Der „Focus“ kann‘s einfach nicht lassen: Noch mehr Verharmlosung zum Mord von Augsburg

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Gestern nahm ich mir an dieser Stelle einen besonders peinlichen Beitrag von Focus Online zum Mord an dem Feuerwehrmann in Augsburg vor. Kurz darauf ließ das Münchner Nachrichtenmagazin den nächsten Schreiberling von der Leine – um den immer mehr Aufsehen erregenden Fall noch einmal zu verharmlosen. Inzwischen hat sich ein gewisser Ulf Lüdeke mit zwei Artikeln verewigen dürfen, die den Familien der Opfer wie ein Hinterherspucken durch einen frechen Bengel erscheinen mögen.

„Video zum Totschlag auf Augsburger Kö: Anwälte werfen nun wichtige Frage auf“, so lautet die Überschrift zu dieser weiteren, völlig einseitigen Betrachtung, die sich einmal mehr nicht mit neutralen Zeugen oder Opferangehörigen, sondern einzig und allein aus Täterdarstellungen speist – gekonnt serviert, aus dem Mund ihrer Anwälte.

Diese nehmen die Focus-Leserschar an die Hand, um für ihre Mandanten Entlastendes zu finden, indem sie den Moment fokussieren, bevor es – wörtlich – „zu dem Gerangel kam und der tödliche Schlag das Opfer niederstreckte“. Dass der tödliche Schlag völlig losgelöst von einer Hand und einem dazugehörigen Täter ist, fällt Lüdeke nicht auf.

Mehr noch: Er übernimmt die verniedlichende Diktion der Verteidiger und macht sich somit selbst zum Anwalt der Totschläger. O-Ton: „Auf dem Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von mehreren Personen mit einer weiteren Person aneinandergerät. Es kommt zu einem Gerangel, kurz darauf folgt der tödliche Schlag.“ Eine Zwischenüberschrift unterstreicht das Bild: „Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt Handgemenge mit Opfer“, lesen wir dort. Und: Dem von FAZ, BR und Deutschlandfunk zum Focus gekommenen „Senior Editor“ ist es auch wichtig, darauf hinzuweisen dass die Ehefrauen der beiden Opfer nicht angegriffen wurden.

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Rangeleien, Handgemenge gibt es in Kindergärten und auf Schulhöfen, wo die Kids schon mal, meist 1:1, in der großen Pause „aneinandergeraten“ können. Geht die Aggression jedoch von sieben Leuten aus – mit dem Ergebnis, dass am Ende ein Opfer tot und das andere schwer verletzt ist –, sollten sich derart flapsige Wendungen verbieten. Lüdeke weiß das. Aber er weiß auch, dass es „geht“, ja sogar erwartet wird, wenn ein deutsches Opfer auf ausländische Täter trifft.

Umgekehrt – auch das weiß der Autor und würde es wohl auch beherzigen – lägen die Erwartungen komplett anders: In Chemnitz lief ein Rechtsextremer auf einen Migranten zu und beschimpfte ihn, ohne ihm auch nur ein Haar zu krümmen. Nicht mal „rangeln“ wollte er. Daraufhin ging deutschlandweit die Meldung aus den Redaktionsstuben raus, in Chemnitz seien Migranten durch die Straßen gehetzt worden.

Bevor wir es vergessen: Sinn und Zweck des übel schmeckenden Lüdeke‘schen Doppel-Whoppers ist es offenkundig, die Behauptung einiger Täter zu transportieren, sie hätten sich an der Tötung des Feuerwehrmanns nicht beteiligt. Die Frage, ob sie versuchten, den Angriff auf das Leben des Opfers zu verhindern, bleibt dabei ungestellt. Sie wäre klar zu verneinen – womit sich die Betreffenden zumindest der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht haben.

Aber: Vermutlich interessiert das den Focus überhaupt nicht. So, wie das Münchner Blatt seine Augsburg-Berichterstattung fährt, geht es vielmehr darum, die Täter – eben weil sie das falsche, „von oben“ für sakrosankt erklärte Herkunftsprofil haben – so weit wie nur möglich zu entlasten.

Man darf gespannt sein, ob es die Markwort-Erben noch zur Verantwortlichmachung des Opfers schaffen. Beispiellos wäre ein derart widerlicher Akt nicht.

Als Paradebeispiel kann man hier einen Totschlag heranziehen, der sich kurz vor Weihnachten 2007 in München ereignete – eine Tat, deren Ausführung und journalistische Aufarbeitung gleichermaßen antideutschen Rassismus zum Vorschein brachten: Nachdem sich ein Rentner in der U-Bahn über zwei rauchende Migranten beschwerte, prügelten ihn diese in den Tod. Dabei wurde das Opfer als „deutsches Arschloch, deutsches Schwein und Scheiß-Deutscher“ beschimpft.

