In der aktuellen Juli-Ausgabe von COMPACT-Magazin haben wir einen dreiseitigen Beitrag von Björn Höcke, der die strategischen Optionen der AfD skizziert.Eine davon, auch wiedergegeben auf COMPACT-online vor einigen Tagen, liest sich so:

    Frage: Eine (…) Katastrophe könnte mit dem Ende Deutschlands als Nationalstaat einhergehen. (…)

    Höcke: Dann haben wir immer noch die strategische Option der »gallischen Dörfer«. Wenn alle Stricke reißen, ziehen wir uns wie einst die tapfer-fröhlichen Gallier in unsere ländlichen Refugien zurück, und die neuen Römer, die in den verwahrlosten Städten residieren, können sich an den teutonischen Asterixen und Obelixen die Zähne ausbeißen! Wir Deutschen – zumindest die, die es noch sein wollen – sind dann zwar nur noch ein Volksstamm unter anderen. Die Re-Tribalisierung im Zuge des multikulturellen Umbaus wird aber so zu einer Auffangstellung und neuen Keimzelle des Volkes werden. Und eines Tages kann diese Auffangstellung eine Ausfallstellung werden, von der eine Rückeroberung ihren Ausgang nimmt.

    Daraufhin bekamen wir von einem Leser folgende Zuschrift:

    “Sag dem Höcke, er soll mit seinen gallischen Dörfern SOFORT anfangen und nicht erst zuwarten, bis wir alle mit dem Rücken zur Wand stehen. Zwei Gemeinden in seinem Thüringen (und vielleicht noch zwei bei Poggenburg und in Sachsen) reichen schon jetzt aus, und zwar als Vorzeigeobjekt, als Visitenkarte, damit man sieht, was möglich ist, wenn die AfD selbst was eigenverantwortlich in die Hand nimmt. Du weißt, wie es heute landläufig in den Dörfern aussieht. Früher waren sie voller Läden und Gewerbe, bunt und begehungsinteressant, irgendwann hielt die Globalisierung einzug, ein fetter konkurrenzboostiger Supermarkt – und aus wars mit der Vielfalt. (“Alles in Obi und nix mehr drumherum”). Die meisten Dörfer haben keine Verkaufsinfrastruktur mehr, die stehen leer, die Jungen ziehen weg, Überalterung, Leerstand. Sogar hier in Bayern verwüsten so ganze Flächen. Schon wenn man nur in einem einzigen Vorzeigedorf diesen einen Missstand umdreht, hat die AfD eine Jokerkarte in der Hand. Du weisst, dass ich mich mit der Thematik seit Längerem befasse. und ich misch da auch gern mit, wenn Höcke sich ein Musterdorf ‘vornimmt’.”

    Was meinen andere Leser zu diesem Vorstoß? Es ist wichtig, dass wir jetzt in der Opposition zu konkreten Schritten kommen und nicht nur gebetsmühlenartig wiederholen “Merkel muss weg” oder “Revolution”. Und eines ist auch klar: Die AfD hat gute Aussichten, schon in Bayern im Oktober über 20 Prozent zu bekommen. Aber so erfreulich das wäre: Wenn die Altparteien ihre Flutungspolitik fortsetzen, ist das nur ein symbolischer Erfolg ohne praktisches Resultat. Der Volksaustausch ginge weiter…

    Da die von Björn Höcke in seinem neuen Buch “Nie zweimal in denselben Fluss” angestoßene Debatte so wichtig ist, verschenken wir dieses Buch – an alle, die JETZT COMPACT abonnieren: Hier geht’s zum Abo und zum Gratis-Buch.

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