Der Fall Lübcke (Teil 2) – Was sollte hier versteckt werden?

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Zweiter Teil der Artikelserie „Der Fall Lübcke – Was wir wissen und was wir nie erfahren werden“ von Wolfgang Eggert.

Der junge Unbekannte

Die regionale Presse mutmaßt, dass eine nicht näher benannte männliche Person in dem Fall eine Rolle spielen könnte, die Walter Lübcke im Umfeld einer Kirmes, welche unweit seines Wohnhauses stattfand, getroffen haben soll. (u.a. heute-Journal, 3.6., 21.45 Uhr) Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft wollten dazu aber auf Anfrage keine Stellung beziehen.

Die sogenannte „Weizenkirmes“ in Wolfhagen-Istha fand vom 30. Mai bis zum 1. Juni statt. In einem Festzelt mit Bühne für Live-Auftritte von Musikbands war ein reichhaltiges Festprogramm für Groß und Klein zusammengestellt worden. Wahrscheinlich wurde, wie bei allen Kirmesveranstaltungen, trotz des offiziellen Endes am 1.  Juni bis weit in die frühen Morgenstunden des 2. Juni hineingefeiert. Die Weizenkirmes Istha fand keine 60 Meter von seinem Haus entfernt statt, schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite. Nachdem sich in Foren Andeutungen sexuellen Inhalts gehäuft hatten, berichtete die Faz, dass Lübcke mit ebendiesem Mann auf der Kirmes einen Streit gehabt habe.

Der Mordfall Lübcke wird von Medien und Politik als eine Art NSU 2.0 aufbereitet. Tatsächlich gibt es zahlreiche Parallelen – aber anders, als von der Lügenpresse eingestanden, deuten sie wie bei Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt auf eine Geheimdienstoperation hin: Lübcke war zuletzt Dienstherr des VS-Agenten Andreas Temme, der zur Tatzeit am Tatort des Mordes an Halit Yozgat war (angeblich NSU-Opfer Nr. 9). Wie beim NSU verschwand auch beim Lübcke-Mordverdächtigen die Verfassungsschutzakte. Lesen Sie mehr über diese Parallelen in COMPACT-Edition „NSU – Die Geheimakten“ mit zahlreichen unerwünschten Originaldokumenten der Untersuchungsausschüsse.

Freitod

Auch über einen Freitod wurde in diversen Foren spekuliert. Dass die Kugel oberhalb des rechten Ohrs in den Kopf eintrat, also nahe an der Schläfe, wäre ein Indiz. Sowohl Bild als auch die Fuldaer Zeitung bezeichnen Lübcke als Jäger, er dürfte daher bei sich zu Hause Schusswaffen aufbewahrt haben, darunter auch Kleinkaliber-Kurzwaffen, die zu Fangschüssen benutzt werden.

Sein christlicher Hintergrund, auf den Lübcke nachweislich rekurrierte, steht einem Selbstmord im Prinzip entgegen. Ein Familienmitglied hätte die Waffe beim Auffinden gerade deshalb verschwinden lassen können. Auch das Bewegen der Leiche nach dem Tod würde Sinn machen, wenn man einen Selbstmord vertuschen und einen Mord inszenieren möchte.

Die Frage einer eigenen Waffensammlung ist aber auch für einen Mord interessant, da der Täter bei seinem Besuch Zugriff nehmen konnte.

Die Polizei macht ein Geheimnis aus diesem Thema, ohne dass dabei ermittlungstechnische Gründe („Täterwissen“) erkennbar wären. Auf einer Pressekonferenz der Polizei am 3.6. kam die Frage eines Journalisten: „Hatte der Regierungspräsident einen Waffenschein oder eine Waffe?“ Darauf die Antwort des Staatsanwalts: „Dazu möchte ich gegenwärtig keine Angaben machen“.

Heute (Samstag, 22.06.) folgt am Nachmittag der 4. Teil der Artikelserie auf COMPACT-Online.

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20 Kommentare

  1. Avatar

    Das 22 lfB-Kaliber ist absolut ungeeignet, auch zum Fangschuss bei der Jagd, da viel zu schwach. Selbst bei einem Kopfschuss besteht die Möglichkeit, dass das Opfer schwerstbehindert überlebt. Wird eigentlich nur für das Scheibenschießen am Stand zum Üben verwendet, weil die Munition kostengünstig ist. Der Verdächtigte soll verheiratet sein, 2 Kinder, Haus und einen Job. Und wegen einer solchen Tat wirft er seine Leben und seine Existenz weg ? Auch seltsam.

