Der Drache ist erwacht: China greift die USA als stärkste Marinemacht an

27

Es ist ein weit in die Zukunft weisendes Manöver, das derzeit im Indischen Ozean und im Golf von Oman abläuft. Hier halten die Verbände Russlands, Chinas und des Irans erstmals in ihrer Geschichte eine gemeinsame Übung zur See statt.

Insbesondere für den Iran ist die gemeinsame Übung natürlich von gewaltiger Bedeutung. Der iranische Admiral Gholamreza Tahan betonte im Staatsfernsehen, das Manöver beweise, dass das Land international nicht isoliert werden könne.

Pekings Poker um die Spratly-Inseln

Die Volksrepublik beteiligt sich mit einem Zerstörer, ist schon seit längerem ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls. Die Flottenverbände aus dem Reich der Mitte sind längst zu einer ernsthaften Konkurrenz für die USA geworden, die nach dem Ende des Kalten Krieges noch als unangefochtene maritime Seemacht Nummer Eins galten.

China geht Auseinandersetzungen zur See schon lange nicht mehr aus dem Weg. Das Südchinesische Meer könnte hier zum Schlachtfeld der Zukunft werden. Die Volksrepublik hat auf den Spratly-Inseln durch die künstliche Aufschüttung von Riffen und Felsen sowie die Errichtung von Landebahnen, Häfen und Behörden Fakten in einem besonders rohstoffreichen Seegebiet geschaffen, das von insgesamt sechs Nationen beansprucht wird.

Den USA ist es bislang noch nicht gelungen, durch die Unterstützung der kleineren Mächte ‒ das sind Vietnam, Taiwan, die Philippinen sowie Malaysia und Brunei – den Ambitionen Pekings einen Riegel vorzuschieben.

Birma soll Zugang zum Indischen Ozean sichern

In Birma will die Volksrepublik im Rahmen ihres Seidenstraßen-Projekts einen Tiefseehafen in der Provinz Rakhine errichten, die von den muslimischen Rohingya als Territorium für die Errichtung eines eigenen Staates beansprucht wird. Das mehrheitlich buddhistisch geprägte Land am Indischen Ozean ist für Peking von ganz besonders großer Bedeutung, denn über burmesisches Territorium verlaufende Öl- und Gaspipelines wären der kürzeste Energie-Transportweg, der zwischen dem Indischen Ozean und den südwestchinesischen Industriegebieten realisierbar wäre.

 

Bei COMPACT ist noch immer Weihnachten – zumindest, was die guten Gaben anbetrifft: „USA gegen China“, das Endspiel um die Neue Weltordnung wird das Jahr 2020, das ganze kommende Jahrzehnt prägen – deshalb verschenkt COMPACT sein bestes Werk zur Aufklärung über dieses neue Great Game:  Jeder Kunde, der  irgendetwas in unserem Online-Shop bestellt, erhält ab sofort bis  zum 2. Januar (24 Uhr) gratis COMPACT-Spezial „USA gegen China – Endspiel um die Neue Weltordnung“ dazu. Im Handel kostet diese Sonderausgabe (84 Seiten) ansonsten 8,80 Euro – für Sie ist es jetzt kostenlos! Aber nur bis zum 2. Januar… Hier geht’s zur Bestellung und damit automatisch zum Geschenk.

Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes präsentierte seinen Lesern zuletzt eine große Story über Chinas maritime Ambitionen, die nach Auffassung der Autoren durchaus das Potential zur Überflügelung der USA als bislang stärkster Seemacht haben.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam Vasily Kashin, Militäranalyst der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er bezeichnete das Flottenbauprogramm der Volksrepublik als historisch beispielloses Vorhaben, mit dem Peking den bisherigen Platzhirschen USA bald überrunden könnte, da es über riesige entsprechende industrielle Kapazitäten verfüge, während diese in den USA in den vergangenen Jahrzehnten zurückgebaut wurden.

Auch in den anstehenden zwanziger Jahren des 21. Jahrhunderts dürfte also die Tendenz zur Ausprägung einer multipolaren Weltordnung anhalten, und für die USA gibt es eigentlich keine realistische Möglichkeit mehr, diesen Trend noch aufzuhalten.

