Als Perpetual Traveler ohne festen Wohnsitz kommt man viel herum – und zahlt keine Einkommenssteuer. Unser Gesprächspartner wertet das auch als aktiven Widerstand gegen das Merkel-Regime.  – Es folgen Auszüge aus dem Interview „Staatsfeind auf Reisen“ mit dem bekannten Perpetual Traveler Christoph Heuermann, das Sie ungekürzt auf Digital+ lesen können. Einen Artikel über ihn finden Sie in COMPACT 11/2019.

    _ Christoph Heuermann im Gespräch mit Manuel Peters

    Christoph, wie würdest Du Deinen Lebensstil beschreiben?

    Ich bin seit fünf Jahren Perpetual Traveler und unentwegt auf Achse. In den unzähligen Ländern, die ich schon besucht habe, recherchiere ich grundsätzlich, wie es dort wirklich aussieht und welche wirtschaftlichen und sozialen Chancen man dort als Ausländer hat. Dieser Lebensstil ermöglicht es mir, völlig legal steuerfrei und auch weitestgehend frei von sonstiger Staatskontrolle zu leben.

    Es versteht sich von selbst, dass ich mir mehrere Online-Unternehmen in verschiedenen Ländern aufgebaut habe. Durch geschickte Gesetzesarbitrage kann jeder, der möchte, seine steuerliche und persönliche Freiheit maximieren, und zwar auch dann, wenn er nicht in solchem Eiltempo wie ich durch die Welt rasen, sondern es langsamer angehen oder in ein bestimmtes Land auswandern will. Das geht sogar, wenn man in Deutschland bleiben will: Die Flaggentheorie funktioniert für jeden.

    Yachten in Los Roques, Venezuela. Foto: Christoph Heuermann

    Flaggentheorie? Das klingt interessant. Was kann man sich denn darunter vorstellen?

    Die Flaggentheorie ist eine Strategie zur Maximierung von Freiheit, Geld, Zeit und Vergnügen, die von jedermann umgesetzt werden kann. Es gibt nämlich 267 souveräne Territorien auf dieser Welt und da kann man durch Gesetzesarbitrage unzählige Vorteile erlangen – und sei es nur ein Privatkonto außerhalb der EU, das für das Finanzamt nicht pfändbar ist. Ich selber habe beispielsweise meinen Wohnsitz in Panama, meine Firma in Miami und ihr Geschäftskonto in England, während meine Mitarbeiter in Georgien sitzen.

    Meine internationale Krankenversicherung ist in Luxemburg, meine Server stehen auf Island und mein Gold liegt in Singapur, während ich mich am liebsten in Argentinien und Neuseeland länger aufhalte. Und wenn alle Stricke reißen, habe ich außer meinem deutschen Reisepass noch dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen für Panama und Paraguay. Für Thailand und Georgien sind sie bereits in Arbeit. Manche sammeln Briefmarken, ich sammele eben Aufenthaltsgenehmigungen (lacht).

    Du bist ja wirklich schwer unterwegs. Wie viele Länder hast Du schon besucht?

    Hier muss ich etwas ausholen: Laut der üblichen Definition der UN gibt es 193 Staaten auf dieser Erde. Davon habe ich bereits 136 besucht. Ich zähle aber anders, denn für mich müssen auch alle teilsouveränen Staaten und Territorien mitgezählt werden. Zählt man so, gibt es 267 Staaten, in 172 davon bin ich schon gewesen. Auf meinem Blog https://christoph.today kann man übrigens meinen Flugplan mitverfolgen: Auf einer Karte ist jedes Land der Erde, das ich bereits besucht habe, blau eingefärbt. Klares Ziel: Eine vollständig blau eingefärbte Karte! Mit 30 will ich alle Länder der Erde mindestens einmal besucht haben, und momentan bin ich schon ganz gut im Zeitplan.  (…)

    Pigeon Tower (Taubenturm) in Meybod, Iran. Foto: Christoph Heuermann

     Wie bist Du eigentlich auf die Idee gekommen, so zu leben?

