Der Fall Lübcke: Warum der Mainstream das Terror-Modell favorisiert

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Die Bewertung von Straftaten sagt einiges über den Bewertenden selbst aus. Nehmen wir die Politiker der Altparteien, die Vertreter der Qualitätsmedien und Kirchen sowie die arrivierten, gefeierten Künstler, mit einem Wort die Mitglieder der Globalismussekte.

_von Wolfgang Eggert

• Bei ihnen heißen linke Gewalttäter „Aktivisten“, „Autonome“ oder „Antifaschisten“. Von denen es unter Garantie keine Verbindung zur LINKEN oder irgendwelchen Strukturen gibt.

• Islamistische Gewalt wird, selbst als Dutzendster Fall der Woche in der gleichen Metropole, als „Einzelfall“ abgelegt, die Täter gelten, selbst bei Gruppenverbrechen, als „Einzeltäter“. Ein Zusammenhang mit dem Islam und der Migration ist undenkbar.

• RECHTE Gewalt hingegen führt immer den Verdacht eines terroristischen Netzwerks mit sich: denn hier steht ´einer für alle´, diffus ist alles verbunden, und am Ende führen alle Wege irgendwie zur AfD.

Das Hantieren mit zweierlei Maß – verniedlichen auf der einen, verteufeln auf der anderen Seite – demaskiert. Und es ist ebenso demaskierend, dass ausgerechnet die, die Verschwörungstheorien so gerne brusttonal abhold sind, sich hier selbst als VT´ler betätigen. Den tiefen Staat gibt´s in ihren Augen natürlich nicht, Schlapphüte würden sich nie verschwören, Kriegstreiber aus Geld-, Öl- und Waffenwirtschaft ebenfalls nicht, Lobbies kennen keine Komplotte, Muslime auch nicht, selbst nicht als Terrorgruppen – bei Rechten gehört die versteckte Packelei aber IMMER dazu. Ein gutes Beispiel: Martin Sellner. Hat er die Spende des Neuseelandattentäters abgelehnt? Eben! Nein. Er gehört also dazu. Jetzt, wo im Fall Lübcke der Hauptverdächtigte an die AfD spendete, rufen Medien und Politik zum Krieg gegen die „Blauen“.

Das war vorausberechenbar. Die Frage ist, WER es vorausberechnete – und bis zu welcher Stufe? Gab es nur eine, also den Täter allein? Oder wurde der Täter von anderen lediglich vorgeschoben? Ist er die Verschwörung schlechthin oder ist er Teil einer Verschwörung, oder ist er, wie Lee Harvey Oswald am Ende sogar nur ein vorgeschobenes Glied eines Komplotts, an dem er nicht einmal teilnahm?

Wer profitiert im Fall Lübcke? Und war in der Lage, diesen auch so zu „produzieren“?

Axel Petermann, Deutschlands führender Profiler, hielt im Fall Lübcke einen vertuschten Selbstmord für möglich. Die Vertuscher, also der Sani-Täter und der jüngere Sohn, wären demnach die Verschwörer, weil sie den Tatort veränderten und den Ermittlern ein natürliches Ableben vorgaukelten.

Eine andere Variante: Den Tod selbst zu inszenieren, ohne dass er real stattfindet. Im Prinzip ist das gar nicht so schwer. Ein behaupteter Herzinfarkt, eine Todesanzeige, und schon ist man weg von der Bildfläche. Es gibt Fälle, in denen es Politiker, Polizisten und Journalisten mit der Mafia zu tun bekommen, und auf diese Weise ein für allemal abtauchen. Meist wissen die Behörden Bescheid und spielen mit. Und dann gibt es noch potentielle Abtauchinszenierungen, die nach offizieller Darstellung mit einem Verbrechen verbunden sind, um dann ebenso offiziell politisch instrumentalisiert zu werden. Der Anschlag auf die familiär geheimdienstlich eingebundene Politikerin Jo Cox hinterliess diesen Verdacht; der Täter soll ein Rechter gewesen sein, die Tat ereignete sich kurz vor der britischen Brexitabstimmung. Die wenigen Tatortfotos zeigten nichts, nicht einmal Blut.

