Die bedeutendsten Helden unseres Volkes werden in der Walhalla im bayerischen Landkreis Regensburg mit Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt. Benannt ist sie nach Walhall, der Halle der Gefallenen in der nordischen Mythologie. Zur Eröffnung im Jahre 1842 wurden 160 Personen mit 96 Büsten und 64 Gedenktafeln bedacht. Unter den heute in ihr geehrten Persönlichkeiten befinden sich bedeutende Staatsmänner wie Otto der Große, Otto von Bismarck, Kaiser Wilhelm I, aber auch Dichter wie Gotthold Ephraim Lessing und Philosophen wie Immanuel Kant. Bedacht werden alle Helden „teutscher Zunge“, also auch Offiziere in russischen Diensten, wie Michael Andreas Barclay de Tolly oder Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski. Wenn Sie mehr über die Walhalla bei Regensburg und die deutsche Geschichte erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen COMPACT-GESCHICHTE hier zu abonnieren.

    Es folgt ein Auszug aus „COMPACT-GESCHICHTE Nummer 3: Deutsche Mythen“ über die Walhalla und ihre Zeit:

    Wie in Odins Palast – Die Walhalla

    Die bedeutendsten Heroen unserer Vorfahren präsentieren sich in der Nähe von Regensburg. Ein geschichtstrunkener Bayernkönig schuf ihnen das patriotische Pantheon.

    Der nordisch-germanischen Mythologie entnehmen wir: „Der größte Saal in Odins Haus heißt Walhalla. Er hat 540 Türen und ist von großer Pracht und Herrlichkeit. Säulen und Pforten sind von purem Golde, und an den Wänden hängen Waffen aller Art. Da sitzen in langen Reihen die Einherier, einst ruhmreiche Helden auf Erden, und reden von Kampf und Siegeskränzen.“ Auch das weibliche Element belebt die Szenerie. „Odins wunderschöne Schildmädchen, die Walküren, reichen ihnen die Trinkhörner gefüllt mit schäumendem Met. Unzählbar sind die Scharen der Männer, die in Walhalla sitzen, und jeder von ihnen ist ein Kriegsmann, der auf dem Kampfplatze gefallen ist.“ Der erwähnte Met stammte übrigens aus dem Euter von Odins Ziege Heidrun.

    Im Reich des Bayernkönigs

    Der seit 1825 regierende König Ludwig I. von Bayern war ein Romantiker auf dem Thron und gefiel sich besonders in seiner Rolle als Kunstmäzen und Bauherr. Allein seine Hauptstadt München verdankt ihm die Alte Pinakothek, den Königsplatz mit Glyptothek und Antikensammlung, die Feldherrenhalle, das Siegestor und die Bavaria-Statue bei der Theresienwiese. Auf Ludwig geht auch der Plan zurück, den „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ einen Ehrentempel zu bauen. „Kein Stand, auch das weibliche Geschlecht nicht, ist ausgeschlossen“, hieß es. Um Walhallas Gefährte zu werden, müsse man aber „teutscher Zunge“ sein. Denn, so Ludwigs Hinweis, „Sprache ist das große Band, das verbindet; wäre jedes andere gleich zernichtet; in der Sprache währt geistiger Zusammenhang.“ Bloß gut, dass der König schon lange tot ist und die heutigen denglisch plappernden Fernseh- oder Radiomoderatoren nicht hören muss.

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