Der Kommunismus war nie wirklich weg, er hat sich nur versteckt

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Gerade wir Konservativen sollten bei der dringend gebotenen Analyse der aktuellen Fehlentwicklungen in Politik und Gesellschaft unser Augenmerk nicht allein auf die Beschreibung der Phänomene richten, sondern gleichzeitig auch die Erforschung der Ursachen immer im Blick haben. 

_ Gastkommentar von Regine Stephan

Schon seit geraumer Zeit hört man in keiner Debatte oder kritischen Analyse des Ist-Zustandes unserer Gesellschaft mehr den Begriff „Kommunismus“. Das ist merkwürdig, denn war es neben dem Nationalismus nicht die Ideologie des Kommunismus, die das 20. Jahrhundert entscheidend prägte? Das 70-jährige Bestehen der Sowjetunion mit all seinen Begleiterscheinungen kann doch nicht plötzlich so gar keine Rolle mehr spielen, oder?

Genau diesen Eindruck könnte man aber gewinnen, analysiert man einmal die Presse unserer Tage. Da findet man viel Gerede über soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus, multikulturelle Gesellschaft und ähnliches mehr. Doch eine tiefergehende Ideologiekritik findet praktisch nicht statt. Und schon gar nicht in der Tagespolitik. Dabei könnte man viel über „sozialistische“ Taktiken und Vorhaben wissen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um den heutigen Kommunismus zu erkennen und ihm wirksam zu begegnen.

Denn nach dem Zusammenbruch des Ostblocks geriet die Linke –  um einen Sammelbegriff für alle kommunistisch denkenden Menschen zu verwenden, die gleichlautende Partei ist nicht (nur) gemeint – in eine tiefe Krise. Hauptsächlich Gregor Gysi war es dann, dem es gelang, mit einem Rückgriff auf den schon von Stalin in den 1950er Jahren mit Erfolg beschworenen Antifaschismus die Reihen neu zu schließen und einen gemeinsamen Nenner für alle zu finden. Hatte doch schon die alte DDR, angeführt von der kommunistischen Partei, sich immer selbst moralisch aufgewertet, indem sie einfach behauptete, „Wir sind die Antifaschisten“, obwohl in der DDR selbstverständlich nicht mehr, aber auch nicht weniger „Alt-Nazis“ als im Westen zu finden waren.

Marx‘ Erben

Doch zunächst einmal ein paar Worte zur Entwicklung des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Nach der erfolgreichen Oktoberrevolution 1917 und der Machtübernahme durch die Bolschewiki in Russland versuchten die Kommunisten in Westeuropa ähnliches. Doch sie scheiterten, unter anderem auch deshalb, weil das sogenannte Proletariat sich keineswegs mit den Revolutionären solidarisierte oder gar zum Träger der Revolution wurde.

Doch schon 1923 fanden die Protagonisten etwas Neues. Mit der Gründung des „Instituts für Sozialforschung“ in Frankfurt, später kurz „Frankfurter Schule „ genannt, gelang den europäischen, hier überwiegend deutschen Kommunisten, eine Erneuerung des Kommunismus, gewissermaßen eine Verwissenschaftlichung und Modernisierung der alten orthodoxen Marx‘schen Lehre. Von Felix Weil finanziert, waren es vor allem Max Horkheimer, Friedrich Pollock, Herbert Marcuse, Karl Landauer und andere, die völlig neue Wege für einen modernen Kommunismus fanden.

Der entscheidende Kunstgriff gelang Horkheimer, indem er die marxistische Ideologie mit der Freud’schen Psychoanalyse verband. Zum Leitstern des Instituts wurde nun neben Karl Marx auch Siegmund Freund. Aus Freuds Psychoanalyse wurde nach und nach die „marxistische Milieutheorie“, seine (Freuds) „Triebtheorie“ wurde grundlegend politisiert und als Mittel des Klassenkampfes aufbereitet. Wir haben ja dann bei den Hippies der USA und anderswo in den 60er Jahren die praktische Umsetzung des Neomarxismus  erleben können und die Einflüsse in der Frauenbewegung bis heute sind ja unübersehbar.