Der Mordfall Lübcke wird von Medien und Politik als eine Art NSU 2.0 aufbereitet. Tatsächlich gibt es zahlreiche Parallelen – aber anders, als von der Lügenpresse eingestanden, deuten sie wie bei Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt auf eine Geheimdienstoperation hin: Lübcke war zuletzt Dienstherr des VS-Agenten Andreas Temme, der zur Tatzeit am Tatort des Mordes an Halit Yozgat war (angeblich NSU-Opfer Nr. 9). Wie beim NSU verschwand auch beim Lübcke-Mordverdächtigen die Verfassungsschutzakte. Lesen Sie mehr über diese Parallelen in COMPACT-Edition „NSU – Die Geheimakten“ mit zahlreichen unerwünschten Originaldokumenten der Untersuchungsausschüsse.

Letztere Szenerie wiederholt sich ein stückweit im Fall Lübcke, wo sich das aufgeräumte „Tatortbild“ durch den Putzfimmel eines herbeigerufenen Freunds der Familie erklärt. Der Regierungspräsident, das ist Fakt, hatte es mit der Mafia zu tun; der entsprechende Hinweis poppte in seinem Wikipediaeintrag am Todestag auf und wurde von den Sichtern sofort wieder entfernt.

Organisierte Kriminalität?

Die Frage, ob die Mafia in diesem Fall als real tatverdächtig gelten kann, wurde von verschiedenen Medien, darunter dem Spiegel zumindest angerissen. Waren die letzten, noch nach 22.00 bei Lübcke anwesenden Terrassengäste, Mitglieder der „Ehrenwerten Gesellschaft“ – und mordeten sie den Gastgeber, als sie den Garten wieder verließen? War dieser Täterhintergrund federführend bei der polizeilichen Entscheidung, die Familie Lübckes zu ihrer eigenen Sicherheit an einen unbekannten Ort zu bringen?

Und, Zusatzfrage: Hatte die Mafia Möglichkeiten, noch obenauf mit der Hautschuppe Stefan E.´s eine falsche Täterspur auszulegen, durch welche die Nachforschungen der weisungsgebundenen Polizeibehörden matt gesetzt werden konnten? Fakt ist, dass über die Beschäftigung des NSU-Verfassungsschützers Temme im Bürobereich Lübcke offen berichtet worden war. Von Temme ließ sich der weitere Beziehungsweg über den von Temme „geführten“ Benjamin Gärtner zu Stefan E. durchaus herausfinden. Und wie erfolgreich Clans und „Organisierte Kriminalität“ die Behörden, vor allem die Polizei unterwandern, kann sich jedermann selbst ergoogeln. Auch DNA-Labors sollten nicht außerhalb ihrer Griffweite sein.

Verfassungsschutz?

All diese Manipulationsspielräume gelten natürlich erst recht für die Geheimdienste. Der Verfassungsschutz zum Beispiel brauchte die Personenbeziehungen gar nicht erst zu recherchieren, schließlich waren Temme und Gärtner, wahrscheinlich sogar Stephan E. ihre eigenen Leute. Nur darf man eines nicht übersehen: Die deutschen Schlapphüte sollten wenig Interesse daran haben, eine Spur mit einem eigenen Angestellten zu pflastern, einfach, weil die Folgen bei einem Auffliegen übel sind. Selbst das Einbinden eines echten, nicht „gekauften“ Nazis wäre ein Wagnis, wenn er (wie vorliegend) auch nur peripher in die NSU-Geschichte hineinpasst. Denn: gerade dieser Fall wird angesichts hochnotpeinlicher Tiefstaat- Verstrickungen nicht grundlos vom amtlichen Berlin mit einem Sarkophag an Lügen und Schweigen zubetoniert.

War die DNA-Spur „gelegt“, und zwar NICHT von der Mafia, dann bleibt im Einflussranking eigentlich nur eine Gruppe übrig, die neben den Möglichkeiten auch das Motiv zu einem solchen Coup haben konnte: Konkurrierende Geheimdienstler im Ausland, dazu wahlweise Maulwürfe in den eigenen Reihen, die zusätzlich für einen fremden Dienst arbeiten.

Fortsetzung folgt

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16 Kommentare

  1. Avatar

    Zu begrüßen ist es auf jeden Fall, daß die Ermittler jetzt nach dem Verteidigerwechsel und dem Widerruf des Geständnisses, von dem wir nicht wissen, wie es zustandegekommen ist, wirkliche und überprüfbare Ermittlungsergebnisse vorlegen müssen, um dem Beschuldigten eine Schuld, wenn sie denn besteht, in einem rechtsstaatlichen Verfahren nachzuweisen und die bestehenden Ungereimtheiten geklärt werden. Wir werden sehen, ob dann nicht etwas ganz anderes dabei herauskommt.