Der Ressortleiter des Feuilletons der Wochenzeitung Die Zeit, Jens Jessen, setzte daraufhin zu einer kranken Umkehr der Realität an und posaunte, mit schneidiger Militärstimme, Sätze in die Fernsehkamera, „die seit 1939, seit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz, in dieser Klarheit nicht mehr gesagt wurden: Nicht der Täter, das Opfer ist schuld!“ (Henryk M. Broder)

Jessens Karriere tat das keinen Abbruch. Journalisten der Süddeutschen Zeitung, der Taz und der vorgeblich konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung verteidigten ihren Schreibtischkomplizen gegen Kritik und ereiferten sich über eine „Welle von Schlamm“, die sich über ihn ergieße.

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35 Kommentare

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    Habe mir jetzt vorgenommen, wenn ich einen Schreiberling treffe, werde ich auch ein bisschen mit ihm "rangeln"!

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    Jeder hasst die Antifa am

    Ein tragischer Unfall durch unglückliche Umstände wie beim Lübke Mord in Kassel.

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    Und hier wird mit feinster Klinge, Sachlichkeit vorgespielt:

    https://www.spiegel.de/panorama/totschlag-in-augsburg-ein-merkwuerdiges-verbrechen-a-1300794.html

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    Na,von der Systemjounaille erwarte Ich auch nichts anderes. In Augsburg Business As Usual, nix Proteste,und Hetzjagden hat es ja nicht mal in Chemnitz gegeben,manche freut das sogar. Damit nicht wieder das Ost-West-Gequake anfängt: In Augsburg ist ziemlich das Gleiche geschehen wie vor einiger Zeit in Wittenberg. Auch dort,im "strahlenden Osten",war die Reaktion der Bürger = 0, auch der AfD-Kreisverband zuckte nicht mal mit dem Schwanz. Selbst die alles andere als wehrhaften Inder füllen in ähnlichen Fällen Benzinkanister.

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    WillygegendieAfD am

    XXX Und die Verdächtigen ( es gilt immer noch die Unschuldsvermutung) waren Deutsche und keine Flüchtlinge. Aber auch das stimmt wahrscheinlich nicht, sondern wurde von den linkslastigen Medien und ihren Helfershelfern bei der Polizei erfunden, gell?

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      @willygegendengesundenmenschenverstand: die "Verdächtigen", der ist wirklich gut Willy, sind deutsch, türkische Libanesen oder libanesisch, deutsche Türken, zumindest der Clanchef soll es sein. Linkslastige Medien, der ist auch gut Willy. Helfer°innen der Einheitspartei, darauf können wir uns einigen.

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      WillygegenAfD am

      Da sieht man, welchen Wert hier die Meinungsfreiheit hat. Den Kommentar um die Hälfte zu kürzen, ist ZENSUR!!!

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    heidi heidegger am

    Eigentlich stecke ichichich empörungstechnisch bis zum Hals im Sumpf – (Das nächste Beben in der AWO-Affäre in Frankfurt. Der Geschäftsführer tritt zurück, noch bevor OB Feldmann im Römer Fragen beantwortet. / Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AWO in Frankfurt /AWO-Affäre: Vorwürfe gegen OB Peter Feldmann und seine Ehefrau Zübeyde) – aber für mein‘ Eggert ist immer Zeit:

    Also ich sag grad mal so: ehklich ehklich watt ditt Focus sich da leisten tut. Nun, mittlerweile ist juristisch betrachtet ein Tritt! gegen‘ Schädel höher strafbewehrteter als früher, und hier: ein feiger-heimtückischer(?) seitlicher Schlag (ohne dass die eigene *Nafri*Faust leidet oder bricht usw.) gegen‘ Schädel hoffentlich auch. so! war schon alles. Grüßle!

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    Meine OnlineApotheke hatte mir ein kostenloses Fokus Abo angedient – NEIN Danke geschenkt noch nicht.
    Lokos Fern die Blöd und die Feld alles der gleiche Relotius Müll.

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      Was haben diese vermeintlichen Nachrichtenmagazine eigentlich noch mit Nachrichten zu tun?

      Mit einer Wortspielerei kommt man zu einer anderen Sichtweise, und zwar, dass sie (da)nach richten.

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    Hans-Peter Penetrant am

    Auf dem neu aufgetauchten Video sieht man eindeutig das der Angriff vom Feuerwehrmann ausgeht…..

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      DerSchnitter_Maxx am

      Kau weiter an deinen Fingernägeln rum … wie dein Ideal Merkill – Honk 😉

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      @penetrantesgrünes: na dann ist ja gut! Außerdem hat er unerlaubt mit einer Frau, die nicht unter 100 Meter Stoff versteckt war die Straße betreten! In Ihrem Denken scheint es die Tötung eines Ungläubigen zu rechtfertigen. Das beschreibt die Empathie vom Grünen….

