„Das Südviertel zeigt Gesicht“ lautet das Motto. Und es stimmt: Die Initiatoren zeigen tatsächlich ihr linksfaschistisches Anlitz. Denn deren Flyer-Kampagne „Initiative Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD!“ zielt auf öffentliches Prangern eines politischen Gegners: Gegen das im März eröffnete AfD-Büro im südlichen Teil von Münster.

    Kai Bürger von der Initiative „Rassismus und Ausgrenzung sind hier fehl am Platz“. begründet gegenüber den Westfählischen Nachrichten die eigene Ausgrenzungswut so: „Dass es ein AfD-Büro in unserem Viertel gibt, haben viele noch gar nicht mitbekommen. Das Südviertel ist ein buntes Viertel, das für Toleranz und Offenheit steht“.

    Aber natürlich will niemand die Antifa-SA-Schlägertruppen rufen. Zumindest nicht direkt. Eher indirekt, mit friedlichen und „vielfältigen“ Protestaktionen, wie dem Verteilen von Flyern. Mit anderen Worten: Man denunziert bzw. prangert den politischen Gegner und hofft heimlich, dass irgendein Leser der Flyer stellvertretend die „Initiative“ ergreift. Was darf’s denn sein: Ein kleiner Brandsatz ins Fenter, ins Auto? Oder nur ein regelmäßiger Aufmarsch mit Brüllchören und Einschüchterungsrhetorik?

    Screenshot: afd-muenster.de/

    In der Stellungnahme von Michael Espendiller (AfD-Münster) heißt es, der Flyer enthalte „die üblichen Unterstellungen und Vorurteile, die es aus Sicht der Initiatoren rechtfertigen, meine Parteifreunde und mich aus dem demokratischen Diskurs auszuschließen und uns unsere verfassungsmäßig garantierten Rechte quasi abzuerkennen.

    Es ist müßig, all die Widersprüchlichkeiten in diesem kleinen Blättchen aufdecken zu wollen. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang nur Folgendes: 1. Wir werden bleiben. Im Südviertel, in Münster, in NRW, in Deutschland und auf jedem Wahlzettel künftiger Wahlen.

    2. Wer daran interessiert ist, nicht nur über uns, sondern mit uns zu sprechen, ist herzlich eingeladen, das bei einer Tasse Kaffee in meinem Wahlkreisbüro zu tun.“ Ob die Mega-Toleranten dieses Angebot annehmen werden? Oder haben sie Angst, ein Feindbild zu verlieren?

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