Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war der 1882 geborene Manfred von Richthofen ein einfacher Führer berittener Patrouillen. Der heldenhafte Kampfpilot sollte er erst später werden. Aber gleich bei seinem ersten Gefecht im Jahre 1914 konnte er zeigen, was in ihm steckte. Damals stieß er auf eine zahlenmäßig weit überlegene Truppe französischer Kavalleristen. Es gelang ihm und seinen Männern, den Gegner in die Flucht zu schlagen. Allerdings entschied sich der junge von Richthofen bald, seinem Vaterlande im Luftkampf zu dienen.

    Helden Geschichte
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    Lesen Sie dazu einen Auszug aus COMPACT-GESCHICHTE Nummer 2: Deutsche Helden über Manfred von Richthofen:

    Der Rote Baron: Manfred von Richthofen (1892–1918)

    Als „Ritter der Lüfte“ bewunderte man die härtesten Einzelkämpfer des Ersten Weltkriegs. Den erfolgreichsten von ihnen, das Ass der jungen deutschen Luftwaffe, bedachten seine Feinde mit einem Ehrennamen.

    Der 23-jährige Leutnant Manfred von Richthofen fuhr im Oktober 1915 per Sonderzug nach Metz (Lothringen). Im Speisewagen begegnete er einem Offizier, der das Flugzeugführerabzeichen trug. Es war Oswald Boelcke, der bis dato erfolgreichste Jagdflieger des Ersten Weltkriegs. Seine Schilderungen von Luftkämpfen beeindruckten Richthofen so sehr, dass er beschloss: Ich will Jagdflieger werden. „Wohl immer hat bei ihm der Entschluss festgestanden, in der von ihm erwählten Laufbahn Außerordentliches zu leisten“, schrieb Manfreds Bruder Bolko in seinen Erinnerungen.

    Manfred Freiherr von Richthofen wurde am 2.Mai 1892 in Breslau als Sohn eines preußischen Kavallerieoffiziers geboren. Die Richthofens waren eine ursprünglich aus Bernau in der Mark Brandenburg stammende, 1661 geadelte Dynastie. In ihrer Familienchronik steht der Spruch: „Reicht auch der Stammbaum nicht ins graue Altertum Ist’s dennoch ein gar altes, wackeres Geschlecht; Kristallhell, ungetrübt blieb seines Namens Ruhm, Hoch hielt es stets die Wahrheit, Ehre und das Recht.“

    Manfreds Familie zog neun Jahre nach seiner Geburt ins schlesische Schweidnitz. Als Absolvent der renommierten Kadettenanstalt Wahlstatt trat der begeisterte Reiter und Jäger 1911 ins 1. westpreußische Ulanen-Regiment ein.

    Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs war er zunächst Führer von berittenen Patrouillen. Vom lothringischen Diedenhofen aus überquerte sein Regiment Luxemburg und ritt anschließend durch Belgien. Gleich bei seinem ersten Gefecht nahe der belgischen Kleinstadt Virton am 21. August 1914 stieß er auf eine zahlenmäßig weit überlegene französische Kavallerietruppe, welche von seinen Männern in die Flucht geschlagen wurde. Stolz notierte Richthofen: „Es liegt wohl im Blute eines Germanen, den Gegner, wo man ihn auch trifft, über den Haufen zu rennen, besonders natürlich feindliche Reiterei.“ Mehrere hitzige Scharmützel folgten, und nach einem besonders heftigen Kampf vor Verdun Ende September 1914 meinte der künftige Fliegerheld prophetisch: „Wenn ich lebendig aus diesem Krieg hervorgehen sollte, hätte ich mehr Glück als Verstand.“

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