    Es fing alles ganz staatstragend an: Früher studierte ich Politikwissenschaft und hatte das Ziel, ein gut verdienender EU-Beamter zu werden – kein Scherz! Zum Glück kam ich aber während meiner Studienzeit mehr zufällig mit den Schriften libertärer und reaktionärer Denker in Kontakt, die mein Weltbild stark beeinflusst haben. Das hat alles verändert. 2013 habe ich dann beim libertären FDP-Abgeordneten Frank Schäffler ein Praktikum im Bundestag absolviert und war auch in Schäfflers Wahlkampfteam für die Bundestagswahl 2013. Das half alles nichts: die FDP flog trotzdem raus und ich war hinterher desillusioniert, nachdem ich die tiefen Abgründe parteipolitischer Arbeit erlebt hatte.

    Damals entschied ich, das Beste aus der Situation zu machen. Ich habe noch ein Jahr durchgehalten und zu Ende studiert und dabei bereits extrem viel Business-Literatur gelesen, um optimal vorbereitet zu sein. Außerdem habe ich mich während eines Auslandssemesters in Madrid wirtschaftlich fortgebildet und die Austrian Economics bei Philipp Bagus und Huerta de Soto gelernt. Direkt nach der Graduierung habe ich mich dann aus Deutschland abgemeldet. Seitdem bin ich auf Dauerreise und habe mein Leben mit großem Erfolg umgestellt.

    Inzwischen halte ich allerdings auch Deutschland, zumindest im gegenwärtigen Zustand, für verloren: Wie will man denn in einem Land Freiheit verwirklichen, in dem 80 Prozent der Bevölkerung direkt oder indirekt vom Staat abhängig sind, wie es beispielweise Gunnar Heinsohn herausgearbeitet hat? Da kann man doch auf politischem Wege nichts mehr erreichen. Freiheit ist nur mit einer persönlichen Entscheidung zur Lebensumstellung möglich. So kann man dann mit einer klugen, idealerweise auf der Flaggentheorie basierenden Strategie und mit unternehmerischer Kreativität und Technologie freiheitliche Parallelstrukturen nutzen und aufbauen. Im digitalen Zeitalter und insbesondere im Blockchain-Bereich gibt es da Möglichkeiten, von denen man früher nur hätte träumen können – aber man muss sie auch nutzen.

     (…)

    Also, langweilig wird Dir bestimmt nie. Aber fehlt Dir nicht trotzdem manchmal ein fester Bezugspunkt und ein dauerhaftes Zuhause?

    Mein Zuhause ist die Welt. Dabei vergesse ich meine Heimat nicht, der ich im Herzen verbunden bin und die ich ja auch weiter besuchen kann, so oft ich möchte. Meine Bezugspunkte aktuell sind aber vor allem eher unsere Staatenlos-Büros in Medellin (Kolumbien), Miami (USA), Tiflis (Georgien) und Dumaguete (Philippinen), wo auch viele Freunde von mir leben

    Die vielen Reisen sind bestimmt sehr teuer. Wie finanzieren sich Perpetual Traveler wie Du eigentlich?

    Ich bin selbständig, und fast alle Perpetual Traveler, die ich kenne, sind es auch. Einige wenige haben auch feste Auftraggeber und sind so etwas wie freie Mitarbeiter. Wir verdienen unser Geld im Internet. Ich selber biete beispielsweise meine in vielen Jahren erworbene Expertise zum Thema Perpetual Traveling an und gebe den Leuten in Einzelcoachings Tipps, wie sie ihre Auswanderungspläne am geschicktesten umsetzen und strukturieren können. Mein Werdegang zeigt, was in diesem Bereich möglich ist, wenn man sich Mühe gibt und Qualität anbietet (…)

    Dubai. Foto: Christoph Heuermann

    Du sagst „legal steuerfrei“, entziehst Dich also, wenn auch rechtskonform, der Steuerpflicht. Hast Du da kein schlechtes Gewissen?