Über den Autor

Avatar

27 Kommentare

  1. Avatar

    @Rechtsstaat-Radar am 28. Dezember 2019 ….Dass die USA wirklich die stärkste Seemacht der Welt sind, bestreite ich.
    Da irrst Du gewaltig. Schon mal was von Sonografie gehört. Der Flugzeugträger sendet Schallwellen aus die von den Begleitschiffen aufgefangen werden. Die errechnen ein Relieffbild des Meeresbodens. Befindet sich ein Uboot zwischen dem Sender und dem Meeresboden hinterlässt es einen Schallschtten. 2 Empfänger reichen und im Kreuzpunkt bist Du. Dann kommen Wasserbomben.. Die Schalleistung des Trägers ist so groß, dass Meeressäuger die das gleiche Verfahren verwenden mit Ihren empfindlichen Sensoren geschädigt werden. Danach sind die Orientierungslos und stranden. Daher die immerwieder auftretenden Waalstrandungen. Der VSA war es schon immer egal ob die Anderen Schaden machen.
    Das ist eine Gefahr die größere hingegen ist der Klimawahn da investierte €´s sind weggeworfenes Geld – völlig sinnlos verprasst für ein Hirngespinst
    UND DAS GANZE FÜR EIN HIRNGESPINST EINER FRAU, DIE ANGEBLICH PHYSIK STUDIERT HAT.
    Man muss den Menschen klar machen, dass der Relotiusjournalismus, der diese Hysterie verursacht hat – in die Vollhaftung muss. Es gibt nur ein Problem – die ungehemmte Vermehrung der Menschen.
    Zunächst muss der betrügerische Staatsfunk weg – muss für seine Lügengeschichten haften.
    Man muss den Leuten klar machen, welche Folgen die Lügen der Linksgrünen GEZ Kriminellen haben

  2. Avatar

    @Rechtsstaat-Radar am 28. Dezember 2019 ….Dass die USA wirklich die stärkste Seemacht der Welt sind, bestreite ich.
    Da irrst Du gewaltig. Schon mal was von Sonografie gehört. Der Flugzeugträger sendet Schallwellen aus die von den Begleitschiffen aufgefangen werden. Die errechnen ein Relieffbild des Meeresbodens. Befindet sich ein Uboot zwischen dem Sender und dem Meeresboden hinterlässt es einen Schallschtten. 2 Empfänger reichen und im Kreuzpunkt bist Du. Dann kommen Wasserbomben.. Die Schalleistung des Trägers ist so groß, dass Meeressäuger die das gleiche Verfahren verwenden mit Ihren empfindlichen Sensoren geschädigt werden. Danach sind die Orientierungslos und stranden. Daher die immerwieder auftretenden Waalstrandungen. Der VSA war es schon immer egal ob die Anderen Schaden machen.

  3. Avatar

    Navigare neccesare est! stellten die alten Römer einst fest, als sie von den Phöniziern übertrumpft und angegriffen wurden! Die Chinesen hatten zu Ende des Mittelalters einst die größte Flotte der Welt, als der Kaiser entschied, daß Seefahrt nicht Chinesisch sei (Reich der Mitte) und die Flotte im Hafen verrotten lies.
    Diese Einstellung führte dazu, daß von Natur aus ansich unwichtige Inselstaaten die nächsten 500 jahre mit ihren Schiffen den Planeten beherrschten. Vor allem die Engländer und ihre Nachfolger die USA sowie im Osten die Japaner, lange Zeit mit den Engländern verbündet.
    Dieser Fakt führte dazu, daß die alte Seidenstraße gekappt wurde, im 19Jh. China von den Amis ausgebeutet und partiell von den Engländern erobert wurde, in den Status eines Entwicklungslandes sank. Ja sogar Japan konnte es erobern, wovon es 1000 Jahre lang nur träumen konnte, nachdem es zuvor Rußland 1905 empfindlich geschlagen hatte. Japan war König in Ostasien, bis daß es mit den USA zu tun bekam. Heute rückt China wieder auf den Platz zurück, den es die letzten 4000 Jahre innehatte, nämlich die führemde Macht Ostasiens zu sein. Dazu gleicht sie den Fehler des Spätmittelalterlichen Kaisers aus, baut aber auch die territoriale Seidenstraße neu auf, um nicht noch einmal von "Seevölkern" überfallen zu werden.

    • Avatar

      2. Interessant ist, daß die damalige chinesische Flotte hauptsächlich mit dem nahen Osten Handel treiben sollte. Wahrscheinlich war mit ein Grund dies einzustellen, die Tatsache daß diese Länder zu diesem Zeitpunkt bereits dem Islam angehörten und die Chinesen diese Religion nicht wollten.
      Ein Kaiser des 14.Jhs. hatte sich Vertreter aller damals bekannten (westlichen) Religionen kommen lassen und monotheistische als gefährlich und ungeeignet eingestuft. Das Verbot des Christentums in China stammt übrigens auch aus dieser Zeit! Bein Islam war es damals komplizierter, da es im MA von den Mongolen überrannt wurde, deren Reich damals zeitweise so groß war, daß moslimische Gebiete dazugehörten. Das sorgte dafür, daß sich diese Religion in Asien ausbreiten konnte, was China noch heute Ärger bereitet.
      Auch erließen die USA um 1900 herum ein Einwanderverbot für Chinesen, was verhinderte, daß die Westküste chinesisch wurde und damit die USA als Weltmacht erst ermöglichte.