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      @ GERHARD

      Was, bitteschön, soll ein "rechtsstaatliches" Verfahren sein?

      Es besteht doch ganz offensichtlich ein zivilgesellschaftlich,
      also linksgrün motiviertes Interesse die Schuld bei dem
      Verdächtigen zu belassen.
      Noch Fragen?

      Nichts wird aufgeklärt und wir werden auch nichts sehen,
      außer dass der Beschuldigte ewig in U-Haft bleibt oder zur
      passenden Zeit zufällig den Weg allen Fleisches gehen wird.

  2. Avatar
    Irgendwehr am

    Mich interessiert einfach nur die Verhandlung, und zwar öffentlich, echt-Zeit, im öffentlich unrechtlichen!

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      Ganz recht, es hat seinen Grund,warum es Prozesse gibt.Da sind alle Beteiligten an der Materie am nächsten dran und alles Gerede von außerhalb ist nur Geschwätz.

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    Das Geständnis ist so umfangreich das die Anklage ein Kinderspiel ist.

    Hat das hier keiner gelesen????

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    heidi heidegger am

    *aaargh* für das Bild vom Heisl/Häusl bitte nen fetten Schein in’s Forumsschweinderl zu tun, dankschön+*oink* -> Flocky et moi und Tiffi sind in Paahdy-Stimmung, gell?!/aren’t we? 🙂

    — Unter Häusl oder Heisl versteht der Bayer nicht nur das winzig kleine Haus, sondern auch ein größeres Wohngebäude sowie Toilette oder WC. —

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      Jeder hasst die Antifa am

      Das Häusel wird bestimmt von vielen Flüchtlingen bewohnt, denen der Gutmensch Lübcke dort Asyl gewährt hat.vorbildlich. zacknweg

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        heidi heidegger am

        hehe, also Klopps Villa in Mainz-Gonsenheim steht seit 10 Jahren leer, seit er zum BvB ausbüxte. Nur eine Whg. vermietete der Lurch an den shice mainz05 – pfui! Aber hier, mein guter Tiffi, fürs Mitdenken jibbet nochmal lecker Mimon. Ab Minute 09:01 ff -> s e h r forensisch, hihi:

        [ Patient67 liest weitere Bedrohungskommentare vor ]

        /watch?v=l_wswmWxMyI

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    NSU …
    MDR mit Denkblockaden?

    Schlagzeilen
    NSU: Polizei wollte Spitzel in Neonaziszene einschleusen
    MDR · vor 12 Stunden

    Mein Kommentar:

    Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

    Und auf die Idee, dass die V-Leute der Aushorchzelle liquidiert wurden und das Folgende nur eine Coverstory ist, da haben sie im MDR Denkblockaden?

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      Irgendwehr am

      Natürlich müssen die Spitzel einschleusen, woher sollen sonst die Zellen ihr Personal bekommen. Frage mich, wer sowas (Spitzel) macht. Annoncen "Spitzel" gesucht (gerne auch Rentner) habe ich jedenfalls noch keine gesehen.

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        @ IRGENDWEHR

        Als Rentner muss isch jetzt aufs Schärfste protestieren.
        Nirgendwer macht freiwillig den Spitzel.
        (Nicht einmal in der vermaledeiten DDR gab es solche Annoncen.)

        Die Geheimdienste suchen sich ihre inoffiziellen Mitarbeiter
        gezielt aus, aber in der Regel nicht nach dem Unfähigkeitsprinzip.
        Es sei denn, sie suchen einen rechten Deppen, den sie für ihr
        False Flag Unternehmen gebrauchen und den bedepperten
        Qualitätsmedien als Täter präsentieren können.

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    Tja, kurz zusammen gefasst für Eilige :Das System wünscht sich rechte Terroristen,damit es noch repressivere Gesetze beschließen und Oppositionelle wirksamer verfolgen kann. Noch Fragen?

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      Fischer's Fritz am

      @SOFAKLECKS
      "…Das System wünscht sich rechte Terroristen…"

      Genauso, wie Sie sich -nach meinem Eindruck- linke Terroristen wünschen. 🙂

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    DerSchnitter_Maxx am

    Eins ist klar … weder von dieser Regierung, noch von dessen Agitprop-Medien … werden wir je eine echte Wahrheit vernehmen – allerhöchstens … manipulativen, konstruierten und verschleiernden, Scripted-Reality Schwachsinn ! 😉

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