    Da habe ich sogar ein sehr gutes Gewissen! Steuern sind Raub, und der Staat ist so legitim wie eine Bande von Schutzgelderpressern. Ich bin sehr froh und kann es mit meiner Ethik sehr gut vereinbaren, dass ich dieser Bande keinen Cent gönne!

     (…)

     

    Am Pamir Highway in Sary Tash, Kirgistan. Foto: Christoph Heuermann

    Viele Menschen sind mit der politischen Realität in Deutschland heutzutage nicht zufrieden. Was würdest Du ihnen raten?

    Die Option „Flight statt Fight“ ist die einzige, die sich derzeit lohnt. Damit ist unserem Land auch deutlich mehr geholfen, wenn die Zeit reif ist: Anstatt sich in einem hoffnungslosen Kampf und Protest gegen das Merkel-Regime aufzureiben, sollte jeder Oppositionelle sich lieber ein schönes Leben im Ausland machen. Dort kann man sich ein großes Vermögen aufbauen und wertvolle Kontakte erarbeiten – und wenn der Laden eines Tages zusammenbricht und man wirklich etwas bewegen kann, kann man immer noch mit umso größerer Motivation zurückkehren.

    Also raus aus Deutschland?

    (…)

    Es gibt in vielen anderen Ländern auch zum Beispiel keinen Impfzwang, Medizin-Tourismus ist für viele Leute attraktiv, die Pflegekosten für ältere Menschen sind wesentlich niedriger, ebenso die allgemeinen Lebenshaltungskosten. In vielen attraktiven Ländern kann man günstiger leben und das bei deutlich angenehmerem Klima. Aber ich kann es auch verstehen, wenn jemand in Deutschland bleiben und kämpfen will. Derjenige sollte aber nicht vergessen, dass die Flaggentheorie ihm zahlreiche Möglichkeiten bietet, sich ganz legal vor Pfändungen und anderen staatlichen Einschüchterungsversuchen zu schützen.

     _ Christoph Heuermann Leben (*1990) studierte Politikwissenschaft, arbeitet im Deutschen Bundestag. Seit fünf Jahren lebt er als Unternehmer und Perpetual Traveler auf der Überholspur. Auf seinen Verdienst von durchschnittlich 25.000 Euro im Monat zahlt er als Dauerreisender ohne festen Wohnsitz keine Einkommenssteuer. | Manuel Peters (*1980) ist im Bereich der Blockchain-Technologie tätig und schreibt für COMPACT regelmäßig zu politischen und kulturellen Themen.

    Das komplette Interview mit Christoph Heuermann kann man auf Digital plus lesen.  Und einen Bericht über ihn auch in der Printausgabe des COMPACT-Magazin 11/2019. Diese Ausgabe können Sie in digitaler oder gedruckter Form hier bestellen.

     

     

     

     

     

     

    26 Kommentare

    1. Soso 25 tsnd. im Monat, dann zählt er zu einer anderen Gruppe als die Menschen, welche ihren Lebensunterhalt von 1500 Netto noch mit 8 Stunden Arbeit verdienen müssen!

      Ich meine, so kann doch jeder um die Welt tingeln und Sprüche klopfen, das ist keine Kunst und hat auch nix mit Freiheit zu tun.

      Frei bin ich auch in Deutschland, wenn ich sie mir kaufen kann.

      Aber, an der Algarve ist es schon schöner als hier, mit einer Kiste Geld und ärgern muss einer sich dann nur noch um verkorkten Wein oder verkokelten Fisch!

      (Äh, ich war schon zweimal mehr als Millionär – doch der Staatsbüttel schaffte mich immer. Machen die aber auch so im Ausland. Nu bin ich alt und hoffe auf milde, die Rente für alle und die Medizintechnik…..aber erst einmal auf Aldi und Lidl ums Eck!