Den wenigsten Frauen heutzutage ist ja bewusst, dass ihre Anstrengungen um Gleichheit, Freiheit und Selbstverwirklichung nur geschickt getarnte kommunistische Parolen sind, um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, den „Kampf gegen das Bestehende“(Horkheimer) auf allen Ebenen zu führen. (So konnte ich vor gar nicht langer Zeit einer Veranstaltung beiwohnen, wo ahnungslose CDU-Frauen knallharte marxistische Redner gar nicht in Frage stellten, sondern artig beklatschten!!)

Das Gift der Zersetzung

Den nächsten großen Coup landete die Frankfurter Schule dadurch, dass sie sich von der Marxschen Theorie, dass allein das Proletariat Träger der Revolution sein kann, löste und stattdessen die Intellektuellen zu den Vorreitern der gesellschaftlichen Veränderung im marxistischen Sinne machte. Und so kam es, dass der Marxismus Anfang der 60er Jahre, obwohl praktisch vielfach widerlegt, zur führenden geistigen Mode der westdeutschen jungen Intellektuellen wurde. Vielen der in großer Freiheit heranwachsenden Jungakademiker der Bundesrepublik Deutschland erschien danach die Räteherrschaft nach bolschewistischem Vorbild als der ideale Zustand, für den sie schließlich als 68er auf die Barrikaden gingen. „Die sexuelle, moralische, intellektuelle und politische Revolution in einem“ wurde das Ziel der verführten Studentengeneration der 60er Jahre.

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Über die dann von der neuen Politologie und Soziologie stark beeinflusste Politische Bildung gelangte das (angeblich) fortschrittliche Gedankengut der Frankfurter Schule in die Schulen und Volkshochschulen und erfasste allmählich alle Bildungsbereiche. Ab Anfang der 60er Jahre war die linke Geistesrichtung der Frankfurter Schule in der westdeutschen Intelligenz einfach „in“. Alle früheren und bisher als zeitlos geltenden Werte sollten hinterfragt und zerstört werden. Oskar Lafontaine klagte 1982 die „Sekundärtugenden“ wie Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit, die vom SPD-Bundeskanzler Schmidt durchaus noch vertreten wurden, an, dass man mit ihnen ja ein KZ leiten könne.

Medienmacht und Marxismus

Nur die lebenserfahrene Arbeiterschaft konnte durch die linken, wirklichkeitsfremden jungen Akademiker nicht (mehr) angesprochen und mit den überholten Klassenkampfparolen nicht zum „revolutionären Befreiungskampf“ gewonnen werden. Der nach diesen Erfahrungen beschlossene „Marsch durch die Institutionen“ der zunächst nicht erfolgreichen neuen Linken war vor allem im Bereich der Massenmedien, der Justiz und im Bildungsbereich erfolgreicher und hatte zur Folge, dass bereits Anfang der 1980er Jahre die maßgeblichen Stellen in Funk und Fernsehen von Linksliberalen und Neomarxisten besetzt waren (bis heute).

Die 68er fingen auch als erste mit der Verwendung von englischen Ausdrücken (Sit in, teach in, make love, not war) an und der Etablierung von Anglizismen im Alltag ( Sightseeing, Handy, City). Eine große Strafrechtsreform trat ab 1.10.1969 in Kraft. Das Hauptziel war nun die Rückführung des Täters in die Gesellschaft, die Bestrafung der Schuld wurde nachrangig. Das Zuchthaus wurde abgeschafft, einige Straftatbestände ( z.B. Gotteslästerung ) auch. Resozialisierung statt Abschreckung heißt bis heute die Parole im Strafrecht.

Fake News und Antifaschismus

Den Kampf gegen den Faschismus (wie eingangs schon erwähnt) bzw. nun vereinfacht „Kampf gegen rechts“ hat insbesondere Kanzler Schröder 2000 mit seinem „Aufstand der Anständigen“ richtig befeuert. Dabei war das zugrundeliegende Verbrechen – ein Brandanschlag auf eine Synagoge in Düsseldorf – zu dem Zeitpunkt noch gar nicht aufgeklärt und später stellte sich heraus, dass es ein Marokkaner und ein Jordanier waren.

Bezeichnend auch der Aufstieg der Partei „Die Linke“. Zunächst aus der alten SED der DDR hervorgegangen, nannte sie sich erst PDS, dann Die Linke. Ihre Strategie ist von Anfang an klar: In allen Medien werden konservative und rechte Parteien diffamiert und der Intoleranz beschuldigt.

