delegation, den «Vertrag», den sie nun unterschreiben soll, vorher verhandeln zu können, wird abgelehnt. Um dem Ausmaß ihrer Forderungen den Anschein von Berechtigung zu geben, versteigen sich die Sieger darauf, Deutschland und seinen Kriegsverbündeten die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg zuzuschreiben. Der Vertrag verlangt von Deutschland eine große Zahl an Land- und Bevölkerungsabtretungen: das zu 88 Prozent deutschsprachige Elsass-Lothringen an Frankreich, die Provinzen Posen, fast das ganze, zu 70 Prozent deutschsprachige Westpreußen und das oberschlesische Industriegebiet an Polen, das Memelgebiet an den Völkerbund, das Hultschiner Ländchen an die Tschechoslowakei, Nordschleswig an Dänemark, das Gebiet um die Städte Eupen und Malmedy an Belgien sowie Danzig und Umland als Freistaat unter die Hoheit des Völkerbundes. Der Vertrag stellt außerdem das Saargebiet für 15 Jahre unter Frankreichs Herrschaft.
Mehr als die Landverluste schmerzen die erzwungenen Bevölkerungsabtretungen. Die Ausgliederung von sieben Millionen Menschen aus dem Deutschen Reich und die Grenzen neuer Staaten trennen Millionen von Familien auf unbestimmte Dauer. Mit dem Vertrag verliert Deutschland seine Kolonien, zumeist an England. Die Streitkräfte werden auf 100.000 Mann im Heer und 15.000 in der Marine reduziert. Das Deutsche Reich muss den größten Teil der Handelsflotte und seiner Goldreserven an die Sieger übergeben, dazu einen Großteil seiner jährlichen Eisenerz- und Kohleförderung, Unmengen von Nutzvieh sowie Landwirtschaftsmaschinen, 150.000 Eisenbahnwaggons und viele tausend Lokomotiven und Lastkraftwagen. Das gesamte private Auslandsvermögen und unzählige Industriepatente werden konfisziert. Die Geldzahlungen sind exorbitant und über 70 Jahre zu begleichen. Deutschland wird diese, wie sich später zeigen wird, nie in voller Höhe zahlen können.

Die Folgen

Die unmittelbarsten Folgen sind die Ausweisung und Flucht von mehr als einer Million Deutscher aus ihrer Heimat in das deutsche Kernland, das zu der Zeit weder Arbeitsplätze noch Wohnraum noch soziale Hilfe für die Vertriebenen in ausreichendem Maße bieten kann. Dazu kommen über 20 Jahre lang für viele Millionen Deutsche, die sich entschlossen haben, in ihrer angestammten Heimat zu verbleiben, eine Mischung aus unfreundlicher Duldung, Diskriminierung, Entrechtung und Verfolgung in den Staaten, denen sie nun ungefragt und ungebeten angehören müssen. Die kurze Zeit bis 1939 lässt kein Vergessen der erlebten Schicksalsschläge zu. Als ab 1934 die wirtschaftliche Lage Deutschlands wieder deutlich besser wird und die Vertriebenen in ihrer Mehrzahl wieder Arbeit, Lohn und Wohnraum finden, und als zwischen 1935 und 1938 erst des Saargebiet, dann die Sudetenlande und das Memelgebiet und damit über drei Millionen Deutsche «heim ins Reich» kehren, wollen vor allem diese gerade von der Fremdherrschaft erlösten Menschen sicher nicht schon 1939 wieder in einen neuen Konflikt geraten. Für sie – wie für die Mehrheit aller Deutschen – ist der neue Kriegsanlass von 1939 – Danzig, die Verkehrswege ins abgetrennte Ostpreußen und die Garantie der Menschenrechte für die in Polen lebenden Volksdeutschen – nur die konsequente Fortsetzung einer Außenpolitik, die ihnen gerade die Befreiung von Fremdherrschaft beschert hat.
Der Erste Weltkrieg ist für fast alle kämpfenden Parteien auch ein finanzieller Opfergang gewesen. Die Deutschen hatten ihre Kriegsausgaben mit Steuern und Staatsanleihen selbst finanziert. Briten und Franzosen hatten sich die nötigen Gelder größtenteils bei Banken in Amerika geliehen. So versuchen die Regierungen Englands und Frankreichs, ihre Kriegsschulden und Kriegslasten nach 1919 aus dem besiegten Deutschland einzutreiben.