    2. Vincent Maier an

      Nachgewiesenermaßen reichen für den "Staat", also die staatlichen Aufgaben 10% Steuern.
      wenn mit dem "Geld" nicht der Schindluder betrieben wird wie heute.

      Demoralisierend handelt der Jetzige STaat und an seiner Spitze die Politikerkaste ALLER Parteien.

      "Die Staatsbürgerschaft zu entziehen", mindestens 95% haben doch gar keine, bzw. haben nur die Vermutung eine zu besitzen: SIEHE aktuelles STAATSRECHT-LEHRBUCH BAND III Nr. 1039 und siehe
      https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/4000/16_4136_D.pdf

      Ach so ja, damit sich hier keiner zu wohl fühlt lese er BGB § 891:
      "Ist im Grundbuch für jemanden ein Recht eingetragen,
      so wird VERMUTET" das ihm das Recht zusteht."
      Was ist wohl der Unterschied zwischen Vermutung und tatsächlichem Eigentum ?

    3. Peter Aschbacher an

      Der STAAT ist theoretisch die institutionelle Organisationsform einer souveränen Nation. Die Besatzungszone Restdeutschland ("BRD") ist in der Realität aber – wie Carlo Schmid es ausdrückte – die "Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft". Es ist dehalb legitim, an ein solches Besatzungsregime keine Steuern zu zahlen, weil die Besatzungssteuern ein Teil der kolonialen "Tributgesetzgebung" sind (s.a.: "Tributgesetzgebung und ihre Umsetzung in den Vizekönigreichen Peru und Neuspanien im Vergleich").

    4. SO VIEL ZU UNSEREM STAAT !!

      Svenja Schulze – Umweltministerin gab wohl über 600 Millionen Euro für Berater aus

      Jetzt wird es zum ernsten Problem, dass Staatsanwaltschaften weisungsgebunden sind, der Rechtsstaat längst ausgehebelt ist.

      Siehe auch Merkel und von der Leyen, die längst vor den Richter gehörten !

      Deutsche Staatsanwaltschaften dürfen einem Urteil des höchsten EU-Gerichts zufolge keine Europäischen Haftbefehle ausstellen.

      In der Bundesrepublik gebe es „keine hinreichende Gewähr für Unabhängigkeit gegenüber der Exekutive“, urteilte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.

      Wir leben quasi im Rechtsbankrott !

    5. Dem jungen Mann sei sein Wanderleben gegönnt. Jedoch ist er nun einer von denen die man einmal heimatlose, skrupellose Gesellen nannte. Das er durch seine Wanderschaft Merkel schadet bezweifle ich jedoch, tut er doch genau das was Merkel will. Deutsche raus aus Deutschland. Und eines kann ich ihm als spät seßhaft gewordenen Wanderer sagen. Die Freunde in aller Welt werden, wenn er sich entschließt irgendwo dauerhaft niederzulassen, Tausend Ausreden finden um ihn nicht besuchen zu müßen. Eines Tages sind die Cocktailgläser leer und dann kann es passieren, dass er dort hin zurueckkehren muß von wo er kam. Deutschland.

    6. katzenellenbogen an

      Der Typ hat sich offenbar nicht nur von der amerikanischen Autorin Ayn Rand inspirieren lassen (seine Biographie erinnert an deren Roman „Wer ist John Galt?", wo der Titelheld als Anführer einer Gruppe elitärer Aussteiger agiert), sondern auch vom Heiligen Augustin: Schreibt man doch diesem Kirchenvater das Zitat zu: „Regna sunt magna latrocinia" (Staaten sind große Räuberbanden).

    7. Werbung für verantwortungslose Egoisten, Hedonisten & Assoziale (im wörtlichen Sinne)? Schulen, Straßen & Co bezahlen sich nicht von alleine.

      Widerstand gegen das Merkel-Regime? Und wenn in D-Land die AfD mit Höcke regieren würde – würden solche Leute dann ihren assozialen Egoismus fallen lassen? Ich habe Zweifel.

    8. Ein interessanter Werdegang.

      Hat er auch in jedem Land eine Familie?

      Fakt ist, dass den Deutschen die Heimaterde nach und nach entzogen wird,
      wenn nicht sogar schon entzogen ist.
      Extreme Auswege daraus sind die innere Emigration, die Spiritualisierung
      oder die Wanderschaft des Ahasveros,
      die schon Walther Rathenau vorhersagte.

      Ich nehme es dem pfiffigen Kerl ab,
      dass er heimatbezogen denkt
      (Schäffler war wohl noch einer der wenigen Deutschen in der FDP,
      aber undeutsch ist auch sie).
      Und festzustellen ist Eins/Zwei:
      Die Diaspora lässt sich nur
      durch strenges Festhalten
      an traditionellen, kultischen, kulturellen und völkischen Gesichtspunkten überstehen
      UND
      durch geschicktes kosmopolitisches Anpassen an die jeweils herrschenden Verhältnisse und Systeme.

      Ich grase lieber die natürlichen und menschengemachten Kultorte und Kultstätten der Deutschen ab.

    9. > „Der Staat ist so legitim wie eine
      > Bande von Schutzgelderpressern“

      Kleingeistige Denke. Hier mal zu den Fakten: Wo Menschen zusammenleben, geraten deren Interessen oft in einen Konflikt miteinander. In größeren Gemeinschaften entsteht dann in dem Gefüge widerstreitender Interessenten- und Mächtegruppen das Bedürfnis nach einer regulierenden Instanz, die den partikulären gesellschaftlichen Kräften mit überlegener Entscheidungsmacht gegenübertritt. Solch eine staatliche Instanz hat nicht nur durch eine formale Kanalisierung und Ordnung der Interessenbefriedigung ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten, sondern auch für einen gerechten Ausgleich der widerstreitenden Bedürfnisse zu sorgen.

      • Zustimmungsfähig,es fehlt noch der Hinweis,daß eben diese hchwichtige Funktion unser Staat nicht mehr erfüllt,weil er zu 100% vom Kapital gekauft ist und einseitig desssen Interessen wahrt.

    10. (..) Privatkonto außerhalb der EU, das für das Finanzamt nicht pfändbar ist. (..)

      Pfändbar nicht aber die brd-Behörden wissen Bescheid, vor allem wenn sich das Nicht-EU-Konto in der Schweiz oder auf den Cayman-Inseln befindet, siehe prominente Steuersünder ala Uli H. Überdies fährt der werte Heuermann ein hohes Risiko bei Nicht-EU-Konten, er muß ja in die Landeswährung tauschen und ist somit von Kursabwertungen nicht gefeit und die können vernichtend ausfallen, Beispiel russischer Rubel.

    11. DerSchnitter_Maxx an

      Das Staatsgebilde in Germoney ist … offenkundig, ein hochtoxischer Fremdkörper im eigenen Land ! ;)

    12. Um Existenzen wie dieser wenigstens den deutschen Boden zu entziehen, müßte man in einer überarbeiteten Verfassung die Möglichkeit vorsehen,auch Deutschen die Staatsbürgerschaft zu entziehen und ein dauerndes Wiedereinreiseverbot zu verhängen,unter der Überschrift Parasitentum,z.B.

      • heidi heidegger an

        Soki, höma! – also bitte!..kuck ma (lieber) hier: Sie (Oliver Maria Schmitt) sind Politiker der Partei DIE PARTEI. Wie beurteilen Sie das Abschneiden Ihrer Partei (in Thüringen /anm. hh)?

        — Wir sind noch mitten in der Analyse, aber mit insgesamt mehr Stimmen als Piraten, NPD und Team Frau Kepetry (Die blaue Partei, Red.) zusammen sind wir schon mal nicht unzufrieden. Selbst wenn wir mit 1,1 Prozent unser Wahlziel „99 Prozent plus X“ klar, aber knapp verfehlt haben.

        ..interviewt von meiner *HaßLiebe* KatjaThorwald/FR..sie muss mir Gabi ersetzen irgendwie, hihi..

      • Ja Compact kennt seltsame Menschen.
        Wenn das ein Modell für Jedermann?

        Aber grundsätzlich gut auch diese Sichtweise Gehör zu geben, man muss ja nicht teilen.

        • WARUM ist es gut,wenn angebliche Anti-Globalisten einem Globalisten Gehör verschaffen?

      • heidi heidegger an

        Soki(2): ach, es gibt heuer noch ganz andere Existenzen..*ächz* -> Sie heißen Juicer, Ranger, Watcher, Hunter oder Fleet Supporter: Gemeint ist das Personal, das für Sharing-Anbieter wie Lime, Tier, Voi, Bird …die shice E-Roller ufflädt..was’n Dreck,ey!!

      • Gesslers Hut an

        Sei nicht so hart. Immerhin bewahrt er georgische Kinder vor dem Hungertod und leistet wertschöpfende Arbeit.

        Zudem ist er Vorreiter einer Welt voller Töpfer, in der sich alle Töpfer ihren Lebensunterhalt mit Töpfertips für andere Töpfer verdienen. Warum nicht, jeden Tag steht ein Dummer, ähm Töpfer auf. Als Libertärer in bereits bestehenden (Infra)Strukturen(Wirt) ist gut und selbstgefällig Leben.

        Als Sozi natürlich auch. :-)

      • Keine Sorge, sie dürfen mit ihrer Untertanen-Mentalität ihren Sklavenhaltern, genannt Staat, auch weiterhin brav und gehorsam dienen.

    13. Wer heute Politdarsteller ist, verfolgt eines oder alle drei der genannten Ziele. Die Zeiten, in denen Politiker den Willen ihrer Wähler zur Basis ihrer Handlungen gemacht haben und sich vor allem als jemand gesehen haben, der Wähler in ihren Rechten schützt, die sind lange vorbei.

      Heutige Politdarsteller nehmen ihre Bedeutung daraus, dass sie Bürgern Freiheitsrechte einschränken. Sie sehen sich auf Basis welcher Überschätzung der eigenen Person auch immer in der Rolle eines Erziehers, der Bürgern vorschreiben zu können meint, was für sie richtig ist, und sie sind wahre Kontroll- und Überwachungsfetischisten, so dass man annehmen muss, sie gewinnen ihren Selbstwert vor allem daraus, andere gängeln zu wollen.

      • Noch einer,der vom " mündigen Bürger" träumt. Gehen Sie durch die Leipziger Eisenbahnstraße,dasehen Sie,was "mündige,freie Bürger" in 100 Jahren angerichtet haben.

    14. Und damit sind noch gar nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die neue digitale Welt kann noch viel mehr bieten:
      Mag man auch mit beiden Beinen auf einem Flecken Erde, der zu irgendeinem Land zählt, stehen – wann werden die ersten Staaten im Cyberspace erschaffen, denen man sich dann anschliessen kann, deren Staatsbürger man werden kann? Man mag dann immer noch mit beiden Beinen auf einem Flecken Erde stehen, aber wozu man gehört, definiert der Cyberspace. Dann stünden die einzelnen virtuellen Staaten auch in Konkurrenz zueinander:Wer die besten Bedingungen bietet, wird regen Zulauf haben. Es wären zwar noch immer Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen zu bezahlen, aber Struktur und Hintergrund, wie wir uns das heute kaum vorzustellen vermögen. Digitale Währungen sind erst der Anfang!

    15. Friedrich Semmelwurst an

      Ergänzung 1:
      Nur zur Erinnerung, wer sich als Unfall-Verursacher davonstiehlt – begeht Unfalllfucht.

      Wer ein derartiges Verhalten als allgemeinverbindlich verkünden läßt – handelt stark demoralisierend und im abgründigsten Bewußtsein schwarzer Pädagogik.

      Der dt. Staatsbegriff ist schon seit langem reformbedürftig.