      • Avatar

        Sehr phantasievoll ,Ihre Theorien. Staaten ,die zu Land von Feinden umgeben sind, müssen ihr Geld in die Rüstung zu Land stecken und haben deshalb für den Flottenbau nicht genug übrig. Große Seemächte waren immer Inseln, die zu Land keinen Feind befürchten mußten (Kreta, England, auch die USA sind in diesem Sinn eine Insel,weil zu Land nur von ungefährlichen Staaten umgeben).

      • Avatar

        Das alles spielt in Zeiten von Luft/Raumfahrt keine so große Rolle mehr (zumindest, wenn man es tatsächlich Ernst meint).

  4. Avatar

    @ Zedong am 28. Dezember 2019 18:48

    Nein, ein Zerstörer ist nicht das kleinste Kriegsschiff!
    Das Kleinste ist die Korvette, dann die Fregatte. Danach erst der Zerstörer.
    Die Kampfkraft differiert natürlich je nach Land und Aufgabenspektrum erheblich.

    • Avatar

      Micha, ich bin kein Seefahrer und will da nicht das letzte Wort haben,aber ich glaube zu wissen,daß der Zerstörer speziell zur U-Boot-Jagd entwickelt wurde und deshalb klein und damit beweglich sein mußte, Korvettenkapitän und Fregattenkapitän gibt es als Rang,aber keinen Zerstörerkapitän, warum wohl. Nach der Fregatte kommt m.E.der Kreuzer,möglicherweise verwechseln Sie Z. mit K.? Aber ich gucke jetzt mal bei Wiki nach.

  5. Avatar

    Naja Herr Reuth. Von der Meldung der Teilnahme Chinas an einem Manöver, über die Befestigung der Spratly-Inseln, wodurch es (China) mit den Nachbarn im Streit liegt, hin zum muslimischen Volk der Rohingya. Als krönender Abschluss dann noch Forbes und Kashin eingearbeitet und zur allgemeinen Beruhigung den Hinweis, dass es für die USA eigentlich keine realistische Möglichkeit mehr gibt den Trend zu einer multipolaren Weltordnung noch aufzuhalten. Das lässt vergessen, dass die USA einen “Wehr”-Etat haben, der den von China und Russland in den Schatten stellt und die USA z.Zt. ca. 1000 “Inselchen” haben, die militärisch sofort einsatzbereit sein könnten. Eins davon heisst BRD. Und es ist ja ganz logisch, das China, um die Rohingya-Muslime zu schädigen, den Hafen ausgerechnet auf “deren” Gebiet baut. Minderheit und Muslime. Die Hervorhebung wird Merkel freuen. Die Streitigkeiten mit den Nachbarstaaten sind Uraltrhetorik. Duderte, die anderen Staatschefs und bei den Treffen der Regierungsmitglieder aller beteiligter Staaten anwesende Journalisten wissen das besser. Der Artikel hat so was WDR-Steffen Wurzeliges. Da appellieren Dutzende Profs und Buecherschreiber man soll mal anders denken und was ist,-nix.

  6. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Bei den "Amis" muss man stets extrem wachsam und auf der Hut sein … die würden ohne zu zögern Atomraketen einsetzen, wenn sie erkennen … dass sie, konventionell, den Kürzeren ziehen und die Unterlegenen sein werden ! 😉

  7. Avatar

    Da es a) sowas wie ein "gutes" Imperium a priori nicht gibt, b) eine Weltregierung nur repressiv und nicht republikanisch funktioneren kann, ist aus meiner Sicht c) die "multipolare Weltordnung" das Geschäftsmodell, was erreichbar erscheint und das Völkerrecht halbwegs nachhaltig realisieren kann.

    Wichtig ist, die USA ohne allzugroßen Gesichtsverlust als einen der Pole in diese Ordnung mitzunehmen. Dazu müssen China – noch mehr sogar Deutschland – den US-Amerikanern dabei helfen, ihr Wirtschaftsmodell auf neue Füße zu stellen. Als Leistungsbilanzdefizitweltmeister dürfen die USA nicht weitermachen – wie Trump dies richtigerweise immer wieder klarmacht. In Peking scheint hierfür die Einsicht grundsätzlich vorzuliegen, in Berlin bislang leider nicht.