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    Frank Diederichs am

    Herr Lübcke hatte jenen Deutsche ans Herz gelegen, dass sie Deutschland verlassen sollen.
    Jetzt hat er selber Deutschland verlassen, meine Trauer hält sich in Grenzen.

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    Die "Berliner Zeitung" hat in einem von MSN verbreiteten Artikel groß verkündet "Neue Hinweise im Fall Lübcke". Da dachte ich natürlich, daß die Ermittler jetzt endlich losgelegt haben, den Fall Lübcke aufzuklären. Aber nein, es waren keine "neuen Erkenntnisse" der Ermittler, die ja schon längst überfällig sind. Es ging nur darum, daß der Verdächtige Stephan E. möglicherweise noch in diesem Jahr intensiven Kontakt zur rechtsextremen Szene gehabt hat. Es geht also in den Medien wie in Politikerkreisen nur noch um Stephan E. und die "rechtsextremistische Szene", nicht um die wirkliche Aufklärung des Falls Lübcke. Was ist da wirklich geschehen? Und wie kommt die Hautschuppe des Verdächtigen auf die Leiche von Lübcke? Vielleicht durch die Verwendung gleicher Wattestäbchen oder des gleichen Zollstocks?

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      Ich bin ja sehr gespannt, wie sich Politik und Medien herauswinden werden, wenn der Verdächtige wegen erwiesener Unschuld oder nicht ausreichenden Verdachtsgründen aus der Haft entlassen werden muß und sich vielleicht sogar herausstellt, daß es ein Selbstmord gewesen ist, der von der Familie und herbeigerufenem sanitätskundigem Kumpel vertuscht werden sollte.

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    **BREAKING**
    Bluttat in Paderborner Wohnung: Russlanddeutscher ersticht Russlanddeutschen im Schlaf
    https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/paderborn-mann-50-im-schlaf-neben-ehefrau-erstochen-62800688.bild.html

    Kein Wort darüber in COMPACT. Grund: Kein Moslem beteiligt. Und: Russlanddeutsche sind sakrosankt. Geschenke von Putin, dem lieben Führer.

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      Frank Diederichs am

      Was hat der Fall Lübcke mit Russlanddeutsche zu tun ?? Ich glaube du bist hier im falschem Film.
      Wenn Muslime ihr Schlachfest an Deutsche begehen kommt nichts in den öffentliche Medien da vor.

      Also verpsiss dich in deiner Linken Idioten Welt zurück,

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      Florian Hohenwarter am

      @ Hagen:

      Es hat aber NIE jemand in Politik und Medien behauptet, Russlanddeutsche wären WENIGER kriminell als die "schon länger hier Lebenden"!
      Es hat auch nie jemand behauptet es kämen aus der ehemaligen Sowjetunion NUR Lehrer, Ingeneure, Ärzte, Architekten,… .

      Schon blöd, wenn jeden Tag diese dämlichen Lügen den Willkommensklatschern um die Ohren fliegen!

      ***BREAKING****

      Afghanischer Taschendieb sticht Passanten nieder!

      krone.at

      Iraker legt mehrere Brände in Graz!

      unzensuriert.de
      Diese Liste liese sich endlos fortführen!

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    Die BLG Project GmbH der Söhne Christoph Lübcke und Jan-Hendrik Lübcke (CFO) und des Cousins Marek Grimmelbein wurde im Jahr 2009 gegründet, Adresse Turnplatz 5 des elterlichen Anwesens.
    Die Firma ist seit 6.8.2015 in der Brückenstraße 15 A in Wolfhagen-Istha ansässig. Auf der Seite northdata.de findet man Angaben zu den Geschäftszahlen bis 2017. Auf der Seite companyhouse.de steht der interessante Eintrag: „01.05.2019 Bonitätsveränderung aufgrund neuer Geschäftszahlen“. Könnte das bedeuten, dass sich die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zum Negativen hin verändert hat? Die letzte der insgesamt 82 Bewertungen auf der Seite branchenbuch.kaeuferportal.de datiert vom 09.04.2018. Auch die drei Google-Rezensionen sind ca. ein Jahr alt.