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    DerSchnitter_Maxx am

    Wo liegt der Focus … ? Der Focus liegt im Lokus – zum A**** abwischen ! 😉

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    Woanders wurde ein Artikel – im Zusammenhang mit der Tat von Augsburg – über No-Go-Gebiete angeboten. ich habe das NICHT gelesen! Wahrscheinlich gehören neben Weihnachtsmärkten, Volksfeste , Sylvesterfeiern, Fußballspiele, Musikveranstaltungen (EU-Ausland) dazu.
    Also schön zu Hause bleiben, wenn man sich nicht gefährden will! Und wer keine ethnisch deutschen Kinder zur Schule schicken mag, bekommt erst keine!

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      Sachsendreier am

      Ist das nicht doch ein Fehler – keinen Nachwuchs, also "Völkersterben der schönsten Art", wie das eine Linksversiffte mal blökte? Und dass wir wegen randalierender Kameltreiber uns total einschränken ode gar noch auf unsere tollen Bräuche verzichten sollten, das ist noch(!) unmöglich. Ich würde eher auf Widerborstigkeit plädieren. Mögen die links-grünen Willkommensjubler im voraus eilenden Gehorsam verfahren. Der Schlichtbürger kann jederzeit ein mürrisches Gesicht machen und Dienst nach Vorschrift im bunten Miteinander.

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    Man hofft das soetwas niemanden trifft und widerfährt. Doch wenn es wieder einmal passieren sollte, sehr wahrscheinlich auch wieder passieren wird, dann möge das gerechterweise vorrangig den persönlichen Erfahrungsschatz der geistreichen, schreibenden Zunft dieser Verharmloser und Tatsachenverdreher bereichern. Denn ein Feuerwehrmann ist dem Gemeinwohl und seinen Mitmenschen weitaus dienlicher wie die gesamte Anzahl lahmender Zuggäule in den Ställen der minderwertigen Schmierenjournaille.

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    Ruud Jarstein am

    Auf dem Video sieht man so gut wie gar nichts! Völlig unbrauchbar! Aber der Focus missbraucht diesen verschwommenen Pixelbrei natürlich, um die Täter rein zu waschen…

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    Wir müssen verstehen, dass der Feuermann zu einer Zeit auf der Straße war, die den „Neubürgern“ vorbehalten ist. Mit der Machtübernahme durch den Moslem werden sicherlich Gesetze erlassen, die den Ungläubigen schützen. Die Straße unerlaubt zu betreten, dann noch mit einer Frau an der Seite geht so garnicht. Wenn dann einige wohlerzogene junge Männer die Ordnung wieder herstellen, freut es die Einheitspartei und Ihre Hofnarren. Es bleibt festzuhalten, dass sich gerade zu Zeiten der Weihnachtsmärkte, pardon der Lichterfeste, der Fremde in unserem Land schlecht fühlen muß. Aus Rücksicht sollten wir ihm die Straße überlassen, dann werden auch die Übergriffe nachlassen. Voraussetzung könnte allerdings sein die Wohnung bzw. die Häuser gut zu sichern und die Frauen unter Zelten zu verstecken. Focus und andere Qualitätsmedien werden dann mit dem goldenen Mohamed geehrt. Von Gretel wird dann allerdings nichts mehr zu lesen sein….das wäre ein positiver Aspekt der Machtübernahme durch den Moslem.

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      So habe Ich das noch nicht gesehen, "Frau an seiner SEITE". Stimmt ja,in vielen Ländern geht das Weib einige Schritte hinter dem Mann. Die ollen Germanen fielen schon dem Tacitus durch die unangemessen hohe Stellung auf, die jene ihren Weibern einräumten.

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        heidi heidegger am

        Ämm, das waren damals Tschiehrluder äh -lihder à la: Höret ihr Mannen, kämpfet sieget oder gehet unter, weil sonst braucht ihr euch zuhause nicht mehr blicken lassen! *schluck*

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        @werter Sokrates: natürlich würde auch ich, mir meiner Stellung bewußt, einige Schritte hinter Ihnen gehen. Neben den Damen…..

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        @ SOKRATES

        Anscheinend sind Sie mit einer absolut hässlichen
        und bösartigen Schabracke verheiratet, weil Sie so
        negativ und pauschal übers tumbe Weibervolk urteilen.
        Ich empfinde aber kein Mitgefühl.

        Pech gehabt, Soki! Jedem das Seine!

        P.S.: Eine Burka würde helfen.

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        @ Gutmensch: Ok,eine Stellung als Haremseunuch würden Sie aber ablehnen,oder?

        @ Andor: Das hätten Sie wohl gerne,Sie! Nee ,bin schon lange Witwer. Weiber sind nicht alle tumb, viele sehr gerissen.

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        @Sokrates: Sicherlich, spätestens hier muß ich eine Grenze ziehen. Außerdem sind für Genitalverstümmelungen und Kastrationen andere zuständig.

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