  8. Avatar
    Rechtsstaat-Radar am

    Dass die USA wirklich die stärkste Seemacht der Welt sind, bestreite ich.

    Bereits 2001, gelang es dem schon damals veralteten deutschen Boot U 24 (der Vorgängerklasse 206), den gesamten Sicherungsschirm aus Zerstörern usw. um den Flugzeugträger "USS Enterprise" unbemerkt zu durchbrechen, auf den US-Flugzeugträger einen simulierten Torpedofächer abzuschießen und neben dem Stahlkoloss unter Wasser grüne Signalmunition hochzuschießen – das Zeichen für einen Treffer. Eine perfekte, eine unfassbar geile Demütigung dieses Schurkenstaats und seines ehrlosen Schurkenmilitärs!

    Welch ein Blutbad würden wohl erst mehrere Rudel unserer modernen brennstoffzellengetriebenen U-Boote auf der Seite der US-Schurken anrichten?! Ließe man sie los, von den ehrlosen US-Amerikanern und ihrer Marine bliebe nicht mehr viel übrig. Die Chinesen müssten gar nichts weiter tun.

    • Avatar
      Lila Luxemburg am

      "Ließe man sie los, von den ehrlosen US-Amerikanern und ihrer Marine bliebe nicht mehr viel übrig."

      Von UNS bliebe in einem solchen Fall auf jeden Fall … NICHTS mehr übrig. Nicht unbedingt das, was ich mir für 2020 – oder spätere Jahre – wünsche… 😥

  9. Avatar

    Mal sehen, welches Spitzel- und Spionagesystem besser funktioniert: Das ethnisch vermischte amerikanische oder das asiatisch-chinesische.
    Kann auch sein, dass es mehr Chinesen gibt, die Englisch können als umgekehrt.

    Nicht dass die völkermörderischen Multikultipropagandisten jetzt anfangen, fernasiatische Menschen zu diskriminieren!

  10. Avatar
    Paul, der Echte am

    Volksrepublik China
    ja sicher, es ist eine volksunterdrückungs Macht
    analog dem Merkelregim

  11. Avatar

    Mit einem Zerstörer (kleinstes Kriegsschiff nach dem Torpedo-Schnellboot) ist die Teilnahme Chinas an dem Manöver nur symbolisch. Ich als Chinese sage es nicht gern,aber mit einem gekauften+ einem selbstgebauten Flugzeugträger ist China noch weit davon entfernt, den USA die Weltmeere streitig zu machen.In 40 Jahren, vielleicht, hoffentlich.

    • Avatar
      Lila Luxemburg am

      Sie sind Chinese? Darf ich annehmen, daß Sie diese Feststellung auf der Grundlage ihrer biologisch-ethnischen Abstammung machen? Wenn ja, dann schätzen Sie sich glücklich … und falls Sie zufällig – aus welchen Gründen auch immer – in der BRD bzw. ‚Germany NGO‘ ansässig sein sollten, dann lernen Sie wo es endet, wenn man das Abstammungsprinzip als zentrales kollektives Identitätskriterium aufgibt. Kostenlosen Anschauungsunterricht gibts in allen ehemals deutschen Städten. Und berichten Sie es zuhause…

      Was den Rest (kleiner Zerstörer etc.) betrifft: Erstens arbeitet die Zeit wohl eher für China als für die VSA (in 100 Jahren wird die dann amtierende chinesische Regierung wohl nach wie vor aus ethnischen Chinesen bestehen – in den VSA, wenn sie dann noch existieren, wird es ‚deutlich bunter‘ aussehen…) – und zweitens ist, im Sinne geopolitischer Machtprojektion, nicht mehr das Meer, sondern der (uns erreichbare) Weltraum (derzeit eben: der Raum des Sonnenssystems) die Bühne auf der die machtpolitischen Auseinandersetzungen entschieden werden werden. D.h.: Über die Macht AUF der Erde wird in Zukunft AUSSERHALB der Erde entschieden werden!

      • Avatar

        Lila,bezüglich der ersten Hälfte bin ich ganz ihrer Meinung, bezüglich der zweiten Hälfte frage ich, ob Sie sehr viel Science-Fiktion-Schund lesen.

      • Avatar

        Ja LILA, als Trump die Papiere für das Weltraummilitär unterschrieb fragte ich mich, womit er das bezahlen will.

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel