Saudi-Arabien im Blutrausch: Der beste Freund des Westens köpft und kreuzigt weiter

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Eine neue Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien erschüttert die Weltöffentlichkeit. Das blutige Gemetzel richtet sich offenbar fast ausschließlich gegen die schiitische Minderheit im Land.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der starke Mann im Wüstenkönigreich, sorgt weiterhin mit drakonischen Mitteln für Friedhofsruhe in seinem Land. Das saudische Innenministerium teilte zuletzt mit, dass am 23. April 37 Menschen in der Hauptstadt Riad, den heiligen Stätten Mekka und Medina, in der Provinz al-Kassim sowie in der Ostprovinz hingerichtet wurden. Die zum Tode Verurteilten wurden auf öffentlichen Plätzen enthauptet, der Leichnam eines der Opfer an ein Kreuz genagelt und zur Schau gestellt. Nach Angaben von Amnesty International (AI) wurden elf der Hingerichteten der Spionage für den Iran bezichtigt, mindestens 14 sollen wegen der Teilnahme an regierungskritischen Demonstrationen in den Jahren 2011 und 2012 zum Tode verurteilt worden sein.

Unter den Hingerichteten befanden sich auch zwei Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Festnahme noch minderjährig waren. So wurde nach Angaben der „Detroit Free Press“ der damals gerade 17jährige Mujtaba al-Sweikat im Jahr 2012 am King Fahd International Airport in Dammam aus einem Passagierflugzeug gezerrt, das ihn gerade zu einem Studienaufenthalt in die USA bringen sollte, wo al-Sweikat die Western Michigan University in Kalamazoo besuchen wollte. In der Haft soll der junge Mann schwer gefoltert worden sein, um ein Geständnis aus ihm herauszupressen. Al-Sweikat zählte nun zu den Hinrichtungsopfern des 23. April.

Höhere Rüstungsausgaben als Russland

Mindestens 33 der 37 getöteten Personen sollen der schiitischen Minderheit Saudi-Arabiens angehört haben, die im Osten des Landes lebt und zwischen 10 und 15 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Religionsfreiheit für diese konfessionelle Gruppe ist in Saudi-Arabien eingeschränkt. Seit sie im Jahr 1913 unter die Herrschaft des Königshauses Saud geriet, muss sie darauf achten, die mehrheitlich sunnitische Bevölkerung durch ihre Religionsausübung nicht zu „belästigen“.

In den vergangenen Jahren hat Riad die Drangsalierung der Minderheit nochmals verschärft, da seit dem Jahr 2015 eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Krieg gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Nachbarland Jemen führt. Diese werden nach Angaben der US-amerikanischen Regierung vom Iran unterstützt, was Teheran zurückweist.

 

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Die jüngste Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien dürfte als weiterer grausamer Akt in dem Stellvertreterkrieg zu interpretieren sein, den sich Saudi-Arabien und der Iran in der Region liefern, und den Riad auch gegen die eigene schiitische Minderheit im Land führt. Westliche Kritik muss das saudische Königshaus dabei nur in abgemilderter Form hinnehmen, Sanktionen bleiben die absolute Ausnahme. Die Bundesregierung hatte im vergangenen November nach der Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Kashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul zwar einen Rüstungsexportstopp verhängt, diesen in den vergangenen Wochen aber wieder durch über den Bundessicherheitsrat vergebene Sondergenehmigungen aufgeweicht.

Geld regiert die Welt – das wird beim Blick auf die Sonderrolle, die sich Saudi-Arabien im Mittleren Osten herausnehmen darf, einmal mehr deutlich. Das Land hat seit dem Jahr 2016 sogar Russland bei den Militärausgaben überholt und darf sich der besonderen Rückendeckung durch die derzeitige US-Regierung sicher sein, die Menschenrechtsverletzungen offenbar nur dann kritikwürdig findet, wenn diese sich im Iran oder in Syrien ereignen und sich somit politisch instrumentalisieren lassen. In Zukunft dürfte Washington das Wüstenkönigreich sogar noch dringender benötigen als zuvor, da dieses die wegen der Iran-Sanktionen ausfallenden Erdöllieferungen ausgleichen soll.

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21 Kommentare

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    Daß sich die Saudis mit den USA verbünden ist eine rationale Entscheidung,sie hätten sonst als schwächerer Nachbar des Iran einen schwierigen Stand. Und es ist ein echtes Bündnis,kein faktisches Satellitentum wie bei der BRiD,denn die Saudis lassen ihre inneren Angelegenheiten nicht durch Amerikanismus beeinflussen. Putin techtelt mit ihnen genauso wie mit Israel, also könnt Ihr Russenanbeter ruhig aufhören, S.-A. anzupinkeln. Die nehmen ihre eigenen Interessen wahr,weiter nichts.

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      heidi heidegger am

      ohSoki, Atome kannst du mit meiner Shylock äh Sherlock Holmes Lupe auch nicht sehen und doch jibbett sowatt. Kräfte erkennt man an ihrer Wirklichkeit äh an ihren Wirkungen (Metaphysik/erstes Semester), hihi + Grüßle!

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      Dann schauen Sie doch einmal Nachrichten aus einem arabischen Land. Die Bilder reichen schon.

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    Mohammedanischer Bevölkerungsanteil in Europa

    In vielen europäischen Städten wächst der mohammedanische Anteil rasant an.
    Nachfolgend sieben Städte, in denen die Mohammedaner bereits (mindestens) ein Viertel der Einwohnerzahl ausmachen:

    Marseille (Frankreich): 35–45 Prozent
    Barcelona (Spanien): 40 Prozent
    Brüssel (Belgien): 38 Prozent
    Malmö (Schweden): 30 Prozent
    Amsterdam (Niederlande): 35 Prozent
    Rotterdam (Niederlande): 30 Prozent
    Luton (Großbritannien): bis zu 28 Prozent
    Savile Town (Großbritannien): über 90 Prozent

    Laut dem islamistischen Haßprediger Anjem Choudary aus Großbritannien beträgt der Anteil mohammedanischer Einwohner in Amsterdam bereits 40 Prozent und in Bradford 17 Prozent.

    Nur Karnikel sind noch so vermehrungsfreudig

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      Sachsendreier am

      Dazu möchte ich anmerken, dass die bei uns kursierenden Angaben über den Anteil der Muslime genau so stimmen, wie die über die Arbeitslosen. Dabei dürfte die Angabe zu den Muslimen das Schönen der Nichtarbeitenden bei Weitem übertreffen! Aber alle springen auf den Zug auf, sogar Herr Bosbach. Der bei Illner tatsächlich von knapp 5 Millionen sprach. Dies dürften die Zahlen derer sein, die keinen deutschen Pass haben, oder einen Doppelpass. Deren Kinder (und Enkel) sind ebenfalls Muslime. Egal, ob nun sehr religiös, oder weniger. Die werden nicht erfasst, da deutsche Staatsbürger. Man kann also locker 6 Millionen dazu rechnen, wobei etliche Insider sogar von mittlerweile reichlich 13 Millionen Muslimen sprechen durch den Zuzug aus Syrien und Nordafrika seit 2015. Wer zweifelt – schaut mal genau hin in den Migrantenhochburgen. Und da in die Schulklassen…

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    Dieser Artikel hätte so auch in der "taz" erscheinen können. Welche "Weltöffentlichkeit" soll das sein,die da "erschüttert" ist? Die sattsam bekannte Weltöffentlichkeit der Globalisten. Wen warum die Saudis in ihrem Land hinrichten ist allein ihre Sache,wer da meint seine Nase hinein stecken zu dürfen ist Internationalist.

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    1. Saudi Arabien ist enger Verbündeter Donald Trumps, Benjamin Netanjahus und der freien Welt.
    2. "Die Todesurteile wurden vom Berufungsgericht, dem OGH und dem König bestätigt." Mehr Rechtstaatlichkeit kann man in Wüstengebieten nicht erwarten.
    3. Es wurde nur einer der 37 Verurteilten gekreuzigt (2,703%). Human unter Vollnarkose natürlich (vorher Kopf ab).
    4. Nein, es wird zu keiner Wiederauferstehung kommen. Kopf ab ist nach derzeitigem Forschungsstand eine sehr sehr sichere Methode.
    5. Die Enthauptung mit dem Schwert galt im christlichen Mittelalter im Gegensatz zum Hängen am Galgen nicht als ehrenrührig und war dem Adel vorbehalten. Die Gehenkten und Geräderten jener Zeit wären voller Neid, wenn sie heute über das arabische Vorgehen lesen könnten (Wikipedia, eigene Ergänzungen).

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      heidi heidegger am

      6. Beim Hängen ist zu differenzieren zwischen *short rope* für ganz arme Teufel (da musste-durfte-konnte die Verwandtschaft *nachziehen*) und dem *long rope* für den mightyMittelstand. so!

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    Wen und warum wundert das?
    Als es dem Propheten in Mekka zu heiss wurde verliess er etwa 610/613 n.Chr. Mekka um in Jathrib (heute Medina) den Streit zwischen 2 arabischen Stämmen zu schlichten.
    Ausserdem lebten dort 3 jüdische Stämme.
    Als der Prophet Medina verliess, hatten sich die 2 arabischen Stämme vertragen.
    Die 3 jüdischen Stämme gab es nicht mehr.
    Zynische Ironie der Geschichte: Alle männliche Juden wurden früher oder später getötet,
    Frauen und kleine Kinder wurden auf die siegreichen Krieger verteilt…
    Ob Weihwasser oder … ……. mehr gefürchtet werden bleibt offen.

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      Lila Luxemburg am

      "Frauen und kleine Kinder wurden auf die siegreichen Krieger verteilt…
      Ob Weihwasser oder … ……. mehr gefürchtet werden bleibt offen."

      Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren worden ist! So, und was lehrt uns dieses Dogma über einen möglicherweise nicht unerheblichen Anteil der Bevölkerung in Saudi-Barbarien??

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        I
        Wenn man bei Wikipedia den Suchbegriff “Wahabiten Terror” eingibt, erhaelt man 14.700 Ergebnisse, die kein Mensch, ausser vielleicht ein paar Politologen die nicht ernst genommen werden, interessiert.
        Die Saudis statteten die lange Zeit geheime Armee, die mit 1000en schwer bewaffneten Toyota-Jeeps kopfabschneidend durch Nordafrika zog materiell und personell aus. Der Mossad und die israelische Armee stellte Ausbilder welche die Schnittfuehrung garantierten. Der “IS” oder auch “ISIS” ist heute, trotz seiner furchtbaren Grausamkeiten fast vergessen, weil die westliche Presse darauf getrimmt wird dieses Jahrhundertverbrechen unter den Teppich zu kehren.
        Ueberschrift: “Zionisten und Wahabiten sind Eins. Wieso? Saudis sind Juden.”
        Zitat: “1969: Die Saudi Arabischen Schwindlerregenten(Usurpatoren auf dem Hedschas Thron) und ihr Wahabitischer Kult sind jüdischen Ursprungs und zwar der Donmeh (Dönme) Juden aus der Türkei.

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        II
        Anlaesslich einer Radio Sendung aus Kairo, bestätigt der saudische König Feisal Al-Saud offen seine jüdischen Wurzeln. Er wiederholt das noch einmal in der Washington Post, in dem er erklärt:
        „Wir die saudische Familie sind Vettern der Juden, wir missbilligen total jeglichen Versuch irgendwelcher Muslim Autoritäten, die uns zum Widerstreit mit den Juden zwingen möchten , wir müssen in Frieden mit ihnen zusammen leben.
        Unser Land (Saudi Arabien) ist der Urquell aus dem der erste Jude entsprungen ist und dessen Nachkommen sich über die ganze Welt verbreitet haben“. Zitat Ende.
        Quelle: flaggenlexikon
        Bei Wikipedia muss man nach “Dönme” schauen und dort bei Literatur.
        Auch Juergen Elsaesser brachte schon am 29. Mai 2012 in seinem Blog eine Aufklaerung: Salafisten: Hassprediger und V-Leute raus!

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      Kommt bekannt.
      Oder wie arbeiten die paneuropäische Herrenrasse?
      Was ist hier in EUROPA wenn Männer getötet und Frauen vergewaltigt?
      Sind da nicht Parallelen zu erkennen; oder alles nur ein Missverständnis?

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      "verliess er etwa 610/613 n.Chr. Mekka um in Jathrib (heute Medina) den Streit zwischen 2 arabischen Stämmen zu schlichten.
      Ausserdem lebten dort 3 jüdische Stämme.
      Als der Prophet Medina verliess, hatten sich die 2 arabischen Stämme vertragen.
      Die 3 jüdischen Stämme gab es nicht mehr."

      Facepalm! Sie wissen schon, dass die herrschende Geschichtsschreibung die Geschichtsschreibung der Herrschenden.

      Aus der neueren Zeit
      "Ausschreitungen in Erfurt 1975"
      Lügen nichts als Lügen in Wikipedia wie auch zu "Rostock-Lichtenhagen" nichts als Lügen im Mainstream.

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      Lila Luxemburg am

      Upps, jetzt ist er plötzlich zu sehen …. aber noch in Moderation. Gut, man muß sich also nur beschweren, dann taucht er schon irgendwie plötzlich wieder auf der Mattscheibe auf…

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    So lange die Saudis unsere Schiffswerften am Kacken halten, ist es nebensächlich, wie viele Köpfe bei denen rollen. Das nennt man praktischer Weise "innenpolitische Angelegenheiten eines souveränen Staates". Wem’s nicht passt, ist ja hier herzlich willkommen.

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      Es ist auch dann nebensächlich,wenn die Saudis KEINE Schiffe in D. kaufen.

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      Lila Luxemburg am

      hehe … das wäre doch ein guter Titel für einen Nachfolgehit von Helene Fischer "Kopflos durch die Nacht" …

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        heidi heidegger am

        gut. "Staatenlos durch die Nacht" ist aber bereits besetzt durch den GelbSchein-ler/Wanderprediger Rüdi Dingsbumms: wöchentlich vor dem Rrrreichstag und unter staatenlos-info zu finden. Herrlich paranoid isser auch: "Meddl Lo-íd(e) und WcFresh" sind nur 2 seiner (audiblen) Krankheitssymptome.

        [ Best of Reichsbürger über Drachenlord-Haider Terror ]

        ..es gibt aber noch viel bessere Videos! bitte nachfragen!

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