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    Auf der facebook-Seite zu … events/weizenkirmes-istha/weizenkirmes-istha-30-mai-01-juni-… steht folgender Eintrag:
    „30. Mai um 11:30 – 2. Juni um 04:00 UTC+02
    vor etwa 3 Wochen“
    Es war also öffentlich bekannt, dass bis 4 Uhr morgens gefeiert würde.

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    Die Polizei und Staatsanwaltschaft im Merkelstaat ist in jedem Bundesland hinreichend korrupt, einen Selbstmord in einen Mord umzuwandeln und den gewünschten, passenden Täter zu präsentieren.
    Die Richterei ist hinreichend korrupt, Beschuldigte ohne jeden Beweis lebenslänglich einzuknasten oder zu verselbstmorden. Beleg: Beate Zschäpe.
    Einziger Maßstab für Freiheit, Haft oder Tod ist der Daumen rauf oder runter des Regimes. Wenn Selbstmord oder Mord eines Strichers wegen ausgebliebener Zahlung oder Mafiamord nicht ins politische Konzept passen, um endlich allen Andersdenkenden jegliche Grundrechte zu entziehen und die Taubers und Stasikahanes schon mit den Hufen scharren, wird ein "Schuldiger", bei dem das Milieu "paßt" ausgebuddelt. In den Diensten und Behörden Merkels findet sich immer ein Hilfswilliger. Bzw. Tausende!

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    Fischer's Fritz am

    Warten wir doch erst einmal die amtlichen Ermittlungsergebnnisse ab. Danach ist immer noch genügend Zeit, diese auf eventuelle Unstimmigkeiten/Widersprüche abzuklopfen.
    Allerdings sollte bis dahin auch die Unschuldsvermutung bezüglich verdächtiger Personen gelten, was nach meinem Eindruck bei den Systemmedien leider oft nicht der Fall ist.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Verdächtig ist schon das Lübcke so blitzschnell beerdigt wurde.

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      Fischer’s Fritz@
      Das ist schon richtig, aber das Problem hierbei ist nur, daß Politik und Medien mit ihrer großangelegten Kampagne "gegen Rechts" sich auf eine Vorverurteilung eines präsentierten Tatverdächtigen aus dem rechtsextremen Milieu stützen und nicht die Ermittlungsergebisse abwarten.

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    Andreas Walter am

    Alles denkbar und sogar gut vorstellbar, bis auf ein Satz:

    “Die Frage einer eigenen Waffensammlung ist aber auch für einen Mord interessant, da der Täter bei seinem Besuch Zugriff nehmen konnte."

    Waffen müssen in Deutschland sicher weggeschlossen werden, auch durch Privatpersonen (Waffenschrank). Einfach so im Haus rumliegen tun daher nur Küchenmesser und andere beliebte Mordwerkzeuge.

    Doch auch beim reinigen einer Waffe oder damit rumspielen kann immer etwas unvorhergesehenes passieren.

    Wer war das, mit dem er sich gestritten hat? Über den wüsste ich gerne mehr.

    Das Kaliber, nur eine 22er, wirft aber auch Fragen auf. Profis hätten etwas mit Schalldämpfer genommen, und für einen sicheren Selbstmord würde ich eher ein grösseres Kaliber wählen. Es sei denn, ich weiß ganz genau was ich tue, auf welche Region des Gehirns ich ziele. Doch bei Mord würde ich gerade bei so einem kleinen Kaliber auf jeden Fall zwei Schüsse auf den Kopf abgeben.

    Allerdings: In Argentinien (Nisman) soll es auch eine 22er gewesen sein. Kenne dort aber nicht den aktuellen Stand der Ermittlungen, ist nämlich auch ein hochpolitischer Fall.

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      Fischer's Fritz am

      @ANDREAS WALTER
      Das relativ schwache Kaliber 22 soll doch gerade in Agenten-/Killerkreisen auf Nah-Distanz, wegen dessen geringer Lärmentwicklung ein beliebtes, hinreichendes Kaliber sein. Oder habe ich zuviele Agenten- Romane gelesen?

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        Andreas Walter am

        Ja, aber darum auch immer zwei Schüsse (und die Patronenhülsen landen in einem kleinen, feuerfesten Auffangsäckchen an der Pistole selbst).