Diese Intoleranz gegen alle Andersdenkenden ist ein kennzeichnendes Erbe der Frankfurter Schule, wie es vor allem Herbert Marcuse immer wieder betonte und mit dem Schlagwort von der „repressiven Toleranz“ seinen Jüngern mit auf den Weg gab. Die Linken predigen „Mehr Demokratie wagen“ wenn sie in der Unterzahl sind, und verbieten, selbst einmal an der Macht, sie kritisierende Parteien. Die multikulturelle Gesellschaft wir so zum unantastbaren Leitbild. Margarethe Mitscherlich formulierte schon 1989: „Dass die Deutschen aussterben, so wie sie bisher waren,…kann man eigentlich nicht bedauern. Gut deutsch sprechende Gastarbeiter könnten ihren ganzen kulturellen Reichtum einbringen…“

Die Autorin Regine Stephan mit COMPACT-Chef Jürgen Elsässer auf der Leipziger Buchmesse 2018. Foto: COMPACT (c)

* Regine Stephan ist ehemalige Geschichtslehrerin und aktuell CDU-Stadträtin in Dortmund. COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer lernte Sie am Stand der Leipziger Buchmesse 2018 kennen. Als Lektüreempfehlung zum Thema Frankfurter Schule und den 68ern empfiehlt Frau Stephan: „Rolf Kosiek: Die 68er Revolution und ihre Folgen “.

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27 Kommentare

  1. Avatar
    Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

    Wahrscheinlich stehen die Kommentarregeln bzw. ihre Auslegung einer historischen Anmerkung wie dieser entgegen, aber der Nationalsozialismus hat Kapitalismus und Kommunismus als zwei Seiten einer Medaille gesehen und deren Hintergrund in einer heute als antisemitisch geltenden Art und Weise benannt. Auch wenn man aus verschieden Gründen diese Sicht heute nicht mehr nachvollziehen kann/will/darf, bleibt doch die Frage nach einem dritten Weg, den es zu finden gilt, gültig, da beide sich als unbefriedigende Lösungen erwiesen haben. Dieser dritte Weg muß nicht auf der ganzen Welt gleich aussehen, wie uns Rußland und China gerade zeigen. Die panische Angst vor einem "deutschen Sonderweg" sollte man dann allerdings auch über Bord werfen.

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    Wer die heutige Zersetzung beklagt, aber überall nur Marx und den Kommunismus noch am Werke sehen will, der hat nicht ganz erkannt, wo der heutige Hauptfeind zu suchen ist. Das Grundproblem mit der Frankfurter Schule war doch, dass man meinte, den Kapitalismus (Wirtschaftsliberalismus) mit seinen eigenen Waffen schlagen zu können: einem überzogenen Gesellschaftsliberalismus. Und dieser Glaube war ein Irrglaube – da Wirtschafts- und Kulturliberalismus nur die zwei Seiten derselben Medaille sind -, wie die heutigen Apologeten der Frankfurter Schule eindrucksvoll beweisen, um wie Jean-Claude Michea in dem Buch "Das Reich des kleineren Übels" treffend analysierte.

    Siehe auch "Die 68er sind an allem schuld oder doch nicht?" von Sozrev.

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      "Wenn Sie mit einem „Rechten“ zu tun haben, so suchen Sie herauszubekommen, wer sein Feind Nr.1 ist. Sind es die Kommunisten, so haben Sie einen von Grund harmlosen Menschen vor sich. (…) Wenn der Mann jedoch auf die Liberalen gespitzt ist, wird die Sache ernsthafter. Denn dieser Rechte hat einen Feind, der bereits innerhalb der Burg agiert und unsere Abwehr so weich macht, daß der äußere Feind eindringen kann."
      (Armin Mohler: Gegen die Liberalen.)

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    Den Kommunismus im klassischen Sinne halte ich fuer weitgehend tot. Die ehemaligen Ho Chi Minh-Schreihaelse sind heute durch die Bank weg im Kapitalismus zu finden, wo sie, zugegeben nicht uneffektiv, ihrer Ideologie im Hintergrund froenen und als Alt-Antideutsche Einfluss auf die Jugend nehmen. Das was sich in der BRD etabliert hat, ist der Bolschewismus mit all seinen Begleiterscheinungen. Das heisst u.a., dass es keine Gnade mit dem eigentlich eigenen Volk gibt, das Totschlag, Vergewaltigung, Raub und Mord eine Alltagserscheinung wird, wenn es nur gegen den “Klassenfeind” geht. Ein gewisser Schnauzbart kam an die Macht, weil sich die Bevoelkerung, insbesondere die Arbeiter und Bauern lediglich zwei Alternativen gegenueber sahen. Entweder Versklavung im Bolschewismus nach dem Beispiel dieser Zeit in Russland oder Nationalismus im Mantel des Sozialismus. Es gibt dutzende Beispiele wie und wo sich der klassische Bolschewismus in der BRD zeigt. Es wagt sich nur niemand ihn zu enttarnen. Das ist das Problem.