Zeichnung-Collage: COMPACT

Reparationen in Geld, Gold und Devisen

Als erstes muss Deutschland 1919 zur Sicherung der noch nicht festgelegten Reparationen bei ausländischen Banken eine Schuldverschreibung über 100 Milliarden Goldmark unterschreiben und dafür ab der Unterzeichnung 5 Prozent Zinsen – das sind fünf Milliarden Goldmark jährlich – zahlen. Um die Größenordnung zu verstehen, sei erwähnt, dass Frankreich 1871 nach einem Krieg, den es selbst verursacht, erklärt und dann verloren hatte, mit einer Gesamtreparation von ca. fünf Milliarden Goldfranken (etwa vier Milliarden Goldmark) davongekommen war. Die alliierten Sieger verlangen 1919 hingegen einen Beitrag in fast der gleichen Höhe, aber jährlich, und das ohne Tilgungsanteil.
Im Januar 1921 legen die Siegermächte dann die Gesamthöhe der Reparationen Deutschlands für die nächsten 42 Jahre fest: ungefähr 331 Milliarden Goldmark. Auch hier zwei Zahlen zum Vergleich: Die Kosten Deutschlands für den gesamten Ersten Weltkrieg hatten nur halb so viel betragen (163 Milliarden). Und das besiegte Russland hatte 1918 im Frieden von Brest-Litowsk überhaupt keine Reparationen an die Sieger Deutschland und Österreich-Ungarn zahlen müssen (die im Netz übliche anderslautende Angabe dazu ist falsch). Man erkennt im Ausland schon damals, wie völlig maßlos die eigenen Forderungen in Versailles sind. Dazu drei Siegerstimmen: Der damalige italienische Ministerpräsident Francesco Nitti: «Noch niemals ist ein ernstlicher und dauerhafter Friede auf die Ausplünderung, die Quälerei und den Ruin eines besiegten Volkes gegründet worden.» Der amerikanische Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Robert Lansing, noch während der Versailler Sitzungen: «Die Friedensbedingungen erscheinen unsagbar hart und demütigend, während viele von ihnen mir unerfüllbar erscheinen.» Und Churchill in seinen Erinnerungen: «Die wirtschaftlichen Bestimmungen des Vertrages waren so bösartig und töricht, dass sie offensichtlich jede Wirkung verloren. Deutschland wurde dazu verurteilt, unsinnig hohe Reparationen zu leisten.» Doch weder die rechtzeitigen noch die späteren Einsichten führen dazu, dem besiegten Deutschland eine Brücke zu bauen.
Die junge deutsche Republik hat außer den Reparationen auch noch eigene Kriegsanleihen abzutragen, Unterstützung für die Kriegsopfer aufzubringen, Entschädigungen für die in Elsass-Lothringen verlorenen Sachwerte zu leisten und obendrein den Siegern die Besatzungskosten zu bezahlen. So kommt es, dass das Deutsche Reich schon die zweite Monatsrate nicht mehr voll begleichen kann. Die Sieger besetzen daraufhin zum ersten Mal als Straf- und Repressionsmaßnahme einen Teil des Ruhrgebiets – die Städte Duisburg, Düsseldorf und Ruhrort.
Im Mai 1921 legen die Siegermächte dann einen «endgültigen Reparationsplan» fest, der allerdings nicht lange gültig bleibt. Die neue Schuld beträgt noch 132 Milliarden Goldmark plus einer 26 Prozent-Abgabe auf alle deutschen Exporte, was jährlich noch einmal bei zwei bis drei Milliarden liegt. Auch 1922 kann die Weimarer Republik die Schulden nicht bezahlen. Als gegen Ende 1922 noch 1,6 Prozent der Jahresrate fehlen, marschieren belgische und französische Truppen ein zweites Mal ins Ruhrgebiet ein und besetzen Oberhausen und Essen. Die Reichsregierung unter Kanzler Wilhelm Cuno ruft daraufhin zum «passiven Widerstand» gegen die Besatzungstruppen auf, was zur Erschießung von 14 deutschen Arbeitern und der Vertreibung von 80.000 Männern aus dem Ruhrgebiet führt, die damit Heim, Arbeitsplatz und Lohn verlieren. Frankreich unterbindet außerdem die Lieferung von Kohle von der Ruhr ins nicht besetzte Deutschland. Da die Weimarer Republik schon die Kohlereviere Saar an die Franzosen und Oberschlesien an die Polen hatte übergeben müssen, bricht mit dem Kohle-Embargo an der Ruhr die Energieversorgung im ganzen Deutschen Reich zusammen. Dem folgen der Kollaps der deutschen Industrieproduktion und kurz darauf auch der Zusammenbruch der Währung. Es kommt zur Inflation, bis vier Milliarden Reichsmark nur noch den Wert von einem Dollar haben. Es kommt zu hoher Arbeitslosigkeit und zur Verelendung eines großen Teiles der Bevölkerung in Deutschland.
1924 folgt der nächste Zahlungsplan der Sieger, der Dawes-Plan, der wieder keine Obergrenze für die deutschen Zahlungspflichten nennt, aber geringere Jahresraten ansetzt. Deutschland – nach wie vor nicht zahlungsfähig – leiht sich das verlangte Geld bei US-Banken und zahlt seine Reparationen nun fünf Jahre lang mit immer neuen Schulden. 1930 wird der Dawes-Plan vom Young-Plan abgelöst, der die endgültige Höhe der Reparationen festlegt und die Zahlungsdauer 1988 enden lässt. Auch die Young-Raten muss sich die Weimarer Republik bei Banken in den USA besorgen. Die Reste der Dawes- und Young-Anleihen zahlt die Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 2010 bei Banken in den USA ab.
1930 beginnt die Weltwirtschaftskrise in Nordamerika. Die US-Banken – nun selbst in Schwierigkeiten – verlangen von den deutschen Schuldnerbanken, alle kurzfristigen Kredite der letzten Jahre sofort zurückzuzahlen, worauf im Sommer 1931 fast alle deutschen Banken Konkurs anmelden müssen. Es folgt die Zeit der Depression in Deutschland, die Zeit der sechs Millionen Arbeitslosen und der Versuch der Reichsregierung Brüning, die Weimarer Republik am Parlament vorbei mit Notverordnungen wirtschaftlich zu retten. Dies ist der Tod der Republik von Weimar und der Beginn des Aufstiegs der NSDAP in Deutschland.

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COMPACT-Geschichte Nr. 4, aus dem dieser Auszug stammt, können Sie hier bestellen. Wenn Sie die Reihe COMPACT-Geschichte abonnieren, sparen Sie die Versandkosten – und erhalten die Nr. 5 „Die Schande von Versailles. Wie die Siegermächte Deutschland versklavten“, noch bevor das Heft am Kiosk ist.

 

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26 Kommentare

  1. Avatar
    Rechtsstaat-Radar am

    Hätten wir 1871 Frankreich föderalisiert und dafür Sorge getragen, dass all die Minderheiten ein eigenes "Bundesland" erhalten oder jedenfalls eines kontrollieren, dass Paris in lauter vollautonome Bezirke mit eigenen Stadträten und Bürgermeistern filetiert, dass Paris als Bundesland von seinem Umland abgeschnitten, dass bis zum heutigen Tage deutsche Truppen an strategisch wichtigen Punkten in ganz Frankreich stationiert worden wäre, hätten wir Deutschland noch sehr viel weiter nach Westen verschoben und die echten Franzosen vertrieben, hätten wir die Eliten beseitigt und dafür gesorgt, dass sie nichts mehr besitzen und zu sagen haben, ja, hätten wir all dies getan, der Erste und der Zweite Weltkrieg wären uns erspart geblieben!

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    Der Versailler Vertrag ist ein Gesetzeswerk, dass den Deutschen aufgepresst wurde.
    Alle Artikel fangen gleich an. >Deutschland verpflichtet sich<
    Verräter hatten das zugelassen, hiesige.

    Kein Besatzer oder ein Marionettensystem kann gegen ein ganzes Volk regieren.

    Diese zu entwaffnen muss das erste Ziel sein.

    Man darf nur seine Gesinnung nicht zeigen, sondern muß zuerst das Begehrte auf alle Weise zu erlangen suchen. Es reicht hin, jemand seine Waffen abzuverlangen, ohne daß man sagt, ich will dich damit umbringen; denn hast du einmal seine Waffen in der Hand, so ist es immer noch Zeit, deine Gelüste zu befriedigen. Niccoló Machiavelli

    Heiliger Anders hilf Uns.

    Der Koran bietet die richtige hier gedultete Doktrin – nur – man ersetze das Wort Ungläubige durch Verräter.

    Sure 33, Vers 61: “Ein Fluch wird auf ihnen liegen. Wo immer man sie zu fassen bekommt, wird man sie greifen und rücksichtslos umbringen (wa-quttiluu taqtilan).”

    Sure 47, Vers 4: “Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande.”

    Sure 52, Vers 42: “Oder beabsichtigen sie eine List? Aber wider die Ungläubigen werden Listen geschmiedet.“”

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    Unsere "Elite" wer wissen will wie SIE tickt mit ihrer Unverfrorenheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit:

    Danisch.de » Der Fuchs im Hühnerstall 19.9.2018 23:17
    Wer anders als Ephraim Kishon hätte eine bessere Sicht auf die weltzerstörerische Arbeitsweise, den antideutschen Hass der "Elite" schreiben können?

    Kein Wunder, dass "Der Fuchs im Hühnerstall" (Film von 1978) nicht im BRD Fernsehen und ich das Buch in der DDR nicht kannte.

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    Die Zeit vom 1.10.2010:"92 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zahlt Deutschland die letzte Rate seiner Kriegsschulden. Zum Tag der Deutschen Einheit werden 200 Millionen Euro überwiesen."
    Das reichte natürlich noch nicht. Man erinnere sich, Francois Mitterrand, der französische Präsident zur Zeit der Euro-Einführung, soll gesagt haben:"Der Euro ist Versailles ohne Krieg!" Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, daß Frankreich der deutschen Wiedervereinigung nur zugestimmt habe, wenn Deutschland mit der Einführung des EURO dafür bezahlt.
    Nie hat ein deutscher Soldat britischen oder amerikanische Boden betreten. Wieso sind die Soldaten der Briten und Amerikaner nach mehr als 70 Jahren noch in Deutschland? Wir sind eine Kolonie wie früher Rhodesien. Der sog. 30-jährige Krieg gegen Deutschland von 1914 bis 1945 ist de facto ein 100-jähriger Krieg von 1914 bis 2018. Sind die Truppen unsere Kriegsgegner von 1914 noch in unserem Land? Ja oder nein!? Großbritannien hat zweimal Deutschland den Krieg erklärt und zweimal einen Weltkrieg gegen Deutschland organisiert. Und unsere Vasallenregierungen …!

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    heidi heidegger am

    OT: die reparacionszahlungen an drei nixtuende-nutzige ex-bundespräsis sind auch nicht ohne, rügt der heidi-rechnungshof (mein hausfrauenhaushaltsbuch, quasi). die neue förschd leedy (ex-verwaltungsrichterin) rupft unkraut, wie ich höre, das ist schon mal gut. die soll sich auch bei den 3 anderen nützlich machen und die 280 qm büros entstauben unn datt..*istdochwahr*

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      heidi heidegger am

      OT(2): ihr völker der welt, also: badener und württemberger und äh vogtländer undund, schaut auf diese SPD und erkennet, dass das abgewickelt gehört. gerade überholte die AfD den saftladen und also sollen die sozen ihn dichtmachen und ihre 15% gerecht aufteilen. jeweils 5% bekommen LINKE und AfD und DIE PARTEI..ichichich selber wäre ja vor 40 jahren fast mal wegen Herbert Wehner dort eingetreten *schluck*, aber nun ist schluss!!!

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        heidi heidegger am

        angeschossen biste bereits–soll ich dir den dingens vapassäään, du masochist? *kicher*

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    Hallo,

    der Versailler Vertrag ist der (bzw. ist einer der) verbrecherischste(n), welcher jemals "abgeschlossen" wurde! Es haben sich alle Deutschenfeinde verbündet, um alles Deutsche, bzw. das Deutsche Reich ein für allemal auszulöschen, und zwar nicht sofort, sondern im Laufe von mehr als einem Jahrhundert; und das, obwohl das deutsche Volk an diesem ersten Weltkrieg vollkommen unschuldig war. Darüber hinaus ist dieser Vertrag sowieso rechtsungültig, da er erstens von deutscher Seite von nicht berechtigten Personen unterschrieben und unter Strafandrohung (Invasion, falls nicht unterzeichnet würde) erpresst wurde. Zur Information: Verträge, welche unter Androhung von Gewalt/Strafe erzwungen werden, sind nach allgemeingültiger Rechtsauffassung rechtswidrig.

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    jakari blauvogel am

    diese details waren mir so nicht bewußt bzw. ich hab sie erst jetzt bewußt aufgenommen. ich bin fassungslos über soviel bösartigkeit und es sind menschen die sich derartiges rausgenommen haben und wieder rausnehmen und wir deutschen? verdammt wann werden wir endlich wach und besinnen uns auf unsere stärke und unser humanistischen denken. verdammt

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    Der Versailler Vertrag war ein Überfall auf Deutschland.
    Die BRD ist ein Überfall auf Deutschland.
    Die Invasoren (Flüchtlinge) sind ein Überfall auf Deutschland.

    Not Welcome!

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    Alle von den Pariser Vorortkonferenzen aufgezwungenen Verträge waren vom völkerblinden und grenzenlosen Globalismus der britischen und US-amerikanischen Hochfinanz diktiert. Das gilt z.B. auch für die Zerschlagung des Osmanischen Reiches mit dem Sèvres-Vertrag in die künstlichen mischvolklichen Staaten Irak und Syrien. Den Kurden wurde ein zusammenhängendes Verwaltungsgebiet vorenthalten. Diese Desaster bestehen fort.

    Zum Versailler Vertrag ist zu sagen: Von den deutschen Reparationen hatte Frankreich keinen Vorteil. Es musste damit Kriegsschulden an die USA abzahlen. Diese liehen Geld an das Deutsche Reich, das damit die Reparationen zahlte. Die Zinsen dieses sog. Dollarkreislaufes bleiben jeweils zulasten der Deutschen und der Franzosen in den USA hängen, u.z. bei den "helfenden" Banken.

    Hat AfD-Petr Bystron bei seiner jüngsten USA-Reise, wo er eine Ehrung (wofür?) erhielt, Entschädigung gefordert?

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    Das Diktat fand seine krönende Vollendung mit dem sogenannten 2+4-Vertrag 70 Jahre später.

    Im Zuge der Teilwiedervereinigung von 1990 erklärte sich die BRD neben vielen anderen Zugeständnissen dazu bereit, die angelaufenen Zinsen aus den teilweise nicht mehr gezahlten abstrusen Geldforderungen (etwa 300 Milliarden Goldmark) des Versailler Diktates in Raten zu begleichen.

    Die letzte dieser Raten wurde erst am 3. Oktober 2010 beglichen – unsere abgepressten Steuergelder in den Rachen der Verbrecher geworfen

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    Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

    Es hat mich schon bei Kohl, immerhin einem studierten Historiker, immer angek***t, wenn er von unseren westlichen Freunden sprach. Wenn es jemand nicht besser weiß, bitte. Aber solche Leute meinen es nicht gut, das sind bewußte Lügen.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Für das "Böse" gibt es immer einen Grund … dass "Gute" zu unterdrücken, niederzustrecken oder eben niederzumetzeln … !

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    Erstmal Danke fuer den Artikel, der schon sehr tief blicken laesst. Bin gespannt wie er weitergeht, denn in der "modernen" Geschichtsschreibung ist ein Loch von 1933 bis 1945, welches mit den Verbrechen der Deutschen gestopft wird. Was aber an Verbrechen am deutschen Volk nach 1945 von Adenauer ueber Kohl bis zu Merkel durch "deutsche" Kanzler begangen wurde und wird sollte man auch einmal in einem einzigen Buch niederschreiben. Ich schaetze mal, da kommen so ungefaehr 6000 DIN A4-Seiten zusammen. Der WKII mit der Fortsetzung des Versailler Vertrages ist nicht zuende. Zwischenzeitlich wurde aber eine andere Kriegsstrategie bevorzugt. Man maestet und verdummt den Gegner, man paralysiert ihn bis er seine Eltern und Grosseltern als Verbrecher bezeichnet und "Deutschland verrecke" Standard wird. Damit war die Umerziehung abgeschlossen und die Umvolkung konnte beginnen. Mit ein paar Tafeln Schokolade und Rock n Roll fing es an und wird mit dem Schicksal der nordamerikanischen Indianer fuer die Deutschen enden.

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      A. BENJAMINE MOSER am

      LIEBER MANSCHULI
      EIGENTLICH SCHÄTZE ICH IHRE KOMMENTARE, ABER DIESER PESSIMISMUS HAUT MICH DIREKT AUS DEN SOCKEN. WIE VIELE DEUTSCHE SEID IHR? 80 MILLIONEN – NICHT WAHR? ALSO, WENN BLOSS ZEHN PROZENT SICH ENDLICH ERHEBEN WÜRDEN, WÜRDE DIES DIESE LAMASCHIGEN VERHÄLTNISSE ZUM TANZEN BRINGEN. LAMENTIEREN REICHT NICHT!! MANSCHULI – UND ALLE ANDEREN -BEGREIFT IHR DAS DENN NICHT? AUF DIE STRASSE MIT ALLEN VON EUCH UND DANN WÄRE SCHON VIEL ERREICHT. 1989 HAT DAS AUCH FUNKTIONIERT UND DAS FUNKTIONIERT AUCH 2019 ABER MASSENHAFT, MILLIONENFACH. AUF ZU MEHR MUT, RAUS AUS DER KOMFORT-ZONE DES INTERNETS. EINEN SCHÖNEN ABEND. ABM

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        @ABM. Ich stimme Ihnen ja zu. Der Haken bei der Sache ist nur, dass es keine "EUCH" mehr gibt. Es gibt 80 Millionen vollgefre…ene Hasenfuesse, die sich schon ins Hemd machen wenn Merkel hustet. So siehts aus. Die Deutschen sind ja noch nicht einmal in der Lage die neue Antifa-SA so "zurecht zu biegen", dass sie endlich aus der linksversifften Luft raus kommen. Wer will denn noch einmal eine Hitler-Diktatur? Die Deutschen lassen sich mit Geistern erschrecken und auf der Flucht verlieren sie ihre Gehirne. Und niemand ist da, auch die AfD nicht, die tatsaechlich an erste Stelle das deutsche Volk setzt. Wofuer hat AfDler Petr Bystron in den USA einen Orden bekommen? Die Deutschen werden verraten und verkauft. Es heisst russisch-orthodoxes Russland. Die Japaner haben ihre Kultur und sind auch Kriegsverlierer. Haben die Deutschen tatsaechlich keine eigene Idenditaet?

  14. Avatar
    Michael Theren am

    frei nach Francois Mitterrand; EU = Versailles ohne Krieg, natürlich können wir froh sein, ohne Krieg einfach nur zu zahlen….aber nun wird unsere Existenz (und die der anderen Europäer) als Volk beendet, unser Land zerstört (durch Einwanderer, durch Entindustrialisierung, durch Verödung)….der Zeitpunkt wo es wieder einmal Krieg oder Versailles heißen müßte rückt näher ist aber vermutlich schon abgelaufen….

    Europa ist 1945 untergegangen, seine Reste werden gerade erneut aufeinander gehetzt (die BRD Politik zerstört nicht nur uns, sondern auch die Nachbarvölker, die nun wieder grund zum Haß haben), da kommt nichts mehr….

    die letzte Chance, "gallische Dörfer", Vermehren, Bilden und auf bessere Zeiten warten….

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      DerSchnitter_Maxx am

      "Deutschland wurde geschlagen, wir alle haben verloren." (Charles De Gaulle)

      Morbus ignorantia – Krankheit Unwissen

      Interessant:" Diese Sätze werden niemals in den Schulbüchern stehen…vorausgesetzt – es bleibt wie es ist !"

      "Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft und wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit." – George Orwell

      Falls noch nicht bekannt … einfach Mal im Netz eruieren : *Morbus ignorantia – Krankheit Unwissen*

  15. Avatar

    Zu einer der am hartnäckigsten kolportierten Legenden – an welcher die Deutschen inzwischen selbst gläubig und schuldbewußt hängen – gehört die Mär vom aggressiven Preußen bzw. vom angriffslustigen Deutschen Reich, dem seine friedliebenden Nachbarn in West und Ost, in Süd und Nord stets zum Opfer gefallen sind.

    Wenn ich hier mal die verifizierbare historische Wahrheit schreibe, dann kneift auch Compact.
    Die Existenzangst greift brutal um sich, aber so wird das mit der nächsten Wend sicher nichts.

  16. Avatar

    Auch wenn das viele Linke heute nicht wahrhaben wollen, die SPD darüber stillschweigt: Die versammelte SPD-Genossenschaft protestierte gegen diesen Vertrag von Versailles, so wie er zum Abschluss kam. Sie protestierten auch dagegen, dem Deutschen Reich die Alleinschuld am Ausbruch und Verlauf des Krieges zu geben. Das lässt sich überall, Reichstagsdebatten, Zeitungsartikel von damals usw. nachlesen…

    Aber, sie wollten unbedingt die Macht an sich reißen, den Kaiser entfernen und gingen eben doch in den Verhandlungen die sie "führten" auf alles ein, was die Siegermächte forderten. Die SPD hatte die aberwitzige Vorstellung, wie es seinerzeit unter Genossen normal war, der Kapitalismus breche eh bald zusammen. Es könne sich nur um ein paar Jahre mit Versailles handeln, dann käme die große Umwälzung und alle "lieben" Genossen aus dem europäischen Ausland hielten dann mit den deutschen Genossen zusammen, alles werde gut, der Vertrag zurückgenommen… Dabei waren gerade die Genossen aus dem Ausland diejenigen, die mit am meisten Deutschland das Messer in den Rücken rammten…

    Lässt sich alles nachlesen. Heute erzählen’s uns das Geschichte, der Kaiser, die Deutschen, das Deutsche Reich, habe die Weltherrschaft erlangen wollen. Darum der "Abwehrkrieg" der anderen "stets guten" Mächte. So hab ich’s in der Schule als Kind lernen müssen…

    • Avatar
      michael.zunger am

      Mit der Französischen Revolution fing das ganze Unheil an. Wenig später hatte Napoleon das wohlorganisierte, freie Alte Reich zerstört, indem er deutsche Fürsten gegeneinander ausspielte und es mit Krieg überzog. Das Reich war friedfertig, nicht auf Expansion ausgelegt. Es waren französische Vorstellungen, die den Staatsaufbau von Baden-Württemberg und Bayern geprägt haben. Da hat man bereits Menschen zusammengewürfelt, was jedweder deutschen Historie Hohn spricht. Badener, Württemberger, Franken, Schwaben, Baiern. Deutschland ist das Alte Reich und das Alte Reich ist Deutschland – nichts anderes. Bestückt mit freiheitlich-direktdemokratischer Grundordnung, traditionell föderal-bundesmässig organisiert, allenfalls mit wohltuender kaiserlicher Repräsentanz, so sollten wir Deutschland wiederauferstehen lassen.

    • Avatar

      Elmar,
      die "protestierende versammelte SPD Genossenschaft", das schlägt ja dem Faß die Krone in´s Gesicht! Zumindest wenn man damit auch die SPD Führung meint.
      Nach kurzem internen Streit in der SPD Führung (Scheidemann: "Die Hand müsste verdorren, die diesen Vertrag unterschreibt…" setzte sich Friedrich Ebert durch und folgte wie ein Automat den Anweisungen der Generalität: 1. Niederschlagung der von SPD Genossen dominierten Novemberrevolutin durch von ihrem Chef Ebert gerufene Freikorps.
      2. und 3: Sowohl die Unterschrift unter den Waffenstillstand (der schon fast alle Elemente des Schandfriedens beinhatete)
      als auch die unter dem Friesensvertrag liess Ebert von der Generalität vorher absegnen.
      Gedankt haben sie es ihm mit der Dolchstoß – Legende.
      Der hartnäckige Mythos Liebknecht/Luxemburg/bolschewistische Revolution wurde von der SPD geschaffen und später von der SED ausgebaut.
      Echten Einfluss hatten L/L in der zunächst siegreichen Novemberrevolution wenig bis nicht.
      Alles nachzulesen im umfangreichen Schrifttum Sebastian Haffners zur Novemberrevolution.
      Ein Zitat sei mir gestattet: "Er (Ebert) hatte nicht die siegreiche Front, wohl aber die siegreiche Revolution von hinten erdolcht." Sebastian Haffner

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