        Doch genau über dem Ohr getroffen, schreibt Meister Eggert? Das geht nicht aus der Hüfte. Dazu muss man genau zielen (aus mittlerer Entfernung, Deckung) oder schon direkt bei der Person sein und dann auch genau zielen. Wenn es kein aufgesetzter Schuss war.

        Doch dann hätte Lübcke entweder fest am schlafen sein müssen, oder hat sich die Waffe an den Kopf halten lassen. Würde aber auch kein Profi machen.

        Oder Lübke hat den Täter gekannt, und der Täter konnte darum so nah an sein Opfer herankommen, mit der Waffe irgendwie verdeckt. Denn Hilfeschreie hat der Nachbar anscheinend nicht gehört, gibt es aber auch nicht immer.

        Darum habe ich mir auch gerade den Tatort wenigstens mal aus der Luft "angesehen". Dabei aber nicht vergessen, es war Nacht. Was steht dort um den Garten herum gerade auf den Feldern? Die Bäume an der Strasse wären zum Beispiel eine ideale Deckung noch im 25 Meter Bereich zur Terrase.

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      Andreas Walter am

      Ein angeblicher Zeuge (Nachbar) beschreibt übrigens, dass zwischen dem Schuss, den er angeblich gehört hat und den 2(!) Autos, die er angeblich durch Istha rasen sah, 20 Minuten lagen.

      Zeugen sind eh für’n A., weiß jedes Gericht, doch wie unlogisch ist das denn? 20 Minuten! Istha ist ein kleines Kaff, nichtmal 1.000 Einwohner, und mit einer Ringfahndung muss ich doch auch rechnen. So ermordet man doch keinen Politiker, so dilettantisch.

      In 20 Minuten könnte man locker (nachts sowieso) von Istha sogar bis nach Kassel fahren (20 km). Patronenhülse aufheben und mitnehmen nicht vergessen. Was nicht nur im Dunkeln schwierig ist, die rasch zu finden. Profis haben darum eine Vorrichtung dafür an der Waffe, die diese auffängt.

      Doch jeder, der die ersten Zeitungsmeldungen über seinen Tod gelesen hat wird sich eh noch daran erinnern und selbst gefragt haben:

      Ja, was denn nun? Ist er verstorben … oder wurde er gestorben, oder was ist da los?

      Auf Google kann man das Haus übrigens gut erkennen, an der speziellen Form des Daches und der Terrasse, allerdings noch ohne Photovoltaikanlage (nur Solarthermie). An der gleichen Stelle wie die BLG PROJECT GMBH, Turnplatz 5, 34466 Wolfhagen[-Istha], Ansprechpartner Christoph Lübcke.

      Der (ich vermute) Sohn oder Enkel also ein Grüner?

  10. Avatar

    Ich bin dem Hinweis gefolgt zu Kai aus Hannover

    # Lübckes-Tod: Rechtsextremist, oder Pedophilie? – YouTube
    watch?v=Q33MF09wTG4

    Ab Minute 11 interessant vor Jahren "Schweres Straftat" und DNA in Datenbank

    Kommentar
    hans wurst vor 2 Tagen
    In der Tat wurden damals nur DNA-daten gesammelt bei schweren Straftaten und Sexualdelikten.
    Da eine Verurteilung nicht bekannt ist,liegt es nahe das… .
    Ein intressanter Ansatz ,danke Kai

  11. Avatar

    Der Taeter steht fest. Bild, SZ und Spiegel haben das schon bestimmt. Da koennen Polizei und Staatsanwaltschaft einpacken.

  12. Avatar
    heidi heidegger am

    Outständing!-Ausgezeichnet! Weitermachen, Eggert!

    — Hans Eggert, ehemaliger Chefredakteur Sächsische Zeitung bekam mal *handelt sich datt um Folgendes*:

    Der Wächterpreis der deutschen Tagespresse ist eine Auszeichnung für Journalisten und Redaktionen, die seit 1969 jährlich von der Stiftung Freiheit der Presse vergeben wird.

    Ausgezeichnet wird kritische und investigative Berichterstattung über Korruption, Vetternwirtschaft, Missstände und Missbrauch. Die couragierte Berichterstattung soll durch die Auszeichnung gewürdigt werden. Außerdem wird der Preis für Abwehr von Angriffen auf die Pressefreiheit vergeben.

    (1972) 3. Preis: Michael Schnieber (Schwäbische Zeitung): Bericht über die zweifelhafte Vergabe von Bauplätzen —

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