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      Karl Blomquist am

      @Manschuli
      Im Westen, in BRD und USA herrscht die destruktivste, schlechteste Seite des Marxismus, nämlich der Kulturmarxismus, und es geht dementsprechend bergab.
      In China dagegen hat man nur die konstruktive, gute Seite behalten, nämlich die Marx‘schen ökonomischen Analysen, und fährt sehr gut damit. Während man den destruktiven Kulturmarxismus über Bord geworfen hat und sich auf den Nationalstaat besinnt. Soweit ich weiß, bitte korrigieren Sie mich hier ggf.

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    Buchannon hatte seinerzeit in seinem Werk bedauert, daß die USA den aus D. vertriebenen Protagonisten der Frankfurter Schule Asyl gewährt hatten und diese dann die akademische Jugend der USA mit ihrem ideologischem Gift verdorben haben – Undank ist der Welt Lohn!
    Heute ist der Gifthauch aber längst zurückgekommen. Während früher Linke für mehr Gerechtigkeit für die abhängigen Arbeiter eintraten, stehen Linke der Frankfurter Schule für das auf den Kopf stellen sämtlicher tradierter Werte ein, die sich seit der Urzeit mit der Entwicklung des Menschen entwickelt haben, wie die (Groß)Familie , die tradierte Rolle der Frau, biologische Gegebenheiten wie das Geschlecht, …
    Statt den Arbeiter haben 68er Linke auch den Versager / Faulen zum besonderem Schutzbefohlenen erkoren! Der Arbeiter hingegen wurde spätestens durch den 68er Schröder verraten, Fleiß und Fähigkeit wird heute bestraft! Der Fleißige hat für den Lebensunterhalt des Versagers aufzukommen!

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    Heiko Stadler, Steuerzahler aus Bayern am

    In Südafrika hält sich der Kommunismus keineswegs versteckt. Er metzelt dort gerade die Farmer nieder, siehe "farmlands" auf Youtube. Das neue Compact-Heft berichtet darüber.

    Insgesamt hat der Kommunismus seit 1918 etwa 100 Mio. Todesopfer gefordert, also etwa fünf mal so viele, wie das Hitler-Regime. Das Kuriose: das Hakenkreuz ist verboten, das andere Symbol des Massenmordes, nämlich Hammer und Sichel nicht.

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      Karl Blomquist am

      @Heiko Stadler
      Ist es ja nur im Westen. In China, Indien, Mogolei und Nachbarschaft ist dieses uralte Glücksymbol überall präsent. Sogar ein mittelamerikanischer Indianerstamm (Autonomiegebiet Kuna Yala in Panama) führt es ganz groß auf seiner Flagge.

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      Die Hammer und Sichel Jünger pilgern noch immer zum Denkmal des "Unbekannten Vergewaltigers" in Berlin Treptow.

      So lange dieses Machwerk existiert ist der Bolschewismus in der BRiD eine Institution.

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    Michael Theren am

    Kommunismus hin oder her – wir leben im Kulturbolschewismus, mit Marx, Engels und ihren eher strukturkonservativen Vorstellungen hat die Weltherrschaft des (Finanz-) Kapitals mittels der Bolschewisierung der Welt und der Erschaffung der neuen Deltamenschenrasse recht wenig zu tun.

    Auch hier sind alte Feindbilder Irreführend und wie man bei der "Antifa" und den Kampf gegen Rechts sieht, nur Werkzeuge des Feindes…

    Die heutigen Rechten wollen eine Gemeinschaft der europäischen Völker (als Teil der Menschheitsgemeinschaft), eine Verstaatlichung der Währungen, Frieden und gerechten Handel sowie eine echte Demokratisierung, mit Volksabstimmungen und ohne Parteienoligarchien….

    Klingt für mich jedenfalls nicht sehr "faschistisch", im Gegensatz zu den Zielen der "Demokraten"….

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    Die CDU-Strategie, mit Hilfe von Denkern wie Rolf Kosiek die AfD-Konkurrrenz abzuwehren, ist eine Variante der repressiven Toleranz.

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    So wie sich die Bolschewiken (Sozialdemokraten) unter Lenin in Kommunisten als Hardcore-Variante umbenannt haben, so leben sie in vielen Ländern fort und sind auch hier in Deutschland mitten unter uns, mit "demokratischem" Anstrich um ihre wahren Absichten zu verbergen und unter Zuhilfenahme ablenkender Polit-Strategien, aber immer mit dem Ziel, den Erhalt der eigenen Partei zu stärken und nicht den Wähler-Auftrag zu erfüllen, dem sie eigentlich verpflichtet wären. Mit der Wende 1989 hat sich alles sogar noch verstärkt und was vom Westen an demokratiischen Grundprinzipien noch übrig geblieben ist habe sie schon lange vereinnahmt, nur die meisten merken es nicht und das ist mittlerweile unser aller Problem.

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    Harald Kaufmann am

    Es gibt keinen versteckten Kommunismus. Es gibt aber die grenzenlose Dummheit der Menschen, die sich solches einreden lassen.

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      Wobei leider wieder all zu viele junge Menschen darauf herein fallen. Ich bezeichne die schon lange als Wohlstandslinke. Die sind keinesfalls stets "minderbemittelt", sondern zahlreich in Unis vorhanden, was natürlich für uns Generationen + einen besonders bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Weil diese Weltverbesserer nach beendetem Studium mal in Scharen einfallen werden in Schulen, Verwaltungen und Redaktionen wo sie ihre Phantasien, besser Hirngespinste, anbringen bis verwirklichen und so großen gesellschaftlichen Schaden anrichten können.

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    LeingschwendtnerSepp am

    "Das Zuchthaus wurde abgeschafft, einige Straftatbestände ( z.B. Gotteslästerung ) auch."

    Nö. Die Gotteslästerung ist immer noch strafbar, wennzwar auch "nur" in qualifizierter Form. Siehe § 166 des Strafgesetzbuchs. Ein weiteres schönes Privileg für die Staatskirchen und ihre Pfaffen, das wir dem stinkerten Konservatismus zu verdanken haben.

    [Übrigens wird der Paragraph neuerdings gern dazu verwendet, Islamkritik zu unterbinden. Ihr wisst also, bei wem ihr euch zu bedanken habt! ;-)]

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      "Gotteslästerung" verboten, aber "Göttinnenlästerung" erlaubt? Der "Gott" sei gut, die "Göttin" sei der "Teufel"? Oder umgekehrt, insofern der hebräische Wüstengott, obwohl Adonai/Herr genannt, oft wie eine die Kücken erdrückende herrschsüchtige Glucke daherkommt und mutiges, kategorial männliches Auftreten oft unterbindet. Überhaupt ist "Religion" dem Wortsinn nach eine "Rückbindung", eine misslungene "Entbindung", wie ein Festhängen an der Nabelschnur, das zur seelischen Hundeleine wird. (Im Unterschied etwa zum Buddhismus, der von Bindungen lösen will, oder zur epikureisch-europäischen Ethik mit ihrer Selbstmotivation und Unternehmungslust.)

      Monotheismus als Monopolismus ist eine Diktatur eines Prinzips über ein anderes Prinzip anstelle eines sich ergänzenden Miteinanders von Prinzipien, wie sie das Yin/Yang, der Olymp oder die Edda vor Augen stellen.

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    LeingschwendtnerSepp am

    "Eine große Strafrechtsreform trat ab 1.10.1969 in Kraft. Das Hauptziel war nun die Rückführung des Täters in die Gesellschaft, die Bestrafung der Schuld wurde nachrangig."

    Nö. Die (persönliche) Schuld ist nach wie vor der alleinige Anknüpfungspunkt für die Bestrafung und die Strafzumessung; die Rückführung des Täters in die Gesellschaft hingegen ist ein Paradigma (und keine "Parole" – solche findet man höchstens an konservativen Stammtischen) des Strafvollzugs, der selbst wiederum nachgeordneter Bestandteil der Strafe ist.

    Und neu ist das auch nicht und keineswegs auf dem Mist der "Frankfurter" gewachsen. Diese Punkte waren schon Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Tagesordnung der deutschen Rechtswissenschaft (Stichwort Anselm von Feuerbach) und beispielsweise in Süd- und Westdeutschland dank der Napoleonischen Rechtsmodernisierung seit Jahrzehnten gängige Praxis, bevor sie vom reaktionären Geist des Allgemeinen Preußischen Landrechts fast ein Jahrhundert lang zugedeckt wurden.

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    Richtig erkannt, liebe Frau Stephan!

    In diesem Zusammenhang paßt auch sehr gut das Insiderwissen von Vera Lengsfeld, einer Bürgerrechtlerin aus der DDR, die damals auch inhaftiert wurde und auf die 50 IMs der Staatssicherheit angesetzt wurden.

    Sie packt ganz detailliert über Angela Merkel aus, die sie aus nächster Nähe kennen gelernt hat. Sehr spannend und niederschmetternd zugleich und höchst alarmierend!

    Dazu im Internet folgendes eingeben, um auf das entsprechende Youtube-Video zu kommen:

    Insiderin Vera Lengsfeld packt aus: Merkel, GroKo, Flüchtlingskrise, Zensur, NetzDG

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    Herbert Weiss am

    "Wollt ihr den?" – "Nein!" – "Wollt ihr den?" – "Nein!" – "Was wollt ihr denn?"

    Schätze, dieser Slogan ist allgemein bekannt. Unser oller Erich soll in Frieden ruhen . aber ruhen soll er! Für die wirklich schlimmen Kujone gilt das erst recht. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Kommunisten nicht wie böse Außerirdische in unsere heile Welt hineingeplatzt sind, um sie kaputt zu machen. Vielmehr befand sich die Welt fast schon immer in einem ziemlich desolaten Zustand, Die marxistischen Ideen waren eigentlich nur ein Versuch von vielen, dies zu beheben.

    Es reicht daher nicht, einfach nur gegen das tatsächlich oder vermeintlich Falsche zu sein, und auf das richtige Leben zu warten. Und auch die Sekundartugenden sind ohne die Primartugenden, wie sie sich in einem verantwortungsvollen und mitmenschlichen Handeln äußern, tatsächlich für die Katz.

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    Waltrun Esch am

    Der "Kommunismus" im schlechten Sinne des Wortes scheint seinen Ursprung bei den Nazarenern zu haben, welche – wie die literarisch etwas verschlüsselte "Apokalypse" erkennen lässt – das Römische Reich stürzen und in ein "himmlisches Jerusalem" ummodeln wollten und dann mit der Machtergreifung mittels Konstantin auch zu einem intoleranten Terrorstaat umgemodelt haben. Solche grenzenlosen ideologischen und institutionellen Gleichmachereien finden wir (nach Stalin und Mao) bei den Habermasreglern und den Maasreglern nebst Antifa wieder.

    In den 1970er Jahren konnte ein Verdiener mit Facharbeiterlohn Ehepartner und Kinder ernähren und zudem eine Eigentumswohnung abzahlen, um sich langfristig von Mietknechtschaft zu befreien. Nunmehr genügen oft zwei Vollzeit-Einkommen pro Haushalt nicht mehr, trotz Produktivitätssteigerung. Mit zwei statt einem Vollzeit-Erwerbsarbeitenden pro Haushalt hat sich die Arbeitszeit verdoppelt. Emanzipation oder Ausbeutung? Ein Mohammedaner mit Frau und Kindern sagte mir mit Stolz: "Ich habe es noch nie nötig gehabt, meine Frau in die Fabrik zu schicken."

  15. Avatar

    Mir waren die kommunistischen Jugendlichen aus dem Westen, die uns in der DDR im Rahmen von irgendwelchen FDJ-Treffs begegneten, immer suspekt. Ich habe mich innerlich an den Kopf gefaßt und niemals Kontakt zu ihnen gesucht. Vor allem hat mich deren Doppelmoral gewaltig gestört: Einerseits die Segnungen des Westens genießen und andererseits einen auf kommunistisch mimen!

    Apropos Heino: Immerhin machte er neben etlichen anderen Prominenten für Merkel vor der Bundestagswahl Werbung: Er ließ sich zitieren: "Sie ist ein Segen für Deutschland"!

    Da frage ich mich schon, inwiefern die deutschfeindliche und kommunistische Ideologie, die Merkel vertritt, mit den Heimat- und Vaterlandsliedern zusammen paßt, die Heino singt!? Offensichtlich ist ihm noch nicht bekannt, daß sie uns alles nehmen will!

    Er macht sich damit meiner Meinung nach höchst unglaubwürdig.

    • Avatar
      Karl Blomquist am

      @AnjaS
      Merkel & Maas = Kulturmarxismus in seiner destruktivsten Form
      Das Ziel ist nur noch Vernichtung, des eigenen Landes

  16. Avatar
    Aristoteles am

    Zumindest hat der Ostblock-Kommunismus noch die Völker am Leben gelassen.
    Was nichts daran ändert, dass es vielen gewissen- und seelenlosen Linken völlig egal ist,
    ob sie dem roten oder dem Regenbogen-Kommunismus hinterherlaufen, Hauptsache opportun.

    Das personifizierte Paradebeispiel für die Entwicklung, die Frau Stephan oben berschreibt,
    ist Diabola Merkel (wobei auch bei ihr wohl mehr Opportunismus als Gramsci dahintersteckt).

    Was macht also Frau Stephan noch in der CDU-SED?

    Will sie den Weg durch die Institutionen gehen, bloß umgekehrt?
    Diese Ausrede würde ich einem Horst Drehhofer nie und nimmer mehr durchgehen lassen.

  17. Avatar
    Dicke Bertha am

    Der Neomarxismus in seinen vielschichtigen Erscheinungsformen hat fertig

    "Wie boshaft wir nunmehr dem großen Jahrmarkts-Bumbum zuhören, mit dem sich der »gebildete Mensch« und Großstädter heute durch Kunst, Buch und Musik zu »geistigen Genüssen«, unter Mithilfe geistiger Getränke, notzüchtigen läßt!" Nietsche

    Man kann zwar den Vorwurf der Sozialromantik nicht generell erheben. Doch der Neomarxisten intellektuellen Ausschweifungen machte aus dem Klassenkampf notzüchtigenden Konsum auf anderer Leute Rücken, bis er sich in sein Gegenteil verkehrte.

    Pluralistische Ergänzungsangebote zum Kapitalismus kommen als Antikapitalismus daher. Plätze werden besetzt und ablenkende Erzählungen erfunden. Man sagt es nicht offen, aber beweist doch, z.B. mit elaborierter, ja "wissenschaftlicher" Sprache, dass man was Besseres ist. Bringt den strukturell in Armut gehaltenen aber eben nichts, wie wir wissen, außer aufgedunsenes Drumherumgerede, weil eben ganz hedonistisch die für eine subversive Relevanz erforderliche Risikobereitschaft fehlt. Dafür küssen männliche Popstars Männer auf der Bühne oder so n Kinderkram.

    Das Gespenst des Neomarxismus ist harmlos. Die wollen nur spielen und das Gespenst des Kommunismus verjagen. Viele mit Papas Knete auf dem Konto …

    Aber es gibt auch Menschen, die den Arsch hoch kriegen und sich risikobereit dem Wirtschaftsfaschsimus entgegen stellen.

    • Avatar
      Aristoteles am

      "Das Gespenst des Neomarxismus ist harmlos."

      Sie haben die subversive Gewalt und Übermacht dieser Kopfzerstörer nicht erkannt.

  18. Avatar
    Heiko Stadler, Steuerzahler aus Bayern am

    Kommunismus ist die Ideologie der Verlierer, denn im Kommunismus werden die Starken auf das Nieveau der Schwachen gedrückt. An deutschen Schulen ist das deutlich zu sehen. Chancengleichheit wird mit Ergebnisgleichheit verwechselt. Das führt zu koriosen Auswüchsen wie Lohngleichheit bei unterschiedlichem Arbeitseinsatz und der Frauenquote: "Technologieunternehmen sucht Vorstandsmitglied (männlich) mit Einserdiplom bzw. Quotenfrau mit Hauptschulabschluss."

    PS: Ich bin kein Frauenhasser, aber Männer sind Frauen so in technischen Angelegenheiten so meilenweit überlegen, wie Frauen Männern in Sprachen überlegen sind.

  19. Avatar
    Karl Blomquist am

    Der giftige Odem des weltverschlingenden Drachens USA: Kulturmarxismus
    Der unersättliche Drache raubt die Schätze der Erde und verschlingt sie – und muss laufend neue Schätze rauben. Wer den Drachen töten will, muss sich vor diesem Odem in acht nehmen.

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